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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2019

Sehr viel Liebesgeschichte, aber doch ziemlich gut

Der Klang der Täuschung
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Ihre harte Kindheit in Venda hat Kazi zu einer Überlebenskämpferin mit vielen Tricks und Kniffen gemacht. Obwohl sie jung ist, hat sie schon lange einen Ruf, der ihr Respekt einbringt. Sie hat geschickte ...

Ihre harte Kindheit in Venda hat Kazi zu einer Überlebenskämpferin mit vielen Tricks und Kniffen gemacht. Obwohl sie jung ist, hat sie schon lange einen Ruf, der ihr Respekt einbringt. Sie hat geschickte Finger und auch ein cleveres Köpfchen. Sie ist schon ziemlich abgehärtet, hat aber auch einen weichen, hoffnungsvollen Kern, der sie sehr sympathisch macht.
Als ihre Mission sich anders entwickelt als erwartet, improvisiert sie gekonnt. Sie bleibt auch im leidenschaftlichsten Moment ziemlich professionell, ist aber immer mit Herz bei der Sache.

Jase muss nach dem Tod seines Vaters furchtbar viel Verantwortung übernehmen, für seine Familie, ihr Reich und ihre Leute. Und gerade läuft es nicht gut dort, weil Torsfeste von den anderen Königreichen nicht anerkannt wird und das führt immer mal wieder zu Ärgernissen. Und er hat auch nicht alles unter Kontrolle, wie es hätte sein sollen, denn es gibt viele Feinde, die es auf ihr Land und auf ihre Macht abgesehen haben.
Er ist sehr stolz auf seine Familiengeschichte und verteidigt seine Leute mit Leib und Seele. Doch ich hätte auch etwas mehr von ihnen erwartet. Für eine Familie, die wie eine Adelsfamilie oder wie die Mafia agiert, waren sie oft sehr leichtsinnig und vorschnell. Ich hätte mir da mehr Intrigen gewünscht!

Umgehauen hat mich das Buch nicht, weil es mir zu viel Liebesgeschichte war und alles andere eher so am Rand geschah. Mir gefiel die Charakterentwicklung und das World-Building rund um Torsfeste, aber es hätte gern etwas mehr Spannung geben können, vor allem bei diesem Seitenumfang. Die wirklich großen, weltbewegenden Geheimnisse wurden einfach in das nächste Buch verschoben und das hier war eher ein seichtes Jugendbuch, das Potenzial verschwendet hat.
Die Liebe zwischen den Beiden fand ich aber teilweise schon in Ordnung. Sie kommen sich sehr schnell näher, und dann können sie nicht mehr ohne einander. An manchen Stellen fand ich sie echt liebenswert, an anderen war es mir etwas zu viel.

Fazit:
Ich hatte bei "Der Klang der Täuschung" schon viel Spaß und mochte sowohl die Protagonisten als auch die Liebesgeschichte. Ich hätte mir aber mehr Biss, mehr Intrigen und mehr Spannung einer anderen Art gewünscht.

Veröffentlicht am 13.06.2018

Religiöser Orden vs MC - Mitgelitten und mitgefiebert!

Hades' Hangmen - Styx
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Salome hat es geschafft, den Jüngern des Ordens zu entkommen, bei dem sie ihr ganzes Leben verbracht hat, auch wenn sie schwer verletzt ist. Doch außerhalb des Zauns landet sie nun an einem komplett anderen ...

Salome hat es geschafft, den Jüngern des Ordens zu entkommen, bei dem sie ihr ganzes Leben verbracht hat, auch wenn sie schwer verletzt ist. Doch außerhalb des Zauns landet sie nun an einem komplett anderen Ort: Bei den Hades' Hangmen.
Der MC ist anders als alles, was sie kennt, doch eine bekannte Sache gibt es doch, ein Lichtblick in all der Dunkelheit: Der Anführer River "Styx" Nash.
Dass sie sich begegnet sind, ist zwar schon fünfzehn Jahre her, doch keiner von ihnen konnte den anderen vergessen ...

