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Veröffentlicht am 11.02.2026

Piratin im Herzen und magische Herausforderungen an Land

Nightweaver
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Die magischen Nightweaver haben die meisten Menschen vertrieben, sodass diese seit vielen Generationen auf dem Meer leben. Aster und ihre Familie sind Piraten, bis Monster, die noch schlimmer als Nightweaver ...

Die magischen Nightweaver haben die meisten Menschen vertrieben, sodass diese seit vielen Generationen auf dem Meer leben. Aster und ihre Familie sind Piraten, bis Monster, die noch schlimmer als Nightweaver sind, ihr Leben auf den Kopf stellen: Sie verlieren nicht nur ihre Freiheit, auch einer von Asters Brüdern kommt bei dem Angriff ums Leben.

Plötzlich werden die ehemaligen Piraten zu normalen Bediensteten im Haus wohlhabender Nightweaver und müssen ihr früheres Leben hinter sich lassen. Asters Eltern und Geschwistern scheint diese Umgewöhnung leicht zu fallen, während Aster sich nach der Freiheit auf See sehnt und den Tod ihres Bruders und diese neue Normalität nicht so einfach akzeptieren kann. Dabei entwickelt sie ausgerechnet Gefühle für einen Nightweaver und stellt fest, dass diese auch gute Seiten haben können.

Für Menschen ist das Leben auf dem Land immer noch sehr gefährlich, denn neben Intrigen und Unstimmigkeiten unter den mächtigen Nightweavern gibt es auch noch andere Bedrohungen, die für abwechslungsreiche Spannung sorgen. Ich fand es auch vielversprechend, dass die Protagonistin eine ehemalige Piratin ist, die im Herzen noch immer rebellisch ist, auch wenn mir diese wichtige Eigenschaft manchmal fast zu kurz kam.

Zum Ende hin wurden sehr viele Fragen beantwortet und es gab so viele Enthüllungen und seitenweise Erklärungen dazu, sodass irgendwann die Spannung verflog. Inhaltlich fand ich es spannend und zwischendurch gab es auch Action und gute Twists, aber diese ganzen Vorträge am Ende fand ich auch etwas anstrengend, weil es für mich einfach zu viel war.

Insgesamt fand ich das Abenteuer mitreißend und freue mich auf die Fortsetzung, aber ich hatte teilweise schon das Gefühl, dass sich die Geschichte etwas in die Länge zieht, weil so viel erklärt wurde.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Götter, Geheimnisse und Gefahren

Loki − Her Twisted Heart
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Harlow gehört zu den Agrai, den Kriegerinnen der Göttin Artemis. Während die anderen Agrai ihre Göttin verehren und die übrigen Götter verachten, hasst Harlow sie alle. Als Tochter einer Verräterin, die ...

Harlow gehört zu den Agrai, den Kriegerinnen der Göttin Artemis. Während die anderen Agrai ihre Göttin verehren und die übrigen Götter verachten, hasst Harlow sie alle. Als Tochter einer Verräterin, die verbotenerweise einen Gott geliebt hat, wird Harlow ausgeschlossen und würde nie einem Gott vertrauen – bis sie ausgerechnet mit Loki, dem Gott der List und Lügen zusammenarbeiten muss, um ihre Freunde zu retten.

Während Harlow ein offenes Buch ist, hat Loki viele magische Geheimnisse. Er weiht Harlow meistens nicht ein, was oft ein Mittel ist, um mehr Spannung aufzubauen, aber es gab auch größere Mysterien: Was ist mit der Göttin Selene passiert, für deren Verschwinden oder Tod Loki verantwortlich gemacht wird? Was für eine tödliche Krankheit befällt die Agrai und was weiß Loki darüber? Lokis eigene Perspektive bringt zwischendurch etwas mehr Licht ins Dunkel, verrät aber auch nicht zu viel.

Hier werden verschiedene Mythologien vermischt, und auch die Familienverhältnisse und Bündnisse sind nicht immer offensichtlich. Das hat mir nicht so gut gefallen, weil ich diese Mischung aus eigentlich bekannten Elementen eher verwirrend und auch etwas willkürlich fand, und so konnte ich mich in dieser fantastischen Welt nie besonders wohlfühlen.

Ansonsten fühlt sich das Abenteuer ein bisschen wie ein magischer Road-Trip an. Harlow und Loki suchen nach Artefakten und reisen durch die Welt der Götter, begegnen dabei Göttern, Geschöpfen und verschiedenen Gefahren. Dabei lernen sie sich auch kennen und Harlow beginnt an ihrem bedingungslosen Hass auf die Götter zu zweifeln, auch wenn sie sich noch nicht sicher ist, ob sie Loki wirklich vertrauen kann.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Das Abenteuer des Prügelmädchens beginnt

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Tamsyn ist das königliche Prügelmädchen: wenn die Prinzessinnen sich nicht benehmen, dann wird Tamsyn dafür bestraft. Als der Krieger Fell die Hand einer Prinzessin fordert, wird wieder das Prügelmädchen ...

Tamsyn ist das königliche Prügelmädchen: wenn die Prinzessinnen sich nicht benehmen, dann wird Tamsyn dafür bestraft. Als der Krieger Fell die Hand einer Prinzessin fordert, wird wieder das Prügelmädchen gezwungen ihren Platz einzunehmen und sich unbekannten Gefahren zu stellen.

Tamsyn hat eine Sicht auf ihr eigenes Schicksal, die ich zwar verstehen konnte, aber ich fand es eher traurig und frustrierend, wie sehr sie die Prinzessinnen liebt, für deren Fehler immer sie selbst bestraft wird, und auch ihr Vertrauen in die Königsfamilie konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Sie ist es so sehr gewohnt, sich für andere aufzuopfern, dass es für sie zu einer Normalität geworden ist, die sie kaum noch hinterfragt.

Fell möchte eine Prinzessin heiraten, um sich damit eine einflussreichere Position zu sichern, damit er den Menschen in den Grenzlanden besser helfen kann, aber Tamsyn entspricht nicht ganz seinen Erwartungen und Bedürfnissen. Also hat Tamsyn Angst vor dem gefährlichen Krieger, während Fell von Tamsyn enttäuscht ist, trotzdem spüren sie von Anfang an eine magische Verbindung, die sie nicht erklären können. Abgesehen von den Umständen fand ich ihre Liebesgeschichte ganz nett, aber es war auch eine Mischung aus “zu schnell” und “nicht genug” für mich, weil die Protagonisten kaum Zeit haben, sich kennenzulernen.

Obwohl ich mich nie gelangweilt habe und sehr gut durch das Buch kam, fand ich schon, dass gar nicht so viel passiert ist. Die Geschichte lässt sich wirklich viel Zeit, um die Gefühle der Charaktere zu erklären, aber sie machen auch nur langsame Fortschritte. Es gab eine Szene, die mir zu obszön war, ansonsten hat mir die Story schon ganz gut gefallen, auch wenn ich zum Ende hin fand, dass die Handlung etwas oberflächlicher wurde und es nicht genug Konsequenzen gab.

Insgesamt hätte ich ein bisschen mehr erwartet, aber ich fand den Anfang des Abenteuers spannend, das in den Fortsetzungen hoffentlich etwas mehr an Fahrt aufnimmt.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Das Abenteuer einer Halb-Fae und nebenbei das Drachenturnier

Royal Houses – Haus der Drachen
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Als Halb-Fae verbirgt Kerrigan ihre starken magischen Kräfte, um nicht noch mehr Hass auf sich zu ziehen. Sie wächst im Haus der Drachen auf und bis sie offiziell von einem der anderen Häuser aufgenommen ...

Als Halb-Fae verbirgt Kerrigan ihre starken magischen Kräfte, um nicht noch mehr Hass auf sich zu ziehen. Sie wächst im Haus der Drachen auf und bis sie offiziell von einem der anderen Häuser aufgenommen wird, soll sie beim Drachenturnier helfen, bei dem fünf neue Drachenreiter bestimmt werden. Doch nicht nur das Turnier ist voller unerwarteter Wendungen, auch außerhalb des Turniers drohen viele Gefahren.

