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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2020

Familienepos

Das Flüstern der Bäume
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Viele Gedanken sind mir beim Schreiben dieser Rezension durch den Kopf gegangen. Mir fällt es wirklich nicht leicht, diese Gedanken passend zu formulieren. Ich würde meine Meinung zu diesem Buch als eine ...

Viele Gedanken sind mir beim Schreiben dieser Rezension durch den Kopf gegangen. Mir fällt es wirklich nicht leicht, diese Gedanken passend zu formulieren. Ich würde meine Meinung zu diesem Buch als eine Hass-Liebe beschreiben. Das Buch ist in verschiedene Zeitabschnitte eingeteilt und man reist durch die Geschichte der Greenwoods. Von 1908-2038 erfährt der Leser, was die Greenwoods zu dem gemacht hat was sie sind. Das Buch beginnt mit der Erzählung im Jahr 2038 und geht Schritt für Schritt zurück zum Ursprung im Jahr 1908, um dann wieder zurück bis ins Jahr 2038 zu wandern. Mir haben die Abschnitte 2038 und 2008 sehr gut gefallen und ich fand die Story sehr spannend. Leider haben mir die anderen 3 Zeitabschnitte nicht so zugesagt bzw. die Geschichte hat sich stark in die Länge gezogen. Christie hat eine faszinierende Familiengeschichte geschaffen, die dem Leser zeigt, wie wichtig die Ursprünge des Lebens sind und was uns zu dem macht, was wir sind. Von mir gibt es für das Buch „nur“ 3,5/5 Sterne, weil ich wie gesagt teilweise echt mit dem Buch und seinen Längen zu kämpfen hatte.

Veröffentlicht am 30.10.2020

Toller Start der Reihe

Amissa. Die Verlorenen
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Ein perfekter Thriller, passend für die kalte Jahreszeit. Frank Kodiak schafft eine grausige und doch so realitätsnahe Geschichte, dass ich an manchen Stellen fast gedacht habe „Moment mal, ist das hier ...

Ein perfekter Thriller, passend für die kalte Jahreszeit. Frank Kodiak schafft eine grausige und doch so realitätsnahe Geschichte, dass ich an manchen Stellen fast gedacht habe „Moment mal, ist das hier wirklich nur eine fiktive Geschichte?!“. Das Buch ist in 7 übergeordnete Kapitel eingeteilt, mit jeweils weiteren kleinen Unterkapiteln und hat dadurch eine sehr angenehme Struktur zum Lesen. Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wie den Ermittlern, den Opfern, dem Täter und und und… Der Spannungsbogen wird kontinuierlich aufgebaut und das Ende ist definitiv nicht vorhersehbar. Dadurch, dass es allerdings so viele parallele Handlungen gibt, viel es mir ab und zu etwas schwer die Dinge richtig zuzuordnen. Von mir gibt es für den Beginn der Amissa-Reihe 4/5 Sterne und ich bin schon ganz gespannt auf die folgenden Teile!

Veröffentlicht am 25.10.2020

Interessantes Gedankenspiel

GOTT
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Ein Thema zu dem wahrscheinlich jeder eine individuelle Meinung hat. Tod, Sterbehilfe, Suizid. Ferdinand von Schirach beleuchtet den Fall von einem alten Mann, welcher vor Gericht versucht die aktive Sterbehilfe ...

Ein Thema zu dem wahrscheinlich jeder eine individuelle Meinung hat. Tod, Sterbehilfe, Suizid. Ferdinand von Schirach beleuchtet den Fall von einem alten Mann, welcher vor Gericht versucht die aktive Sterbehilfe zu rechtfertigen und dies auch bei gesunden Menschen. Der Fall wird von diversen, beteiligten Personen aus medizinischer, philosophischer und juristischer Sichtweise beleuchtet und regt sehr stark zum Nachdenken an. Mir hat es gut gefallen, dass der Leser am Ende selbst entscheiden darf, wie das persönliche Urteil aussieht und keine feste Form vorgegeben wird, wie etwas zu sein hat. Um diese Entscheidung zu erleichtern befinden sich am Ende des Theaterstückes drei wissenschaftliche Beiträge/Essays. Dies war das erste Werk, welches ich von Ferdinand von Schirach gelesen habe und nun bin ich super gespannt auf seine anderen Werke. Wer also gerne einmal „Gott“ spielen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen und sich auf das Gedankenexperiment einlassen. Von mir gibt es 4/5 Sterne.

Veröffentlicht am 23.10.2020

Nichts für schwache Nerven

Der Heimweg
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Der neue Fitzek ist da! Endlich! Für mich ist es jedes Jahr das Highlight schlechthin und ich fiebere immer ganz gespannt auf das Ende vom Oktober hin. Dieses Jahr hat es glücklicherweise trotz Corona ...

Der neue Fitzek ist da! Endlich! Für mich ist es jedes Jahr das Highlight schlechthin und ich fiebere immer ganz gespannt auf das Ende vom Oktober hin. Dieses Jahr hat es glücklicherweise trotz Corona auch funktioniert, dass das neue Buch vom Meister des Psychothrillers, pünktlich am 21. Oktober im Droemer Knaur Verlag erscheinen konnte. Was soll ich groß sagen? Das Buch ist überhaupt nicht das, was ich mir vorher vom Klappentext erhofft hatte. Es ist noch viel grausamer als gedacht! Ich würde sogar fast behaupten, dass dies der schlimmste bzw. düsterste Fitzek ist, den es bis jetzt gab. Das Thema der häuslichen Gewalt, Vergewaltigung und psychischem Machtmissbrauch wird hier so explizit dargestellt, dass ich es wirklich nur denjenigen empfehlen kann, die damit umgehen können. Ich musste teilweise echt ein paar Mal heftig schlucken und eine Pause einlegen. Die Kapitel sind, wie von Fitzek bereits gewohnt, sehr kurzgehalten, was die Spannung und den Perspektivenwechsel zwischen den beiden Protagonisten noch attraktiver gestaltet. Trotz allem konnte mich „Der Heimweg“ sehr überzeugen, auch wenn die Handlung an einigen Stellen etwas überspitzt war bzw. ich die schnellen Sprünge nicht ganz nachvollziehen konnte. Von mir gibt es 4/5 Sterne!

Veröffentlicht am 21.10.2020

Literarisches Corona-Tagebuch

Als die Welt stehen blieb
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Wo soll ich anfangen… Irgendwie bin ich diesmal mit meiner Meinung sehr zwiegespalten. Einerseits fand ich das Buch super flüssig und schnell zu lesen, so wie man es bisher auch von Lundes Bücher gewohnt ...

Wo soll ich anfangen… Irgendwie bin ich diesmal mit meiner Meinung sehr zwiegespalten. Einerseits fand ich das Buch super flüssig und schnell zu lesen, so wie man es bisher auch von Lundes Bücher gewohnt ist. Anderseits hat es mich super genervt, wie sie sich und ihre „kleinen“ Probleme in den Vordergrund stellt. Das Buch ist in Tagebuch-Form geschrieben und hat eine sehr angenehme Länge der Kapitel. Ich glaube, dass das Buch ein wichtiger Beitrag für die Literaturwelt ist, allerdings erst für spätere Generationen. Wir alle haben schließlich mitbekommen wie es zurzeit in der Welt abläuft und dies auch im privaten Umfeld. Daher finde ich, dass man einen besseren Zeitpunkt für dieses Buch hätte auswählen können, an dem es herausgebracht wird. Momentan möchte man einfach nicht mit noch mehr negativen Gedanken als nötig, belastet werden. Von mir gibt es daher 3/5 Sterne.