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Veröffentlicht am 24.05.2018

Magisch!

Wintersong
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"Er war der Ruhepol, um den sich alles drehte. Er war die Wirklichkeit in einer Welt aus Reflektionen. Seine Konturen waren scharf umrissen, während alles andere verschwamm. Als wären wir beide die einzigen ...

"Er war der Ruhepol, um den sich alles drehte. Er war die Wirklichkeit in einer Welt aus Reflektionen. Seine Konturen waren scharf umrissen, während alles andere verschwamm. Als wären wir beide die einzigen lebenden Wesen in einem Kosmos aus Illusion und Schatten."

Inhalt:
An jenem Tag, an dem das alte Jahr stirbt und die Grenze zwischen den Reichen der Kobolde und der Menschen verwischt, wandelt der Erlkönig durch die Welt der Sterblichen, auf der Suche nach einer Braut. Diese muss ihm in sein Reich unter der Erde folgen, den König ehelichen und sterben – denn nur durch ihren Tod wird die Wiedergeburt des neuen Jahres gewährleistet.
Seit ihrer Kindheit kennt die 19-jährige Liesl die Sage um den unheimlichen, faszinierenden Erlkönig. Als ein mysteriöser Fremder auftaucht und Liesls Schwester entführt, weiß Liesl: Nur sie kann ihre Schwester noch aus den Fängen des Erlkönigs befreien, indem sie ihm in sein Reich folgt und ihn anstelle ihrer Schwester selbst heiratet. Doch wer ist dieser geheimnisvolle Mann? Während Liesl noch versucht, ihre Gefühle zu verstehen, arbeiten die alten Gesetze der Unterwelt bereits gegen sie ... (Quelle: amazon)



Cover:
Ich finde das Cover wunderschön. Es hat etwas märchenhaftes ansich und macht neugierig auf das Buch. Allerdings mag ich das englische Cover etwas lieber.

Meine Meinung:
Die Geschichte wir aus der Sicht von Liesl erzählt, die zusammen mit ihren zwei Geschwistern und ihren Eltern in einem kleinen bayrischen Dorf wohnt. Es spielt in etwa zu Lebzeiten von Mozart und sie leben eher in ärmlichen Verhältnissen, wodurch anfangs eine leicht schwermütige Stimmung herrscht. Ihre Eltern führen einen Gasthof, aber die Musik spielt in der Familie eine sehr große Rolle. Der Vater war einmal ein erfolgreicher Musiker und Liesls kleiner Bruder Josef möchte das auch werden. Sie selbst ist sehr gut im Komponieren, aber ihr Vater fördert ihren Bruder mehr als sie, weshalb sie sich im Hintergrund hält. Ihre Schwester Käthe ist zwar nicht musikalisch, dafür aber wunderschön und sehr beliebt im Dorf. Liesl ist auf ihre Geschwister etwas neidisch, weil sie ihr eigenes Talent nicht richtig erkennt und nur die Vorzüge von ihrer Schwester und ihrem Bruder sieht.
Liesl ist selbstlos und daher zögert sie keine Sekunde, als sie erfährt, dass ihre Schwester vom Erlkönig entführt wurde und macht sich direkt auf dem Weg, ihr zu folgen.
Ich finde Liesl etwas schwierig. Einerseits finde ich sie zwar sehr sympathisch, andererseits haben mich ihre Selbstzweifel und manche Handlungen etwas genervt. Allerdings macht sie eine sehr tolle Charakterentwicklung durch und ich bin gespannt, wie sie sich im 2. Band verhalten wird.

"»Liesl«, sagte ich, »dann nenn mich Liesl.« »Elisabeth ist mir lieber, danke. Liesl ist der Name eines kleinen Mädchen. Elisabeth dagegen der einer Frau.«"

Der Erlkönig ist definitiv ein Highlight. Seine geheimnisvolle, mystische Art hat mich sehr beeindruckt. Seine dunkle, düstere und geheimnisvolle Erscheinung und seine Beziehung zu Liesl hat für sehr viel Spannung gesorgt. Ich hätte gerne noch viel mehr über ihn erfahren.
Auch die anderen Charaktere finde ich schön gestaltet und passend für die Geschichte.

Die Beziehung zwischen dem Erlkönig und Liesl war wunderschön! Die beiden kennen sich schon sehr lange, was Liesl aber weitesgehend vergessen hat. Anfangs ist sie sehr distanziert und Liesl hat Mühe, sich ihm zu öffnen.
Alles in allem war die Beziehung sehr dramatisch mit vielen Emotionen und Hindernissen. Ich fand sie wunderschön.
Die Stimmung ist die ganze Zeit über etwas düster, geheimnisvoll, märchenhaft und eher ruhig. Durch diese Kombi hat es mich sehr gefesselt und nicht mehr losgelassen.

"»Was willst du von mir, mein Herr?«, fragte ich knapp. »Ich hab dir schon gesagt, was ich will. Dich, ganz und gar.«"

Die Musik spielt eine sehr große Rolle in dem Buch. Liesl ist eng mit dieser verbunden und gar nicht wegzudenken. Wer gar nichts mit Musik am Hut hat, für den ist dieses Buch eventuell auch nichts. Es werden viele Fachbegriffe verwendet, die hinten zwar erklärt werden, aber um die Stimmung des Buches zu verfassen, sollte man zumindest ein grobes Verständnis für diese Leidenschaft aufbringen können.

Der Schreibstil ist sehr schön. Sehr poetisch und voller schöner Zitate.

Auffallend waren natürlich die altmodischen deutschen Namen. Aber was mich richtig beeindruckt, dass eine amerikanische Autorin eine deutsche Sage in eine tolle, fantasiereiche Geschichte umgewandelt hat, welches auch noch in Deutschland spielt. So was hat man nicht häufig und das finde ich sehr besonders.

"Dies war die Art von Unsterblichkeit, über die Menschen verfügen sollten: in den Erinnerungen jener, die uns lieben, auch nachdem unser Körper längst zu Staub verfallen ist."

Fazit:
Ich möchte natürlich nicht zu viel über das Buch verraten, denn man muss es einfach selbst entdecken! Ich liebe die Geschichte, die Atmosphäre und den Schreibstil. Die Autorin hat ein sehr besonderes Buch geschaffen, was ich in der Art noch nie gelesen habe. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band. Dennoch einen halben Stern Abzug, weil mich die Protagonistin nicht zu 100% überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 24.05.2018

Nett für zwischendurch

Scorched
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"In einer Sekunde drangen freundliche, süße Worte über ihre Schmolllippen. In der nächsten verwandelte sie sich in einen feuerspeienden Drachen aus der Hölle - einen ziemlich heißen feuerspeienden Drachen"


Inhalt:
Andrea ...

"In einer Sekunde drangen freundliche, süße Worte über ihre Schmolllippen. In der nächsten verwandelte sie sich in einen feuerspeienden Drachen aus der Hölle - einen ziemlich heißen feuerspeienden Drachen"


Inhalt:
Andrea und Tanner. Tanner und Andrea. An den meisten Tagen weiß Andrea nicht, ob sie Tanner näherkommen oder ihm lieber eine verpassen will. Er ist definitiv heiß, aber sie halten es fast nie länger als fünf Minuten in einem Raum zusammen aus. Bis jetzt. Der gemeinsame Sommerurlaub in einer Hütte in West Virginia ändert alles. Plötzlich können die beiden nicht mehr ohne einander. Aber Andrea hat private Probleme, die sie völlig aus der Bahn werfen und ihre Liebe zu Tanner zu zerstören drohen. Wird Tanner dennoch für sie da sein? (Quelle: Verlag)

Cover:
Leider finde ich das Cover überhaupt nicht passend. Andrea wird im Buch mit lockigen, roten Haaren und Tanner mit kurz geschorenen, dunklen Haaren beschrieben. Leider passt das Aussehen der Personen auf dem Cover nicht damit überein. Das englische Cover ist da um einiges besser gelungen.

Meine Meinung:
Es handelt sich hierbei zwar um einen zweiten Band, aber es lässt sich auch prima lesen, wenn man den ersten Band nicht kennt. Ich kannte den ersten Teil vorher nicht und dies war kein Problem.

Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Andrea als auch von Tanner erzählt, was ich immer sehr angenehm finde. Der Schreibstil ist ganz gut - es lässt sich angenehm und schnell lesen. Zu Beginn können sich die beiden nicht so richtig leiden und zicken sich ständig an. Man merkt aber schnell, dass sie sich dennoch zueinander hingezogen fühlen, was sie sich selbst auch bald eingestehen.

"Du bist herausragend darin, mich abzulenken und in den Wahnsinn zu treiben. Nicht unbedingt auf schlechte Art. Manchmal, aber nicht immer."

Mit Andrea bin ich leider nicht warm geworden. Sie hat ein Alkoholproblem, weshalb sie auch öfters mit Tanner aneinander gerät. Ich mag keine Menschen, die versuchen, mit Alkohol ihre Probleme zu ertränken anstatt sich ihnen zu stellen. Sich zu betäuben ist nie eine Lösung. Doch leider hat Andrea genau das getan. Zudem hat sie sich häufig sehr unreif verhalten und überinterpretiert jegliches Verhalten oder Situationen. Das hat mich sehr genervt..

Tanner hingegen war mir sehr sympathisch. Er ist frech, aber auch liebevoll und stets um Andrea bemüht, auch wenn sie es manchmal gar nicht verdient. Die Beziehung der beiden hat sich schön entwickelt, die beiden ergeben ein schönes Paar. Auch Andrea war am Ende des Buches ein anderer Mensch, was mich wirklich für sie gefreut hat.
Allerdings finde ich, dass ihre Krankheit nicht genügend thematisiert wurde. Das ist ein sehr ernstes Thema, aber hier wirkt es so, als würde dieses nur genutzt werden, um Drama zu erzeugen...

"Dafür, dass es nur drei kleine Worte waren, machten sie mir erstaunlich viel Angst. Das lag an der Macht, die diese Worte besaßen: die Macht, alles zu verändern."

Spannung ist auch kaum vorhanden, da die beiden zusammen nichts unternehmen. Zwar sind sie im Sommerurlaub, aber entweder sie hängen am Pool ab oder im Haus, während ihre Freunde Sydney und Kyler die Gegend erkunden. Generell finde ich ihre Freunde etwas interessanter, also werde ich wahrscheinlich den ersten Band noch lesen und hoffen, dass mir dieser besser gefällt.

Fazit:
Auch aufgrund seiner Länge war es ein nettes Buch für zwischendurch - aber nicht mehr.

Veröffentlicht am 24.05.2018

Habe mehr erwartet

Save Me
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„Ich bin so lange still, dass es bei jeder anderen Person mit Sicherheit unangenehm geworden wäre, aber James und ich - ich glaube, wir könnten einander stundenlang schweigend ansehen, nur um zu versuchen, ...

„Ich bin so lange still, dass es bei jeder anderen Person mit Sicherheit unangenehm geworden wäre, aber James und ich - ich glaube, wir könnten einander stundenlang schweigend ansehen, nur um zu versuchen, einen Blick hinter die Mauer des jeweils anderen zu erhaschen.“

Inhalt:
Sie kommen aus unterschiedlichen Welten.
Und doch sind sie füreinander bestimmt.

Geld, Glamour, Luxus, Macht ― all das könnte Ruby Bell nicht weniger interessieren. Seit sie ein Stipendium für das renommierte Maxton Hall College erhalten hat, versucht sie in erster Linie eins: ihren Mitschülern so wenig wie möglich aufzufallen. Vor allem von James Beaufort, dem heimlichen Anführer des Colleges, hält sie sich fern. Er ist zu arrogant, zu reich, zu attraktiv. Während Rubys größter Traum ein Studium in Oxford ist, scheint er nur für die nächste Party zu leben. Doch dann findet Ruby etwas heraus, was sonst niemand weiß ― etwas, was den Ruf von James‘ Familie zerstören würde, sollte es an die Öffentlichkeit geraten. Plötzlich weiß James genau, wer sie ist. Und obwohl sie niemals Teil seiner Welt sein wollte, lassen ihr James ― und ihr Herz ― schon bald keine andere Wahl. (Quelle: amazon)

Cover:
Das Cover ist einfach wunderschön! Das Buch schimmert golden und sieht insgesamt sehr edel und glamourös aus.

Meine Meinung:
Mona Kasten wir als Autorin momentan sehr gehyped. Dementsprechend gespannt war ich auf dieses Buch von ihr.. und wurde leider enttäuscht.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von James und von Ruby erzählt. Mehrere Perspektiven finde ich immer hilfreich, um die einzelnen Charaktere besser zu verstehen und um mich in sie hineinversetzen zu können. In diesem Buch waren beide Perspektiven auch wirklich notwendig, um besonders James verstehen zu können. Ich mag ihn nämlich überhaupt nicht, aber seine Sicht hat mir geholfen zu verstehen, warum er so ein "Arsch" ist. Allerdings ändert das auch nichts an der Tatsache, dass er einer ist. Bei ca. der Hälfte des Buches gibt es eine Wendung im Buch, bei der er eine andere Seite von sich zeigt und somit ein paar Pluspunkte sammeln konnte. Von da an ist ihm auch Ruby verfallen. James scheint sich endlich ins Positive zu verändern... Allerdings habe ich ihm nie getraut und so war er mir auch im zweiten Teil des Buches nicht sympathisch.

„Mit einem Mal wird mir etwas ganz deutlich bewusst:
Ich kann James Beaufort nicht bloß nicht ausstehen.
Ich verabscheue ihn. Ihn und alles wofür er steht.“

Passend zum Bad Boy ist Ruby eine ehrgeizige Streberin, die weiß was sie will und sich zu wehren weiß. Ihre Familie hat nicht so viel Geld und allen durch ihren Fleiß konnte sie ein Stipendium für die Maxton Hall ergattern. Ihr Vater sitzt durch einen Schicksalsschlag im Rollstuhl und ihre Schwester führt einen erfolgreichen Modeblog. Das steht natürlich alles stark im Kontrast zu der scheinbar perfekten Familie von James, die aber gar nicht so perfekt ist..

Man merkt es vielleicht schon: Mir sind das zu viele Klischees auf einmal. Ein reicher, rebellischer Junge verliebt sich in ein armes Mädchen. Seine Eltern billigen die Beziehung nicht und haben andere Pläne für ihn. Der Junge liebt Partys und One Night Stands, das Mädchen ist eine ruhige Sterberin und Jungfrau. Und sie ist natürlich das Mädchen, was den Jungen um 180 Grad verändert.
Klischees findet man in jedem Buch, vor allem im New Adult Bereich. Aber hier finde ich es etwas zu übertrieben.

"Ruby hat mir ein Gefühl gegeben, was ich vorher noch nie empfunden habe. Nämlich, dass mit ihr an meiner Seite alles möglich ist."

Ruby mag ich eigentlich ganz gern. Ich mag ihre starke, selbstbewusste Art. Das Thema Bullet Journaling spielt für sie eine wichtige Rolle, was ich sehr interessant finde.
Meistens wird bei solchen Geschichten das Thema Familie eher im Hintergrund gehalten. Da Ruby aber ein Familienmensch ist, gibt es hier viele schöne und gemütliche Szenen mit ihrer Familie.

Generell hat mir die Gossip Girl ähnliche Atmosphäre im Buch gut gefallen. Die Maxton Hall ist ein sehr interessanter Ort mit viel Potenzial. Die Verhältnisse und Machenschaften der Schüler haben mir gefallen und gerne hätte ich noch mehr über das Leben der Schüler, Macht und Glamour erfahren. Denn leider hat hier etwas Tiefe gefehlt.

Die Nebencharaktere finde ich teilweise interessanter als die Protagonisten. Besonders über Lydia möchte ich gerne mehr erfahren. Aber auch Alistair ist ein sehr interessanter Charakter. Andere Nebenfiguren finde ich allerdings etwas blass. Man hat kaum etwas über Rubys beste Freundin Lin erfahren und sie wirkt ein bisschen wie ein Abklatsch von Ruby. Auch andere Nebencharaktere hätten näher beleuchtet werden können. Ich hoffe, das kommt noch in den nächsten Bänden.

Das Buch endet mit einem Cliffhänger, der mich allerdings nicht sonderlich überrascht hat. Weil ich trotzdem wissen möchte, wie es weitergeht, werde ich den zweiten Band auch lesen.

Fazit:
Ich kann nicht verstehen, warum so viele dieses Buch lieben. Es treffen so viele Klischees aufeinander, der Protagonist ist unsympathisch und die Protagonistin nichts Besonderes. Dennoch hat mir der Schreibstil und die Atmosphäre im Buch gefallen, sodass es mich doch etwas fesseln konnte. Die Geschichte bietet viel Potenzial und ich hoffe, dass die nächsten Teile besser werden.

Veröffentlicht am 24.05.2018

Fantastische Geschichte über Frostbloods und Firebloods

Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt
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“Wer sich nicht selbst beherrschen kann, wird ganz schnell von anderen beherrscht. Merk dir das!"

Inhalt:
Ruby lebt in ständiger Gefahr, denn sie besitzt die Gabe, mit Feuer zu heilen und zu zerstören. ...

“Wer sich nicht selbst beherrschen kann, wird ganz schnell von anderen beherrscht. Merk dir das!"

Inhalt:
Ruby lebt in ständiger Gefahr, denn sie besitzt die Gabe, mit Feuer zu heilen und zu zerstören. Und Firebloods wie sie werden von der Frostblood-Elite des Königreichs gnadenlos gejagt. Als die königlichen Soldaten Ruby aufspüren, wird sie ausgerechnet von dem jungen Frostblood-Krieger Arcus gerettet. Kälte und Eis sind seine Waffen, doch er braucht Rubys Feuer, um eine Rebellion gegen den verhassten König anzuzetteln. Ruby weiß, dass sie einem Frostblood nicht vertrauen sollte, doch jede Berührung zwischen ihnen knistert wie eine Flamme im Schneesturm. Sie ahnt nicht, welch dunkles Geheimnis sich hinter seiner eisigen Fassade verbirgt …

Cover:
Das Cover ist wunderschön! Ich liebe die Mischung aus dem Frost unten vom Cover und dem Feuer oben. Die Farben sind so schön kräftig und der Zeichenstil ist fantastisch.

Meine Meinung:
Ich habe eine Leseprobe von "Fire&Frost" gelesen, war direkt begeistert und musste es einfach haben.
Man wird anfangs mitten ins Geschehen geworfen und ich war direkt in der Geschichte drin.
Nachdem Ruby aus dem Gefängnis gerettet wird, wird sie in einer Abtei untergebracht. Bruder Thistle und Arcus lehren sie, mit ihrer Gabe umzugehen und ihr Feuer zu bändigen. Im ersten Teil des Buches geht es hauptsächlich um Rubys Ausbildung und um die Geschichte der Firebloods und Frostbloods. Es werden Mythen erzählt, wie sie entstanden sind und wie sie sich schließlich verfeindet haben. Im zweiten Teil (ab etwa der Hälfte des Buches) nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Es wird spannend, actionreich und auch ein wenig brutal. Die zweite Hälfte hat mir besser gefallen, die erste war mir stellenweise etwas zu langweilig.

Die Protagonistin Ruby mochte ich richtig gerne. Sie ist stark und mutig, schlagfertig und lässt sich nicht unterkriegen. Passend zu ihrer Gabe ist sie sehr temperamentvoll und verliert auch schnell mal die Geduld. Ich konnte nicht alle ihre Handlungen und Taten nachvollziehen, aber an sich habe ich sie sehr gerne durch die Geschichte begleitet.
Arcus ist eine sehr geheimnisvolle Figur. Sein Charakter passt eigentlich perfekt zu seiner Gabe: Er verhält sich distanziert, verschließt sich vor anderen und versteckt seine Gefühle. Dennoch hat er mir gut gefallen, denn er hat etwas Anziehendes an sich.


„Deine Augen versengen mich. Ich wünschte ich wäre im Zorn nur halb so furchteinflößend wie du, mein kleines Feuerinferno.“

Die Liebesgeschichte der beiden entwickelt sich sehr authentisch. Es ist keine Liebe auf den ersten Blick und die beiden haben Probleme, sich ihre Gefühle einzugestehen. Denn obwohl sie so verschieden sind, fühlen sie sich komplett zueinander hingezogen. Diese Entwicklungen zu verfolgen war sehr spannend.

Generell hat sich die Geschichte realistisch entwickelt. Es dauert, bis Ruby gut mit ihrer Gabe umgehen kann, obwohl sie viel Talent besitzt. Sie muss sich beweisen und entwickelt sich weiter.

Das Finale war der Hammer! Es gibt keinen richtigen Cliffhänger, dennoch bleibt einiges offen, weshalb ich sehnsüchtig dem 2. Band entgegenfiebere.

"Ich zwang mich dazu, mich auf alles zu konzentrieren, was aus Licht geboren wurde: Liebe, Hoffnung, Heilung, Neuanfang und Vergebung. Ich dachte an das Leben, das ich führen wollte, statt an den Schmerz und die Schuld der Vergangenheit."

Der Schreibstil von Elly Blake war schön angenehm und flüssig zu lesen. Sie hat die Gaben der Frost- und Firebloods sehr lebendig beschrieben. Man konnte teilweise selbst die Hitze des Feuers und die Kälte des Frosts spüren.

Fazit:
Anfangs war "Fire&Frost" etwas schwach bis es dann so spannend wurde, dass ich es kaum mehr aus der Hand legen konnte. Die Geschichte um Arcus und Ruby konnte mich überzeugen und ich bin mir sicher, dass der 2. Band noch etwas mehr bieten wird.

Veröffentlicht am 24.05.2018

Gute Unterhaltung für zwischendurch

Calendar Girl - Verführt (Calendar Girl Quartal 1)
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"Ich mach es", flüsterte ich. "Natürlich machst du es", Millie lächelte. "Du hast keine andere Wahl."



Inhalt:
Mia Saunders braucht Geld. Viel Geld. Eine Million Dollar, um ihren Vater zu retten. Er ...

"Ich mach es", flüsterte ich. "Natürlich machst du es", Millie lächelte. "Du hast keine andere Wahl."



Inhalt:
Mia Saunders braucht Geld. Viel Geld. Eine Million Dollar, um ihren Vater zu retten. Er liegt im Krankenhaus, weil er seine Spielschulden nicht begleichen konnte. Um die Summe aufzutreiben, heuert Mia bei einer Agentur an und lässt sich als Begleitung buchen. Ihre Gesellschaft kostet 100.000 Dollar pro Monat. Sex ist ausdrücklich nicht Teil des Deals – leicht verdientes Geld! Und der Liebe hat Mia sowieso abgeschworen. Als sie ihrem ersten Kunden, dem Hollywood-Autor Wes Channing, gegenübersteht, ist schnell klar: Zwischen den beiden knistert es gewaltig. Vor ihnen liegt ein Monat voll heißer Leidenschaft. Doch Mia darf sich nicht verlieben. Denn Wes ist nur Mr Januar...

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Farbkombination finde ich sehr hübsch und Blumen gehen immer :)

Meine Meinung:
Die Escort Thematik finde ich sehr interessant. Mia verbringt immer einen Monat bei ihrem Kunden und hat somit jeden Monat einen anderen. Sexuelle Gefälligkeiten werden nicht gefordert - sie kann sich aber freiwillig dazu entscheiden und erhält dafür eine Bonuszahlung.
Mia ist mir sympathisch. Sie ist entschlossen, ehrgeizig und tut alles für ihre Liebsten. Ihre Mutter hat sie früh verlassen und ihr Vater hat sich in den Trost des Alkohols gestürzt, weshalb Mia die Mutterrolle für ihre Schwester einnehmen musste. Ihre Schwester ist mittlerweile neunzehn, dennoch bemuttert Mia sie noch ziemlich stark, was mich etwas gestört hat.
Anfangs steht sie dem Job sehr skeptisch gegenüber, aber mit der Zeit merkt sie, dass dieser ihr helfen kann, sich selbst zu finden.

Der Schreibstil ist locker und sehr leicht zu lesen.


"Ich habe inzwischen das Gefühl, dass ich dieses Jahr überstehen und etwas daraus lernen kann, statt nur meinen Vater zu retten . Ich glaube, ich kann ich auch mich selbst retten."

Der erste Monat Januar hat mir sehr gut gefallen. Wes ist ein toller Mann, was auch Mia merkt. Die beiden ergeben ein gutes, authentisches Team und haben mir einen schönen Start in das Buch ermöglicht.

Den Monat Februar hingegen mochte ich nicht so gerne. Ich bin mit Alec überhaupt nicht warm geworden. Er ist Künstler und dadurch etwas eigenartig. Zudem ist Mia in dem Monat recht anstrengend. Sie verhält sich teilweise sehr zickig und dadurch unprofessionell. Natürlich wird man nicht in einem Monat zum perfekten Escort-Girl, aber ihre Zickereien waren wirklich unnötig und fehl am Platz. Ich war froh, als der Monat endlich vorbei war und der März beginnen konnte.

Der März hat mir wieder sehr gut gefallen. Diesmal wird sie von einem schwulen Paar angeheuert und ihre Geschichte hat mich sehr berührt. In dem Teil ist sie viel mehr als nur ein Escort-Girl. Hector und Tony waren mir auch sehr sympathisch und sind ein süßes Paar.


"Durch ihn war mir bewusst geworden, dass ich mehr war als Mia, die Schwester, die Tochter, die Freundin. Ich war eine Frau."


Obwohl Sex nicht zwingend Teil ihres Jobs sein muss, spielt er eine große Rolle. Kein Monat kommt ohne aus und Mia wirkt etwas "libidogesteuert". Aber bei einem Escort Thema war das schließlich zu erwarten und hat mich kaum gestört.

Die Geschichte ist spannend, denn man ist neugierig darauf, welche Kunden sie erhält und was diese von ihr erwarten. Mia entwickelt sich während der drei Monate stark weiter und ich hoffe für sie, dass das Jahr auch für sie selbst erfolgreich sein wird.

Fazit:
"Calendar Girl" hat mit gut gefallen. Es ist ein schönes Buch für zwischendurch und ich bin gespannt wie es weiter geht!