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Veröffentlicht am 29.01.2021

Bildgewaltig, komplex, brutal und doch wunderschön... Ein würdiger Nachfolger des ersten Teils!

Nevernight - Das Spiel
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Mia hat immer noch nur ein übergeordnetes Ziel vor Augen: Rache. Rache, an denen, die ihr ihre Familie nahmen. Doch im Hintergrund spinnen sich seit Jahren Fäden, die Mia bisher verborgen geblieben waren. ...

Mia hat immer noch nur ein übergeordnetes Ziel vor Augen: Rache. Rache, an denen, die ihr ihre Familie nahmen. Doch im Hintergrund spinnen sich seit Jahren Fäden, die Mia bisher verborgen geblieben waren. Und die Wahrheit, meine edlen Freunde, ist manchmal schwer zu erkennen, selbst wenn sie genau vor einem liegt… Es beginnt ein gefährliches Spiel in den Schatten, und Mia muss entscheiden, wie weit sie für ihre Rache zu gehen bereit ist...

~ "Wo noch Atem ist, ist Hoffnung." ~

Zuerst einmal: Der Anfang des Buches bietet eine Übersicht über die bisherigen Charaktere und Geschehnisse. Das fand ich sehr gut, da die Welt ja nun wirklich sehr komplex ist. Der Einstieg wird einem dadurch um einiges erleichtert.

Wer sich entscheidet Nevernight zu lesen, muss sich darauf einstellen, dass es keine leichte Kost ist. Es ist brutal, gnadenlos und lässt auch die unschönen Details nicht aus. Einzelne Charaktere, für die man Sympathien entwickeln könnte, werden förmlich aus dem Buch GERISSEN und dem Tod verschrieben. Ich habe lange überlegt wie ich den Schreibstil am besten beschreiben kann. Mit einem Wort: Roh.

Auch im zweiten Teil wird uns die Geschichte aus der Sicht des geheimnisvollen Erzählers beschrieben, der mich durch und durch mit seinen sarkastischen und informativen Anmerkungen begeistern konnte. Einige Kapitel zeichnen sich durch eigene Besonderheiten aus, die ich hier spoilerfrei nicht weiter ausführen kann (z.B Kapitel 32).

Es ist aber für ein erfrischendes Leseerlebnis gesorgt und ich verspreche euch: Wenn ihr einmal mit dem Buch warm geworden seid, dann fühlt es sich irgendwann an, als würdet nicht ihr das Buch lesen, sondern das Buch euch.
Nevernight - Das Spiel ist genau so bildgewaltig, komplex, atemberaubend und vor allem unvorhersehbar wie der erste Teil. Ich habe bei diesem Buch irgendwann einfach aufgehört zu spekulieren, was noch passieren könnte. Man merkt schnell, dass man einfach keine Chance hat. Ich habe noch nie (!) eine so komplexe, aber fiktive Welt erfahren. Nachdem ich die letzte Seite des Buchs umgeblättert habe, war ich erst einmal völlig überwältigt.

~ "Der Himmel gewährt uns nur ein einziges Leben, aber durch Bücher erleben wir Tausende." ~

Zur Protagonistin: Mia Corvere ist einfach der Hammer. Die beste Anti-Heldin, der ich bisher begegnet bin. Eigentlich sogar die beste Protagonistin. Ein Mädchen, das ausschließlich von ihrer Vergangenheit und ihrem Hass geformt wurde und bisher noch gar keine Zeit hatte, etwas über sich selbst zu lernen. Sie ist zielstrebig, gnadenlos und verliert nie ihr Ziel aus den Augen. Zusammen mit ihrer Nicht-Katze und ihrem Nicht-Wolf schreckt sie vor nichts zurück, das sie auf ihrem Weg ein Stückchen weiter bringt.

Mir persönlich hat die Geschichte des ersten Teils ein wenig besser gefallen, aber das ist eine Sache der persönlichen Präferenz. Jetzt am Ende bleibe ich mit unzähligen Fragen zurück und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr werden es. Ich freue mich unbeschreiblich auf Teil 3 und spreche hiermit eine große Leseempfehlung aus!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2021

In "Ein wenig Leben" habe ich mein Lieblingsbuch gefunden.

Ein wenig Leben
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Viel werde ich nicht zum Inhalt erzählen, da ich keinem potentiellen Leser auch nur das kleinste Detail vorwegnehmen möchte. Was ich aber sagen kann ist, dass die Autorin keinen besseren Titel hätte finden ...

Viel werde ich nicht zum Inhalt erzählen, da ich keinem potentiellen Leser auch nur das kleinste Detail vorwegnehmen möchte. Was ich aber sagen kann ist, dass die Autorin keinen besseren Titel hätte finden können. Das Buch thematisiert einfach "ein wenig Leben" von vier außergewöhnlichen Männern: Jude, Willem, JB und Malcolm. Man selbst als Leser begleitet diese Menschen über eine Zeitspanne von gut 40 Jahren und findet immer mehr über sie heraus. Ziemlich schnell wird aber klar, dass der Fokus auf Jude liegt.

Jude: You are appreciated. Du wirst wertgeschätzt. Ich habe das Bedürfnis Jude genau dies mitzuteilen, ihn zu umarmen und nie wieder loszulassen. In seinem ganzen Leben hat er so viel Leid erfahren, so viel miterlebt, dass jeder andere Mensch daran zerbrochen wäre. Wenn man denkt es geht nicht mehr schlimmer: doch, es geht. Wie oft saß ich vor dem Buch, konnte vor lauter Tränen eigentlich nicht weiterlesen und war trotzdem wie gefesselt von Jude's unfassbarer Stärke, von seinem unglaublichen Charakter, seinem guten Herzen.

Dann gibt es da noch viele weitere Charaktere: Willem, Harold, Julia, Andy, Richard, Malcolm und JB. Sie alle sind mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich nach Beenden dieses Buches schlicht und weg nicht fassen konnte, dass sie fiktiv sind. Noch nie... noch NIE habe ich mich so verbunden gefühlt mit einem Buch, einer Geschichte und ihren Charakteren. Ich könnte hier noch viel weiter ausschweifen, aber ich glaube diese Gefühle werden erst verständlich, sobald ihr das Buch selber lest.
Nun näher zum Schreibstil und dem Aufbau des Buches. Es gibt eigentlich keinen richtigen Handlungsbogen. Es sind die Kleinigkeiten, die das Buch so auszeichnen. Man folgt jemandem auf seiner Reise durchs Leben und immer wieder blitzt irgendwo eine Erinnerung dieser Person auf, die ich jedes einzelne Mal dankbar angenommen habe. Hanya Yanagihara ist so wahnsinnig talentiert, dass ich immer wieder erstaunt war, was alles mit Worten und Sprache an sich möglich ist. Meine ganzen Post-it's sind mittlerweile aufgebraucht. Jeder Satz, jedes Wort war einfach mit so viel Bedacht gewählt und jedes Mal so poetisch und tiefgründig. Am liebsten hätte ich jeden Satz markiert, denn jeder einzelne Satz hat es geschafft mich auf irgendeine Art und Weise zu berühren. So etwas habe ich noch nie erlebt.
Ihr merkt wahrscheinlich, dass "A little life" mir sehr viel bedeutet. Ich habe insgesamt 6 Wochen lang an diesem Buch gelesen und konnte manchmal einfach nicht mehr als 20 Seiten am Stück lesen. Einerseits wollte ich es mir einteilen, andererseits musste ich das Gelesene erst einmal verarbeiten und eine Pause von der Geschichte nehmen. Nebenbei konnte ich mich aber auch auf kein anderes Buch konzentrieren, da meine Gedanken einfach immer wieder, in allen möglichen Alltagssituation, zu diesem Buch abgeschweift sind. Das hat ebenfalls bisher noch kein anderes Buch geschafft.
Daher muss ich mir glaube ich selbst zugestehen, dass ich mein Lieblingsbuch gefunden habe. Ich weiß nicht, ob mir jemals wieder ein anderes Buch ein so intensives Leseerlebnis bereiten wird. Ich weiß auch nicht, ob ich nochmal zu "A little life" greifen werde, denn es ist wirklich keine leichte Kost und ich konnte das Leid in diesem Buch beinahe körperlich spüren. Das einzige was ich zu bemängeln habe ist die fehlende Triggerwarnung. Bitte lest dieses Buch nicht, wenn ihr euch nicht absolut sicher seid, dass ihr es psychisch schafft.
Ich danke Hanya Yanagihara für dieses Meisterwerk.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2021

Der Auftakt zu einer grandiosen Trilogie, die euch sprachlos zurücklassen wird!

Nevernight - Die Prüfung
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Also erstmal: Dieses Cover ist ja wohl der absolute Wahnsinn. Ich könnte es mir immer wieder anschauen. Das Cover vom zweiten Teil finde ich aber sogar noch epischer!

Der Schreibstil ist zu Beginn etwas ...

Also erstmal: Dieses Cover ist ja wohl der absolute Wahnsinn. Ich könnte es mir immer wieder anschauen. Das Cover vom zweiten Teil finde ich aber sogar noch epischer!

Der Schreibstil ist zu Beginn etwas ungewöhnlich; ich erinnere mich noch gut daran, dass ich das erste Kapitel sogar zwei Mal gelesen habe und trotzdem nichts verstanden habe.
Was das Buch speziell macht, sind definitiv die Fußnoten. Im Prolog kündigt ein geheimnisvoller Erzähler an, die Geschichte der Protagonistin Mia Corvere erzählen zu wollen. Dieser begleitet einen dann in Form von Fußnoten dann durch das ganze Buch hindurch. Die Anmerkungen gehen dabei von ausführlichen, geschichtlichen Hintergrundinformationen bis zu humorvollen Anekdoten. Das war eine Besonderheit, die mir richtig gut gefallen hat.
Die ganze Welt ist so komplex und detailliert aufgebaut, dass man schon ein wenig darin verloren gehen kann. Das ist aber auch gar nicht so schlimm, denn man versteht die Handlung auch ohne sich an jedes Detail zu erinnern.

Die 700 Seiten lesen sich tatsächlich überraschend schnell. Das liegt vor Allem daran, dass die Handlung wahnsinnig spannend und unvorhersehbar ist. Ist man einmal in der Geschichte drin, möchte man das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen.

Mia ist eine tolle Protagonistin. Sie ist mit einer ungeheuren Tiefe geschrieben, sodass man ihre teils sehr skrupellosen Handlungen immer gut nachvollziehen kann. Aber auch die anderen Charaktere in diesem Buch sind spannend und interessant, und glaubt mir, das sind ne ganze Menge Charaktere.

Dieses Buch ist wirklich etwas Besonderes. Ich kann es jedem, der auf der Suche nach Spannung, Mystik und Intrigen ist, wärmstens ans Herz legen. Bald habe ich auch vor den zweiten Teil zu lesen, denn ich bin wirklich gespannt wie es weitergeht. Die Reihe hat noch so viel Potenzial und ich hoffe, dass ich nach diesem grandiosen Auftakt nicht enttäuscht werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2021

Ein nervenaufreibendes Buch, das aktuelle Themen behandelt, mit denen sich jeder beschäftigen sollte.

The Hate U Give
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Die Geschichte handelt von der 16-jährigen Starr, die dabei ist als ihr bester Freund Khalil von einem Polizisten erschossen wird. Sie selbst lebt in einem verarmten Viertel und in ihrer Privatschule ist ...

Die Geschichte handelt von der 16-jährigen Starr, die dabei ist als ihr bester Freund Khalil von einem Polizisten erschossen wird. Sie selbst lebt in einem verarmten Viertel und in ihrer Privatschule ist sie beinahe die einzige dunkelhäutige Person. Eines führt zum anderen und schnell steht Starr in der Öffentlichkeit und muss sich nun überlegen, ob und wie sie für Gerechtigkeit sorgen kann.

Dieses Buch ist garantiert keine leichte Kost. Man wird hier mit leider immernoch sehr aktuellen Themen konfrontiert, wie z.b. Polizeigewalt gegen Dunkelhäutige (hier in dem Fall der Teenager Khalil), Falschmeldungen in der Presse, Rassismus, Diskriminierung und der Bedeutung von Vorurteilen. Desweiteren lernt man kennen, wie es eben für die schwarze Bevölkerung ist in Amerika zu leben und wie es mit Rivalitäten untereinander aussieht.

Mich persönlich hat das Buch sehr bewegt. Die Handlung war sehr gut aufgebaut und aktuell. Es war einfach mal ein Buch, dass einem die Realität vor Augen geführt hat. Es hat mir ebenfalls gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt unter Freunden/Familie ist, und wie man so verschiedene Hürden meistern kann.

Durch den tollen Schreibstil von Angie Thomas wirkte nichts weit hergeholt oder unecht. Sie hat einem die Charaktere dadurch sehr realistisch und greifbar dargestellt. Besonders Starr und ihre Familie ist mir sehr ans Herz gewachsen.

"The Hate U Give" ist also ein 5/5 STerne Buch für mich und ich kann es jedem nur empfehlen, der mal über den Tellerrand hinausschauen möchte und sich mit wichtigen, aktuellen Themen befassen möchte. Eigentlich sollte das heutzutage jeder tun!

Und zum Schluss noch etwas zum Film: Den fand ich grandios umgesetzt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2021

Schöne Geschichte für alle Buchliebhaber, die sich gerne in die Vergangenheit entführen lassen.

Animant Crumbs Staubchronik
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In diesem Buch begeben wir uns nach England ins Jahr 1890 und lernen Animant Crumb/ "Ani" kennen. Ihre Mutter wünscht sich, dass ihre Tochter Ani bald heiratet, allerdings hat Ani ihren eigenen Kopf und ...

In diesem Buch begeben wir uns nach England ins Jahr 1890 und lernen Animant Crumb/ "Ani" kennen. Ihre Mutter wünscht sich, dass ihre Tochter Ani bald heiratet, allerdings hat Ani ihren eigenen Kopf und ist nicht bereit diesem typischen Frauenbild zu entsprechen. Sie liebt Bücher und alles was damit zu tun hat. Es kommt dann im Laufe des Buches dazu, dass sie einen Monat lang in einer riesen Bibliothek arbeiten soll/darf. Dort lernt sie dann jemanden kennen...

Ich fand Animant als Protagonistin richtig gut. Sie war lustig, taff, sarkastisch... also genau so wie ich mir eine tolle Protagonistin eben vorstelle. Auch den männliche Hauptfigur die man dann kennenlernt fand ich total super. Die Chemie zwischen den beiden hat auf jeden Fall mehr als gestimmt!

Ich liebe generell auch Geschichten, die in der Vergangenheit spielen (bin ein großer Fan der Edelstein-Trilogie) und so fand ich die Atmosphäre im Buch einfach nur wundervoll. Auch die Handlung fand ich schlüssig aufgebaut und mir war kein einziges Mal beim Lesen langweilig! Es ist zwar oft auch über eine gewisse Zeit nicht ganz so viel passiert, aber "Staubchronik" ist einfach ein Wohlfühlbuch für alle, die Bücher lieben.

Das Cover und den Buchrücken finde ich auch traumhaft schön. Es ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden, und passt einfach mit diesem "altmodischen" Stil aus dem Buch.

Ich kann es jedem ans Herz legen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere