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Veröffentlicht am 26.01.2021

Die junge Maleficent

Disney – Villains 4: Das Geheimnis der Dunklen Fee
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In all den vorangegangenen Teilen der Villans-Reihe wurde immer wieder Maleficent erwähnt. Sie scheint im Leben der verdrehten Schwestern, die ja in dieser Reihe alle Märchen miteinander verbinden, eine ...

In all den vorangegangenen Teilen der Villans-Reihe wurde immer wieder Maleficent erwähnt. Sie scheint im Leben der verdrehten Schwestern, die ja in dieser Reihe alle Märchen miteinander verbinden, eine große Rolle zu spielen.
Und im vierten Teil lernt man die Fee mit den schwarzen Hörnern nun endlich kennen.
Nachdem von Ursula keine Gefahr mehr ausgeht, macht sich Maleficent auf den Weg zu Schloss Morningstar. Sie spürt große Hexenmacht, die von dem Schloss ausgeht, und sie benötigt diese Macht, um den Fluch der Feen zu brechen, der Aurora nur schlafen lässt und durch den Kuss wahrer Liebe erweckt. Maleficent möchte ihren ursprünglichen Fluch wiederherstellen: Aurora soll sterben.
Auf wen sie im Schloss treffen wird, hat sie nicht erahnt. Plötzlich sieht sie sich ihrer schmerzhaften Kindheit und Jugend konfrontiert.

Serena Valentino schafft in diesem Teil einen tollen Spagat zwischen der Vergangenheit der Dunklen Fee und dem Vorankommen in der generellen Geschichte. Beides kommt nicht zu kurz. Selbst in den Nebenhandlungen ist Maleficents Einfluss an allen Ecken und Ende zu spüren.
Geheimnisse aus den letzten Büchern werden gelöst und allerlei lose Fäden zusammengeführt. Man bekommt ein besseres Gefühl vom großen Ganzen. Doch während des Lesens war es mir manchmal fast etwas viel. So viele Personen, die etwas unternehmen, so viele Rückblicke in verschiede Zeiten. Neue Figuren, die in weiteren Büchern noch eine Rolle spielen werden, wurden eingeführt, manche alte Rollen entfalten nun ihr wahres Wesen.
Es wäre falsch zu sagen, es war wirr. Aber es war einfach geballt.

Die Atmosphäre war recht düster, ist Maleficent doch in der Gegenwart die Herrin des Bösen und es ist nichts Gutes mehr an ihr zu entdecken. Im krassen Gegensatz steht ihre Kindheit, die sie im strahlenden Feenreich verbrachte. Die junge Dunkle Fee war dazu äußerst niedlich und schützenswert. Es war sehr schön, sie auf diese Weise kennenzulernen.

Ich liebe die Villains-Reihe wirklich sehr und lese die Bücher direkt an einem oder an zwei Tagen durch. Und als ich „Das Geheimnis der Dunklen Fee“ nun so an einem Stück ohne Pause las, hatten meine Gedanken nie Zeit, sich zu sortieren und festzusetzen. Deswegen war mir die Geschichte, vor allem die um all die Figuren, die man schon aus den Vorgängern kennt und die sich in neue Richtungen entwickeln, zu viel. Maleficents Lebensgeschichte war jedoch toll erzählt und ihre Veränderung wirklich verständlich.

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Veröffentlicht am 26.01.2021

Ein spannender Weg in die Simulation

Der Zwillingscode
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Ich liebe diesen Plot! Virtuelle Welten, digitale Zwillinge, künstliche Intelligenzen, dystopischer Ansatz mit dem Sozialpunktestand – ich war direkt sofort dabei.

Margit Ruile macht es dem Leser sehr ...

Ich liebe diesen Plot! Virtuelle Welten, digitale Zwillinge, künstliche Intelligenzen, dystopischer Ansatz mit dem Sozialpunktestand – ich war direkt sofort dabei.

Margit Ruile macht es dem Leser sehr einfach, in das Buch einzusteigen. Ohne großes Vorgeplänkel ist man bei Vincent und steckt mittendrin in einem neuen, illegalen Auftrag. Denn das Reparieren der mechanischen Tiere darf eigentlich nur der Hersteller selber. Doch irgendwie muss Vincent nicht nur sich, sondern auch seinen Künstler-Vater über Wasser halten. Der Sozialpunktestand von ihnen beiden ist so schlecht, dass es erstens zu keinen besseren Jobs reicht und ihnen zweitens nun auch noch ihr Haus weggenommen werden soll.
Doch die Sorgen rücken ganz schnell in den Hintergrund, denn was als einfacher Reparatur-Auftrag begann, entwickelt sich schnell zu etwas, was nicht nur das Leben des Siebzehnjährigen gehörig auf den Kopf stellt.

Vincent ist ein toller Junge, den ich mit seiner Intelligenz und Schlagfertigkeit schnell ins Herz geschlossen habe. Doch auch seine emotionale Seite spielt eine große Rolle, ist gar ausschlaggebend für das ganze Abenteuer, in das er hineinschlittert.
Doch auch alle anderen Figuren mochte ich gern. Sie sind vielschichtig, klug, loyal und vor allem authentisch. Sie sind alle wirklich toll gezeichnet – niemand ist schwarz oder weiß. Es wird nicht auf Biegen und Brechen ein Antagonist aufgebaut, der böse ist, um der Bosheit Willen. Jeder hat seine – vollkommen nachvollziehbaren – Beweggründe in die eine oder andere Richtung.

Gemeinsam mit ein paar Menschen, die seinen Weg kreuzen, begibt sich Vincent also auf die Suche nach dem Zwillingscode. Die Simulation, diese digitale Welt neben unserer Realität, ist nur ein kleines bisschen weiter gedreht von dem, was es heute schon gibt: Das Internet der Dinge. Die Autorin hat hier also mit minimalen Änderungen etwas geschaffen, was unserer Realität nicht sehr fern ist.
Überhaupt hat sie verschiedene Komponenten, wie das Sozialpunktesystem, das man hier oder dort schon einmal gesehen und gelesen hat, neuartig, interessant und klug zusammengesetzt.

Auf dem Weg, den Vincent gehen muss, entfalten sich erst nach und nach die Geheimnisse und es vervollständigt sich ein Bild. Ich hatte wirklich viel Spaß daran, zu versuchen, die einzelnen Puzzleteile selber schon richtig zusammenzusetzen. Manchmal war es ein wenig wie ein Escape-Game, bei dem nicht die Frage ist, wie man aus dem Raum herauskommt, sondern wie man in ihn hineinkommt.

Da Vincent in die ganze Situation ungewollt reinschlittert, ist sein Weg mehr von Zufällen und plötzlichen Gedankenblitzen geprägt. Er ist weder linear noch einfach und doch ist alles recht zielgerichtet. Es werden wenige Blicke nach rechts und links gestattet und dabei hätte ich gern noch so viel mehr von der Welt im Jahr 2058 erfahren, in dem Sozialpunkte darüber entscheiden, wo man wohnt und wie die Bildung ist – und wahrscheinlich noch so viel mehr. Ich wäre gern noch ein wenig länger in diesem zukünftigen München geblieben.

Ich fand das Setting, die Personen und die Idee also wirklich klasse. Ich rätselte mit und las fasziniert von dieser Zukunft.
Das Einzige, was meinen Lesefluss nur hin und wieder störte, waren manche Gedanken und Einfälle der Figuren, die mir dann doch zu spontan und abwegig erschienen. Ab und zu konnte ich auch den Gedankengängen der Autorin nicht folgen und ich schien irgendwie nicht hinterherzukommen. Das ließ mich stocken und hinterließ immer so ein schales Gefühl, als würde mir Wissen fehlen oder als hätte ich Hintergründe oder Zusammenhänge nicht mitbekommen. Als wäre nicht alles komplett sauber erzählt.

