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Veröffentlicht am 26.03.2021

Eine Geschichte über Liebe, Zusammenhalt + Hoffnung.

SHAINA
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Worum es in der Geschichte geht:
Es ist das Jahr 2339, Ende des 21. Jahrhunderts + Anfang des 22. Jahrhunderts fiel die Welt dem Klimawandel zum Opfer. Nicht viele Menschen überlebten, doch die die überlebt ...

Worum es in der Geschichte geht:
Es ist das Jahr 2339, Ende des 21. Jahrhunderts + Anfang des 22. Jahrhunderts fiel die Welt dem Klimawandel zum Opfer. Nicht viele Menschen überlebten, doch die die überlebt haben bekamen Kinder, die sich den neuen Lebensumständen auf der erde angepasst haben. „Die Regierung“ - die sich im Laufe der Jahre gebildet hat und die diktatorisch herrscht – nennt sie „Die Anderen“. Diese Menschen haben telepathische Kräfte, sind in einem gedanklichen Kollektiv verbunden, brauchen weniger Nahrung + Luft und stellen somit eine Bedrohung für den Rest der Menschheit dar. Shaina ist eines dieser Kinder, sie ist eine Andere. Als sie nach einem 100jährigen Schlaf von Janok gerettet wird, hat die Welt sich verändert und Shaina macht sich auf den Weg nach Batlastar, eine Stadt die in Frieden und verbunden mit der Natur lebt. Dort scheint alles anders zu sein. Shaina wiegt sich in Sicherheit und ist das erste mal in ihrem Leben glücklich. Doch ist alles so wie es scheint? Oder trügt der Schein?

Meine Meinung:
Das Cover ist wunderschön, es ist düster strahlt aber zugleich auch etwas beruhigendes, hoffnungsvolles aus + passt perfekt zum Inhalt der Geschichte. Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, ich war gespannt darauf was es mit den „Anderen“ + dem Kollektiv auf sich hat. Vor allem war ich gespannt auf die Welt, die die Autorin erschaffen hat.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Dank des anschaulichen, flüssigen Schreibstils konnte ich mir alles super vorstellen. Am Anfang ist es zwar viel Input, besonders der Aufbau der Welt, die Regierung und wie alles dazu kam, aber das wird sehr verständlich erklärt. Die Welt fand ich sehr beeindrucken, teils düster + gefährlich, doch im Gegenzug gab es dann auch noch die Stadt Batlastar in der alles ganz harmonisch + naturverbunden ist. Das mir sehr gut gefallen.
Shaina und Janok mochte ich und es war spannend die beiden dabei zu beobachten wie sich ihre junge Liebe - mit Hindernissen – entwickelt + reift.
Die Handlung nimmt ein paar unerwartete Wendungen und ist sehr lebendig erzählt. Es kommen immer wieder neue Charaktere hinzu, die verschiedene Sichtweisen auf die Erzählung geben und so ein ganzes Bild vermitteln. Gegen Ende wird es turbulent und die Spannung zieht noch einmal an, so dass ich die letzten Seiten verschlungen habe.
Mir hat die Geschichte gut gefallen, die Welt, die Sciencefiction Element, die Idee mit den „Anderen“ + dem Kollektiv fand ich spannend und klasse erzählt. Nicht so ganz habe ich verstanden was nun an Shaina so besonders war, aber das mit nicht gestört. Im Gesamtbild gesehen ist es eine schöne Geschichte über Liebe, Zusammenhalt und Hoffnung in einer Welt, die ich mir sehr gut – also die positiven Aspekte - für die Zukunft vorstellen könnte. Allen, die eine ganz neue Welt entdecken wollen und Liebesgeschichten mit auf und ab's mögen kann ich dieses Buch empfehlen :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2021

Düster + brutal. Jude auf Egotrip.

ELFENKRONE
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„Elfenkrone“ stand schon sehr lange ungelesen in meinem Regal. Von dieser Trilogie hatte ich schon sehr viel Gutes gehört und als ich letzte Jahr „Coldtown“ von Holly Black gelesen hatte und mich in ihren ...

„Elfenkrone“ stand schon sehr lange ungelesen in meinem Regal. Von dieser Trilogie hatte ich schon sehr viel Gutes gehört und als ich letzte Jahr „Coldtown“ von Holly Black gelesen hatte und mich in ihren Schreib- und Erzählstil verliebt habe musste ich jetzt auch unbedingt die Trilogie beginnen.
Das Cover ist zwar schlicht gehalten, aber trotzdem irgendwie fesselnd + beeindruckend. Die Karte im Inneren bietet einen sehr guten Überblick über Elfenheim und dient der Orientierung – mit hat sie geholfen.

Worum es in der Geschichte geht:
Als Jude 7 Jahre alt ist werden ihre Eltern, von einem Elf, ermordet + sie wird gemeinsam mit ihren Schwestern aus der Menschenwelt in die Elfenwelt entführt. Dort wächst sie am königlichen Hof als „minderwertiger Mensch“ unter Elfen auf. Das Leben dort ist hart für sie, sie wird gemobbt + tyrannisiert. Sie wünschst sich nichts sehnlicher als dazu zu gehören und anerkannt zu werden. Doch als „Sterbliche“ stehen die Chancen schlecht jemals ein Teil dieser Welt zu sein. Also erträgt sie all die Pein, versucht sich zu wehren, das macht alles nur noch schlimmer. Eines Tages macht der zukünftige König Dain ihr ein Angebot, das sie ihrem Ziel näher bringt und das sie nicht ausschlagen kann. Hier wittert Jude ihre Chance auf Macht + Anerkennung, doch die Dinge entwickeln sich anders als geplant und bald schon tun sich ganz neue Möglichkeiten auf, um das zu erreichen was sie sich wünscht. Prinz Cardan, ihr übelster Widersacher, nimmt dabei eine wichtige Rolle ein, denn Jude hat einen Plan.

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Zu Anfang ist es zwar sehr viel an Input, die Welt, die Charakter, das Magiesystem, doch das ist alles sehr gut erklärt und anschaulich beschrieben.
„Elfenkrone“ ist eine düstere, brutale Geschichte. Es erzählt von Mobbing, dem Wunsch nach Anerkennung, von Verrat, Lügen, Familie und Intrigen. Das Volk der Elfen ist sehr arrogant und grausam, es behandelt Menschen wie Dreck und hat keinerlei Respekt vor ihnen.
Die Welt, die Holly Black geschaffen hat ist vielschichtig und tief, voller fragwürdiger Charaktere. Die Protagonistin, Jude, ist ehrgeizig, mutig, egoistisch und hat nur ein Ziel: Macht. Dafür tut sie alles erdenkliche. Mir war sie nicht sympathisch, genauso wenig wie alle anderen Charakter. Jeder von Ihnen ist auf seine Weise gemein und egoistisch. Wer mir sehr gut gefallen hat war Vivi -Judes ältere Schwester – sie war der einzige Charakter, den ich halbwegs mochte und der für mich einigermaßen klar gedacht hat. Der Rest war der reinen Verblendung unterlegen und mit sich selbst beschäftigt. Die Handlung ist perfekt durchdacht und aufgebaut, wobei Jude mit ihrem Ziel stets im Mittelpunkt steht und alle anderen den Rahmen bilden. Für mich war Judes Wunsch nicht nachvollziehbar, insbesondere weil sie die Möglichkeit hätte, dem Ganzen ein Ende zu setzten und in die Menschenwelt zurück zu kehren, um dort ein ruhiges, angenehme Leben zu frühen. Es ist für mich unerklärlich wie man so verzweifelt an etwas festhält und sich selbst so fertig macht. Das mich das so zum nachdenken + Antipathie entwickeln bringt spricht an dieser Stelle für den hervorragenden, lebendigen + bildhaften Schreibstil der Autorin. Jede ihrer Zeilen geht unter die Haut und auch wenn die Geschichte hauptsächlich negative Gefühle bei mir auslöst, hat sie damit ihr Ziel erreicht und mich komplette gefesselt.
Die komplette Erzählung ist durch + durch düster, es passiert nicht ein einziges Mal etwas nette, kein Licht am Ende des Tunnels.
Für mich ist die Geschichte leider nichts, zu viel Egotrip, Lügen, Verrat und negative Vibes. Trotzdem ist einzigartig und sehr interessant was Holly Black hier geschaffen hat, wer Geschichten mit düsteren, komplexen Welten und fragwürdigen – extrem gut ausgearbeiteten – Charakteren mag wird seine Freude mit der Trilogie haben. Für mich ist nach Band 1 Ende, das ist nichts für mein Harmonie süchtiges Herz und meine Nerven :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2021

„Eine süße, romantische Geschichte zum Seele baumeln lassen.“

Booklove
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Worum es in der Geschichte geht:
Emma ist 14 Jahre und lebt mit ihrem alleinerziehenden Vater über dessen Buchhandlung. In der letzten Woche der Sommerferien hilft sie ihm dort aus. In dieser Woche findet ...

Worum es in der Geschichte geht:
Emma ist 14 Jahre und lebt mit ihrem alleinerziehenden Vater über dessen Buchhandlung. In der letzten Woche der Sommerferien hilft sie ihm dort aus. In dieser Woche findet überraschend eine Lesung der beliebten Autorin der „Mitternacht Trilogie“ statt. Emma kann dieser romantischen Schnulze so gar nicht abgewinnen.
Sie mag keine kitschigen, romantischen Romane und glaubt auch nicht daran das Amors Pfeil einem mir nichts dir nichts treffen kann.
Am Abend der Lesung geht es in der Buchhandlung mysteriös zu. Ein fremder, älterer Herr, ein Zeitloch + Bücher, die mit ihr sprechen sind dabei noch nicht einmal das ungewöhnlichste. Richtig verwirrend ist Vinzenz – eine Romanfigur aus der „Mitternachts Trilogie“ - die plötzlich, aus dem Buch schlüpft und vor ihr steht. Das bringt ihr junges Leben, samt ihrem Herz erst richtig durcheinander. Die Frage ist, wie wird sie den bösen Buben, der sich an sie gekettet hat wieder los?

Zur Geschichte:
Die Geschichte wird aus Emmas Sicht in der Ich-Form erzählt. Man begegnet ihr kurz bevor die Sommerferien zu Ende gehen + begleitet sie durch die nächsten, turbulenten Tage. Direkt zu Anfang kann man sich schon ein sehr gutes Bilde der 14 Jährigen Emma machen, wie sie denkt, was sie mag + nicht mag, man lernt die beste Freundin – Leo – kennen und steigt so Stück für Stück in die Handlung ein.
Ab der „Mitternachts“ Lesung wird es dann rasant für die Protagonistin, eine Überraschung folgt der nächsten und es gibt sehr viel für Emma womit sie dann zurecht kommen muss, dabei kommt sie auf wirklich interessante Ideen + bringt den Leser mit ihrer trockenen und schlagfertigen Art oft zu lachen.
Die Erzählung nimmt oft unerwartete Wendung und auch einige der Charaktere sorgen – besonders zum Ende hin – für Staunen.
Daphne Mahr hat viele neue + fantasievolle Ideen eingearbeitet, wie zum Beispiel die Geschichte in der Geschichte oder wie Vinzenz es schafft aus dem Buch zu kommen. Das alles ist sehr gut und verständlich erklärt und lässt keine Fragen oder Ungereimtheiten offen.
Die zarte Liebesgeschichte zwischen Emma und Vinzenz ist sehr süß und dem jungen Alter der beiden entsprechend umgesetzt und erzählt.
Für Spannung sorgt ein mysteriöser, älterer Herr, ein uraltes Buch und die Tatsache das es nicht sicher ist wie es für Emma und Vinz ausgehen wird.
Die Handlung ist fantastisch ausgedacht, geheimnisvoll, rasant, turbulent und spannend. In den letzten Kapiteln zeiht die Spannung sehr an und zum Ende sage ich nichts, denn das würde spoilern :)

Die Charaktere:
Emma, ist ein absolut sympathischer Charakter, sie ist witzig, schlagfertig, hat den Kopf voll Fantasien und kommt auf die tollten Ideen. Trotzdem hat sie mit ihren 14 Jahren doch auch eine gewisse charakterliche Reife und ich habe sie direkt ins Herz geschlossen. Sie ist ein bisschen tollpatschig, verletzt sich öfter mal, was wahrscheinlich ihrer rasanten Art geschuldet ist, aber das macht sie noch liebenswürdiger.
Vinzenz, mochte ich ebenfalls von Anfang an. Er ist höflich, zuvorkommend und kein so schlimmer Bösewicht, wie erwartet. Mit seiner charmanten Art lässt er Mädchenherzen höher schlagen und angesichts seines „Endes“ in der „Mitternachts Trilogie“ konnte ich sehr gut nachvollziehen warum er den „Textsprung“ gewagt hat.

Emma und Vinzenz zarte Liebesgeschichte entwickelt sich mit Hindernissen, stetig und natürlich. Die emotionalen „Up and Downs“, die Emma durch macht waren authentisch und sehr gut beschrieben. Die Unsicherheit der ersten Liebe, das kribbeln im Bauch und die Freude darüber waren echt + lebendig.

Alle anderen Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet, echt und kamen in der Erzählung nicht zu kurz, so dass ich mir von jedem ein Bild machen konnte. Einige haben mich überrascht und andere – wie zum Beispiel Leo – hätte ich auch gern zu Freundin. Jeder von ihnen hat der Geschichte Leben eingehaucht und somit ein großes Ganzes geschaffen.

Schreibstil / Lesefluss:
Daphne Mahr schreibt sehr flüssig, lebendig und anschaulich. Sie transportiert Atmosphäre + Gefühle – ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und habe bis zuletzt mit Emma und Vinz mitgefiebert. Das Emma 14 Jahre ist hat sie durch ihre Schreibweise perfekt rüber gebracht, locker und in einem jugendlichen Sprachstil hat das für mich den Charakter Emma abgerundet.
Die Kapitel sind nicht zu lange, die Sätze nicht ausschweifend, so dass ein Lesesog entsteht und das Buch sich sehr flott lesen lässt.

Meine Meinung:
Auf „Booklove – Ausversehen buchverliebt“ habe ich mich riesig gefreut. Das Cover ist wunderschön, edel + lässt Raum für die eigene Fantasie. Der einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht + ich musste – Dank Emma – schon auf den ersten Seiten lachen.
Die Idee eine Buchfigur in die Realität zu schicken, um dort das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen fand ich klasse. Das war neu für mich, auch eine Geschichte in deiner Geschichte zu erzählen fand ich einen spannenden Ansatz.
Emma + Vinz sind zwei wundervolle Charaktere, die ich beide von Anfang an mochte. Emma ist witzig, schlagfertig, sehr Ideenreich und doch für ihre 14 Jahre auch charakterlich reif. Vinz ist charmant, zuvorkommen, nicht so böse wie erwartet + höflich. Kein Wunder das er Emma den Kopf verdreht. Die Handlung ist fantasiereich, spannend, turbulent und hat auch Emotionale Momente, besonders für Emma, die ja hier ihre erste große Liebe erlebt. Die Zarte Liebesgeschichte der beiden war süß, altersentsprechend und schön erzählt. Mir hat das rasante Ende besonders gut gefallen, hier zieht die Spannung richtig an, es gibt einige unerwartete Wendung – in Handlung + Charaktere – die so nicht vorhersehbar waren. Das hat mich richtig Nerven gekostet, ich war nur noch am mitfiebern und hoffen. Das Ende …. dazu sage ich nichts, das würde spoilern.
„Booklove“ ist für mich ein absolutes Wohlfühl Buch, ich habe gelacht, habe mitgefiebert und konnte mich in die Geschichte fallen lassen. Obwohl das Lesealter mit 12 – 14 Jahren angegeben ist, ist es auch eine Geschichte für Erwachsene, ich fand es schön mich, durch Emmas Augen, zurück zu erinnern wie denn meine erste große Liebe war und wie ich mich dabei gefühlt habe. Absolute Leseempfehlung! Dieses Buch ist durch und durch positiv und lädt dazu ein abzuschalten + die Seele baumeln zu lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2021