Kerrigan ist es gewohnt, unterschätzt oder übersehen zu werden, viele begegnen der Halb-Fae auch mit Abscheu und würden ihr gar keine Chancen geben. Sie ist eine sympathische Protagonistin und man begleitet sie gerne bei ihrem Abenteuer, bei dem sie ihren Wert beweisen muss und versucht, ihren Platz in dieser Welt zu finden, während sie nebenbei manchmal um ihr Leben kämpft.

Die Geschichte entsprach leider nicht ganz meinen Erwartungen. Zum einen wird es als Romantasy vermarktet und da war es mir schon etwas mehr als "Slow Burn": Die Liebesgeschichte ist kaum spürbar, es fühlt sich mehr nach Freundschaft und wachsendem Vertrauen an. Vielleicht kommt dazu mehr in den Fortsetzungen, aber hier ist noch nicht so viel los. Dann ist da noch der Klappentext, in dem behauptet wird, Kerrigan nehme am Turnier teil, was ziemlich irreführend ist. Die Handlung hat sich dann ganz anders entwickelt als erwartet, auch wenn es insgesamt schon spannend war. Die Reihe um Kerrigan ist eigentlich ein Spin-Off zu der Ascension-Reihe und leider hatte ich zwischendurch schon das Gefühl, dass einige Informationen fehlen oder nicht genug erklärt werden. Außerdem fand ich es schade, dass die Drachen nur eine Nebenrolle spielen.

Insgesamt fand ich das Buch schon spannend, allerdings konnte es einfach nicht die Geschichte bieten, die ich erwartet habe und daher konnte es mich leider nicht vom Hocker reißen. Die Fortsetzungen werde ich aber trotzdem lesen und hoffe auf mehr Drachen und mehr Romance!

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Die chemische Reaktion von Liebe und Arbeit

A Crush on the Boss
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Layla hat zwar keinen Doktortitel, aber sie hat eine Leidenschaft für Chemie und freut sich sehr über die Chance, bei BioVaris unter CEO Miles zu arbeiten, der auch selbst ein leidenschaftlicher Forscher ...

Layla hat zwar keinen Doktortitel, aber sie hat eine Leidenschaft für Chemie und freut sich sehr über die Chance, bei BioVaris unter CEO Miles zu arbeiten, der auch selbst ein leidenschaftlicher Forscher ist. Layla fühlt sich sofort zu ihm hingezogen, doch Miles wurde schon verletzt und ist daher besonders vorsichtig, wem er sein Herz anvertraut.

Ich fand es schon ganz süß, dass die beiden in der Wissenschaft auf einer Wellenlänge sind, obwohl sie ansonsten so unterschiedlich sind. Die einzigartige Layla ist sehr direkt mit ihren Gefühlen und kommt damit schon durch Miles’ harte Schale, aber er macht es ihr auch nicht leicht. So selbstbewusst er als Chemiker ist, so unsicher ist er sich in Liebesdingen. Die beiden sind ein unterhaltsames und auch kitschiges Paar, das ein paar kleine Herausforderungen meistern muss: Romanze am Arbeitsplatz mit der Ex als Kollegin, spannende Ergebnisse bei ihrer Forschungsarbeit und komplizierte Gefühle überall.

Letztendlich wurde ich mit dem Schreibstil nicht ganz warm. Er ist schon sehr direkt, aber ich habe da einige Witze nicht verstanden oder hatte das Gefühl, dass die Gespräche sich nicht sehr natürlich angefühlt haben. Dazu auch das Tempo; manches fand ich etwas zu detailliert, während mir andere wichtige Szenen zu kurz kamen, was ich dann schade fand. Und ich finde zwar, dass man das Buch lesen kann, ohne den Vorgänger zu kennen, so wie ich das getan habe, aber ich würde eher empfehlen, die Reihe mit dem ersten Buch zu starten, da Ereignisse aus dem Vorgänger hier schon eine Rolle spielen.

Insgesamt fand ich die Geschichte ganz nett und kurzweilig, aber es gab auch einige Momente, die mich nicht ganz überzeugen konnten.

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