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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2020

Tolles Debut mit kleineren Schwächen

Breakaway
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Auf “Breakaway” von Anabelle Stehl habe ich schon sehr lange hingefiebert. Mir hat der Klappentext so zugesagt, dass ich unbedingt die Leseprobe lesen musste. Bereits diese hat es mir angetan. Ich mochte ...

Auf “Breakaway” von Anabelle Stehl habe ich schon sehr lange hingefiebert. Mir hat der Klappentext so zugesagt, dass ich unbedingt die Leseprobe lesen musste. Bereits diese hat es mir angetan. Ich mochte Emilia und Noah auf den ersten Blick und auch Phuong fand ich schon damals toll. Auch die Idee hinter der Story hat mir sehr gut gefallen. Mein Lieblingsaspekt ist, dass das Buch in Deutschland spielt. Endlich mal 🙈
Der Schreibstil von Anabelle Stehl gefällt mir super gut. Er ist sehr flüssig, weshalb ich nur so durch den Abschnitt geflogen bin. Ich war direkt in der Geschichte drin und habe direkt mit beiden Protagonisten mitgefühlt.
Aber eben noch kurz zum Cover. Ich liebe schlichte Cover und ich finde hier die Farbauswahl super gelungen. Auch die Beschaffenheit des Covers finde ich total toll, weil sie nicht glatt ist, sondern sich anfühlt wie Papier. Besonders schön finde ich die Rückseite des Buches. Aber mein liebster Aspekt ist der, dass man auf dem Cover die Straßenverläufe von Berlin sehen kann 🥰
Emilia (Lia) und Noah mochte ich beide von Beginn an super gerne. Noah und Lia haben beide ihre Päckchen zu tragen und versuchen auf unterschiedliche Weise damit umzugehen. Noah versucht seine Probleme direkt zu konfrontieren und Lia läuft lieber davor weg oder versucht sie zu ignorieren. Ich konnte mit Lia mitfühlen und ihre Geschichte war auf wirklich sehr schlimm, sie tat mir total leid. Besonders die Anschuldigungen in ihrer Heimatstadt fand ich super schlimm mit anzusehen (anzulesen 😅), aber trotzdem hat mir manchmal etwas gefehlt. Besonders in der Beziehung zwischen Lia und Noah, konnte ich die Gefühle zwischen den beiden nicht immer so super gut nachvollziehen, fand sie aber dennoch sehr süß zusammen. Noah hat das ganze für mich rausgerissen, er hat mein Herz erobert. Schon seit der ersten Begegnung mit ihm fand ich ihn super süß, humorvoll und hilfsbereit. Ich finde es toll, wie er Lia seine Stadt gezeigt hat und super viel mit ihr unternommen hat, aber manchmal hat er mir etwas zu sehr überreagiert. Beide Protagonisten hatten einen Charakterzug an sich, der mich gestört hat, allerdings nicht so sehr, als dass es mich genervt hätte. Ich konnte einfach manche Handlungen nicht nachvollziehen.
Die beiden haben ein süßes Paar abgegeben, aber der beste Part waren für mich die Nebencharaktere. Mein allerliebster Charakter ist Kyra. Ich liebe Noahs kleine Schwester so sehr. Ich mochte sie seit ihrem ersten Auftritt. Sie war direkt präsent und sie ist eine sehr starke junge Frau. Was ihr geschehen ist, ist echt schrecklich und damit hätte ich echt nicht gerechnet. Ich freue mich schon sehr auf Kyras Geschichte. Aber auch Phuong, Kyras beste Freundin und auch eine gute Freundin von Noah, habe ich direkt in mein Herz geschlossen. Sie ein sehr offener, liebenswerter und hilfsbereiter Charakter, weshalb ich sie sofort mochte.
Auch wenn ich ein paar kleine Kritikpunkte am ersten Band habe, möchte ich die weiteren Teile unbedingt lesen, da ich von Anabelles Debut dennoch sehr überzeugt bin 🥰 Das Buch bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 27.11.2020

Wow, eins meiner Fantasyhighlights

Splitter aus Silber und Eis
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Ich hatte schon im Vorhinein ein bisschen was über “Splitter aus Silber und Eis” gelesen, aber noch nicht so viel, als dass ich voreingenommen an das Buch herangegangen wäre. Ich liebe es fast ohne jegliches ...

