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Veröffentlicht am 17.06.2020

Spannende Schauergeschichten, die ohne allzu blutige Effekte auskommen und den Grusel eher im Kopf entstehen lassen

Creszentia (11 Schauergeschichten)
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In dieser Anthologie versammelt der Autor Alexander Lorenz Golling insgesamt 11 spannnede Schauergeschichten, die ohne große und blutige Effekte auskommen, sondern den fein gesetzten Grusel eher im Kopf ...

In dieser Anthologie versammelt der Autor Alexander Lorenz Golling insgesamt 11 spannnede Schauergeschichten, die ohne große und blutige Effekte auskommen, sondern den fein gesetzten Grusel eher im Kopf der Leser entstehen lassen.

Dabei sind die Geschichten fast komplett im Donaumoos und dem Städtedreieck Ingolstadt-Augsburg-Neuburg angesiedelt, nur einmal unternehmen wir einen Ausflug an die kroatische Adriaküste.

Man merkt schnell, das sich der Autor zwar stilistisch an den großen Vorbildern wie Poe, Blackwood, King oder M.R. James orientiert, den Geschichten aber dennoch seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt und auch einige Legenden seiner Heimatregion in die Storys einfließen lässt.

Eingeleitet durch ein mehr als gelungenes Vorwort, das auch einige Zusatzinfornationen zur Entstehung der Geschichten liefert, präsentiert uns der Autor seine Geschichten mit einem packenden Schreibstil und hat darüber hinaus auch noch einige überraschende Wendungen und gelungene Schlusspointen im Gepäck.

Meine persönlichen Favoriten sind hier die Beiträge "Adele mit den großen Augen", "Klassentreffen", "Schneetreiben" und die Schlussgeschichte "Andreasnacht". Unter dem Strich hat aber jede Story ihren ganz eigenen Reiz, so das hier jeder Liebhaber von Schauergeschichten den einen oder anderen Beitrag ganz nach seinem Geschmack finden sollte.

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Veröffentlicht am 16.06.2020

Auch bei ihrem 4. Job bekommt es Karen Mulladon wieder mit einer perfiden Verschwörung und skrupellosen Gegnern zu tun

Tödliche Energie
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Mit diesem Buch legt der Autor Erich H. Franke den vierten Band seiner inzwischen bereits auf 9 Bände angewachsenen Thriller-Reihe um Karen C. Mulladon, der Agentin einer Behörde des US-amerikanischen ...

Mit diesem Buch legt der Autor Erich H. Franke den vierten Band seiner inzwischen bereits auf 9 Bände angewachsenen Thriller-Reihe um Karen C. Mulladon, der Agentin einer Behörde des US-amerikanischen Geheimdienstes, vor.

Man kann diesen Band aber grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten Bänden lesen und verstehen, da alle erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte gut in die laufende Handlung eingebunden werden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

Als in der Nähe von Erfurt ein paar Energiespeicher durch ein dreistes Manöver gestohlen werden, ist das eigentlich noch kein Job für Karen. In Verbindung mit dem Verschwinden einer größeren Menge an Flüssigsprengstoff aus einem Werk in Tschechien sieht das aber doch ganz anders aus, zumal sich schnell ein Zusammenhang zwischen den beiden Taten herstellen lässt. Und so begeben sich Karen und ihr deutscher Kollege Martin Weilmann auf die Spur ihrer skrupellosen Gegner und des perfiden Planes hintern den Diebstählen.

Obwohl dieser Thriller mit seinen knapp 200 Seiten einen für das Genre doch eher ungewöhnlich geringen Umfang hat, gelingt es dem Autoren dennoch, eine komplexe und atmosphärisch dichte Geschichte mit einer schlüssigen Auflösung zu erzählen. Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo treibt er das Geschehen voran und lässt es diesmal am Ende sogar gleich zwei furiosen Showdowns münden, die jeweils eine ordentliche Portion Spannung bieten. In Sachen Figurenzeichnung hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle vielleicht etwas mehr Tiefe gewünscht, um die Handlungsweisen der Akteure besser nachvollziehen zu können, am Ende überwiegen dann aber doch die positiven Leseeindrücke bei weitem.