Eine spannende Geschichte über den menschlichen Selbsterhaltungstrieb.

Todeslieder
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„Todeslieder“ von Nina Rudt gehört zu den Büchern, deren Cover mich etwas irritiert hat. Ich folge Nina schon lange auf Instagram und hatte das Buch, eben wegen des auffälligen Covers immer wieder auf ...

„Todeslieder“ von Nina Rudt gehört zu den Büchern, deren Cover mich etwas irritiert hat. Ich folge Nina schon lange auf Instagram und hatte das Buch, eben wegen des auffälligen Covers immer wieder auf dem Schirm, allerdings dachte ich es sein ein Krimi. Hätte ich mal den Klappentext etwas früher und genauer gelesen, denn ihr Debütroman ist eine fantastische Mischung aus Fantasy und Science Fiction.

Worum es in der Geschichte geht:
Im Jahr 2197 – 300 Jahre nach dem 3. Weltkrieg – leben die Menschen mit einer künstlichen Sonne und es haben sich Zusammenschlüsse mehrere Städte gebildet. Ikar liegt im ehemaligen Amerika, hat 50 Millionen Einwohner und wird von Präsident Lawn regiert. Ivy, die Tochter des Präsidenten, wächst beschützt und behütet auf, rebelliert aber gern gegen ihren viel beschäftigten Vater. Als ihr kleine Schwester entführen wird bricht für Ivy eine Welt zusammen und sie nimmt die Suche nach ihr, gemeinsam mit dem französischen Diplomaten Chevalier, selbst in die Hand. Dabei erfährt sie gut gehütete Geheimnisse und gerät zwischen die Fronten eines schon lange, im Untergrund, tobenden Krieges. Für Ivy ändert sich damit alles und sie schwebt mehr als einmal in tödlicher Gefahr. Hinzu kommt das es in ihrer Lage schwer ist zwischen Freund und Feind zu unterscheiden und so mancher sich als etwas ganz anderes entpuppt als es den Anschein hat.

Zur Geschichte:
Die Geschichte wird aus Ivys Sicht erzählt und gleich zu Anfang bekommt man einen sehr guten Eindruck der futuristischen Welt, die sehr gut beschrieben ist. Jedes Kapitel hat eine Überschrift, die im wesentlichen wieder gibt worum es gehen wird.
Ikar ist in Klassen eingeteilt, für jede davon gibt es eine Tätowierung, die anzeigt in welche Schichte der jeweilige Mensch gehört. Hier geht es von Reich über Arbeiter bis zur Armut. Auch das wird sehr anschaulich anhand der verschiedenen Stadtbezirke beschrieben.
Im Laufe der Evolution haben sich die sogenannten Todenweber entwickelt, die mit ihrer Musik andere Menschen manipulieren, hypnotisieren und sogar töten können. Diese Menschen werden gefürchtet und geächtet, sind aus der Gesellschaft ausgetossen und gelten als vogelfrei. Es besteht ein Konflikt zwischen Todenwebern, die ihre Menschenrecht zurück fordern + Rebellen, die am liebsten alle von ihnen tot sehen wollen.
Die Handlung ist spannend aufgebaut und man wird Stück für Stück an Ivys Seite in den Konflikt hinein geführt. Lernt dabei Ivy, Chevalier und Jared kennen, die sich bereits in Kapitel 3 zusammenfinden und sich gemeinsam auf die Suche nach der kleinen Schwester machen. Durch die Verschiedenen Parteien und vielen Charaktere ist die Handlung sehr komplex, aufregend und zieht von Seite zu Seite mehr an.
Themen wie Machtgier, Politik, Angst vorm Anderssein, Verrat, Misstrauen, Hass bestimmen den Kern der Geschichte. Aber auch ein zartes Schwärmerei und Zusammenhalt findet sich in der Erzählung wieder. Stellenweise gibt es brutale Szenen und es wird auch mal geflucht. Besonders zum Schluss hin wird es sehr actionreich und das Ende ist traurig, überraschend, aber sehr passend.

Die Charaktere:
Die Charaktere waren sehr gut beschrieben und hatten Tiefe, ihr Handeln war durch und durch menschlich. Dadurch das jeder von „seiner Sache“ überzeugt ist, ist es schwer zu sagen das einer davon gut oder böse ist, denn jeder handelt in voller Überzeugung das Richtige für sein eigenes Überleben und Fortbestehen zu tun.
Obwohl es ein Fantasy Roman ist handeln die Menschen darin sehr real nach dem Motto: „Fressen oder gefressen werden.“ Die Taten sind nicht abwegig und spiegeln die Angst der Betroffenen wieder.
Ivy als Hauptprotagonistin hat mir sehr gut gefallen. Ein bisschen rebellisch, tapfer, vielleicht manchmal etwas kopflos und voreilig, aber auch das hat perfekt zu ihrem Alter gepasst. Die Schwärmerei für Chevalier war sehr gut eingeflochten und glaubwürdig erzählt.
Auch alle anderen Charaktere sind bei mir angekommen und ich mochte das Zusammenspiel untereinander. Sehr gut hat mir gefallen, das etwas fragwürdigere Personen mich im Laufe der Geschichte für sich gewinnen konnten.

Schreibstil / Lesefluss:
Nina Rudt schreibt sehr flüssig und anschaulich. Ich konnte mir alles perfekt vorstellen, Atmosphäre + Gefühle kamen bei mir an.
Die Welt mit ihren futuristischen Elementen war sehr bildlich, fantasiereich, lebendig und in die Zukunft gesehen nicht unvorstellbar.
Die gewählte Sprach war perfekt und hat zu jedem der Charakter e gepasst und ihnen Leben eingehaucht.
Die Kapitel waren nicht zu lang + durch die Geschichte zieht sich ein roter Faden, der einem immer tiefer in das Geschehen zieht. An manchen Stellen waren mir die Szenenwechsel zwar zu schnell, und ich hatte das Gefühl hier fehlen ein bis zwei Seiten, aber meinen Lesefluss hat das nicht gestört.

Meine Meinung:
Nina Rudt's Debütroman „Todeslieder“ fand ich klasse. Eine perfekte und neue Mischung aus Fantasy, Dystopie und Science Fiction. Die Welt in ihrem Aufbau, mit ihren futuristischen Elementen war sehr gut + vorstellbar beschrieben. Die Todenweber waren komplett neu für mich und die Idee hat mir – auch wenn ich kurz gebraucht habe, um es zu verstehen – sehr gut gefallen. Die Handlung war spannend, aufregend, hat mich teilweise ergriffen und regt zum nachdenken an.
Es war schwer eine Seite zu wählen, weil die Charaktere aus vollster Überzeugung für ihre Sache einstehen, wenn auch oft mit fragwürdigen Methoden und Taten. Es gab im Grunde kein Gut oder Böse, weil eben jeder versucht sich selbst zu schützen und sein Fortbestehen zu sicheren. Die Welt mag futuristisch und die Todenweber der Fantasie entsprungen sein, aber der Kern der Handlung hat etwas durchaus reales: Politik, Macht, Angst Fremdenhass sind nur ein paar Themen worum es geht.
Der Schreibstil war lebendig, anschaulich und detailliert, so dass ich mir alles super vorstellen konnte und sehr schnell in die Geschichte und in meinen Lesefluss gefunden habe. Die Sprache für jeden einzelnen Charakter war sehr gut gewählt und hat den letzten Schliff gegeben. Vom Ende war ich echt ergriffen, es war traurig und auch irgendwie ungerecht :( aber auf jeden Fall passend. Absolute Leseempfehlung für alle die mal eine neue Welt entdecken wollen und gerne Geschichten lesen, die einen inneren Zwiespalt auslösen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2021

Pan hat einen Plan und versucht die Welt zu retten.

Pandora Stone - Morgen kommt vielleicht nie mehr
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Nach dem ersten und zweiten Band der Pandora Stone Reihe von Barry Jonsberg konnte ich es kaum erwarten das Finale zu lesen. Pandora hat in den vorigen beiden Teilen so viel erlebt, so viele Geheimnisse ...

Nach dem ersten und zweiten Band der Pandora Stone Reihe von Barry Jonsberg konnte ich es kaum erwarten das Finale zu lesen. Pandora hat in den vorigen beiden Teilen so viel erlebt, so viele Geheimnisse kamen zu Tage und trotzdem war das Ende überhaupt nicht vorhersehbar für mich – es hätte in jede Richtung gehen können und der Autor hat es auch im letzten Band bis zum Schluss spannend gemacht.
Diese Rezension wird nicht wahnsinnig lang, einfach weil ich schon so viel zur Reihe geschrieben habe + auch ein bisschen Angst habe zu spoilern, wenn ich jetzt zu ausführlich werde.

Worum es in der Geschichte geht: (Achtung Spoiler!)
Pandora fängt, nachdem sie so nah am Ziel war und endlich ihre schlimmste Vermutung bestätigt bekommen hat, wieder bei Null an. Doch dieses mal läuft ihr die Zeit davon. Drei Monate – so lange dauert es bis dsas Virus, das Pan in die Welt getragen hat, sich aktiviert. Sehr wenig Zeit, um Jen – die von nichts mehr weiß – und den Rest ihrer Teams von der Wahrheit zu überzeugen und sie auf ihre Seite zu ziehen, damit sie ihr helfen die Welt zu retten. Viel zu tun, wenig Zeit und eine recht aussichtslose Lage. Doch Pan hat einen Plan, zugegeben einen Plan der nicht richtig ausgereift ist, aber sie glaubt an sich + an ihr Team und stürzt sich in neue Gefahren.

Meine Meinung:
Die Pandora Stone Trilogie ist eine der besten dystopischen Reihen, die ich jemals gelesen habe. Super aufgebaut und perfekt strukturiert. Auch der letzte Teil war fantastisch + schließt mit einem passenden, nicht aus der Luft gegriffenen oder übertriebenen Superhelden Ende ab. Es war spannend, aufregend und lebendig erzählt, wie Pans Plan gestalt annimmt und umgesetzt wird. Nach wie vor bleibt aber Jen mein absoluter Lieblingscharakter, auch in diesem Teil war sie mit ihrer herrlich ehrlichen + nüchternen Art erfrischend und hat mich oft zum schmunzeln gebracht. Wer + warum hinter der Akademie steckt habe ich bis zuletzt nicht vermutet + war sehr überrascht, vor allem die Beweggründe der Person waren ziemlich irre. Barry Jonsberg hat eine sehr fesselnde Trilogie über Realität, Fiktion, Freundschaft und den Glauben an sich selbst geschaffen. Vor allem hat er aber die Frage behandelt, was wohl passiert, wenn ein zutiefst verletzter Mensch sich eine neue Spezies schaffen will und zum Pech der Menschheit auch noch das Geld und die Macht dazu hat.
Für alle Fans dystopischer Reihen, die gerne mit rätseln, einen flotten Schreibstil und viele verschiedene Charakter, mit Stärken und Schwächen mögen, gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere