Wenn sich das gelobte Land als ultimativer Ort des Schreckens entpuppt ...
RegnumMit diesem Buch legt der Autor Armands A. Asimov den zweiten Band seiner Reihe „Animals Lane“ vor, in der er in sich abgeschlossene Geschichten erzählt, in denen Tiere im Mittelpunkt stehen. Auch dieser ...
Mit diesem Buch legt der Autor Armands A. Asimov den zweiten Band seiner Reihe „Animals Lane“ vor, in der er in sich abgeschlossene Geschichten erzählt, in denen Tiere im Mittelpunkt stehen. Auch dieser Band konnte mich wieder gut und spannend unterhalten, lässt für die weiteren Bände aber weiterhin noch etwas Luft nach oben.
Im Schweinemastbetrieb Macellum herrschen unsägliche Bedingungen, die von Gestank, Enge und Angst geprägt sind. Der einzige Hoffnungsschimmer sind die Archen, die die auserwählten Schweine regelmäßig ins Königreich Regnum bringen. Zweifel an dieser Verheißung werden ignoriert und gnadenlos unterdrückt. Doch als sich ein tödlicher Virus unter den Schweinen ausbreitet, bricht das Lügengebilde endgültig in sich zusammen.
Mit einem packenden Schreibstil treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und baut dabei schnell Spannung und eine bedrückende Atmosphäre auf, die in einem konsequenten und ziemlich harten Finale mündet. Erzählt wird das Ganze aus der Sicht eines namenlosen Schweines, das hier auch als Ich-Erzähler fungiert und uns hautnah an seinen Ängsten und Zweifeln an der versprochenen Verheißung teilhaben lässt. So bietet das Buch neben spannender Unterhaltung auch noch eine ordentliche Portion Gesellschaftskritik an unserem Umgang mit den sogenannten Nutztieren.
Wer auf spannende Tierfabeln steht, wird hier gut bedient und unterhalten. Darüber hinaus bietet das Buch auch durchaus Stoff zum Nachdenken.