Ich hatte schon im Vorhinein ein bisschen was über “Splitter aus Silber und Eis” gelesen, aber noch nicht so viel, als dass ich voreingenommen an das Buch herangegangen wäre. Ich liebe es fast ohne jegliches Vorwissen an ein Buch zu gehen und mich einfach von dem Buch fesseln zu lassen. Ich kann euch sagen, Laura Cardea hat es mit “Splitter aus Silber und Eis” geschafft, mich mitzureißen und zu begeistern, sodass ich das Buch in einem Rutsch verschlungen habe. Das Buch gehört ab jetzt auf jeden Fall zu meinen Fantasyhighlights aus diesem Jahr und das hat es sich echt verdient.
Zunächst einmal zum Cover. Normalerweise bin ich kein Fan von Personen auf dem Cover, aber die Frau auf dem Cover passt einfach großartig zum Buch. Sie strahlt etwas herrschaftliches aus und mit den Eiskristallen als Kette und als Kopfschmuck, sieht sie aus wie aus der Geschichte entsprungen. Ich möchte nicht zu viel zum Inhalt vorwegnehmen, deshalb führe ich jetzt nicht aus, warum sie so unheimlich mit dem Inhalt des Buches harmoniert. Das müsst ihr selbst lesen.
Nachdem ich das Buch beendet hatte, habe ich erstmal nach anderen Büchern von Laura Cardea gesucht. Ich kannte sie und ihre Bücher vorher noch nicht, aber da sie mich mit “Splitter aus Silber und Eis” überzeugen könnte, denke ich auch, dass ihre anderen Bücher mir gefallen werden. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig, sodass man gut in das Buch hinein kommt und von der Geschichte gefangen genommen wird. Ich habe mich direkt als ein Teil der Welt gefühlt und habe mit den Charakteren mitgefiebert. Die Welt ist in verschiedene Königreiche unterteilt. Wir lernen vor allem das Winterreich kennen, aber auch ein bisschen das Frühlingsreich. Die beiden Reiche könnten unterschiedlicher nicht sein und ihre Bewohner ebenso. Das Setting und die damit verbundene Atmosphäre haben wir super gut gefallen. Ich könnte mich nicht entscheiden, welches Reich ich besser finden sollte. Das Reich des Frühlings ist passend zum Titel hell, warm und besitzt eine Fülle an Blumen und Bäumen, die mit ihrer Blütenpracht trumpfen. Das Reich des Winters dagegen ist sehr kühl gehalten mit viel Schnee und Eis. Trotz ihres Reiches sind die Bewohner allerdings nicht mit einer kühlen Persönlichkeit ausgestattet, wenn man sie erstmal näher kennenlernt.
Die Charaktere wurden von Laura Cardea wirklich toll ausgearbeitet. Veris ist die Prinzessin des Ewigen Frühlings. Sie nimmt ihre Aufgabe war, als eine Auserwählte zum Palast des Winters und dem Prinzen des Winters geschickt bzw. ihm dort geopfert zu werden, denn die Auserwählten kehren nie in ihre Heimat zurück. Veris ist eine starke junge Frau, die in ihrer Kindheit nie die Liebe von ihren Eltern erfahren hat, die jedes Kind erfahren sollte. Sie hat mich mehr als einmal überrascht. Zu Beginn wirkte sie etwas verloren und nicht sehr sicher, aber im Verlauf der Geschichte wandelt sie sich zu einer sehr toughen und überraschenden Frau, die zu einer Herrscherin werden könnte. Ich habe mit ihr mitgefühlt und mit ihr mitgefiebert, als sie ihre Reise durch die Story beginnt.
Auch Nevan, der kalte Prinz, hat von seinen Eltern keine Liebe erfahren und hat eine grausame Kindheit hinter sich. Sein Schicksal ist leider auch nicht wirklich verlockend. Ich fand es sehr schön seine Entwicklung mitzuerleben und hinter sein kaltes Herz blicken zu dürfen. Ich habe Nevan in mein Herz geschlossen, er ist einfach ein toller Charakter. Die Schlagabtäusche der beiden sind einfach der Knaller. Sie necken und streiten sich, was beim Leser für viele Lacher sorgt. Beide sind sehr eigensinnige und sture Charaktere, die sich aber im Verlauf der Geschichte aneinander annähern, es aber selber so gar nicht richtig merken.
Auch die Nebencharaktere haben der Geschichte noch das gewisse Etwas gegeben. Sie sind alle sehr individuelle charaktere, die zusammen aber eine Einheit bilden. Am meisten mochte ich Sif, aber auch Rowan und Elyria fand ich toll. Es war toll, auch ihnen dabei zuzusehen, wie sie sich entwickelt haben und dem Leser noch ein paar Seiten von sich gezeigt haben.
Die Geschichte ist geprägt von Spannung und überraschenden Wendungen, die die Geschichte einzigartig machen. Ich liebe Bücher, bei denen ich das Ende nicht vorhersehen kann. Da das Ende recht offen gehalten ist erhoffe ich mir, noch mehr von Nevan, Veris und den anderen lesen zu können, vielleicht in Band 2. Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.11.2020

Eine Fortsetzung, die es in sich hat

For that Moment
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Emilia und Vince sind mir im ersten Teil sehr ans Herz gewachsen und ich habe mich so sehr gefreut ihre Geschichte weiter zu verfolgen. “For that Moment - Rain sounds like Applause” schließt zeitlich gesehen ...

Emilia und Vince sind mir im ersten Teil sehr ans Herz gewachsen und ich habe mich so sehr gefreut ihre Geschichte weiter zu verfolgen. “For that Moment - Rain sounds like Applause” schließt zeitlich gesehen direkt an “For that Moment - Falling feels like Flying” an. Nach dem Cliffhanger aus Teil 1 war ich mehr als gespannt auf den zweiten Band, um die beiden endlich wieder zu treffen.
Ich mochte schon das Cover des ersten Bandes total gerne. Ich liebe den Lilaton und da ich nicht so viele lilane Bücher in meinem Bücherregal stehen habe, hat es sich super gut abgesetzt. Als ich aber bei der lieben Nena das Cover des zweiten Bandes gesehen habe, war ich schockverliebt. Ich liebe das schwarze Cover mit den goldenen Elementen. Auch die Regentropfen am unteren Rand des Covers machen es super speziell und passen natürlich perfekt zum Titel des Buches und zum Buch selber. Als ich das Buch ausgepackt habe war ich super überrascht. Ich habe nicht damit gerechnet, dass das Buch soo dick ist, aber ich habe mich total darüber gefreut. So hatte ich noch mehr von Emilia und Vince. Das Buch hat fast 600 Seiten, lässt sich aber super schnell und flüssig lesen.
Das liegt nicht nur an der relativ großen Schrift, sondern auch an Nenas tollem Schreibstil. Sie schafft es, uns Leser an das Buch zu fesseln, sodass wir Emmi und Vince am liebsten nicht mehr loslassen würden. Ihr Schreibstil ist sehr emotional, weshalb man total mit den Charakteren mitfühlt und sie manchmal gerne schütteln würde, um ihnen zu sagen, wie sie mit der Situation besser umgehen könnten :D
Nena schreibst größtenteils aus der Perspektive der Protagonistin Emilia. Ich konnte mich wieder schnell in Emilia hineinversetzen und so sehr schnell mit ihr mitfühlen. Ich habe richtige Emotionen entwickelt und habe mit ihr mitgefiebert. Emilia ist für mich eine gelungene Protagonistin. Ich mag ihre Art sehr gerne. Sie ist eine sehr liebevolle Person, die ihrer Familie und ihren Freunden nicht wehtun möchte. Gleichzeitig ist sie auch eine sehr starke Person, da sie mit einem schrecklichen Schicksalsschlag klarkommen muss. Zu Beginn des Buches fand ich, dass Emmi bei Vinces Wutausbrüchen viel zu schnell klein beigegeben hat, aber das hat sich relativ schnell wieder gelegt. Ab da war sie wieder die Emilia, die ich aus dem ersten Teil kannte und dort super gerne mochte. Sie ist einfach eine Kämpferin.
Mit Vince dagegen habe ich mich im ersten Teil ja leider etwas schwerer getan. Auf der einen Seite ist er ein sehr liebevoller Mensch, aber er kann auch sehr gemein werden, wenn er wieder einen seiner Wutausbrüche hat. Ich fande, dass Vince ein paar schöne liebevolle Momente mit Emmi hatte, in denen er sich um sie gekümmert hat. Leider hatte er aber viele Momente, in denen er sich überhaupt nicht mehr kontrollieren konnte und Emmi fiese Sachen an den Kopf geworfen hat, für die sie gar nichts konnte. In diesen Momenten hat er mich wieder an den Rand der Verzweiflung getrieben :D Er ist sehr impulsiv und lässt seiner Wut gerne freien Lauf.
Was man aber schön sehen konnte ist, dass die Gefühle zwischen den beiden echt sind. Ich habe mit den beiden mitgefiebert und das Ende hat mich wieder mal zerstört. Nena schafft es immer wieder, einen mit einem Cliffhanger der aller fiesesten Art zurückzulassen, sodass man schmerzlichst auf den nächsten Teil wartet :D
Der zweite Teil ist meiner Meinung nach minimal schwächer als der erste Teil, weil mir Vince mit seiner Art ein wenig zu impulsiv war. Aber trotzdem freue ich mich schon so sehr auf den nächsten Band um zu erfahren, wie Emmis und Vinces Geschichte weitergeht.
Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.11.2020

Gute Fortsetzung

Ein Gefühl von Hoffnung
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“Ein Gefühl von Hoffnung“ (Die Ruhrpott-Saga geht weiter) von Eva Völler hat mich auch in diesem Band durch die Gestaltung des Covers sofort auf eine Zeitreise geschickt. Die Gestaltung der Person in Farbe ...

“Ein Gefühl von Hoffnung“ (Die Ruhrpott-Saga geht weiter) von Eva Völler hat mich auch in diesem Band durch die Gestaltung des Covers sofort auf eine Zeitreise geschickt. Die Gestaltung der Person in Farbe und graue Wäsche auf der Wäscheleine, gefärbt durch den Kohlenstaub der Zechen stimmt, ohne einen Blick in das Buch zu werfen, den Leser bereits in das Geschehen und Leben der damaligen Zeit ein. Kohlenstaub nicht nur in der Grube sondern auch in der Luft. Ärmliche Verhältnisse der Nachkriegszeit und doch Menschen, die Ihre Zukunft in die Hand nehmen und für ein besseres Leben kämpfen.
Bereits in der Rezension zu dem ersten Teil der Saga „Ein Traum von Glück“ habe ich angemerkt, dass ich diese Zeit aufgrund meines Alters nicht miterlebt habe. Mein Großvater und Urgroßvater haben jedoch auf der Zeche gearbeitet. Mein Urgroßvater war Hauer und mein Großvater hat Untertage Zug gefahren. Somit verbindet meine Familie und mich die Geschichte dieser Zeit ganz besonders.
Der Schreibstil der Autorin hat mir, wie bereits im ersten Band, sehr gut gefallen. Er ist sehr authentisch und gefühlvoll und man wurde durch ihn einfach in den Bann gezogen.Nach dem tragischen Ende des ersten Teils war ich dann nun auf die Entwicklung der Familie sehr gespannt.
Durch die Beschreibung der Hauptcharaktere Johannes und Hanna kann man sich super in die beiden Figuren hineinversetzen. Im Laufe der Geschichte schleicht sich hier wieder eine Dramatik ein. Dominierend in diesem Teil ist jedoch die Beziehung der nun bereits erwachsenen Inge zu ihrem kleinen Bruder Jakob. Durch die langjährige Beziehung zu ihrem Jugendfreund Peter scheint ihre Zukunft bereits vorbestimmt. Doch auch hier entsteht eine bedeutsame Wende durch einen Schicksalsschlag, der so nicht vorhersehbar war. Auch Inge verfolgt, genau wie ihre Mutter Katharina, ihre Ziele im Leben hartnäckig. Immer wieder steckt sie die Ziele ihres Lebens zurück. Inge ist auf jeden Fall mein Lieblingscharakter. Ich fand es toll zu sehen, wie sie das Leben nimmt wie es kommt und trotzdem das Beste herausholen möchte. Die pubertierende Schwester Bärbel, die mit ihrem rebellischen Verhalten immer wieder für Ärger sorgt und der kleine Bruder Jakob, der als Linkshänder und hochbegabtes Kind in die falsche Schublade gesteckt wird, sind einige ihrer Probleme. Doch dann ergibt sich für sie eine Chance in ihrem Leben, in der sie sowohl ihre große Liebe findet und auch gleichzeitig ihre Familie nicht im Stich lassen muss. Weiterhin wird im Laufe der Geschichte die Problematik der Kohlekrise immer deutlicher.
Diese wird aber nur im Hintergrund der Familiengeschichte behandelt. Im Zusammenhang mit einem der Hauptcharaktere, Johannes, wird ein Einblick in die Entstehung und Entwicklung der Gewerkschaften gegeben. Dieser begann im ersten Band als einfacher Hauer und entwickelt sich aber im Laufe der Zeit immer mehr zu einem führenden Mitglied der Gewerkschaft.
Zusätzlich wird die Geschichte der Schwester Bärbel und der Nachbarsfamilie beleuchtet,die ihre eigenen Probleme kaum lösen kann. Auch hier entstehen wieder Situationen voller Dramatik. Bei Oma Mine werden aufgrund ihres fortschreitenden Alters die Probleme des Alltags geschildert. Ihren Lebensabend kann sie Dank des Zusammenhalts der Familie und der Aufteilung der anfallenden Arbeit in ihrem Haus verbringen. Doch auch hier hat sie noch eine feste Rolle.
Das Ende des zweiten Teils dieser Familiensaga wirkt sehr konstruiert und vorhersehbar. Insgesamt erscheinen mir die Vorkommnisse in der Familie und den Nebencharakteren zu überladen. Ich bin jedoch gespannt auf die Fortsetzung der Geschichte. Das Buch bekommt von mir 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 19.11.2020

Ich liebe die Reihe

A single touch
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Ich habe mich so auf den dritten Teil der L.O.V.E. Reihe (“A single touch”) gefreut und konnte es kaum erwarten, dass er erscheint. Die anderen beiden Teile habe ich regelrecht verschlungen und ich muss ...

Ich habe mich so auf den dritten Teil der L.O.V.E. Reihe (“A single touch”) gefreut und konnte es kaum erwarten, dass er erscheint. Die anderen beiden Teile habe ich regelrecht verschlungen und ich muss sagen, ich bin ein Fan der Reihe. Ich liebe den Grundgedanken der Reihe, die Charaktere, den Schreibstil der Autorin und es gibt so kleine Detail (beispielsweise dass die Anfangsbuchstaben der Protagonistinnen das Wort LOVE ergeben), die mich einfach glücklich machen.
Mein bisher liebster Teil der Reihe ist der zweite Band, “A single word”, welcher von Oxy und Henri handelt. Ich war bei Vals und Parkers Geschichte sehr gespannt, ob sie mich auch so mitreißen kann wie Oxys und Henris, oder ob sie, genau wie “A single kiss” Band 2 nicht ganz das Wasser reichen kann.
Zunächst einmal zum Cover, da es hier eine ganz große Coverliebe ist. Es ist zwar ein schlichtes Cover, aber ich liebe den Aspekt der Stoffe, die man auf dem Cover erkennen kann und die einfach perfekt zum Thema der Reihe passen. Bis jetzt ist das Cover von Band 3 mein Favorit, da mir der mintgrüne Farbton super gut gefällt. Ich bin mir aber sicher, dass ich die Farbe des vierten Bandes noch mehr lieben werde, da blau meine Lieblingsfarbe ist.
Der Schreibstil von Ivy Andres hat mir auch in diesem Band wieder super gut gefallen. Auch wenn die Kapitel im Gegensatz zu anderen Büchern mit rund 50 Seiten (mal mehr, mal weniger) schon recht lang sind, ist mir das durch den super flüssigen Schreibstil gar nicht so richtig aufgefallen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und die Geschichte rund um Val und Parker war wieder viel zu schnell vorbei. Ivy Andrews schafft es, seine Umgebung zu vergessen und ein Teil der Welt von Plymouth zu werden.
in Band 3 geht es um Valerie und Parker. Valerie kommt aus Deutschland und macht ein Auslandsjahr in Plymouth, um dort an einem renommierten College Modefotografie zu studieren. Sie reist als erste der vier Mitbewohnerinnen an und läuft dabei ihrem Vermieter Parker über den Weg. Zwischen den beiden funkt es direkt und so beginnt für Valerie das bislang spannendste Semester.
Valerie und Parker waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Valerie kannte man ja schon aus den anderen beiden Teilen, aber von Parker hat man bislang nicht wirklich viel kennengelernt, weshalb ich mich super auf ihn gefreut habe. Val ist eine sehr ehrliche Person, die gerne sagt was sie denkt. Sie gibt sich nach außen hin ein wenig unnahbar, da sie so versucht ihre Gefühle zu schützen. Das liegt vor allem daran, dass sie von ihrem Ex-Freund richtig reingelegt wurde und nun erstmal die Nase gestrichen voll hat von Männern. Allerdings taucht dann Parker auf. Auch Parker mochte ich sehr gerne, allerdings brauchte ich ein bisschen um mit ihm warm zu werden. Die ersten Kapitel aus seiner Sicht waren mir ein wenig zu oberflächlich und ich habe Emotionen und Gefühle vermisst. Insgesamt fokussiert sich dieser Roman wesentlich stärker auf die Liebesgeschichte, weswegen der Erotikanteil in diesem Buch auch deutlich höher ist. Für mich persönlich war es ein wenig zu viel, weil mir die emotionale Ebene zwischen den beiden irgendwie gefehlt hat und ich bis zum Schluss nicht wirklich mit den beiden mitfiebern konnte. Mir hat die tiefe in der Beziehung ein wenig gefehlt. Mit der Zeit habe ich Parker aber immer mehr verstanden und fand seine Hintergrundgeschichte auch super interessant. Trotz meiner Probleme mit der Beziehung zwischen den beiden fand ich trotzdem, dass die Geschichte nicht zu viel überdramatisiert wurde. Die Unstimmigkeiten fühlten sich realistisch an und auch der Plottwist passte gut in die Geschichte. Nur das Ende kam mir ein bisschen zu schnell. Ich habe lange auf eine bestimmte Wendung gewartet und als diese kam, war das Buch auch schon fast zu Ende. Da hat mir etwas dazwischen gefehlt.
Was ich toll finde ist, dass Ivy Andrews es jedes Mal aufs neue schafft, einen auf die folgenden Protagonistinnen und Protagonisten neugierig zu machen, sodass man die Freundinnen und ihre Geschichten unbedingt weiterverfolgen möchte. Ich bin schon super neugierig auf Ellas und Callums Geschichte, bin aber gleichzeitig auch sehr traurig, dass dies der letzte Band der Reihe sein wird und ich im dezember die WG und Plymouth verlassen muss. “A single touch” bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

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