Weitere Kritikpunkt gibt es kaum. Ich fand die Geschichte toll, aber ein kleines bisschen mehr Spannung hätte ihr auch gutgetan. Es fehlten – auch wenn sich vieles erst nach und nach erklärt – große Enthüllungen oder Überraschungen. Es waren welche vorhanden, keine Frage, aber sie ließen mich nicht erstaunt zurück.
Das Ende war dann erst ein wenig klischeehaft und anschließend unbefriedigend, wenn auch nicht unlogisch oder unpassend.

Margit Ruile kommt ursprünglich vom Film und das merkt man dem Buch ein wenig an. Es liest sich wie ein Film, der sich an genau den richtigen stellen Zeit nimmt und vorspult, wo es nötig ist. Ich hatte so viele Bilder im Kopf und hatte wirklich Spaß an dem Buch.

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Veröffentlicht am 26.01.2021

Eine erdrückende Geschichte einer schleichenden Radikalisierung

Dschihad Online
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Wie so viele andere auch, musste ich „Die Welle“ von Morton Rhue in der Schule lesen. Darüber hinaus verlor ich ihn aus den Augen. Doch als mir „Dschihad Online“ in die Hände fiel, musste ich es kaufen.

Khalil ...

Wie so viele andere auch, musste ich „Die Welle“ von Morton Rhue in der Schule lesen. Darüber hinaus verlor ich ihn aus den Augen. Doch als mir „Dschihad Online“ in die Hände fiel, musste ich es kaufen.

Khalil versucht alles, um den Schein aufrecht zu halten, doch es wird immer schwerer: Seine Eltern mussten zurück nach Bosnien, um Verwandte zu pflegen, sein Bruder hat die Schule abgebrochen und er selber geht auch kaum noch hin. Um an Geld zu kommen, versuchen die beiden, einen Geldautomaten zu klauen. Die Abwärtsspirale zieht die Brüder immer weiter mit sich. Und in dieser Situation fängt Amir an, sich für den Dschihad zu interessieren, um endlich jemand zu sein. Er will bedeutend sein, auch wenn es den Tod bedeutet.

Um es vorweg zu nehmen: Dieses Buch war schwere Kost. Auch wenn es ein Jugendbuch ist, ist das Thema schwierig zu ertragen. Ich war auf vielerlei Arten geschockt: Ich verstand nicht, warum Khalil zu Anfang so wenig schockiert über die Videos und Meinungen war, die Amir ihm präsentierte. Er teilte die Meinung nicht, zuckte bei all der Gewalt aber nicht mal mit der Wimper. Und ein wenig schockiert war ich auch über mich, denn mit dem familiären und persönlichen Hintergrund der beiden Jungs konnte ich in einem gewissen Rahmen nachvollziehen, warum sie sich dem Extremismus zuwandten und immer antiamerikanischer wurden. Morthon Rhue beschrieb all die Enttäuschungen, Niederschläge und Rückschläge so eindringlich und greifbar, dass ich verstand, woher all die Ausweglosigkeit rührte, die den großen Bruder in den Kampf für den Islam trieb.

Dem Autor ist es mit Fingerspitzengefühl gelungen, nichts schwarz oder weiß darzustellen. Weder Amerika noch der Islam, nicht mal der Dschihad, sind per se gut oder schlecht gezeichnet. Sie alle haben ihre Argumente, die im jeweiligen Kontext plausibel sind.

Das Eindringen in den Extremismus ist der zentrale Punkt, der Kern des Ganzen. Die Geschichte an sich bietet mehr. Liebe, Freundschaft, Schulprobleme – doch dies bleiben Argumente. Sprungbretter weiter in den Islam hinein. Auch wenn sich hier und da ein interessanter oder anrührender Erzählstrang ergab.
Deswegen war ich nicht mal wirklich gespannt, was noch so passieren wird. Und erst recht habe ich in den Brüdern keine Identifikationsfiguren gesucht.

Ich fand das Buch erdrückend und sehr eindringlich. Eine Geschichte, die sich zwar dank der unpathetischen und flüssigen Sprache schnell lesen lässt, aber eben nicht wirklich leicht. Doch (nicht nur) für Jüngere ist das durchaus ein wichtiges Buch.

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Veröffentlicht am 03.01.2021

Alba und Diego bei don Quijote

Der verrückte Ritter
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Kaum hatte ich den zweiten Teil beendet, habe ich direkt mit dem dritten Teil begonnen.
Leider wird es im Deutschen der finale Teil sein. Im spanischen Original gibt es noch einen vierten Teil, in den ...

Kaum hatte ich den zweiten Teil beendet, habe ich direkt mit dem dritten Teil begonnen.
Leider wird es im Deutschen der finale Teil sein. Im spanischen Original gibt es noch einen vierten Teil, in den es Alba und Diego in die Geschichte von Alice und ihrem Wunderland verschlägt. Ich hätte den Teil gern gelesen, das verspricht Spaß. Eine deutsche Übersetzung gibt es aber nicht.

Dieser Teil bringt die mutigen Geschwister also zu Don Quijote und wieder hatte ich im Vorhinein das Problem, dass ich das Buch nicht kenne. Natürlich sagt mir der verrückte Ritter, der gegen Windmühlen kämpft, etwas, aber gelesen oder gesehen habe ich nie von ihm.
Doch das Autorenduo Pierdomenico Baccalario und Eduardo Jáuregui, das unter dem Pseudonym Edward Berry schreibt, hat es wieder geschafft, die Original-Geschichte elegant einfließen zu lassen, sodass der Leser grob im Bilde über alles Wichtige ist. Auch die großen Veränderungen, die durch den Komplott von Mr. Zargo entstanden sind, werden dadurch deutlich.

Der Komplott, der die schönste Geschichte aller Zeiten aus den Köpfen der wenigen Vorableser löscht, Elemente der Geschichte aber in Klassiker schmuggelt und sie damit durcheinanderbringt, steht leider nicht so sehr im Fokus, wie ich gehofft hatte. Nach drei Teilen der Reihe weiß man nur, dass eine Laserpistole, die plötzlich bei Peter Pan war, Zwerg Gumpo, der Teil der Musketiere wurde und nun ein Drachen eine Rolle spielen. Der Rest bleibt weiterhin im Dunkeln.

Doch das aktuelle Abenteuer war verhältnismäßig spannend. Die Kinder sind auch nicht so einfach durch alles durchgekommen wie im Vorgänger. Es gab Rückschläge, Wendungen und Überraschungen und ich fand es spannend, den beiden zur Seite zu stehen.

Insgesamt bot das Buch nicht viel mehr als das Eintauchen in die Geschichte um Don Quijote. Die Charaktere bleiben recht blass und die Hintergründe zu den Hütern der unsterblichen Geschichten, zu denen auch Tante Bea zählt, bleiben verborgen.
Als Kinderbuch ist das aber vollkommen ok, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Ich finde die Reihe wirklich toll. Die drei Teile, die es auf Deutsch gibt, habe ich jeweils schnell und mit Interesse gelesen. Ich hätte immer noch große Lust, auf diese Art von Geschichte im erwachsenen Stil. Ähnlich viel Lust hätte ich, zu wissen, wie es bei Alba und Diego weitergeht. Die Chancen stehen aber leider äußerst schlecht.

Ich hatte Spaß, lernte Don Quijote kennen und genoss die coole Idee um veränderte Buchklassiker. Dafür bekommt der dritte Teil der Reihe um die schönste Geschichte aller Zeiten 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.12.2020

Mutter Gothel mal anders

Disney – Villains 5: Das verzauberte Haar
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Ich bin mit Disney-Filmen aufgewachsen und habe sie immer geliebt. Die Meisterwerke-Reihe befindet sich mittlerweile auch zu einem großen Teil in meinem DVD-Schrank. Doch der Film, den ich davon in den ...

Ich bin mit Disney-Filmen aufgewachsen und habe sie immer geliebt. Die Meisterwerke-Reihe befindet sich mittlerweile auch zu einem großen Teil in meinem DVD-Schrank. Doch der Film, den ich davon in den letzten Jahren am häufigsten gesehen habe, ist mit Abstand „Rapunzel – Neu verföhnt“. Das liegt zum einen daran, dass der Film recht häufig im Free-TV läuft und ich dann immer an ihm hängenbleibe und zum anderen daran, dass Disney hier einen wirklich witzigen Film geschaffen hat. Umso mehr habe ich mich gefreut, als mein Freund mir zum Geburtstag den Teil über Mutter Gothel zum Geburtstag schenkte.

Was sowohl ihm als auch mir überhaupt nicht klar war: Die Villains-Reihe besteht keinesfalls aus losgelösten, einzelnen Büchern über die jeweiligen Bösewichte. Tatsächlich gibt es im Hintergrund eine Verbindung, die sich über die einzelnen Bücher immer weiterentwickelt und den roten Faden bildet. Leider ist dieses Buch hier schon der fünfte Teil der Reihe, weswegen ich nicht alles dieser übergeordneten Verbindung verstanden habe und mich sogar zu vorhergehenden Büchern gespoilert habe. Aber nichtsdestotrotz stehen alle Bücher nun noch ein Stück weiter oben auf meiner Wunschliste.

In diesem Teil geht es nun also um Mutter Gothel. Doch man lernt sie keineswegs als Mutter kennen, sondern als junges Mädchen. Genauer als Drillingsschwester. Sie wächst mit ihren beiden Schwestern und der Mutter, die Königin der Toten, im Wald der Toten auf. Ihre Schwester Hazel ist sanft und Primrose ist abenteuerlustig. Doch Gothel ist machthungrig. Sie möchte werden wie ihre Mutter Manea: Eine kluge, mächtige und angsteinflößende Hexe. Doch Gothel kommt schnell an einen Scheideweg: Würde sie für die Macht auf ihre Schwestern verzichten?

Das Buch hat kaum begonnen, da war ich gefangen in der Atmosphäre des Waldes. Die Hexenkunst, die karge Landschaft, die lebenden Skelette. Alles war ein tolles Zusammenspiel, was mich in das Buch hineinzog. Doch das Wichtigste sind natürlich die vier Frauen, die alle einen starken, eigenen Charakter haben und generell eine explosive Mischung darstellen. Ich war gern bei ihnen, auch wenn permanent eine gewisse Gefahr und Spannung in der Luft lag.
Allein, weil man weiß, wie und wer Gothel in Rapunzel ist, ahnt man den Hergang des Buches, doch trotzdem kam jede Entwicklung für mich überraschend und zu jeder Zeit schien alles möglich.

Schade fand ich nur, dass Gothel von Anfang an das dunkle Mädchen mit dem Hunger Nacht Macht war. Trotz ihrer wahren Liebe zu ihren Schwestern konnte ich sie nicht ernsthaft ins Herz schließen, obwohl ich ihr im Laufe der Geschichte immer mal näher und entfernter war.
Es kamen einige weitere Figuren im Buch vor, die zum Teil – für die komplette Villains-Reihe – wichtige Rollen einnahmen und so nicht nur eine Vorgeschichte zu Rapunzel erschufen, sondern eine ganz eigenständige Geschichte, die einfach zu den bekannten Geschehnissen um das Mädchen im Turm führte.

„Rapunzel – Neu verföhnt“ wird dann auch noch ziemlich ausführlich und humorvoll im Buch behandelt. Ich hatte direkt die Bilder und Songs im Kopf und fand das klasse.

Ich bin jetzt schon Fan der Reihe und das, obwohl ich an einer vollkommen falschen Stelle eingestiegen bin. Für mich war das Buch um Mutter Gothel aber trotzdem ziemlich stark: Tolle Atmosphäre, eine spannende Geschichte und interessante Figuren. Ich habe trotzdem das Gefühl, dass da noch Luft nach oben ist, die gefüllt werden kann mit mehr Emotionen, Spannung und Besonderheiten.

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