Protagonisten
Salome, die dann aber bald in Mae umbenannt wird, ist wirklich verletzt und das Leben war grausam zu ihr. Ihre Kindheit und Jugend waren wirklich schrecklich und neue Enthüllungen bezüglich ihrer Zeit in diesem scheußlichen Orden konnten mich wirklich jedes Mal schockieren. Ich habe wirklich mit ihr gelitten und hab wirklich immer für das Beste für sie gehofft.
Sie wirkt oft sehr naiv und trotz allem ist sie sehr gutgläubig und hoffnungsvoll, auch wenn sie oft Angst hat. Sie hat ein gutes Herz und die Taten in den Kreisen der Hangmen sind für sie sehr ungewohnt und verstörend. Sie hat wegen der Predigen der Jünger keine besonders hohe Meinung von sich selbst, aber durch die Unterstützung von Styx, Rider und anderen MC-Mitglieder findet sie Selbstvertrauen und ihren eigenen Weg.

Styx ist der Wortlose Hangman, denn er redet nicht. Er ist nicht vollständig stumm, aber er schafft es nicht, mit jedem zu reden, und wenn doch, muss er heftig stottern. Und ein stotternder Präsident eines Motorrad Clubs? Um weiterhin ernstgenommen zu werden, wissen nur sehr wenige Vertraute von seiner Stimme, der Rest hält ihn für stumm.
Als Anführer der Hangmen ist er dementsprechend gewalttätig und auch oft aggressiv, was Mae immer wieder erschüttert, aber so sieht sein Leben nunmal aus. Waffen, Motorräder, seine Gitarre und Frauen - so sieht seine Welt aus, doch Mae würde er lieber von diesen Dingen fernhalten. Wenn es um sie geht, dann wird er viel sanfter, will alle vernichten, die sie verletzt haben, und er reagiert immer rasend eifersüchtig, wenn ein Mann auch nur in ihre Richtung schaut.

Andere Charaktere
Rider ist der Arzt der Hangmen und stammt aus einer religiösen Familie. Diese beiden Tatsachen sorgen dafür, dass er nicht nur viel Zeit mit der verletzten Mae verbringt, sondern sie auch versteht und sich dadurch rasch mit ihr anfreundet. Er ist weniger aufdringlich und aggressiv als Styx, er spielt Spiele mit Mae und redet mit ihr und scheint mit seiner sanften Art auf dem ersten Blick viel besser für Mae geeignet zu sein. Nur schlägt ihr Herz bei Rider nicht annähernd so wild wie bei Styx!

Es gibt einige weitere Charaktere, die eine wichtige Rolle spielen, zum Beispiel einige Frauen im MC, mit denen Mae sich anfreundet, oder einige Männer, die mit Styx zusammen eben illegale MC-Sachen machen. Auch die Charaktere, die in den nächsten Büchern im Mittelpunkt stehen, tauchten auf und die romantischen Beziehungen wurden schon stark angedeutet - was ich etwas komisch fand, es wirkte einfach total unnatürlich.

Handlung und Schreibstil
Wir hatten hier zwei extreme Welten, die dazu auch noch so gegensätzlich waren. Mae aus dieser wahnsinnigen Sekte, die Frauen unmenschlich und abscheulich behandelt, und Styx aus dem MC voller Gewalt und Sex. Ich fand das aber wirklich gut gewählt, denn so konnte man eine Menge aus den Charakteren rausholen und dramatische Situationen entstanden wie von selbst.
Nur fand ich dann, vor allem zum Schluss hin, nicht mehr alles so glaubwürdig und auch oft sehr unnatürlich. Obwohl ich es wirklich bewegend fand und oft mitgelitten habe, war ich doch irritiert, als das Ende dann plötzlich so übereilt und unnatürlich wirkte.

Wegen der wirklich heftigen Szenen würde ich es übrigens nur Lesern über 16 Jahren empfehlen, wenn nicht sogar älter!

Fazit
Ich fand "Hades' Hangmen - Styx" wirklich sehr bewegend und habe wirklich mitgefiebert, gehofft, dass Styx und Mae glücklich werden und das auch alles andere gut ausgeht. Nur konnte es mich zu Ende hin doch nicht vollkommen überzeugen.

Veröffentlicht am 30.01.2019

Ein Neuanfang mit der heimlichen Jugendliebe

Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders
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Mein Liebling ist hier Jackson und seine Perspektive fand ich auch sehr bereichernd. Er hat eine harte Schale, die auch Abby gut kennt, aber darin ist ein weicher, liebevoller Junge, der seit vielen Jahren ...

Mein Liebling ist hier Jackson und seine Perspektive fand ich auch sehr bereichernd. Er hat eine harte Schale, die auch Abby gut kennt, aber darin ist ein weicher, liebevoller Junge, der seit vielen Jahren in das gleiche Mädchen verliebt ist und dabei zusehen musste, wie sie mit einem anderen glücklich wurde. Wem wurde es da bitte nicht warm ums Herz? Seine Liebe, die die Jahre überdauerte, konnte mich berühren, weil er sie auch nur still und heimlich liebte. Bei dem großen Eishockey-Spieler fand ich das nur noch süßer.

Aber Abby mochte ich auch sehr gern. Das Leben als Spielerfrau macht sie nicht wirklich glücklich und der Betrug ihres Mannes hat ihr den Boden unter den Füßen weggerissen. Nun ist sie zu einem Neuanfang in ihrer alten Heimat gezwungen, wo sie bekannte Gesichter und eine Menge Tratsch und Klatsch verfolgen.
Sie versucht auch, es ihrer Tochter recht zu machen und diese die Abwesenheit ihres Vaters möglichst wenig spüren zu lassen. Aber sie (wie viele andere Bekannte) bewundert den erfolgreichen Spieler und will auch seine Anerkennung und Zuneigung spüren. Abby ihrerseits versucht, den Vater ihrer Tochter ihr gegenüber nicht schlechtzureden - was ihr definitiv nicht leichtfällt!

Als sie Jackson nun wiederbegegnet, ist sie sicher, dass dieser sie nicht leiden kann und ist dementsprechend zurückhaltend. Die beiden schätzen einander falsch ein und gleichzeitig wagen sie es nicht, zu ihren Gefühlen und der Anziehungskraft zwischen ihnen zu stehen. Und die Hindernisse, dass Abby frisch getrennt und ihr Ex Jacksons bester Freund ist, kommen noch dazu und machen das Buch zu einer wirklich niedlich-romantischen Achterbahnfahrt der Gefühle!

Fazit
"Maybe This Time" hat eine süße Geschichte, bei der ich vor allem die jahrelange, heimliche Liebe des Protagonisten total süß fand!

Veröffentlicht am 27.01.2019

Herzzerreißend!

All In - Tausend Augenblicke
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Jonah hält sich an seine Routine. Denn diese ist nicht ein Zeitplan, sondern gibt ihm auch ein Ziel, sodass er nicht über seine Situation verzweifelt. Denn Jonah hatte zwar eine Herztransplantation, aber ...

Jonah hält sich an seine Routine. Denn diese ist nicht ein Zeitplan, sondern gibt ihm auch ein Ziel, sodass er nicht über seine Situation verzweifelt. Denn Jonah hatte zwar eine Herztransplantation, aber diese konnte ihn nicht retten und nun bleibt ihm nicht mehr viel Zeit. Sein Leben besteht aus Arbeit und Treffen mit seiner Familie und einigen wenigen Freunden, die er nicht von sich gestoßen hat. Denn er möchte auch möglichst niemanden verletzen, wenn er fort ist. Und er erwartet auch kein Wunder, aber er will sich auch nicht weiter damit quälen und lenkt sich durch die gleichmäßigen Abläufe seiner Routine ab, die ihm nun mal Stabilität geben.

Aber Kasey kann er dann trotzdem nicht widerstehen. Trotz eines Alkoholproblems und einer grausamen Erziehung ist sie total liebenswürdig, macht schlechte Witze und sehnt sich nach Liebe. Bei Jonah erwacht sofort der Beschützerinstinkt, denn er durchblickt ihre taffe Erscheinung sofort und der einsame Mann in ihm will nicht nur für sie da sein, in seinem Leben fehlt auch etwas.

Kacey hat zwar eigentlich eine Tournee vor sich, aber sie fühlt sich in der Band nicht richtig wohl und verfällt immer wieder dem Alkohol, um sich von ihren Sorgen zu distanzieren, denn auch sie fühlt sich sehr einsam, auch wenn sie so viele Menschen kennenlernt und ständig One Night Stands hat. Erst ihre kleine Auszeit bei Jonah öffnet ihr wirklich die Augen und dann will sie nicht mehr wirklich zu diesem Leben zurück, das sie ja gar nicht glücklich macht.

Die beiden finden etwas sehr Kostbares, nachdem sie gar nicht gesucht haben, als sie es am dringendsten brauchten und erleben eine herzzerreißende Liebesgeschichte, bei der kein Augenblick verschwendet wird.

Fazit
"All In - Tausend Augenblicke" hält eine wahre Gefühlsachterbahn für den Leser bereit. Jonah und Kacey haben nicht nach Glück gesucht, aber sie haben es verdient!

Veröffentlicht am 23.01.2019

Das Leben ist manchmal hart, aber June gibt nicht auf

Like Nobody Else
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Seit ihrem Unfall leidet June nicht nur an einer leichten Lähmung auf ihrer rechten Seite, ihr Leben hat sich schlagartig verändert. Sie hat ihre Schwester verloren und versucht nun seit Jahren, wieder ...

Seit ihrem Unfall leidet June nicht nur an einer leichten Lähmung auf ihrer rechten Seite, ihr Leben hat sich schlagartig verändert. Sie hat ihre Schwester verloren und versucht nun seit Jahren, wieder auf die Beine zu kommen. Einen Rollstuhl braucht sie zwar meistens nicht mehr, aber sie wünscht sich auch ihre Unabhängigkeit zurück und dafür muss sie kämpfen!
Für die Übergangsphase zur eigenständigen Studentin mit eigener Wohnung hat sie nun so etwas wie einen Assistenten und alles läuft anders als geplant. Obwohl sie da eigentlich keine Lust drauf hat und auch an Sam zweifelt, entpuppt er sich als freundlicher und charmanter Begleiter, auf den sie bald kaum noch verzichten möchte. Dieser hat wegen der guten Bezahlung angefangen, aber dann findet er den Job doch nicht so schlimm wie erwartet. Er kümmert sich sogar gerne um sie und entwickelt sehr schnell einen Beschützerinstinkt was sie betrifft.
Ihr größtes Problem ist nicht mal, dass sie ja eigentlich sein Boss ist, sondern weil Junes Selbstvertrauen ziemlich am Boden ist. Immer wieder nimmt sie Dinge sehr persönlich und deutet sie direkt als Zeichen der Zurückweisung. Insgesamt ist sie ziemlich empfindlich und selbst der liebe Sam hat nicht endlose Geduld, was verständlich ist! Abgesehen davon fand ich die Geschichte aber ziemlich süß.

An Sam und June konnte ich mich nicht mehr erinnern, aber die anderen Hauptcharaktere der Reihe tauchen hier wieder auf und spielen auch eine größere Rolle. Daher spoilert dieses Buch die anderen auch ein wenig und darauf sollte man sich gefasst machen, wenn man das nicht möchte. Ansonsten kann man das Buch aber unabhängig von den anderen lesen.

Fazit
"Like Nobody Else" hatte eine süße Geschichte mit einer entschlossenen, wenn auch empfindlichen Protagonistin, die auf eigenen Beinen stehen möchte, und ihrem liebevollen Begleiter, der bald zu viel mehr wird.