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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2021

Interessant aber kein Highlight

Es lebe der Generalist!
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Man hört es oft: um erfolgreich in einem bestimmten Gebiet zu sein muss man früh anfangen und unzählige Stunden aufbringen. So zum Beispiel Profisportler wie Tiger Woods, welcher schon einen Golfschläger ...

Man hört es oft: um erfolgreich in einem bestimmten Gebiet zu sein muss man früh anfangen und unzählige Stunden aufbringen. So zum Beispiel Profisportler wie Tiger Woods, welcher schon einen Golfschläger in der Hand hatte bevor er richtig laufen konnte. David Epstein analysiert in seinem Buch solche Top-Performer und kommt zu dem Ergebnis, dass dies mehr die Ausnahme als die Regel ist und es meistens besser ist, breiter aufgestellt zu sein. Generalisten sind dadurch kreativer und agiler im Lösen von Problemen und haben damit einen Vorteile gegenüber Spezialisten die sich in einem bestimmten Bereich sehr gut auskennen.
Das Buch von David Epstein ist hervorragend recherchiert und er untermauert jede These mit einigen Studien. Aus wissenschaftlicher Sicht wurde hier ganze Arbeit geleistet, was aber auch der größte Knackpunkt ist. Die Zusammenfassungen von unzähligen Studien um eine These zu belegen stört meiner Meinung nach den Lesefluss und man hat das Gefühl, dass die Kernaussagen auf wenige Kapitel reduziert werden könnten. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, aber leider konnte ich mich nie so wirklich damit anfreunden und bin nicht so richtig in den Lesefluss gekommen.
3/5 Sterne

Veröffentlicht am 07.06.2021

Leider nicht meins!

Kissing in the Rain
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Cam verliert ihren Freund, ihre Wohnung und ihren Job - und das natürlich genau eine Woche vor der Hochzeit ihrer Schwester. Und als ob ihre Familie nicht schon anstrengend genug wäre, muss sie sich jetzt ...

Cam verliert ihren Freund, ihre Wohnung und ihren Job - und das natürlich genau eine Woche vor der Hochzeit ihrer Schwester. Und als ob ihre Familie nicht schon anstrengend genug wäre, muss sie sich jetzt auch noch anhören, wie beziehungsunfähig sie ist. Doch ihre Schwester hat einen Plan: Wenn es keinen echten Freund gibt, dann muss eben Troy herhalten. Troy, den Cam seit ihrer Kindheit kennt. Troy, der sowieso über ihrer Liga spielt. Und Troy, der plötzlich echte Gefühle in Cam weckt…

Ich weiß, viele lieben die Bücher von Kelly Moran und in gewisser Weise kann ich das auch verstehen. Ihre Bücher haben durch die ländliche Atmosphäre grundsätzlich ein gemütliches Setting, aber bei diesem Buch war Wohlfühlen bei mir nicht wirklich angesagt. Ich finde Cams Familie (also insbesondere die älteren Generationen) einfach nur anstrengend - sie sind zu laut, zu aufdringlich und verhalten sich Cam gegenüber oft einfach unangebracht. Auch mit Cam selbst konnte ich nicht ganz warm werden. Ich bin selbst auch eher der stille Typ (zumindest, wenn man mich nicht kennt), aber Cam hat dem ganzen einfach ein Krönchen aufgesetzt und sich viel zu sehr in sich selbst zurück gezogen. Auch ihre ständigen Unsicherheiten waren für mich einfach zu viel. Troy ist lieb, verständnisvoll und gibt sich unheimlich viel Mühe um ihn, aber Cam denkt ja immer nur, sie hätte ihn nicht verdient und wäre nicht gut genug für ihn und die Welt. Ich denke, die meisten haben Selbstzweifel und in Büchern darf sowas ruhig angesprochen werden, denn es ist absolut in Ordnung, wenn man mit sich selbst nicht immer zufrieden ist - ich denke das ist natürlich und sich selbst zu lieben ist eine stetige Aufgabe. Trotzdem war es mir in dem Buch einfach etwas too much und ich konnte die Geschichte nicht fühlen. Am meisten mochte ich tatsächlich die dreijährige Nichte Emily, die das Ganze wenigstens etwas aufgelockert hat, aber ansonsten war das Buch für mich persönlich leider eher ein Fehlgriff.
2/5 Sterne.

Veröffentlicht am 02.06.2021

Schöne Geschichte!

Trust in Us - Nur du und ich
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Caroline hat ihrer Familie und deren Reichtum den Rücken gekehrt, um ihrem Traum Journalistin zu werden zu folgen. Als sie den Sportler Jeff kennenlernt, ist er anfangs nicht mehr als eine potentielle ...

Caroline hat ihrer Familie und deren Reichtum den Rücken gekehrt, um ihrem Traum Journalistin zu werden zu folgen. Als sie den Sportler Jeff kennenlernt, ist er anfangs nicht mehr als eine potentielle Titelstory für sie. Doch schnell kommen die Beiden sich näher, aber ihre Liebe muss erst Jeffs Vergangenheit überwinden...

Der Schreibstil bei dem Buch ist sehr angenehm und man fliegt einfach nur so durch die Seiten. Was mir an dem Buch wirklich gut gefallen hat, war sie Tatsache, dass die Rollen „vertauscht“ waren: Oftmals trifft der BadBoy auf das schüchterne Mädchen, hier ist Jeff der Zurückhaltende und Caroline die Offene. Besonders Caroline hat es mir auch sehr angetan: von Anfang an ist sie eine starke Persönlichkeit, doch im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich weiter und steht für sich selbst ein. Was ich allerdings etwas schade fand, war das schnelle und fast schon zu perfekte Ende der Geschichte.

Veröffentlicht am 28.05.2021

Wohlfühlbuch!

A History of Us − Vom ersten Moment an
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Eigentlich wollte Emily nur ihre Nichte bei den Proben für ein Mittelalterfestival abliefern, doch schon im nächsten Moment hat sie mehr oder weniger freiwillig selber eine Anmeldung ausgefüllt. Obwohl ...

Eigentlich wollte Emily nur ihre Nichte bei den Proben für ein Mittelalterfestival abliefern, doch schon im nächsten Moment hat sie mehr oder weniger freiwillig selber eine Anmeldung ausgefüllt. Obwohl sie von den meisten Teilnehmern herzlich aufgenommen hat, scheint der Organisator Simon wenig für sie übrig zu haben und das beruht auf Gegenseitigkeit. Doch als das Festival anfängt und Emily in die Rolle der Emma und Simon in die Rolle eines lockeren Piraten schlüpft, beginnt ein Sommerflirt, mit dem Emily niemals gerechnet hatte. Doch was basiert auf wahren Gefühlen und was ist nur Show?

Eine Geschichte vom Verlieben. Sympathische Charaktere, ein tolles Setting und ganz viel Gefühle. Emily mochte ich von Anfang an gerne - sie ist hilfsbereit, freundlich und organisiert gerne, lässt sich dabei aber nicht den Mund verbieten. Mit Simon dagegen habe ich mich anfangs etwas schwer getan, aber da man die Geschichte aus Emilys Sicht erlebt und die Beiden nicht gut zurecht kommen, ist das wahrscheinlich keine Überraschung. Das Setting mit dem Mittelalterfestival hat mir richtig gut gefallen - ich wäre zwar selber nie auf die Idee gekommen, bei sowas als Besucher oder sogar Teilnehmer mitzumachen, aber durch das Buch bekommt man wirklich richtig Lust dazu. Was ich an der Geschichte unglaublich gerne mag, ist die Offenheit. Klar, es gibt das ein oder andere Missverständnis, aber keine Lügen oder Dramen. Der Schreibstil war außerdem so wunderbar angenehm, dass man einfach so durch das Buch durchgeflogen ist und ich konnte es mir nicht nehmen lassen, gleich mal nachzulesen, um wen es in Teil 2 und 3 geht und freue mich schon unglaublich auf Stacys und Aprils Geschichte.

Veröffentlicht am 28.05.2021

Unterhaltsam!

Der erste letzte Tag
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Julius will eigentlich nur zurück nach Hause fliegen, um die Ehe mit seiner (Ex-)Frau zu retten und in sein normales Leben zurückkehren. Als sein Flug gestrichen wird, ist er gezwungen, sich mit der jungen ...

Julius will eigentlich nur zurück nach Hause fliegen, um die Ehe mit seiner (Ex-)Frau zu retten und in sein normales Leben zurückkehren. Als sein Flug gestrichen wird, ist er gezwungen, sich mit der jungen Lea ein Mietauto zu teilen und ist überfordert von ihrer Art. Sie ist laut, direkt und einfach anders. Als sie dann auch noch vorschlägt, den Tag so zu leben, als ob es ihr letzter wäre, nimmt der Road-Trip außergewöhnliche Wendungen..

„Kein Thriller“ - Schon das Cover, das mich an Jojo Moyes’ Bücher erinnert hat, brachte mich durch diesen kleinen Zusatz zum Schmunzeln. Das Buch ist sehr humorvoll und locker geschrieben und ringt einem damit des Öfteren ein Lächeln ab. Doch es ist nicht einfach nur witzig, es ist auch in gewisser Weise traurig, berührend und aufrüttelnd. Besonders Lea mit ihrer eigenwilligen Art regt mit ihren Aussagen oft zum Nachdenken an und lässt den Leser mit vielen neuen Gedanken zurück. Obwohl mir die Idee des Buches sehr gut gefallen hat und ich auch einige Denkansätze sehr interessant fand, hat mich das Buch auf der Gefühlsebene leider nicht ganz abgeholt. Für mich war es daher leider kein Highlight, sondern einfach eine schöne Lektüre für Zwischendurch.
3/5 Sterne.