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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2025

unerwarteter Täter

Die Ärztin - Gefährliche Nachtschicht
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Der Thriller hat einen sehr guten Spannungsbogen, der zu Beginn aufgebaut wird und zwischenzeitlich nicht absackt, sondern konstant hoch bleibt. Die einzelnen Kapitel werden aus Sicht der Charaktere geschrieben, ...

Der Thriller hat einen sehr guten Spannungsbogen, der zu Beginn aufgebaut wird und zwischenzeitlich nicht absackt, sondern konstant hoch bleibt. Die einzelnen Kapitel werden aus Sicht der Charaktere geschrieben, sodass zusätzlich nochmals Spannung aufgebaut wird. Eva, die als Ärztin arbeitet und versucht, den Vergewaltiger zu finden, der junge Studentinnen brutal überfallen und misshandelt hat, gerät selbst unter Druck, da sie erpresst wird. Auch wenn sie nicht immer korrekt handelt, kann ich ihre Handlungsweisen vollkommen nachvollziehen. Frauke, die Kommissarin, ermittelt mit ihrem Team und ist dem Täter knapp auf den Fersen, aber doch einen Schritt hintennach, auch mit ihr kann man mitfiebern. Wer als Täter in Frage kommt, wird längere Zeit hin- und hergeschoben, aber am Ende ist es dennoch eine Überraschung.

Veröffentlicht am 05.09.2025

Moral und Privilegien

Ehemänner & Liebhaber
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Der Roman spielt in zwei Zeitebenen und in zwei unterschiedlichen Kontinenten, von 1951 bis 2022. Zu Beginn werden die Charaktere eingeführt und es erscheint recht sprunghaft, sodass man sich als Leser*in ...

Der Roman spielt in zwei Zeitebenen und in zwei unterschiedlichen Kontinenten, von 1951 bis 2022. Zu Beginn werden die Charaktere eingeführt und es erscheint recht sprunghaft, sodass man sich als Leser*in erst einfinden muss, in welchem Handlungsstrang man sich gerade befindet, aber mit der Zeit wird dies einfacher. Die beiden Frauen beschäftigen komplett unterschiedliche Problem, während Mallory auf der Suche nach einer Spenderniere für ihren Sohn ist, beschäftigt sie sich mit ihrer eigenen Vergangenheit und gräbt fast vergessene Details aus. Hannah lebt mit ihrem Ehemann in Kairo ein ruhiges Leben, bis sie sich auf eine nicht ungefährliche Affäre einlässt. Beide Geschichten haben es in sich und lassen die Frage nach Moral und in Kombination mit den Erzählungen aus der Vergangenheit, finde ich es spannend erzählt.

Veröffentlicht am 05.09.2025

positive Überraschung

Furye
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Ich bin begeistert von diesem Buch, mir gefällt alles daran: Beginnend vom Retro-Cover bis zum ernsten, tiefgreifenden Hintergrund, den ich in diesem Ausmaß gar nicht erwartet hätte. Der Schreibstil ist ...

Ich bin begeistert von diesem Buch, mir gefällt alles daran: Beginnend vom Retro-Cover bis zum ernsten, tiefgreifenden Hintergrund, den ich in diesem Ausmaß gar nicht erwartet hätte. Der Schreibstil ist teilweise rückblickend, in Form eines Tagebuches von der damals jugendlichen Alec, die gar nicht so heißt, aber der tatsächliche Name ist unbekannt und teilweise besteht es aus aktuellen Lebenssituationen sowie zum Schluss mit einem Ausblick. Der Titel täuscht etwas über die Ernsthaftigkeit der Probleme und Situationen, mit denen sich die drei Jugendlichen auseinandersetzen müssen, hinweg, und ihre Jugendzeit endet dramatisch mit einem Unglück, das sie auseinanderreißt und bis jetzt noch andauert. Alec stellt sich als erwachsene Person der Aufarbeitung ihrer Jugendzeit und löst damit auch wieder eine Kettenreaktion an Ereignissen aus, aber näher möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, da ich nicht die Spannung nehmen möchte. Insgesamt hat mich der Roman positiv überrascht, er war vielschichtig, intensiv und sehr emotionsgeladen, reflektierend und persönlich.

Veröffentlicht am 03.09.2025

mutige Neuinterpretation mit Luft nach oben

Die Auferstehung
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Nachdem meine Kinder und ich jahrelang große Fans der Drei Fragezeichen-Reihe sind, war dieses Experiment nun ein must-read für uns. Der Klappentext ist etwas verwirrend, er verrät auch noch nicht viel ...

Nachdem meine Kinder und ich jahrelang große Fans der Drei Fragezeichen-Reihe sind, war dieses Experiment nun ein must-read für uns. Der Klappentext ist etwas verwirrend, er verrät auch noch nicht viel vom Inhalt oder was auf die Leser*innen zukommen wird. Ich finde es mutig, eine so bekannte Serie in einen neuen Kontext einzubetten, kann gut gehen oder komplett daneben. Die Charaktere sind älter geworden, haben sich weiterentwickelt, sind aber immer noch gut erkennbar und haben nicht ihren ursprünglichen Charme verloren, auch wenn mir die persönliche Entwicklung nicht von allen gleich gut gefällt. Der kriminalistische Hintergrund kommt für meinen Geschmack etwas zu kurz, ist leider vorhersehbar und nicht ganz so spannend ausgewählt. Eine mutige Neuinterpretation mit noch etwas Luft nach oben.

Veröffentlicht am 02.09.2025

Nebensächlichkeiten lenken zu stark ab

Die Ausweichschule
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Die Thematik, das Cover und der Titel haben mich angesprochen, allerdings konnte ich mich nicht so gut mit dem Schreibstil arrangieren. Ich hatte zu Beginn etwas Mühe in den Lesefluss zu kommen und in ...

Die Thematik, das Cover und der Titel haben mich angesprochen, allerdings konnte ich mich nicht so gut mit dem Schreibstil arrangieren. Ich hatte zu Beginn etwas Mühe in den Lesefluss zu kommen und in Folge störten gewisse Passagen, die nicht unbedingt zum besseren Verständnis der Situation beitrugen, sondern einfach so als Anekdoten eingestreut wurden. Am ärgerlichsten und widerlichsten fand ich allerdings die häufig verwendete Fäkalsprache und die wiederholenden Szenen, in denen in eine Flasche uriniert wurde. Dies hat absolut keinen Mehrwert für die Erzählung, im Gegenteil, es lenkt von den wichtigen Themen ab. Die Rückblende rund um den Amoklauf und die Verarbeitung dessen hat hingegen einen unerwartet kleinen Part eingenommen, was ich sehr schade finde, denn darüber hätte ich sehr gerne mehr gelesen. Somit konnte mich der Roman leider nicht überzeugen.