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Veröffentlicht am 19.04.2021

Spannend, konnte meine hohen Erwartungen aber nicht erfüllen

Der Orden des geheimen Baumes - Die Königin
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Enthält leichte Spoiler zum Vorgänger!

Die Geschichte beginnt mit neuen Abenteuern für die Protagonisten. Ead musste Sabran verlassen und zur Priorei zurückkehren, nun muss sie ihre Liebe, Loyalität und ...

Enthält leichte Spoiler zum Vorgänger!

Die Geschichte beginnt mit neuen Abenteuern für die Protagonisten. Ead musste Sabran verlassen und zur Priorei zurückkehren, nun muss sie ihre Liebe, Loyalität und ihren Mut beweisen und alleine nach einem Weg suchen, die Welt vor dem Namenlosen Einen zu beschützen. Loth wurde mir in diesem Buch schon viel sympathischer, weil man mehr von ihm sieht und das in anderer Gesellschaft als vorher, sodass er zeigen kann, was in ihm steckt.

Tané hat ihren Drachen verloren, wurde entlassen und muss jetzt mit der Schande und den Schuldgefühlen leben. Sie will sich aber an Niclays rächen, der an allem Schuld ist. Mir hat zwar jeder Protagonist früher oder später leidgetan, aber für Niclays hatte ich sonst wirklich keine positiven Gefühle mehr übrig.

Ich kann nicht sagen, ob es mir wie ein halbes Buch vorkam, weil ich wusste, dass es eben nur die zweite Hälfte des Buches ist. Im Gegensatz zum Vorgänger gab es hier dann tausend Enthüllungen durch das ganze Buch, wo es vorher nur Geheimnisse gab. Die waren dann aber schon so großzügig und zahlreich, dass ich sie nicht so richtig spannend fand und überraschen konnten sie mich auch nicht wirklich.

Die Reihe hatte einen starken Anfang und auch viel Potenzial, aber das Finale konnte meine Erwartungen nicht so ganz erfüllen. Ich mochte zwar die Entwicklung der Charaktere und fand die fantastische Welt weiterhin interessant, aber es passierte einfach zu viel und alles ging viel zu schnell und einfach. Während einige Wendungen unerwartet dramatisch waren, waren andere doch sehr ereignislos. Plötzlich konnte man auch viel schneller reisen als zuvor, was ich auch etwas unglaubwürdig fand. Die Handlung fand ich insgesamt zwar gelungen, aber ich hatte auf jeden Fall noch mehr erwartet! Zwischen Verschwörungen und uralten Geheimnissen fand ich den Kampf gegen die Feuerdrachen aber doch spannend und hätte gerne noch mehr von dieser Welt gesehen.

Fazit
Die Reihe begann stark, aber "Der Orden des geheimen Baumes - Die Königin" konnte meine hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Das fantastische Abenteuer war aber wieder sehr spannend und konnte alle meine Fragen beantworten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2021

Ein spannendes Abenteuer und eine vielfältige Fantasy-Welt!

Der Orden des geheimen Baumes - Die Magierin
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Es gibt vier Perspektiven, aber ich habe Ead als Protagonistin empfunden und ihre Geschichte war es, zu der ich immer zurückwollte. Sie ist Kammerzofe von Sabran, der Königin von Inys, aber eigentlich ...

Es gibt vier Perspektiven, aber ich habe Ead als Protagonistin empfunden und ihre Geschichte war es, zu der ich immer zurückwollte. Sie ist Kammerzofe von Sabran, der Königin von Inys, aber eigentlich beschützt sie diese heimlich mithilfe ihrer magischen Kräfte. Ead hat oft andere Ansichten, die nicht zu der frommen Art am Hof passen, was sie auch oft in Schwierigkeiten bringt. Ihre geheime Mission, die Lügen, die sie erzählen muss, die Geheimnisse, denen sie auf der Spur ist, und ihre aufrichtige Unterstützung für die Königin machen ihr Abenteuer spannend.

Königin Sabrans bester Freund Arteloth wurde mitten in der Nacht auf eine gefährliche Mission geschickt, damit er nicht mehr im Weg steht. Im Gegensatz zu seiner Heimat Inys werden die Drachen und Magie in Yscali nicht verteufelt - für die Inysh ist das eine Beleidigung ihrer Religion. Auf einer fernen Insel im Osten ist es Tanés größter Wunsch, Drachenreiterin zu werden, doch ein Verbrechen könnte sich ihrem großen Traum nach ihrer jahrelangen Ausbildung in den Weg stellen. Alchemist Niclays - weder interessant noch besonders sympathisch -, der vor Jahren aus Inys verbannt wurde, sucht nach dem Rezept für die Unsterblichkeit, um seinen Wert zu beweisen.

Die magische Welt fand ich schon sehr gelungen, auch wenn aus vielen Dingen noch ein Geheimnis gemacht wird. Es gibt viele Charaktere an verschiedenen Schauplätzen, aber ich habe trotzdem nie den Überblick verloren. Die unterschiedlichen Kulturen, Religionen und auch ihre Einstellung zu den Drachen fand ich wirklich faszinierend und gelungen. Als Inys durch die Rückkehr eines mächtigen Drachen bedroht wird, sehen manche die Rettung in einem Bündnis mit dem Osten - doch Inys im Westen und der Osten sind so unterschiedlich und schon so lange Feinde, dass ein Bündnis für die meisten nicht mal einen Gedanken wert ist.

Ich fand die vielen Abenteuer schon sehr spannend, aber in vielerlei Hinsicht fehlt mir noch eine ganze Menge. Ich brauche auf jeden Fall noch mehr Erklärungen über die gemeinsame Vorgeschichte der Reiche und will noch mehr Magie sehen, darum freue ich mich auch schon sehr auf das Finale!

Fazit
"Der Orden des geheimen Baumes - Die Magierin" bietet ein spannendes Abenteuer in einer vielfältigen und komplexen Fantasy-Welt, mit verschiedenen magischen Wesen, Religionen und Kulturen. Und es gibt auch noch eine Menge zu entdecken!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2021

Krieg, Rache und eine spannende Fortsetzung

Im Zeichen der Mohnblume - Die Kaiserin
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Im ersten Buch hat mich der Krieg noch sehr überrascht, weil es an der Akademie ja relativ friedlich war. Nach den Ereignissen im Vorgänger ist Rin aber traumatisiert und ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Im ersten Buch hat mich der Krieg noch sehr überrascht, weil es an der Akademie ja relativ friedlich war. Nach den Ereignissen im Vorgänger ist Rin aber traumatisiert und sehnt sich nach Rache für das, was ihr und ihren Freunden angetan wurde. Sie ist nun die Kommandantin der Cike, aber sie weiß auch nicht wirklich, wie sie mit der neuen Verantwortung umgehen soll.

Rin ist wirklich ganz anders als die Protagonistinnen, die ich sonst lese, denn sie ist wirklich keine typische Heldin. Meistens ist sie eher pessimistisch und weiß auch kaum, was sie außerhalb des Krieges mit sich anfangen soll. Man kann ihre Gefühle aber auch nachvollziehen, sie hatte schon ein sehr schwieriges Leben, das von Verlust, Missbrauch und Drogen geprägt ist. Auch der Umgang mit den anderen Schamanen ist nicht einfach, vor allem seit Altan gestorben ist, was auch ein sehr wunder Punkt für Rin ist. Ich fand es da schon oft schwer, ihre Gefühle zu verstehen, ob sie ihn bewundert, so sein wie er, Angst vor ihm hat oder sich eher davor fürchtet, wie Altan zu enden, aber ihre komplizierte Gefühlswelt fand ich dann auch wieder so interessant.

In diesem Buch trifft man auch wieder andere Kulturen, besonders die Hesperianer, die sich im Gegensatz zu den asiatischen Nikara durch ihre weiße Haut und ihre Religion auszeichnen. Natürlich spielt hier also auch wieder Rassismus eine Rolle. Der dritte Mohnkrieg, Gewalt, Schlachten, Kriegspläne und Strategien stehen aber schon im Vordergrund. Rins Abenteuer bietet kaum eine ruhige Minute und ist eigentlich durchgehend spannend. Es geht vor allem auch um Rins persönliche Entwicklung während all der Kämpfe, die sie durchlebt, und die fand ich auch einfach wieder fesselnd. Ich finde sie nicht immer sympathisch, aber sie ist schon eine sehr glaubwürdige Figur, bei deren Abenteuer man auch einfach mitfiebern muss.

Ich möchte auch mal kurz anmerken, dass die Autorin die ganze Trilogie noch vor ihrem fünfundzwanzigsten Geburtstag veröffentlicht hat. Das finde ich schon erwähnenswert, vor allem bei der gelungenen Umsetzung des ernsten Themas!

Fazit
"Im Zeichen der Mohnblume - Die Kaiserin" hat mir noch etwas besser gefallen als der Vorgänger, weil ich diesmal wusste, was mich erwartet. Ich fand Rin zwar nicht immer sympathisch, aber gerade ihr komplexer Charakter macht ihr Abenteuer auch so spannend!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2021

Agoraphobie vs. Rockstarleben? Wieder eine Achterbahn der Gefühle!

The Story of a Love Song
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Früher waren sie Brieffreunde und standen sich sehr nah, ohne sich je getroffen zu haben. Aber dann hörte Luca auf, Griffin zu schreiben und Griffin wusste jahrelang nicht, was aus seiner besten Freundin ...

Früher waren sie Brieffreunde und standen sich sehr nah, ohne sich je getroffen zu haben. Aber dann hörte Luca auf, Griffin zu schreiben und Griffin wusste jahrelang nicht, was aus seiner besten Freundin geworden ist. Bis plötzlich ein Brief mit einer Erklärung kommt und ihre Brieffreundschaft neu entflammt. Der englische Titel "Dirty Letters" passt eigentlich auch ganz gut, denn die Briefe der beiden werden schnell ziemlich schmutzig!

Da ist einmal das Geheimnis um Griffins Identität, die Spannung einbringt, aber es sind eigentlich die Unterschiede zwischen den beiden Protagonisten, die ihre Geschichte so besonders macht. Griffin ist ein bekannter Sänger, Luca hingegen hat Agoraphobie und mit Aufmerksamkeit kann sie gar nicht umgehen. Ihre Leben passen einfach überhaupt nicht zueinander, denn während Griffin Konzerte gibt, traut sich Luca nur nachts in den Supermarkt, wenn fast niemand da ist.

Wie von den Autorinnen gewohnt war das Buch wieder eine Achterbahn der Gefühle. Die schmutzigen Briefe waren nicht unbedingt nach meinem Geschmack, aber ich hatte wieder öfter feuchte Augen - vor Lachen und vor Weinen. Die Liebesgeschichte der beiden war nicht nur spannend, ich habe mir auch wirklich gewünscht, dass sie einen Weg finden, um zusammen leben zu können, weil ich sie einfach so sympathisch fand und vor allem bei Luca hat mir die persönliche Entwicklung sehr am Herzen gelegen.

Ein Highlight war für mich definitiv auch noch der Doc, Lucas Therapeut und gleichzeitig ihr bester Freund - außerdem auch ihr einziger Freund. Er nimmt sich sehr viel Zeit für Luca und kümmert sich wirklich liebevoll um sie. Außerdem ist er ein richtiger Vogelliebhaber, was ihn noch sympathischer macht.

Fazit
"The Story of a Love Song" hat mir wie erwartet sehr gut gefallen und die spannende und berührende Liebesgeschichte der sympathischen Protagonisten war wieder eine gelungene Achterbahn der Gefühle!

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2021

Emilia setzt sich durch!

Diamond Empire - Forbidden Royals
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Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Die Geschichte beginnt drei Monate nach dem Ende des Vorgängers und Emilia hat in dieser Zeit nicht viel erlebt. Sie ist nun zwar die Königin, aber nach diesen traumatischen ...

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Die Geschichte beginnt drei Monate nach dem Ende des Vorgängers und Emilia hat in dieser Zeit nicht viel erlebt. Sie ist nun zwar die Königin, aber nach diesen traumatischen Erlebnissen lebt sie eher zurückgezogen. Laute Geräusche versetzen sie wieder zum Zeitpunkt des Bombenangriffs und eine verängstigte Königin macht ja keinen besonders guten Eindruck.

Das Volk findet die junge Königin aber sympathisch, vor allem, als sie beginnt, die verstaubte Monarchie ins 21. Jahrhundert zu holen. Dem Adel gefällt ihr Regierungsstil nicht unbedingt, aber von den Monarchiegegnern hört man hier eigentlich nichts mehr. Manche Probleme sind einfach vergessen oder doch nicht so schlimm wie man dachte. Stattdessen geht es mehr darum, wie sich Emilia als Königin behauptet und wie sie ihre Trauer bewältigt. Das hat mir zwar gut gefallen, aber ich fand es auch etwas seltsam, wie unspektakulär diese Probleme gelöst wurden.

Carter hat in diesem Buch nicht besonders viele Auftritte, aber Emilia denkt sehr oft an ihn, sodass er mir kaum gefehlt hat. Anscheinend hat die trauernde Königin Emilia nach dem Tod ihres Vaters erstmal ihre Stiefgeschwister aus dem Schloss geschmissen, obwohl sie in Carter verliebt ist und Chloe unglaublich nahesteht. Nun heißt es also, sich wieder mit ihnen zu versöhnen, ohne Carter zu nahe zu kommen, denn eine Beziehung zwischen ihnen ist nach wie vor unmöglich und das zerreißt Emilia regelmäßig das Herz.

Die Zeit vergeht manchmal schon unglaublich schnell und lange Zeit passiert nichts, dann wiederum überstürzen sich die Ereignisse. Letztendlich hat mir das Ende schon gut gefallen, auch wenn es mir etwas zu dramatisch war. Leider fand ich vieles sehr vorhersehbar und die Liebesgeschichte mit Carter konnte mich nicht wirklich überzeugen. Trotzdem kann die Trilogie ganz gut unterhalten, wenn man nicht zu viel erwartet.

Fazit
In "Forbidden Royals - Diamond Empire" hat mir besonders Emilias Entwicklung als Teil der königlichen Familie gefallen und die Trilogie konnte mich auch gut unterhalten. Ich fand aber die Liebesgeschichte etwas flach und auch vieles ziemlich vorhersehbar.

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