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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2020

Ein Multiversum mit viel Potenzial - spannend und unterhaltsam!

MAGIC: The Gathering - Die Kinder des Namenlosen
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Tacenda ist tagsüber blind, doch dafür kann sie mit einem Lied die Ungeheuer vertreiben, die ihr Dorf terrorisieren. Aber ihre Gabe versagt plötzlich und sie verliert alles - und der Herr des Herrenhauses, ...

Tacenda ist tagsüber blind, doch dafür kann sie mit einem Lied die Ungeheuer vertreiben, die ihr Dorf terrorisieren. Aber ihre Gabe versagt plötzlich und sie verliert alles - und der Herr des Herrenhauses, Davriel Cane, scheint dafür verantwortlich. Als sie ihre Familie rächen will, muss sie feststellen, dass die Sache viel komplizierter ist, als es scheint.

Obwohl Tacenda ein unfassbar traumatisches Erlebnis hatte, bleibt sie ziemlich gefasst, auch wenn sie verwirrt ist. Sie lebt zwar in dieser magischen Welt, aber auch für sie ist das meiste unbekannt, also begleitet sie mit ihrer Unwissenheit den Leser dadurch.

Am besten gefiel mir wohl Davriel Cane, der faule und mächtige Fürst, der dieser Sache auf den Grund gehen will, um seinen Namen wieder reinzuwaschen. Er nimmt seine Pflichten nicht ernst, macht gerne Nickerchen und trickst Dämonen aus. Seine desinteressierte, beiläufige Art ist einfach zu amüsant, um ihn nicht zu mögen.

Mit dem Kartenspiel "Magic: The Gathering" habe ich eigentlich nichts zu tun, ich hatte bis zu diesem Buch nicht einmal davon gehört, aber bei Brandon Sanderson kann ich nicht widerstehen, also war ich doch neugierig auf diese Geschichte. Ich habe dann doch fünf Minuten recherchiert, um mehr über dieses Multiversum zu erfahren und fühlte mich dann bereit.

Das Buch hat weniger als dreihundert Seiten, also haben wir eine riesige Welt, aber nur eine kleine Bühne. Man merkt da schon häufiger, dass es viel tiefer geht und man nur an der Oberfläche kratzt. Viele Zusammenhänge sind nicht sofort offensichtlich, aber ich konnte den Beschreibungen trotzdem sehr gut folgen. Es ist eine Menge los, daher bleibt es eigentlich durchgehend spannend. Das Multiversum würde ich schon gerne weiter erkunden, auch wenn andere Bücher dann leider nicht mehr von Brandon Sanderson sind.

Fazit
Die Geschichte um Tacenda, Davriel, Dämonen und Engel war spannend und unterhaltsam. Darum hat mir "Die Kinder des Namenlosen" gut gefallen, auch wenn es eine ziemlich große Welt für ein ziemlich kleines Buch war.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2020

Leider ziemlich vorhersehbar

Zwischen mir und dir
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Den Start ins Buch fand ich etwas holprig und habe daher eine Weile gebraucht, um richtig in die Geschichte zu kommen. Das hier ist definitiv wieder ein Liebesroman und ich muss schon sagen, ich vermisse ...

Den Start ins Buch fand ich etwas holprig und habe daher eine Weile gebraucht, um richtig in die Geschichte zu kommen. Das hier ist definitiv wieder ein Liebesroman und ich muss schon sagen, ich vermisse auch die Erotik-Romane ein bisschen, denn mit ihnen habe ich das Autorinnen-Duo kennengelernt. Die Liebesszenen hier wurden teilweise schon so nüchtern beschrieben, dass auch nur wenig Romantik zu spüren war.

Die Beziehung von Tate und Sam konnte mich nicht von Anfang an packen, weil es irgendwie so seltsam startet. Tate ist so ein liebes, unschuldiges Mädchen, das total bezaubert von ihrer Urlaubsbekanntschaft ist, und Sam ist natürlich in jeder Hinsicht entzückend. Also ich fand die beiden schon süß, aber richtig mitfiebern konnte ich da nicht.

In der Inhaltsangabe ist von Enttäuschung und einem Zeitsprung die Rede, daher kann man sich schon schnell zusammenreimen, was passieren wird. Wenn man dann auch aufmerksam liest, wird das Buch recht vorhersehbar. Viele Überraschungen gab es zwar nicht, aber der angenehme Schreibstil macht das schon wieder wett. Mir haben aber ein wenig die Details zur Umgebung und zum Leben der Charaktere gefehlt.

Den Zeitsprung fand ich schon heftig, weil in über zehn Jahren gleichzeitig so viel passiert und andererseits gar nicht so viele Fortschritte gemacht werden. Tates Leben sieht schon ganz anders aus, aber sie ist immer noch der gleiche Mensch, mit den gleichen Problemen. Die Beziehung zu ihrem Vater war schon immer ein schwieriges Thema, aber auch nach so langer Zeit ist sie nur ein Mädchen, das sich nach Liebe und Anerkennung sehnt. Tate, ihre Gefühle und ihre Entwicklung haben mir an diesem Buch am besten gefallen!

Fazit
Insgesamt hat mir "Zwischen mir und dir" nicht so gut gefallen wie erhofft, da ich es recht vorhersehbar fand, aber die süße Liebesgeschichte konnte mich gut unterhalten. Ich hätte aber schon Potenzial für mehr gesehen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2020

Ein spannendes Finale, das die Reihe gelungen abschließt

Der Schwarze Thron 4 - Die Göttin
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Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Das Buch bietet nicht viele neue Antworten, aber trotzdem ist es ein gelungener Abschluss. Hier tritt besonders die Beziehung zwischen den drei Schwestern hervor, die ...

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Das Buch bietet nicht viele neue Antworten, aber trotzdem ist es ein gelungener Abschluss. Hier tritt besonders die Beziehung zwischen den drei Schwestern hervor, die ich wirklich gelungen fand. Mirabella hat sich ihren Schwestern von Anfang an nah gefühlt und sich nach dieser besonderen Bindung gesehnt. Katherine und Arsinoe stehen auf verschiedenen Seiten, während Mirabella sich wünscht, dass alle an einem Strang ziehen, fürs Wohl der Insel und ihrer Bewohner.

Katherine wird mehr denn je von den toten Königinnen beeinflusst, die in ihrem Körper wohnen. Katherine profitiert zwar von ihrer Stärke, aber sie hat sie überhaupt nicht unter Kontrolle. Die Königinnen sind grausam, gierig und unberechenbar, was einen guten Teil der Spannung dieses Buches ausmacht. Nur wenn sie sie selbst ist, ist Katherine beinahe nett, sodass Mirabella Hoffnung hat, dass sie zusammen etwas erreichen können.

Arsinoe unterstützt weiterhin ihre beste Freundin Jules und damit auch die Rebellion gegen Katherines Herrschaft. An eine Zusammenarbeit mit der gekrönten Königin glaubt sie nicht, dafür gibt es zu viel böses Blut. Ihre Fähigkeiten als Giftmischerin und ihr Talent für niedere Magie sind hier sehr gefragt und kommen regelmäßig zum Einsatz - schon ein bisschen zu oft für meinen Geschmack. Kriegerin Emilia ist natürlich Jules größte Unterstützerin und führt die Rebellion an, doch man fragt sich manchmal schon, wo eigentlich ihre Prioritäten liegen.

Alles führt zu einem spannenden Abschluss, einem großen Kampf, den man seit Anfang der Reihe erwartet und der immer mehr an Bedeutung gewann. Hier stehen aber mehr die Gefühle der Charaktere im Vordergrund und man kann gut erkennen, wie sie sich entwickelt haben und wie dieser scheinbar endlose Kampf zwischen den Schwestern sie alle geformt hat. Das ist wahrscheinlich auch das traurigste Buch der Reihe, aber es passt einfach zum Gesamtkonzept.

Fazit
Insgesamt hat mir "Der Schwarze Thron - Die Göttin" ziemlich gut gefallen. Es bietet ein spannendes Finale, in dem jeder Charakter einen Auftritt hat, der ihm auch gerecht wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2020

Viele Abenteuer, wenige Details

Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1)
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In A'landi herrscht ein Krieg und Maias Familie verliert eine Menge. Als der Krieg dann vorbei ist, braucht der Kaiser einen neuen Schneider, doch die einzige Person aus der Familie, deren Fähigkeiten ...

In A'landi herrscht ein Krieg und Maias Familie verliert eine Menge. Als der Krieg dann vorbei ist, braucht der Kaiser einen neuen Schneider, doch die einzige Person aus der Familie, deren Fähigkeiten dafür genügen würden, ist Maia selbst - nur als Frau ist das unmöglich. Nähen ist Maias große Leidenschaft und sie ist auch wirklich sehr gut darin, außerdem braucht ihre Familie sie, natürlich lässt sie sich da nicht von ein paar Regeln aufhalten. Also muss sie sich als Junge ausgeben und gegen andere talentierte Schneider antreten - und damit beginnt ihr großes Abenteuer erst!

Es soll eine Kreuzung aus "Project Runway" und "Mulan" sein und vor allem an Anfang ist es das auch, bis sich mehr und mehr eine eigene, magische Geschichte entwickelt. Es hat ein asiatisch wirkendes Setting mit einem Kaiser, Seidenraupen und unterdrückten Frauen - wobei sich letzteres eigentlich nur darin zeigt, dass Maia als Frau nicht der Hofschneider werden dürfte. Etwa ab der Hälfte des Buches wurde es mir dann schon ein bisschen zu orientalisch, bei beiden Kulturen war es mir aber zu wenig, sodass man von keinem der beiden so richtig die Atmosphäre spüren kann.

Maias Arbeit als Näherin wird oft mit vielen schönen Details beschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. Ich hätte mir diese Liebe zum Detail aber auch bei der Umgebung und den Personen gewünscht. Das Worldbuilding kommt knapp, man setzt eher auf Abenteuer und dabei sieht man nur wenig von der Welt und den Leuten, die dort leben. Auch die meisten Charaktere bleiben eher blass, auch wenn manche schon ziemlich interessant wirken. Ich hoffe, dass man das alles in der Fortsetzung nachholt!

Generell hat mir einfach ein bisschen was gefehlt, Die Handlung hüpft schnell von einem Punkt zum anderen, allein beim Schneidern geht man richtig ins Detail. Auch die Liebesgeschichte hat einige Zeit, um sich schön zu entfalten, aber auch das ging mir einen Ticken zu schnell, es war einfach ein bisschen zu viel für diese kurze Zeit.

Fazit:
In "Ein Kleid aus Seide und Sternen" gefielen mir das fantasievolle Nähen, die sympathische Protagonistin und ihre spannenden Abenteuer. Das Buch hat aber ein hohes Tempo und neben der Protagonistin, ihrem Handwerk und ihrem Abenteuer verblasst alles andere. Ich wünsche mir da mehr Details und mehr Tiefe bei den Nebencharakteren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Spannende Liebesgeschichte durch Gedächtnisverlust

Repeat This Love
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Clem erinnert sich an nichts aus ihrem Leben, sie ist wie neugeboren, lernt ihre Freunde und Familie neu kennen - aber auch sich selbst muss sie neu kennenlernen, weil sie zum Beispiel nicht mehr weiß, ...

Clem erinnert sich an nichts aus ihrem Leben, sie ist wie neugeboren, lernt ihre Freunde und Familie neu kennen - aber auch sich selbst muss sie neu kennenlernen, weil sie zum Beispiel nicht mehr weiß, was sie gerne isst oder anzieht. Ihr Umgang mit ihrem Gedächtnisverlust, ihre Neugier und ihre offene Art machen sie wirklich sympathisch.

Dann trifft sie Ed, ihr Ex, der sich noch sehr gut an alles erinnern kann. Zwischen Ed und Clem ist etwas passiert, sodass sie sich erst vor kurzer Zeit getrennt haben. Ed ist deswegen noch ziemlich sauer, aber er hat definitiv noch Gefühle für sie. Und er ist definitiv nicht so herzlos, dass er sie im Stich lassen könnte, wenn sie gerade so viel Unterstützung braucht. Außerdem ist sie auch nicht mehr so wie früher, manchmal ist es so, als sei sie ein ganz neuer Mensch.

Die beiden sind ein tolles Paar. Ed bleibt eher distanziert, weil er eben wütend und verletzt ist, Clem hingegen tritt in so ziemlich jedes Fettnäpfchen. weil sie keine Hemmungen hat, manche Themen anzusprechen. Damit bringt sie Ed noch mehr auf die Palme. Sie streiten sich oft, aber man spürt die Chemie zwischen ihnen. Sie können nicht miteinander, aber ohne einander erst recht nicht. Ich habe die Szenen mit den beiden wirklich genossen, weil sie schon witzig und auch voller Gefühl waren.

Das Buch hat schon leichten Thriller-Charakter, da Clementine schon einmal angegriffen wurde und dabei bleibt es nicht. Durch viele Nebencharaktere, die sich auch oft mal seltsam verhalten, kann man eigentlich jeden verdächtigen und das macht das Buch zusätzlich spannend, zumal sich Clementine selbst ja an nichts mehr erinnert, was vor dem Unfall geschehen ist. Das heißt, das einfach viele Hintergrundinformationen fehlen und man kann auch nie so genau wissen, ob die gegebenen Dinge auch wirklich wahr sind ...

Zum Ende hin fand ich es aber etwas schwächer, weil das Buch in so viele Richtungen ging und die letzten Kapitel ziemlich voll waren. Da hätten ein paar zusätzliche Seiten gut getan, damit die süße, romantische Atmosphäre nicht verloren geht!

Fazit
Insgesamt hat mir "Repeat This Love" wirklich gut gefallen. Ich mochte die Protagonisten Clem und Ed, sowie die Geschichte rund um Gedächtnisverlust und frühere Beziehungen. Die Geschichte war spannend, witzig und romantisch, nur zum Ende hin schwächelte es ein wenig.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl