Aufrüttelnd
Das klassisch-elegant gestaltete Cover des zweiten Romans des kanadischen Schriftstellers Michael Christie hat mich neugierig gemacht und passt ganz wunderbar zur leisen, anrührenden und dennoch wachrüttelnden ...
Das klassisch-elegant gestaltete Cover des zweiten Romans des kanadischen Schriftstellers Michael Christie hat mich neugierig gemacht und passt ganz wunderbar zur leisen, anrührenden und dennoch wachrüttelnden Geschichte, mit der der Autor Familiendrama und Umwelt-Appell geschickt miteinander verknüpft.
Aufgeteilt ist der Roman in 3 verschiedene Etappen – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft –, die ebenso miteinander verwoben sind wie sowohl die Protagonisten als auch die Bäume eines Waldes und zeigen, dass „Familie“ nicht unbedingt eine Frage der Blutsverwandschaft, geschweige denn des klassischen Vater-Mutter-Kind-Modells sein muss.
Da hier eher die Familiengeschichte im Vordergrund steht, verzichtet der Autor auf den streng erhobenen Zeigefinger, wie man ihn beispielsweise aus „Die Geschichte der Bienen“ kennt, und flicht seine Ermahnungen eher subtil in die Geschehnisse ein.
Eine wunderbare, fesselnde Geschichte, die uns zu mehr Toleranz ermahnt und uns die (bereits realen!) Folgen des Klimawandels gekonnt vor Augen führt.