Wow, was für ein Auftakt!
Diese Geschichte hatte ich seit 3 Jahren auf meiner Wunschliste und endlich bin ich dazu gekommen, sie zu lesen und was soll ich sagen…WARUM HABE ICH SO LANGE GEWARTET?
Für mich war Das Reich der Vampire ...
Diese Geschichte hatte ich seit 3 Jahren auf meiner Wunschliste und endlich bin ich dazu gekommen, sie zu lesen und was soll ich sagen…WARUM HABE ICH SO LANGE GEWARTET?
Für mich war Das Reich der Vampire das erste Buch von Jay Kristoff und damals war ich von dem unmaskierten verruchten Schreibstil fasziniert und habe in meinem Inneren gehofft, dass dieser Schreibstil mir bei Nevernight erneut begegnen würde, und ich wurde nicht enttäuscht!Das Cover war damals schon der Grund, wieso ich das Buch unbedingt lesen wollte. Ich bin ein absoluter Cover Käufer, mittlerweile schäme ich mich deswegen auch nicht mehr. Zugegeben finde ich die Cover von Teil 2 und Teil 3 sogar noch epischer (dazu komme ich dann aber in Rezensionen der weiteren Teile).
Mir sind sofort die Fußnoten beim Lesen aufgefallen. Wir werden als Lesende von einem Erzähler begrüßt, welcher die Geschichte der Hauptfigur Mia Corvere erzählen möchte. Dieser begleitet durch das buch in mal längeren, mal kürzeren Fußnoten. Mir gefiel der Sarkasmus des Erzählers, genauso wie die Figuren in der Geschichte nimmt auch der Erzähler kein Blatt vor den Mund. Der Schreibstil ist wie von dem Autoren schon bekannt unverblümt, bildgewaltig und schroff. Ich liebe seinen metaphorischen und verruchten Schreibstil, und wenn euch Intrigen, Kämpfe, Leichenberge und Sex nichts ausmachen, dann seid ihr hier richtig. Alle, für die Gewalt und harte Worte zu viel sind, würde ich empfehlen, Reißaus vor dieser Geschichte zu nehmen!
Die ersten Seiten der Geschichte können erst einmal überfordernd sein, die Lesenden werden in das Geschehen hineingeworfen und müssen sich Stück für Stück ein Bild der Geschehnisse und Geschichte des Landes machen, in dem die Handlung spielt. Auch wenn die Welt an sich schon viel fantastisches bietet, was die Lesenden entzücken kann, so lebt eine solche Geschichte von den Figuren. Die Charaktere sind auch in Nevernight – die Prüfung wieder so vielschichtig konstruiert, dass ich meinen imaginären Hut ziehen muss. Mia war mir sympathisch, ich mochte ihre Art von Anfang an, vor allem auch Herr Freundlich, ein Dämon in der Schattengestalt einer Katze, der mit ihr reist, die beiden sind ein unvergleichliches Duo. Dann gibt es da noch Tric und Jessamin und der alter Mercurio, das würde jetzt aber zu weit führen, ohne zu spoilern, daher kann ich nur Hut ab sagen.
Die Handlungswendungen und Cliffhanger schafft Jay Kristoff wie ein Meister, ich habe bei Das Reich der Vampire, Das Reich der Verdammten und jetzt auch bei Nevernight – die Prüfung geweint und das passiert mir mittlerweile nicht mehr so oft wie früher. Ich muss ihm für seinen Einfallsreichtum und die Kunst uns Lesende zu quälen einen riesigen Dank aussprechen!
Fazit:
Danke für diese Geschichte, ich habe jede einzelne Seite genossen und kann es kaum erwarten, Teil 2 und 3 jetzt in naher Zukunft zu lesen. Ich bin durch die Seiten geflogen, die 700 Seiten haben sich wie nichts angefühlt. Das Buch hat mich umgehauen, hier sind die dunkelsten Facetten der menschlichen Psyche Lust, Liebe, Rache, Gewalt, Mord mit einer gewaltigen Prise dunklen Humors versetzt.