London: Vier Menschen erhalten anonym eine Geburtstagskarte mit der Nachricht: »Dein Geschenk ist das Spiel – traust du dich zu spielen?« Danach verschwinden sie spurlos. Da die Polizei die Sache nicht ...
London: Vier Menschen erhalten anonym eine Geburtstagskarte mit der Nachricht: »Dein Geschenk ist das Spiel – traust du dich zu spielen?« Danach verschwinden sie spurlos. Da die Polizei die Sache nicht ernst nimmt, engagiert die Tochter einer der Verschwundenen die Psychologin und Privatdetektivin Dr. Augusta Bloom. Als Bloom die Lebensläufe der Vermissten analysiert, entdeckt sie eine Gemeinsamkeit: Alle vier hatten eine dunkle Seite, die sie vor der Welt geheim hielten – und die sie höchst gefährlich macht. Offensichtlich nutzt der Täter das Gewaltpotential seiner Opfer. Und versucht, auch Augusta Bloom in sein tödliches Spiel hineinzuziehen …
Die Autorin Leona Deakin ist Psychologin und hat als Profilerin für die West Yorkshire Police gearbeitet, bevor sie sich als Psychotherapeutin selbstständig gemacht hat. Die Grundidee des Buchs ist faszinierend und spannend, ob glaubwürdig, sei dahingestellt.
Die Kapitel sind unterschiedlich lang und oft wechselt mit Beginn eines neuen Kapitels der Schauplatz bzw. die handelnde Person, dadurch erhöht sich die Dynamik.
Eingestreute Kapitel aus Sicht einiger der „Verschwundenen“ steigern die Spannung und enthüllen häppchenweise die Spielregeln des „Spiels“.
Der Schreibstil ist verständlich, flüssig und rhythmisch angenehm zu lesen, kurze und längere Sätze wechseln sich ab.
Das Buch hat mich gut unterhalten und ich habe interessante Einblicke in psychopathisches Denken und Verhalten gewonnen. Das Buch beschreibt derart veranlagte Menschen aus einem für mich neuen und unerwarteten Blickwinkel. Darüber hinaus warnt es deutlich und eindrucksvoll davor, in social media Persönliches preis zu geben.
Die Charakterisierung der Hauptprotagonisten Dr. Bloom und Marcus Jameson ist ausbaufähig. Besonders Jameson bleibt vage und distanziert. Hier würde ich mir vom Folgeband mehr Tiefe wünschen. Dr. Bloom arbeitet analytisch und professionell und vor allem dadurch kommen die Ermittlungen voran.
Erst durch einen unerwarteten Twist erfährt der Leser etwas persönliches über Dr. Bloom und hat ein aha-Erlebnis.
Trotz dieses Twists bleibt die Auflösung vorhersagbar, aber der Weg dahin ist durch die psychologischen (Er)Kenntnisse der Autorin lesenswert.
Das Cover ist farblich und optisch gut gemacht, ebenso wie die beiden Klappeninnenseiten. Unverständlich ist mir der Text auf dem hinteren Cover, der verrät zu viel!
Klappentext: Robin ist überwältigt, als er aus seiner Raumkapsel steigt. Der warme Sand unter seinen Füßen, der sanfte Wind und das Farbenspiel des Meers sind so viel besser als jede noch so perfekte virtuelle ...
Klappentext: Robin ist überwältigt, als er aus seiner Raumkapsel steigt. Der warme Sand unter seinen Füßen, der sanfte Wind und das Farbenspiel des Meers sind so viel besser als jede noch so perfekte virtuelle Realität. Er ist auf der Erde, diesem fernen blauen Planeten, den er bislang nur aus Filmen und Erzählungen kannte. Doch seine Mission ist keine leichte: Können die Menschen auf ihren Heimatplaneten zurückkehren, obwohl sie einst dafür gesorgt hatten, dass er unbewohnbar wurde? Wie sollen sie leben, damit Glück für alle möglich ist?
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Der junge Robin reist zur Erde um herauszufinden, ob die Menschen vom Mars zurückkehren können, wo sich die Bewohner einer technologisch hoch entwickelten, von Frauen und einer künstlichen Intelligenz gelenkten Kolonie danach sehnen, wieder auf der Erde zu leben. Er folgt einer Gruppe von gut ausgerüsteten Soldaten, die jedoch vermisst werden und zu denen kein Kontakt mehr besteht.
Robin trifft auf naturnah lebende Gemeinschaften und lernt verschiedene gesellschaftliche Formen des Zusammenlebens kennen. Und er stellt fest, dass es vielfältige Voraussetzungen für ein glückliches Leben gibt. Die Liebe gibt es auf der Erde und auch in der Kolonie. Robins Liebe zu Yu ist sogar ausschlaggebend für seine Reise zur Erde und auch Yus Liebe zu Robin ist immer wieder Thema im Buch.
Der Autor François Lelord hat Medizin und Psychologie studiert und mehrere erfolgreiche Romane um den Psychiater Hector geschrieben, die sich auch schon um die großen Fragen des Lebens drehen.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Es werden nicht nur philosophische Aspekte von vielen Seiten und anregend erörtert, sondern auch die Beschreibung des Lebens auf dem Mars ist technisch interessant und glaubhaft.
Das Buch hätte gern etwas umfangreicher sein können, besonders das Ende kommt kurz und knapp.
Trotzdem nehme ich Denkanstöße und Anregungen mit und habe mich auch an der schönen Gestaltung des Buchs mit seinem farbigen Schnitt erfreut. Der Schutzumschlag des Covers mit seiner liebevollen Zeichnung erinnert mich an „Der kleine Prinz“.
Das Buch fasziniert mit wunderschönen Fotos von Zimmerpflanzen und Fotostrecken von Wohnungen voller Pflanzen und deren Bewohnern, die mit kurzen Geschichten vorgestellt werden. Allen gemeinsam ist die ...
Das Buch fasziniert mit wunderschönen Fotos von Zimmerpflanzen und Fotostrecken von Wohnungen voller Pflanzen und deren Bewohnern, die mit kurzen Geschichten vorgestellt werden. Allen gemeinsam ist die Liebe zur Natur und bei allen leben neben den Pflanzen auch Tiere mit im Haushalt.
Pflanzen im Zuhause sorgen für Glück und Freude, geben Energie und sind wichtig für unser Wohlbefinden – das ist die Botschaft dieses Buches.
Die Pflege von Zimmerpflanzen wie das Umtopfen, Lichtbedürfnis oder Wässern wird nur kurz angesprochen – wie im Vorwort vorausgeschickt, geht es in diesem Buch vor allem um eine neue Sichtweise auf das Zusammenleben mit Pflanzen, die Bereicherung unseres Lebens durch ihre Nähe.
Es gibt Tipps für das Arrangieren von Pflanzen, ihre Vermehrung, das Herstellen von Elixieren für Zimmerpflanzen. Auch Pflanzen, die die Raumluft von Giftstoffen befreien, werden kurz aufgeführt und der Einfluss von Steinen und Kristallen auf Pflanzen wird anhand einiger Beispiele geschildert.
Es werden Pflanzen für die verschiedenen Räume einer Wohnung vorgeschlagen, ihre Vorzüge geschildert und immer wieder inspirieren bezaubernde Fotos.
Der Leser wird in der zweiten Person Singular als „du“ angesprochen, wodurch Nähe entsteht. Der Text ist angenehm zu lesen, kurze und längere Sätze wechseln sich ab, das erzeugt einen sehr lebendigen Stil - als spräche ein Freund zu Dir, der Ahnung hat und Dich an seinem Wissen teilhaben lässt.
Das Buch macht Freude, gibt viele Anregungen und ist eine beglückende Bereicherung für jeden Leser.
Kant und seine Kollegen von der Münchner Mordkommission untersuchen den Tod eines Mannes, der am Weihnachtstag überfahren worden ist. Im Verlauf der Ermittlungen zeigt sich, dass ein kleinen Dorf im Umland ...
Kant und seine Kollegen von der Münchner Mordkommission untersuchen den Tod eines Mannes, der am Weihnachtstag überfahren worden ist. Im Verlauf der Ermittlungen zeigt sich, dass ein kleinen Dorf im Umland eine Rolle spielt. Die Untersuchungen dort gestalten sich ausgesprochen mühsam. Die Dorfbewohner geben sich wenig kooperativ.
Titel und Cover sind gelungen, beides macht neugierig auf die Geschichte. Der Titel hört sich episch und geheimnisvoll an und die Abbildung eines Mannes, der auf einem zugefrorenen See läuft, wobei die Eisfläche hinter ihm zu Schollen zerbrochen ist, erzeugt eine Atmosphäre von Spannung, Einsamkeit und Bedrohung, aber auch von Mut und Aufbruch.
Das Buch beginnt sehr spannend mit einem Prolog-artigen Kapitel, in dem ein Täter geheimnisvoll und brutal in Aktion tritt. Die Einführung der Ermittler sowie einer jungen Frau, deren Bedeutung in der Geschichte sich erst allmählich aufklärt, steigert die Neugier. Es gibt ein umfangreiches Personentableau und es braucht etwas Konzentration, um den Überblick zu behalten. Es entwickelt sich ein komplexer und (rückblickend) auch erschütternder Kriminalroman.
Die Charakterisierung der Protagonisten ist detailliert und glaubwürdig, der Leser kann Sympathien entwickeln, genau so wie Antipathien. Kaum ein Charakter lässt den Leser kalt. Neben dem ermittlungstechnischen Vorgehen gibt es teilweise ausführliche Informationen aus dem Privatleben der Polizisten, die zwar unterhaltsam sind, aber vom Krimigeschehen ablenken. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen.
Wie Hauptkommissar Kant stammt auch der Autor Marcel Häußler aus dem Ruhrgebiet und lebt in München. „Kant und der sechste Winter“ ist ein gelungener Debütroman, der mich gut unterhalten hat. Ich bin auf den zweiten Fall für Kant und seine Mordkommission gespannt.