Wer auf spannende Agenten-Thriller mit Verschwörungen und überraschenden Wendungen steht, wird hier gut bedient und bestens unterhalten.

Nach inzwischen vier gelesenen Bänden der Reihe ist meine Neugierde auf die weiteren Bände auf jeden Fall noch einmal verstärkt worden.

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Veröffentlicht am 09.06.2020

Modernes Fußball-Märchen mit einer mitreißenden Geschichte und viel Liebe zum Detail

Iassine Shaka
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Mit diesem Roman legt der Autor Stefan Zackariat den zweiten Band seiner Reihe um den afrikanischen Fußballer Iassine Shaka vor. Ging es im ersten Buch noch um den wundersamen Aufstieg des Außnahmetalents, ...

Mit diesem Roman legt der Autor Stefan Zackariat den zweiten Band seiner Reihe um den afrikanischen Fußballer Iassine Shaka vor. Ging es im ersten Buch noch um den wundersamen Aufstieg des Außnahmetalents, ist er hier nun in der Realität angekommen und muss sich der übergroßen Erwartungshaltung der Fußballwelt stellen.

Grundsätzlich kann man dieses Buch auch lesen und verstehen, wenn man den ersten Band noch nicht kennt. Da die Geschichte aber direkt an die Ereignisse des Vorgängers ansetzt, empfiehlt es sich schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um die Entwicklung der Titelfigur in Gänze verfolgen und nachvollziehen zu können.

Mit seiner Ankündigung, bereits im Alter von 20 Jahren nach Katar zu wechseln, hat Iassine Shaka die Fußballwelt ziemlich vor den Kopf gestoßen und muss nun mit den teilweise recht heftigen Reaktionen der enttäuschten Fans und Wegbegleiter fertig werden. Zugleich lastet bei seinem neuen Verein eine ungeheure Erwartungshaltung auf ihm, die ihm ziemlich zu schaffen macht. Als ihn Verletzungen und persönliche Probleme aus der Bahn werfen, scheint seine hoffnungsvolle Karriere vor dem Aus zu stehen. Oder gibt es für ihn doch noch eine Rückkehr an die Spitze ?

Auch im zweiten Band erzählt der Autor wieder ein modernes Fußball-Märchen mit einer mitreißenden Geschichte, lässt diesmal aber auch den negativen Aspekten des Fußballgeschäftes einen erkennbar größeren Raum, so das das Ganze deutlich realitätsnäher rüberkommt. Mit viel Liebe zum Detail und einem packenden Schreibstil ergibt sich so eine gut aufgebaute und atmosphärisch dichte Geschichte, die sich über einen Zeitraum von 5 Jahren erstreckt und ungemein facettenreich daherkommt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, mit denen man beim Lesen gerne mitfiebert.

Ein packender Roman über den Findungsprozeß eines jungen Mannes, an dem nicht nur Fußballfans ihre helle Freude haben dürften. Ein wenig Spaß oder Gefallen am Lieblingssport der Deutschen sollte man beim Lesen aber schon mitbringen, da der Fußball doch deutlich im Zentrum der Geschichte steht.

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Veröffentlicht am 02.06.2020

Äußerst vergnügliche Sammlung von Anekdoten und Sprüchen aus der bunten Welt des Fußballs

Best of Bundesliga
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In den letzten Jahren hat der Bochumer Autor Ben Redelings neben unzähligen anderen Büchern zum Thema Fußball auch diversen Alben zu Vereinen aus der 1. und 2. Bundesliga herausgebracht, die durch eine ...

In den letzten Jahren hat der Bochumer Autor Ben Redelings neben unzähligen anderen Büchern zum Thema Fußball auch diversen Alben zu Vereinen aus der 1. und 2. Bundesliga herausgebracht, die durch eine perfekte Mischung aus Sprüchen, Anekdoten und Fotos überzeugen und so äußerst vergnügliche Unterhaltung bieten.

Diese Buch stellt nun eine Art von Best-of dieser Alben dar und vereinigt die Höhepunkte aus den Einzelbänden auf hervorragende Art und Weise.

Die Beiträge sind alphabetisch nach den Namen der Spieler, Trainer und weiteren Protagonisten geordnet und bieten so eine wahre Fundgrube an bekannten und weniger bekannten Schätzen aus der bunten Welt des Fußballs.

Ob man das Buch nun in einem Rutsch durchschmökert oder als Halbzeit- bzw. Klolektüre nutzt, hier sollte jeder Fußball-Fan auf seinen Genuß kommen und kann dabei in Erinnerungen an vergangene und vielleicht sogar bessere Zeiten schwelgen.

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Veröffentlicht am 02.06.2020

Auch bei seinem 20. Auftritt in Buchform hat Wilsberg nichts von seinem Biss verloren

Wilsberg – Sag niemals Nein
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Genau 30 Jahre ist es nun her, das der Detektiv Georg Wilsberg aus Münster seinen ersten Auftritt in Buchform feiern konnte. Seit dem letzten Buch der Reihe sind auch schon wieder 5 lange Jahre vergangen. ...

Genau 30 Jahre ist es nun her, das der Detektiv Georg Wilsberg aus Münster seinen ersten Auftritt in Buchform feiern konnte. Seit dem letzten Buch der Reihe sind auch schon wieder 5 lange Jahre vergangen. Doch zum großen Jubiläum spendiert der Autor Jürgen Kehrer seinem Helden nun endlich mal wieder einen großen Fall, der direkt an die alte Klasse der Bücher anknüpfen kann. Zudem ist schon nach wenigen Seiten das alte Wilsberg-Feeling wieder da und es kommt einem vor, als hätte man das letzte Buch der Reihe erst gestern gelesen.

Dieses Mal bekommt es der chronisch abgebrannte Privatdetektiv mit dem aufmüpfigen Teenager Emma zu tun, die ihn bittet, auf ihren Vater aufzupassen, während sich der Journalist mit einem mysteriösen Informanten in einem Park in Münster trifft. Wilsberg lehnt zunächst ab, lässt sich nach einem alamierenden Anruf von Emma aber doch auf die Sache ein. Doch statt des Journalisten findet er im Park nur noch dessen Handy in einer Blutlache. Seine anschließende Suche führt ihn über das beschauliche Drensteinfurt und den Moloch Berlin direkt in den hitzigen Libanon. Und das Emma dabei wie eine Klette an ihm hängt, macht die Angelegenheit auch nicht wirklich einfacher.

In bekannt lakonischer Schreibweise treibt der Autor seinen Helden von einer absurden und gefährlichen Situation in die Nächste und Wilsberg muss dabei natürlich auch wieder einiges einstecken. Doch das Stehaufmännchen lässt sich ja bekanntlich nicht unterkriegen und so führt seine Hartnäckigkeit schlußendlich doch wieder gegen alle Widerstände aus dem In- und dem Ausland zur Lösung des Falles.

Wer Wilsberg bisher nur aus dem Fernsehen kennt, wird Figuren wie Ecki, Alex, Kommissarin Springer und auch ihren Assistenten Overbeck vermissen, diese sind aber reine Erfindung der TV-Autoren und haben in den Büchern nie eine Rolle gespielt. Das der Autor dies hier konsequent beibehält, gefällt mir sehr gut, obwohl bei den ermittelnen Kommissaren Bauer und Langenbeck gewisse Vergleiche zu den entsprechenden TV-Figuren doch auf der Hand liegen.

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