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Veröffentlicht am 24.10.2021

Unzufriedenstellendes Jugendbuch

Unsichtbar im hellen Licht
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Liebe Daisy,

heute melde ich mich mit meiner Rezension zu „Unsichtbar im hellen Licht“ von Sally Gardner, das in einer Übersetzung von Alexandra Ernst 2021 beim Verlag Freies Geistleben erschienen ist ...

Liebe Daisy,

heute melde ich mich mit meiner Rezension zu „Unsichtbar im hellen Licht“ von Sally Gardner, das in einer Übersetzung von Alexandra Ernst 2021 beim Verlag Freies Geistleben erschienen ist (Orig. Invisible in a bright light, 2019). Ich habe das Jugendbuch bei meinem letzten Ausflug in die Buchhandlung entdeckt und mich sofort in das wunderschöne Cover (Gestaltung: Helen Crawford-White) verliebt. Als ich dann gelesen habe, dass es um Theater geht, war klar, dass dieses Buch in mein Regal einziehen muss. Das Buch wird ab 12 Jahren empfohlen, ich denke, dass aber bereits Leser:innen ab 10 Jahren Freude daran haben können; ich würde es jedoch um die Triggerwarnung ergänzen, dass hier häusliche Gewalt abgebildet, aber nicht wirklich aufgearbeitet wird.

Inhalt
Als ich das Buch gekauft habe, hatte ich ein bisschen die Hoffnung, dass es ähnlich wie Caraval von Stephanie Garber werden könnte. Das ist es überhaupt nicht. Es erinnert mich eher an eine Mischung aus Fluch der Karibik und Das doppelte Lottchen. Auf eine sehr wirre Art und Weise. Ich muss sagen, dass ich über weite Strecken wahnsinnig verwirrt von den Vorkommnissen war und auch fand, dass sich einige Themen nicht genügend durch den Roman gezogen haben, um Sinn zu ergeben. Ich werde mich trotzdem um eine knappe Inhaltsangabe bemühen:

Am Königlichen Theater in K. wird eifrig für eine neue Premiere geprobt. Celeste war immer schon Teil der Theaterfamilie, doch als sie an diesem Tag aufwacht, scheint einiges ganz anders zu sein als sie es in Erinnerung hat. Und dann ist da auch noch dieser merkwürdige Traum über einen Mann in einem smaragdgrünen Anzug, der meint, sie müsse das Spiel mit ihm Spielen und es gewinnen, um Schlimmes zu verhindern. Doch wie genau gewinnt man ein Spiel, dessen Regeln man nicht kennt?

Schreibstil
Ich muss sagen, dass ich sehr unschlüssig bin, was den Schreibstil angeht. Das Buch ist (bis auf den Epilog) in der dritten Person verfasst und springt häufig, teilweise alle paar Sätze zwischen der jeweils fokalisierenden Figur. Dennoch bleibt die Erzählung wahnsinnig äußerlich und – für mein Empfinden – behauptet. Ich hatte nicht das Gefühl, dass das Buch mich dazu einlädt, mit den Figuren mitzufühlen. Weiter noch: Ich hatte teilweise das Gefühl, dass den Figuren selbst nicht eingeräumt wurde, Empfindungen auszuleben. Sei es bei großen Freudenmomenten oder bei tragischen Erlebnissen. Das Buch war extrem stark auf die Handlung konzentriert. Dadurch, dass die Figuren aber oft nicht emotional auf diese reagierten, blieb viel davon leere deskriptive Behauptung für mich. Um ein kurzes Beispiel zu nennen (Achtung: Vager Spoiler): Im Laufe des Buches stirbt eine enge vertraute Person einer der Hauptfiguren. Dies wird mit zwei Sätzen abgehandelt und danach macht diese Figur weiter wie bisher. Derartige Situationen, in denen Verlust thematisiert werden könnte und – wie ich finde – müsste, finden sich leider häufiger. Dass darüber hinweggegangen wird, hat dem Buch leider etwas von seiner Glaubwürdigkeit genommen.

