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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2021

Eine starke Kindergeschichte

Mopsa – Eine Maus kommt ganz groß raus
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Die kleine Maus Mopsa ist furchtbar wütend! Sie muss mit ihrer Familie für den gemeinen Mäusekönig Futter ins Rathaus bringen. Doch Mopsa würde viel lieber einmal auf der großen Bühne im Theater stehen ...

Die kleine Maus Mopsa ist furchtbar wütend! Sie muss mit ihrer Familie für den gemeinen Mäusekönig Futter ins Rathaus bringen. Doch Mopsa würde viel lieber einmal auf der großen Bühne im Theater stehen und ihr können beweisen. Als sie dem Mäusekönig ihre Meinung kundtut, wirft er sie einfach auf die Straße!

Von nun an ist Mopsa auf sich alleine gestellt. Aber Mopsa nimmt ihre Herausforderung an und flitzt ihrem großen Traum hinterher. Ob es ihre gelingen mag...

Das Cover ist schön bunt und niedlich gemalt. Es spricht definitiv Kinder an und macht Lust das Buch alleine oder gemeinsam zu lesen.

Die Handlung erzählt von einer kleinen starken Maus namens Mopsa, die sich gegen den Mäusekönig erhebt und ihr Leben fortan selbst gestaltet. Ich finde die Botschaft der Geschichte für Kinder sehr wichtig, dass sie auch mal Erwachsenen die Meinung sagen dürfen. Auch wenn es für Mopsa, im ersten Augenblick, leider nicht gut ausgeht. Dennoch gibt es auch aus dieser Situation einen Ausweg.

Für diese starke Kindergeschichte vergebe ich volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 13.03.2021

Habe mehr Einsatz von der Queen erwartet

Das Windsor-Komplott
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Ein junger russischer Pianist wird nach einer Feier auf Schloss Windsor tot in seinem Zimmer aufgefunden. Das MI5 befürchtet sofort, dass der Kreml dahinter steckt. Allerdings ist die Queen anderer Meinung ...

Ein junger russischer Pianist wird nach einer Feier auf Schloss Windsor tot in seinem Zimmer aufgefunden. Das MI5 befürchtet sofort, dass der Kreml dahinter steckt. Allerdings ist die Queen anderer Meinung und beschließt selbst den Fall zu lösen, natürlich unerkannt. Wird es ihr gelingen den Fall rechtzeitig zu lösen, bevor es zu diplomatischen Verwicklungen kommt?

Das Cover mit der Queen und dem Corgie gefällt mir gut und passt perfekt zur Geschichte.

Die Handlung fand ich eher etwas langatmig und enttäuschend. Ich dachte die Queen begibt sich auf Spurensuche und nicht ihre Assistentin Rozie. Ich habe mir tatsächlich schon vorgestellt, wie die Queen in dunkler Kleidung aus dem Buckingham Palace oder aus Schloss Windsor schleicht, um den Mörder auf die Schliche zu kommen, aber leider Fehlanzeige. Deswegen fand ich es total seltsam, dass sie quasi Rozie überall hin schickte, um an Informationen zu kommen und sich im Palast den Kopf zu zerbrechen, wer den Pianisten umgebracht haben könnte. Außerdem habe ich auch weitere Windsors vermisst und gehofft, dass dabei noch einige witzige und interessante Dialoge zustande kommen. Die kommen, außer Prinz Philip, auch nicht großartig darin vor.

Deswegen gibt es für diese Story nur 3 Sterne, da es mir zu wenig Spannung und zu wenig Adel darin vorkamen.

Veröffentlicht am 13.03.2021

Fantasy mit trockenen Humor

Tinte & Siegel
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Al MacBharrais ist ein Siegelmacher und schreibt mit Geheimtinte kraftvolle Zaubersprüche mit denen er unsere Welt vor schurkischen Knechten verschiedener Pantheons beschützt. Ganz besonders vor Feenwesen, ...

Al MacBharrais ist ein Siegelmacher und schreibt mit Geheimtinte kraftvolle Zaubersprüche mit denen er unsere Welt vor schurkischen Knechten verschiedener Pantheons beschützt. Ganz besonders vor Feenwesen, die alles andere als nett sind. Allerdings hat MacBharrais auch zwei Probleme. Erstens ist er verflucht, d. h. jeder, der seine Stimme hört, geht sofort mit voller Wut auf ihn los und zweitens sterben seine Lehrlinge durch kuriose Umstände. Sein letzter Lehrling Gordie wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden, vermutlich erstickt an einem rosinenhaltigen Gebäck, aber noch seltsamer scheint Gordies Nebenverdienst gewesen zu sein. Hat Gordie tatsächlich Menschenhandel mit nichtmenschlichen Wesen betrieben...

Das Cover von Tinten & Siegel finde total genial mit den Schnörkeln, Tintenkleckse und den geheimnisvollen Zeichen. Passt definitiv zur Geschichte.

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen und entspricht genau meinen Vorstellungen einer humorvollen Fantasiegeschichte. Auch die Charaktere finde ich richtig cool und originell dargestellt. Am besten gefallen hat mir, außer MacBharrais natürlich, der Hobgoblin Buck Foi. Die Sprüche von ihm waren einfach urkomisch.

Deswegen vergebe ich für diesen Fantasieauftakt volle 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.01.2021

Stellenweise langatmig und verwirrend

Der Mädchenwald
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Die 13 jährige Elissa wird auf dem Weg zu einem Schachturnier entführt. Sie erwacht in einem dunklen Keller und weiß nicht, wie sie aus diesem fliehen könnte. Eines Tages entdeckt Elijah ihr Verließ und ...

Die 13 jährige Elissa wird auf dem Weg zu einem Schachturnier entführt. Sie erwacht in einem dunklen Keller und weiß nicht, wie sie aus diesem fliehen könnte. Eines Tages entdeckt Elijah ihr Verließ und besucht von nun an heimlich.

Elijah lebt mit seinen Eltern in einer abgeschiedenen Hütte im Wald. Handys und Internet sind ihm fremd, aber er weiß, dass Elissa gefangen gehalten wird und dies nicht richtig ist. Er weiß aber auch, wenn er jemanden davon erzählt sein Leben aus den Fugen geraten wird. Denn Elissa ist nicht die erste, die in den Mädchenwald gebracht wurde.

Die Polizistin DI MacCullagh versucht Währenddessen Elissa zu finden. Elissa erkennt inzwischen, dass sie nur mit Elijahs Hilfe entkommen kann. Allerdings scheint Elijah viel schlauer zu sein wie er vorgibt und spielt mittlerweile sein eigenes Spiel mit Elissa. Wird Elissa dennoch die Flucht ergreifen können...

Das Cover mit dem Haus und dem Wald erinnert mich an einige sehr spannende Thriller anderer Autoren bzw. Autorinnen und finde ich deswegen auch weniger interessant und kreativ. Lasst euch doch bitte mal etwas anderes einfallen, um auf Thriller aufmerksam zu machen.

Die Handlung fand ich anfangs extrem spannend, aber es wird relativ schnell langatmig und langweilig. Irgendwann war ich auch genervt von Elijah und manche Handlungsaktivitäten fand ich verwirrend und nicht stimmig. Dennoch bin ich von der Leistung der drei Hörbuchsprecher bzw. Hörbuchsprecherinnen begeistert. Sie haben ihr bestes gegeben und deswegen habe ich auch nicht das Hörbuch abgebrochen, dass wäre vermutlich passiert, wenn ich das Buch selbst gelesen hätte. Für diesen etwas verwirrenden Thriller gibt es von mir dennoch gute 3 Sterne. Vielleicht wird der nächste Thriller von Sam Lloyd besser.

  • Handlung
Veröffentlicht am 03.12.2020

Genialer Roman

Das Flüstern der Bäume
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Jacinda Greenwood arbeitet als Naturführerin auf Greenwood Island. Anfangs glaubt sie, dass die Namensgleichheit purer Zufall ist. Denn sie weiß so gut wie nichts über ihre Familie väterlicher seits, deren ...

Jacinda Greenwood arbeitet als Naturführerin auf Greenwood Island. Anfangs glaubt sie, dass die Namensgleichheit purer Zufall ist. Denn sie weiß so gut wie nichts über ihre Familie väterlicher seits, deren Nachname Jacinda trägt. Als plötzlich ihr Ex-Verlobter auf Greenwood Island auftaucht und ihr das Tagebuch ihrer Großmutter überreicht, enthüllt sich für Jacinda endlich ihre Familiengeschichte. Sie erfährt von ihrem Vater, der ein Zimmermann ist und für seine große Liebe das Holz zum Klingen bringt. Ihre Hippie-Großmutter, die für den Erhalt eines jeden Baumes kämpft. Auch erfährt Jacinda die Geschichte über ihren Urgroßonkel, ein Landstreicher, der ein ausgesetztes Baby im Wald findet und wegen Mordes für Jahre ins Gefängnis muss. Währenddessen steigt sein blinder Bruder zum reichsten Holzmagnaten des Landes auf, aber das, was er sich am meisten wünscht nicht kaufen kann. Was aber alle Greenwoods verbindet ist der Wald. Er ist Zuflucht, Einkommen, Grund für Verbrechen und Wunder, Unfälle und Entscheidungen, Opfer und Fehler. Was daraus resultiert, ist nicht nur Jacindas Schicksal, sondern auch unsere Zukunft...
Das Cover passt wunderbar zur Geschichte. Die Landschaft mit den Bäumen und den Bergen stimmt schon direkt auf die Geschichte ein.
Die Handlung beginnt etwas ungewöhnlich und anders als erwartet. Die Geschichte fängt im Jahr 2035 mit Jacindas Leben als Naturführerin und führt dann in die Vergangenheit zurück. Das empfand ich anfangs als verwirrend, aber ich habe mich dann doch recht schnell zurecht gefunden. Auch muss man Geschichten mit vielen Perspektivenwechsel mögen, um der Geschichte folgen zu können. Wer das nicht mag, rate ich eher von dem Buch ab.
Von den vielen tollen Charakteren fand ich Everett am Besten und hat sich für mich als einer der Hauptfiguren herauskristallisiert. Ohne ihn würde die Geschichte gar nicht ihr Potenzial voll ausschöpfen. Auch fand ich die zum Teil sehr durchgeknallte Willow richtig cool.
Von mir bekommt dieser geniale Roman volle 5 Sterne und ich bin gespannt, was der Autor wohl als nächstes herausbringen wird.