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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2020

Ein anderer Schorlau

Der freie Hund
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Ich bin ein Fan von Wolfgang Schorlau und habe alle seine Dengler-Bücher gelesen. Nein nicht nur gelesen, sondern verschlungen. Immer topp recherchiert, gut durchdacht, spannender Schreibstil ...

Ich bin ein Fan von Wolfgang Schorlau und habe alle seine Dengler-Bücher gelesen. Nein nicht nur gelesen, sondern verschlungen. Immer topp recherchiert, gut durchdacht, spannender Schreibstil und tiefgründige Themen, v.a. der Politthriller "Am zwölften Tag" hat mich noch lange beschäftigt. Da ich auch ein Fan der Venedig-Krimis von Donna Leon bin dachte ich- super Schorlau und Venedig, das hört sich interessant an.
Nun, dieser Krimi (ich würde ihn jetzt nicht unbedingt Politthriller nennen) ist ganz anders wie die Dengler-Reihe. Vielleicht ist das seinem Co-Autor geschuldet, dem gebürtigen Italiener Claudio Caiolo. Er liest sich ganz anders. Der Schreibstil ist auch flüssig, allerdings ist die Geschichte sehr sehr konstruiert. Man kann dieses Buch lesen, als netten Krimi zwischendurch, es kommt aber nicht mal ansatzweise an die Qualität der Dengler-Krimis heran. Wenn man da, so wie ich, Erwartungen an den Schreibstil, den intelligenten Plot und die Tiefgründigkeit hat, wird man enttäuscht. Ansonsten ist "Der freie Hund" ein netter Krimi für zwischendurch, gut zu lesen, vielleicht sogar während eines Aufenthalts in Venetien. Würde ich die anderen Bücher von Schorlau nicht kennen, hätte ich diesem Buch 4 Sterne gegeben. Da ich aber unweigerlich einen Vergleich ziehen muss und ich tatsächlich etwas enttäuscht bin, gibt es 3 Sterne.

Veröffentlicht am 11.03.2020

Schöne Geschichte

Der Sommer, in dem Einstein verschwand
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Dieser Roman ist tatsächlich mal was anderes. Der Schreibstil ist unterhaltsam und einfach erzählerisch sehr schön geschrieben.
Die Geschichte wird in den 1920 er Jahren erzählt. Einer der Hauptprotagonisten ...

Dieser Roman ist tatsächlich mal was anderes. Der Schreibstil ist unterhaltsam und einfach erzählerisch sehr schön geschrieben.
Die Geschichte wird in den 1920 er Jahren erzählt. Einer der Hauptprotagonisten ist Albert Einstein. Man lernt den Menschen Einstein näher kennen, seine gesellschaftliche Stellung und den Mut den er trotz der für ihn sehr schwierigen Zeit aufgebracht hat.
Einstein wird zur Weltausstellung eingeladen und soll dort einen Vortrag halten. Doch er verschwindet und nun wird es spannend...
Weiterhin spielen noch weitere Protagonisten aus Schweden eine Rolle, die während der Weltausstellung in Göteborg mit den weiteren Geschehnissen zu tun haben werden. Ellen, die sehr junge Praktikantin bei der Weltausstellungszeitung, Nils - ein Polizist und dann noch der Eselsjunge Otto. Jeder der dreien hat seine eigenen Erlebnisse. Gekonnt werden aber die Geschehnisse aller Beteiligten nach und nach miteinander verwoben.
Die Geschichte ist fiktiv, aber so gut beschrieben, dass man immer wieder mal denkt, ja so könnte es tatsächlich auch gewesen sein.
Historisch darf man ein bisschen in die damalige Zeit eintauchen, die so ganz anders war wie die heutige. Ein unterhaltsamer Roman, mit einer am Beginn noch nicht gleich zu erwartenden kriminalistischen Wendung.

Veröffentlicht am 02.02.2020

Schöner Auftakt

Die Galerie am Potsdamer Platz
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Die Galerie am Postdamer Platz ist der Auftakt einer Trilogie die zwischen den Jahren des 1. und 2. Weltkrieges spielt, mitten im pulsierenden Berlin. Die Autorin hat einen angenehmen, gut zu ...

