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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2026

Unsympathisch, wenig überraschend und einigermaßen spannend

Woman Down
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Bestsellerautorin Petra steckt seit einem Shitstorm in einer Schreibflaute und braucht neue Motivation und Inspiration. Sie mietet sich wie schon oft zuvor eine Hütte am See, um in Ruhe zu arbeiten und ...

Bestsellerautorin Petra steckt seit einem Shitstorm in einer Schreibflaute und braucht neue Motivation und Inspiration. Sie mietet sich wie schon oft zuvor eine Hütte am See, um in Ruhe zu arbeiten und lernt ihre Muse kennen: Detective Nathaniel Saint. Aber nicht alle Erfahrungen, von denen sie sich inspirieren lassen kann, sind schön und romantisch.

Petra macht sich sofort an den attraktiven Detective ran, obwohl sie an seinem Ehering erkennt, dass er verheiratet ist – aber das ist ja eigentlich auch genau das, was so gut zu ihrer Buchidee passt und warum sie ihn besonders anziehend findet. Sie ist einfach egoistisch und bemitleidet sich selbst, weil ihr Leben gerade nicht so perfekt ist, wie sie es gern hätte.

Ich fand die Geschichte teilweise schon spannend, aber da ich erwartet habe, dass es Plottwists geben wird, hatte ich beim Lesen einige Theorien und die tatsächliche Auflösung konnte mich dann gar nicht mehr überraschen. Das lag auch daran, dass ich die Charaktere alle so unsympathisch fand, dass ich ihnen auch alles Mögliche zugetraut hätte.

Durch unsympathische Charaktere allein wird ein Buch nicht unbedingt automatisch schlecht, aber sie taten mir dann nicht leid, wenn mal was passierte, und die Wendungen fand ich dann nicht mehr spannend, weil sie nicht so unerwartet waren. Was noch übrig blieb, war dann eher die Reaktion von Petra oder von anderen Charakteren auf die Ereignisse, aber die fand ich dann auch eher enttäuschend und oberflächlich. Da hätte auch mehr passieren können.

Am Ende hatte ich vielleicht zu hohe Erwartungen, jedenfalls konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen, aber immerhin kam ich schnell durch die Geschichte.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Magische Mandalas, unbekannte Vergangenheit und neues Vertrauen

Tale of Sun and Night (Tale of Sun and Night 1)
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Lio ist eine Sklavin, sie magisch als solche markiert wurde und sich nicht an ihr früheres Leben erinnern kann - daher hat sie keine andere Wahl, als sich den Anweisungen ihres Meisters zu fügen. Als sie ...

Lio ist eine Sklavin, sie magisch als solche markiert wurde und sich nicht an ihr früheres Leben erinnern kann - daher hat sie keine andere Wahl, als sich den Anweisungen ihres Meisters zu fügen. Als sie während einer Mission den Traumweber Izan kennenlernt, beginnt eine gefährliche Reise, auf der sie nicht nur mehr über die komplexe Magie lernt, sondern auch ihrer eigenen Vergangenheit näherkommt.

Lio hat eigentlich kaum Hoffnung, dass ihr Leben mal besser wird, aber trotz aller Gefahren beweist sie Mut und zeigt, dass sie ein schlaues Köpfchen hat. Auch wenn sie keine Erinnerungen an ihr Leben vor ihrer Versklavung hat, hat sie danach schnell gelernt, dass sie niemandem vertrauen darf. Izan und seine Verbündeten scheinen mit ihren Versprechungen schon zu gut, um wahr zu sein, und sie haben ebenfalls viele Geheimnisse. Das verhindert aber auch nicht, dass Lio neue Beziehungen aufbaut und unerwartete Gefühle entwickelt.

In meiner E-Book-Version war ein QR-Code zu einer expliziten Bonus-Szene enthalten und ich weiß nicht, ob das bei der gedruckten Ausgabe auch der Fall ist. Ich hätte es besser gefunden, wenn die Szene direkt im Buch enthalten gewesen wäre, aber dann wäre das Buch auch nicht mehr so jugendfrei gewesen.

Für mich ist es insgesamt eine solide Romantasy-Geschichte mit einer interessanten magischen Welt, die sympathischen Charakteren ein spannendes Abenteuer bietet. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Spannung, Gefahren, Magie und Gefühle auf jeder Seite

We Who Will Die
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Nach dem Verlust ihrer besten Freundin bei einem Wettkampf hat Arvelle sich zurückgezogen, doch als das Leben ihres Bruders auf dem Spiel steht, bleibt ihr keine andere Wahl, sie muss sich auf einen gefährlichen ...

Nach dem Verlust ihrer besten Freundin bei einem Wettkampf hat Arvelle sich zurückgezogen, doch als das Leben ihres Bruders auf dem Spiel steht, bleibt ihr keine andere Wahl, sie muss sich auf einen gefährlichen Deal einlassen: Den mächtigen Imperator töten, dann wird ihr Bruder geheilt.

Arvelle trauert auch nach Jahren noch um ihre Freundin und die Rückkehr zu den Arenakämpfen, an denen sie teilnimmt, um dem Imperator näherzukommen, reißt diese Wunde nur noch weiter auf. Dazu hängt sie aufgrund ihrer Auszeit hinterher und muss besonders hart trainieren, um die Kämpfe zu überleben.

Aber nicht nur die Kämpfe sind spannend, Arvelle wird auch in die Machtspielchen und politischen Intrigen zwischen verschiedenen Parteien verstrickt und muss bei jedem Schritt entscheiden, wem sie vertrauen kann und wo ihre Prioritäten liegen. Sie ist erschüttert, als sie ihre erste große Liebe Tiernon wiedersieht, dessen Geheimnisse wieder alles auf den Kopf stellen und alles noch komplizierter machen. Um das Chaos zu vervollständigen, hat der grausame Sohn des Imperators Rorrik es auf sie abgesehen und es wird immer schwieriger, ihre scheinbar unmögliche Mission zu verheimlichen.

Bei so vielen Feinden und unsicheren Bündnissen lauern hinter jeder Ecke Gefahren und es bleibt durchgehend spannend und unterhaltsam. Die magische Welt der Vampire und der Sigillengezeichneten und die ersten Einblicke in ihre Mythologie, die den ewigen Konflikt zwischen den beiden erklärt, fand ich schon ziemlich interessant. Dabei ist es nur ein kleiner Teil des Buches, der dazu beiträgt, dass man ohne jegliche Langeweile durch die Seiten fliegt. Ich freue mich auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Spannung durch magische Prüfungen und tödliche Geheimnisse

The Ordeals
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Unter den Magiebegabten sind die wenigen Plätze an der Killmarth Academy heiß begehrt, doch Sophia möchte eigentlich nur auf das Gelände der Akademie gelangen, um der Kontrolle ihres Onkels zu entkommen. ...

Unter den Magiebegabten sind die wenigen Plätze an der Killmarth Academy heiß begehrt, doch Sophia möchte eigentlich nur auf das Gelände der Akademie gelangen, um der Kontrolle ihres Onkels zu entkommen. Um zu bleiben, muss sie aber gefährliche Prüfungen bestehen und dabei ihre magische Kraft unter Beweis stellen.

Während die anderen Bewerber schon lange in Magie ausgebildet werden, ist die Killmarth Academy für Sophia zunächst nur ein Mittel zum Zweck und sie hat zwar andere Gründe als die anderen Anwerber, ist aber genauso motiviert, sich einen festen Platz an der Akademie zu sichern. Ihre eigene Magie konnte sie noch lange nicht perfektionieren, aber dafür konnte sie durch die Aufgaben, die sie für Onkel erledigen musste, viele andere wertvolle Erfahrungen sammeln. Aber die Prüfungen fordern sie auch dazu heraus, sich weiterzuentwickeln und ihre Magie besser kennenzulernen. Sie muss außerdem neue Bündnisse schließen und weiß nicht, wem sie wirklich vertrauen kann, wenn es unter den Anwerbern Todesfälle gibt und hinter den Kulissen noch mehr Geheimnisse auf sie warten.

Die verschiedenen Prüfungen fand ich einigermaßen interessant, aber manchmal fand ich sie auch eher albern und konnte nicht ganz nachvollziehen, was die Intention dahinter war. Die Morde dazwischen, die Geheimnisse rund um Sophias Vergangenheit und auch die Liebesgeschichte fand ich da auf jeden Fall spannender. Insgesamt hat mir das Buch dann ganz gut gefallen und ich bin daher gespannt auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Rassismus, Trauma und Zeitreisen

Verbunden
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Dana ist eine junge Schwarze Schriftstellerin, die 1976 mit ihrem weißen Ehemann Kevin in eine neue Wohnung in Los Angeles zieht, aber plötzlich unerwartet in der Zeit zurückreist: 1815, eine Plantage ...

Dana ist eine junge Schwarze Schriftstellerin, die 1976 mit ihrem weißen Ehemann Kevin in eine neue Wohnung in Los Angeles zieht, aber plötzlich unerwartet in der Zeit zurückreist: 1815, eine Plantage in Maryland. Und es ist nicht ihre einzige Reise - immer wieder zieht ihr weißer Vorfahr Rufus sie in die Vergangenheit, wenn er in Gefahr ist und Dana muss hautnah miterleben, wie Sklavenhaltung sich anfühlt.

Die Zeitreisen sind für Dana sehr emotional. Da es sich um ihre Vorfahren handelt, ist es sehr persönlich und sie versucht schon, einen positiven Einfluss zu haben, aber was kann eine einzelne Schwarze Frau bewirken, wenn die ganze Welt anderer Meinung ist? Man fühlt ihre Angst, Hoffnung und Frustration angesichts all der Herausforderungen, denen sie begegnet. Wie schwierig es ist, die Lebensumstände mitanzusehen und nicht wirklich eingreifen zu können - nicht nur, weil sie wenig Macht hat, sondern auch, weil sie nicht zu stark eingreifen kann, um die Vergangenheit ihrer Familie nicht zu verändern. So teilt sie direkt das Trauma ihrer Vorfahren.

Auch wenn der Roman schon vor mittlerweile 50 Jahren erschienen ist, fühlt sich die Handlung und Sprache, vielleicht auch durch die Übersetzung, noch aktuell und modern an. Ich kann gut verstehen, warum es ein Klassiker ist und bin froh, dass ich es ebenfalls gelesen habe. Die Zeitreisen fand ich durchgehend spannend, weil sie nicht kontrolliert werden konnten und immer Gefahr bedeuteten und auch die ganze Idee, weil es zwar auch im frühen 19. Jahrhundert freie Schwarze Personen gab, aber Dana kennt auch eine Zeit ohne Sklaverei und mit viel mehr Rechten für Schwarze Menschen, daher ist der Kontrast zu ihren Erfahrungen auf der Plantage noch größer.

Nach meiner Rezension bin ich gespannt auf die Serie "Kindred: Verbunden", die ich nicht vorher geschaut habe, damit es meine Meinung nicht beeinflusst.

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