Glaubwürdigkeit
Das bringt mich nochmal zurück zu dem Inhalt und dessen Glaubwürdigkeit im Allgemeinen. Ich hatte leider das Gefühl, dass viele Handlungsstränge nur dann aufploppten, wenn es gerade passte, anstatt dass sie wirklich in die Geschichte eingewoben waren. Etwa die Dringlichkeit, das Rätsel um den Mann im grünen Anzug zu lösen. Diese geht zwischenzeitlich völlig verloren, weil sich andere Themen in den Vordergrund drängen. Ich hätte mir gewünscht, dass sie zumindest ab und an erwähnt wird; nicht zuletzt, um die Spannung zu halten.
Analog muss ich leider sagen, dass ich die Figuren und die Beziehungen zwischen ihnen leider ebenfalls mehr behauptet fand. Dadurch, dass ihren jeweiligen Emotionen so wenig Raum gegeben wird, blieben sie für mich stereotypisch und platt. Mir ist über diese knapp 400 Seiten keine einzige der Figuren ans Herz gewachsen und ich könnte nicht sagen, was auch nur eine einzige davon richtig ausmacht. Das ist schade.
Obwohl ich einen guten Lesefluss hatte und auch an der Geschichte drangeblieben bin, muss ich sagen, dass ich sie bis jetzt nicht verstanden habe. Das fing beim Prolog an, den ich tatsächlich drei Mal gelesen hatte und am Ende davon noch immer nicht wusste, was er von mir wollte. Ich verstehe absolut, wenn Autor:innen einen gerne mitten in ihre Geschichten werfen. Aber mit einem derart konfusen Dialog zu beginnen, hat mich doch etwas irritiert. Wobei sich diese Irritation im Bezug auf den Mann im grünen Anzug tatsächlich durch die ganze Geschichte gezogen hat. Ich habe bis jetzt nicht verstanden, warum er derart verquer spricht, was seine Agenda ist, warum er sich nicht an Abmachungen hält und was genau die Begründung ist, dass sein Handlungsstrang derart endet, wie er es tut. Das ist leider minimal unzufriedenstellend. Versteht mich nicht falsch, ich mag Bücher, die einem Rätsel aufgeben, egal ob Krimis oder Fantasyromane wie Caraval. Ich habe große Freude daran, Hinweise zu sammeln und zu versuchen, diese zusammenzubauen. Aber in diesem Fall ließ sich nichts sammeln und das Ende fühlte sich komplett willkürlich (Stichwort: Deus ex Machina) an.

Das soll nicht heißen, dass das Buch als Ganzes schlecht war. Ich mochte es über weite Strecken. Nämlich diejenigen, in denen kaum Fantasyelemente vorkamen. Die, in denen wir uns im späten 19. Jahrhundert im dänischen Winter befanden und die Figuren in ihrem Theateralltag begleitet haben. Das waren die Passagen, die mich tatsächlich verzaubert haben.

Fazit
Ich hatte einen guten Lesefluss, das kann ich nicht abstreiten. „Unsichtbar im hellen Licht“ ist also definitiv kein schlechtes Buch. Bloß ein verwirrendes, dessen Fatasyelemente für mich keinen bzw. zu wenig Sinn ergeben haben. Aber vielleicht hast du ja Lust, zu versuchen, das Rätsel zu entwirren. Wenn es dir gelingt, gib mir bitte unbedingt Bescheid. Ich hätte da ein paar Fragezeichen in meinem Kopf.

Deine Daffy

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Veröffentlicht am 29.09.2021

Großartiges Kinderbuch!

Nachtschattenwald. Auf den Spuren des Mondwandlers
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Liebe Daisy,

heute melde ich mich mit meiner Rezension zu „Nachtschattenwald. Auf den Spuren des Mondwandlers“ von Kathrin Tordasi, das 2021 (um genau zu sein: heute!) bei Sauerländer erscheint. Ich hatte ...

Liebe Daisy,

heute melde ich mich mit meiner Rezension zu „Nachtschattenwald. Auf den Spuren des Mondwandlers“ von Kathrin Tordasi, das 2021 (um genau zu sein: heute!) bei Sauerländer erscheint. Ich hatte das große Glück, vorab ein Leseexemplar zu erhalten und kann dir somit tiptop pünktlich zum Erscheinungsdatum meinen Brief mit meinen Leseeindrücken zukommen lassen.

Inhalt
Kannst du dir eine Welt vorstellen, in der die Natur sich die Städte zurückerobert hat? Nein? Ich auch nicht. Für Finn, seine Familie und seine beste Freundin Samira ist diese Vorstellung allerdings Realität geworden. Was auf den ersten Blick vielleicht idyllisch wirkt, hat jedoch auch seine Kehrseite: Die Pflanzen wachsen schneller als bei uns und besonders nachts ist der Wald gefährlich, denn dann treibt der Mondwandler sein Unwesen. Wer oder was das genau ist, weiß Finn nicht. Nur, dass er, laut den Erwachsenen, all diejenigen, die bei Nacht ihre Häuser verlassen, verschleppt. Doch dann zwingen ihn die Umstände die Sicherheit seines Hauses nachts zu verlassen und er begibt sich auf ein gefährliches Abenteuer, das ihn alles, was er zu wissen meinte, infrage stellen lässt.

Figuren
Bevor ich auf die einzelnen Figuren eingehe, möchte ich anmerken, dass ich sie durch die Bank weg großartig gearbeitet fand. Natürlich haben einige mehr im Fokus gestanden, während andere sich eher an der Peripherie aufgehalten haben, aber es fühlte sich durch und durch nach einer lebendigen Cast an. Besonders bei den Protagonist:innen hatte ich das Gefühl, dass sie vieldimensional und individuell gearbeitet waren. Ohne zu viel verraten zu wollen: Hier findest du einige Figurenkonstruktionen und -konstellationen, die sonst kaum Repräsentation finden. Besonders nicht in Kinderbüchern. Um so mehr freue ich mich, dass sie hier solche tragenden Rollen spielen.
Besondere Erwähnung finden muss zuallererst der Protagonist Finn. Ganz besonders begeistert mich an ihm, dass er so ganz und gar nicht dem stereotypen Konstrukt toxischer Männlichkeit entspricht, sondern introvertiert und unsicher, aber auch mitfühlend und fürsorglich ist. Und dass es ganz genau diese weichen Eigenschaften sind, die ihn besonders machen und ihm einen Vorteil auf der gefährlichen Reise durch den Nachtschattenwald verschaffen. Ich habe das Gefühl, dass Finn durch diese Abwendung von Klischees lebhaft wird und ein großes Identifikationspotential besteht. Er führt als entdeckender Held durch die Geschichte und wir dürfen gemeinsam mit ihm lernen. Lernen, wie man durch den Dschungel des Waldes navigiert, wie man Mut findet und wie man lernt sich selbst in all seinen Facetten zu akzeptieren.
Analog ist auch Finns beste Freundin Samira eine starke und wiffe Figur. Sie hat ein Talent für Naturwissenschaften und ihre Erfindungen schaffen es mehrfach, Situationen gänzlich auf den Kopf zu stellen. Auch Samira ist mutig. Vielleicht auf eine andere Art als Finn, aber genau das macht es in meinen Augen so spannend, weil sich hier zeigt, dass Mut viele Gesichter haben kann.

Wesentliche Thematiken
Das bringt mich auch schon zu meinem nächsten Punkt: den wichtigen Thematiken, die das Buch aufgreift. Wie bereits erwähnt, finde ich, dass Mut eine wesentliche Rolle in „Nachtschattenwald“ spielt. Und zwar nicht darauf beschränkt, dass die Protagonist:innen lauter furchtlose Held:innen sind. Ganz im Gegenteil: Sie sind unsicher, sie haben Angst, sie zweifeln – und genau das ist es, was sie so stark macht. Denn sie finden trotz all dieser Dinge die Stärke und den Mut, weiterzumachen und für das einzustehen, was richtig ist. Es hat mir sehr gut gefallen, dass hier gezeigt wird, dass Stärke und Mut keine gegebenen Dinge sind oder sein müssen, sondern dass sie in jeder und jedem von uns stecken können. Und dass Mut hier in so vielen Beziehungen aufgegriffen wird. Nicht zuletzt in der, dass es Mut braucht, um den Status Quo in Frage zu stellen und gegen den Strom zu schwimmen, in dem man kritisch denkt. Das ist eine sehr wichtige Botschaft, wie ich finde, und ich freue mich, dass sie derart undidaktisch eingebracht wird. Ebenso gut mit der Geschichte verwoben ist der Umweltaspekt, der große Beachtung findet. Kathrin Tordasi schafft es ungeheuer geschickt, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Umweltschutz für uns Lesende wichtig ist – aber ganz ohne erhobenem Zeigefinger. Ein Balanceakt, der ihr hervorragend gelingt.

Schreibstil
Das bringt mich auch schon zu dem Schreibstil im Allgemeinen. Ich habe es bei ihrem ersten Kinderbuch „Brombeerfuchs“ schon gesagt, aber ich sage es gerne nochmal: Ich liebe Kathrin Tordasis Schreibstil. Sie hat eine ungeheuer lockere und verspielte Art zu erzählen, die aber keineswegs aufgesetzt wirkt. Ihre Texte haben eine große Leichtigkeit, ohne dabei jedoch platt zu sein; ganz im Gegenteil, ich finde ihren Schreibstil extrem lebhaft und eloquent. Ihre Figuren haben jeweils ganz individuelle Stimmen und sie schafft es, eine große Nähe zu diesen herzustellen. Dadurch hatte ich beim Lesen das Gefühl, selbst Teil der Geschichte zu sein und konnte das Buch über große Strecken nicht aus der Hand legen.

Du merkst es schon: Ich bin durch und durch angetan von „Nachtschattenwald. Auf den Spuren des Mondwandlers“ und kann es abenteuerlustigen Leser:innen ab 10 nur wärmstens an’s Herz legen. Aber auch ältere Leser:innen können bestimmt ihre Freude am Nachtschattenwald haben – ich hatte sie jedenfalls. Schau also unbedingt mal vorbei!

Deine,
Daffy

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Veröffentlicht am 01.09.2021

Not worth the hype

Royal Blue
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Dear Daisy,

the day has finally come for me to finish „Red, White & Royal Blue“ by Casey McQuiston, which was released by St. Martin’s Griffin in 2019. It’s been on my wish list for the longest time but ...

Dear Daisy,

the day has finally come for me to finish „Red, White & Royal Blue“ by Casey McQuiston, which was released by St. Martin’s Griffin in 2019. It’s been on my wish list for the longest time but I’ve never gotten around actually reading it. High time I changed that, wasn’t it?

Plot
In this story we follow Alex, the son of the current (and first female) President of the United States of America. As such, he’s met many famous people over the years. One of which being Henry, Prince of the United Kingdom. They have never gotten along well but then an unfortunate incident forces them to spend more time together and soon Alex has to accept that maybe, just maybe, he might like Henry after all. Or maybe even more? But neither of them gets to figure this out in peace as they are both public figures with an image to uphold. One thing is for certain: Alex absolutely doesn’t want to risk his mother’s re-election campaign. But how much longer can he pretend to be someone he isn’t to please the public?

Reading this was quite the rollercoaster for me. I was intrigued at the beginning until about page 100. Then I very much wasn’t but I pushed through regardless, because everyone was so smitten with this book that I wanted to find out why. As it turned out, I enjoyed the last about 130 pages of the story, too. Strange, isn’t it?

Alex, Henry, and their relationship
I think this is due to one major problem I had with this book: I didn’t buy the romance. At all. I could neither connect to Alex nor to his ‘relationship‘ with Henry. Alex annoyed me beyond measure. Even though this is a book, he was just so loud. His development was well done but I just couldn’t identify with him. This was also hugely due to the fact how much he was swearing. Other characters as well, but he was the worst. This might be a cultural thing, but I personally don’t appreciate swearwords in every other sentence, when there is absolutely no reason to use them. I understand that this was probably done to show the difference in speech between Alex and Henry (which, admittedly, was well-elaborated), but I’m not convinced that this is the only way this could have been achieved.
Speaking of Henry: He was interesting. I was intrigued to learn more about the rigid rules of the English monarchy and was very much rooting for him to fight his way through. But, unfortunately, I didn’t buy his relationship to Alex. I’m not saying, I don’t appreciate a good enemies-to-lovers tale - I do if it’s well done. Unfortunately, it felt rather forced here. I couldn’t understand the reason for Alex’ hating Henry; there was a sort of explanation (a very flimsy one!) but I feel like it could have been done better. And even once they got past the hating, they only got to know each other through drunk nights filled with sexual acts. To each their own, obviously, but I couldn’t really connect to this kind of relationship/budding romance.

The side characters throwing a party
On the positive side: there were numerous intriguing side characters. I loved getting to know more about Bea, June and Nora. But also about the adult characters like Alex’ mom or Phillip or the security staff. They all felt like well-rounded characters and turned out to be the breath of life this story needed for me.
I was, however, very much not impressed with the vast amount of alcohol and cigarettes featured in this book. I realise that the protagonists have to endure a lot of stress and this serves as their means of escapism. Bu I would have loved for them to reflect on this unhealthy excessive behaviour at some point in the book.

The writing
I have a hard time admitting it, but the writing also wasn’t for me. I found Casey McQuiston’s use of language to be extremely complicated. The sentences were extremely long and the word order peculiar (though, lexically correct mostly). I’d say I’m fluent in reading English but this made me feel like a beginner, because I had to read many sentences numerous times before I could gather their meaning.

Politics and the Media
What I did very much like, was the political side of this book. Which I actually find very funny, because most people are just gawking over the romance and never even mention this aspect. It was complicated, yes, very much so. But it was by far the most intriguing part of this whole tale. I gained much insight into US politics, e.g. how elections and the senate work. Also, about rules and regulations of the English monarchy. It was truly great!
Also, I loved how many different forms of media were featured in this story. Texts, emails, interviews, Twitter, comments,… you name it. It made the story feel very much rooted in our time (despite the fact that it’s set in late 2020, which definitely didn’t turn out to be the way described in the book).

As you see, I have very mixed feelings about this story. Unfortunately, I didn’t feel as hyped as the rest of the internet seems to be. For me personally, there are more convincing (LGBTQ+) romances out there but it doesn’t mean that this is a bad book.

I’d love to hear what you think about it.

Sincerely,
Daffy

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Veröffentlicht am 31.08.2021

A book as close to perfect as it gets

Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte
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Dear Daisy,

I think I found my new favourite book. It very clearly is „The House at the Cerulean Sea“ by TJ Klune, which was released in 2020 by TOR. I found my way to it through various recommendations ...

Dear Daisy,

I think I found my new favourite book. It very clearly is „The House at the Cerulean Sea“ by TJ Klune, which was released in 2020 by TOR. I found my way to it through various recommendations and I have to admit: they were more than right to say that this book is as close to perfect as it gets.

The Plot
In this story we follow Linus. A middle aged man, working a classical 9 to 5 job as a caseworker responsible for taking care of Magical Youth, going about his daily routine in dreary, rainy London. But then he gets sent on an assignment to a remote island to investigate an orphanage being the home to the most dangerous of magical children. As he arrives at this new place and gets to know the children and their guardians, he realises that maybe his former life wasn’t quite as fulfilling as he thought and that maybe, just maybe, there is more to life than work and routine. And that sometimes, bursting your bubble isn’t the worst thing that can happen to one…

So what did I love specifically about this?

The Characters
The character work was excellent. I feel like I really got to know the (admittedly quite extensive) cast. Of course, there is Linus, our main character. His character development is astounding and I loved that I got to witness it first hand as he is the story’s focaliser. Admittedly, I was a bit sceptical at first if I’d be able to identify with him at all but it wasn’t a problem at all. Linus is a complex character with strong morals and his heart in just the right place and I’m sure most if not all readers will find a way to identify with him in one way or another.

The Writing
Oh boy, did I love the writing! It was beyond beautiful. Perhaps the most beautiful writing I’ve ever read. The dialogues felt lively, the world building was excellent and the descriptions were captivating. All of these things together managed to make me feel like I was experiencing the story firsthand. I was drawn into the story from the very beginning and didn’t want it to end (thus the long time it took me to finish this book).

It’s captivating, it’s enchanting, it’s pure magic. If you haven’t done so, read it now! You will not live to regret it - I promise.

Love,
Daffy

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Veröffentlicht am 15.08.2021

Üppiges Jugendbuch mit Tiefgang

Dinge, die so nicht bleiben können
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Liebe Daisy,

heute melde ich mich mit meiner Rezension zu „Dinge, die so nicht bleiben können“ von dem australischen Autor Michael Gerard Bauer. Das Buch ist ursprünglich 2019 unter dem Titel „The Things ...

Liebe Daisy,

heute melde ich mich mit meiner Rezension zu „Dinge, die so nicht bleiben können“ von dem australischen Autor Michael Gerard Bauer. Das Buch ist ursprünglich 2019 unter dem Titel „The Things That Will Not Stand“ erschienen und 2020 in einer Übersetzung von Ute Mihr von Hanser auf dem deutschen Markt veröffentlicht worden. Ich hatte das große Glück, das Buch im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks lesen zu dürfen.

Inhalt
Sebastian und sein bester Freund Tolly besuchen den Tag der offenen Tür einer Universität. Dabei lernen sie ein außergewöhnliches Mädchen kennen: Frieda. Sie ist das genaue Gegenteil des geradlinigen Sebastian: frech, schlagfertig und immer dabei, sich neue Geschichten auszudenken. Unter anderem Geschichten über sich selbst, die sich zunehmend mehr widersprechen. Sebastian möchte nichts lieber als sie besser kennenzulernen, aber wo verbirgt sich die Wahrheit in all ihren Erzählungen?

Erzählstruktur
Die Kapitel sind ziemlich kurz, was ich überaus praktisch fand, um das Buch beim Pendeln zu lesen. Das Buch selbst ist im Präsens aus der Sicht des Protagonisten Sebastian geschrieben. Er war mir vom ersten Moment an sympathisch, insbesondere sein selbstironischer Humor. Einen stilistisch genialen Schachzug finde ich, dass er regelmäßig von sich selbst in der Dritten Person spricht und dadurch eine Metaebene aufmacht, bei der er stellenweise sogar die vierte Wand durchbricht. Das passte hervorragend zu dem zugrundeliegenden Thema von Filmen: Das Buch war gespickt mit Referenzen und Vergleichen, aber auch mit Instanzen, in denen Sebastian diverse Situationen, in denen er sich gerade befand, mit verschiedenen Genres verglichen hat. Ein durch und durch rundes Konzept war das!

Figuren
Michael Gerard Bauer gelingt es mit großem Geschick, drei lebhafte Hauptfiguren zu zeichnen. Natürlich gibt es auch noch einige interessante Nebenfiguren, aber die drei erwähnten tragen einen mühelos und mit großer Leichtigkeit, trotz schwerer Themen, die angeschnitten werden, durch die Erzählung. Als Lesende durfte ich den Tag der offenen Tür mit ihnen verbringen und hatte große Freude daran, sie nach und nach besser kennenzulernen. Ich durfte Dinge, die ihnen Freude bereiten miterleben und von belastenden Erlebnissen erfahren. Es fühlte sich fast an als wäre ich selbst dabei. Hierfür essenziell waren die Dialoge, die es, gemeinsam mit Sebastians innerem Monolog, schaffen, die Essenz des Teenagerseins einzufangen, ohne dass ich beim Lesen in’s Fremdschämen verfallen bin: Eine Gratwanderung, die, im Gegensatz zu vielen anderen Jugendbüchern, gelingt.

Fazit
Du merkst schon, ich bin durch und durch begeistert von dem Buch. Ich würde es Leserinnen und Lesern ab 12 Jahren empfehlen, die Lust auf ein peppiges Jugendbuch mit Tiefgang haben (klingt nach einer unmöglichen Mischung, oder? Hier gelingt sie aber!)

Deine Daffy

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