Die Galerie am Postdamer Platz ist der Auftakt einer Trilogie die zwischen den Jahren des 1. und 2. Weltkrieges spielt, mitten im pulsierenden Berlin. Die Autorin hat einen angenehmen, gut zu lesenden Schreibstil und vermittelt einem die Jahre in dieser Zeit auf eine glaubhafte Art und Weise. Das Buch hat keinen extremen Spannungsbogen, d.h. es ist nicht langweilig und langatmig aber weist auch keine besonders spannenden Abschnitte auf. Es lässt sich einfach gut lesen ohne Höhen und Tiefen und erzählt die Familiengeschichte der Familie Waldmann auch mit den unausgesprochenen Schattenseiten. Einerseits ist es glaubwürdig, wie die Unnahbarkeit und der Respekt gegenüber der Familienpatriarchin beschrieben wird, andererseits kann man sich nicht wirklich vorstellen, dass Alice Waldmann so ein ungezügeltes freies Sexualleben vor John hatte, wie sie es beschreibt.
Das Buch war ein nette Auftakt, ob ich allerdings bei diesem Schreibstil die weiteren zwei Bände der Trilogie lesen möchte bleibt noch offen. Dafür muss das zweite Buch von der Thematik her etwas zulegen damit mein weiteres Interesse dafür geweckt wird.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 02.02.2020

Eine literarische Perle

Die Bagage
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Dieses Buch ist eine Perle, ein wunderbar geschriebenes Buch. Monika Helfert beschreibt die eigene Familiengeschichte auf eine unvergleichliche Art und Weise. Zum einen beruht die Geschichte ...

Dieses Buch ist eine Perle, ein wunderbar geschriebenes Buch. Monika Helfert beschreibt die eigene Familiengeschichte auf eine unvergleichliche Art und Weise. Zum einen beruht die Geschichte aus Erzählungen innerhalb der Familie, v.a. aus Erzählungen ihrer Tante Kathe. Ein Teil ist aber auch fiktiv, alles fügt sich gut und ja so könnte es gewesen sein. Sicher ist man sich nicht, Erinnerungen verschwimmen, manches hat man als Kind vielleicht nur so erlebt wie es erlebt werden sollte.

Das Hauptthema ist, dass die Großmutter ein Kind zur Welt brachte, bei dem man nicht sicher war, ob es tatsächlich vom Ehemann war oder nicht. Es handelt sich um die Mutter der Autorin. Das Buch beschreibt, wie es zu der Vermutung überhaupt gekommen ist, dass das Kind nicht vom Ehemann sein könnte. Damit verwoben, das menschliche Miteinander in dörflicher Gegend zur damaligen Zeit.

Schön beschreibt Helfert, die Zeit als ihre Onkel und Tanten alle Kinder waren und dann erwähnt sie später, was aus ihnen geworden ist. Hätte man das jeweils gedacht ?
Sie verbindet das Früher und das Später auf einzigartige Art und Weise. Es ist ein erzählerisches Kunstwerk. Ein Buch mit 160 Seiten, davon jede Seite lesenswert.


  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 03.01.2020

Leider nicht meine Reihe...

Das Ritual des Wassers
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Das Buch ist sehr intensiv und gut fundiert beschrieben. Auch die Geschichte beginnt spannend. Aber leider habe ich es für mich nicht geschafft dauerhaft in den Lesefluss zu kommen. Die Beschreibungen ...

Das Buch ist sehr intensiv und gut fundiert beschrieben. Auch die Geschichte beginnt spannend. Aber leider habe ich es für mich nicht geschafft dauerhaft in den Lesefluss zu kommen. Die Beschreibungen und Ausführungen waren mir oft zu langwierig und ich tat mich auch schwer mit den Zeitsprüngen. Ich frage mich auch, ob andere Leser nicht auch Schwierigkeiten haben mit den spanischen Namen und Rangbezeichnungen. Für mich ist das ein stetiges Geholpere. Ich tu mich tatsächlich leichter mit englischen oder französischen Begriffen, woran das auch immer liegen mag. Letzendlich war dieses Buch einfach zu zäh für mich zu lesen und ich werde die Reihe somit nicht weiter verfolgen. Das Buchcover fand ich sehr ansprechend und gut getroffen.

  • Cover
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