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Veröffentlicht am 06.12.2017

Hatte mehr zu bieten, als erwartet!

Loving Clementine
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Inhalt
Clementine, kurz Clem, datet nicht. Denn sie hat sich schon zweimal die Finger verbrannt, und das braucht sie kein weiteres Mal.
Sie ist heimlich Bestseller Autorin geworden, nachdem ihr unter Pseudonym ...

Inhalt
Clementine, kurz Clem, datet nicht. Denn sie hat sich schon zweimal die Finger verbrannt, und das braucht sie kein weiteres Mal.
Sie ist heimlich Bestseller Autorin geworden, nachdem ihr unter Pseudonym veröffentlichtes, hauptsächlich autobiografisches Young Adult Buch berühmt wurde.
Doch nun soll sie Romance schreiben und ihr fehlt völlig die Inspiration. Nutzt eigene Erfahrung, sagt die Professorin, aber da kann Clem gerade nicht mit dienen. Ihr neuer Kumpel Gavin ist jedoch bereit, ihr etwas unter die Arme zu greifen und sorgt für etwas Romantik in ihrem Leben ...

Protagonisten
Clementine mochte ich wirklich sehr gerne, denn ich konnte ihre Gefühle, Gedanken und Handlungen eigentlich immer gut nachvollziehen. Sie hatte keine gute Beziehung zu ihren Eltern und auch in der Liebe hat es bei ihr nicht geklappt, dadurch ist sie etwas ernst und hat hohe Mauern um ihr Herz errichtet. Sie wohnt zusammen mit ihren besten Freundinnen und fühlt sich da ganz wohl, sie steht auf eigenen Beinen und zieht ihr Ding durch. Ich fand Clementine einerseits sehr selbstbewusst, weil sie eben so unabhängig war, doch gleichzeitig war sie auch verletzlich und sensibel: Sie will keinen an sich ranlassen, weil sie nicht wieder verletzt werden will. Doch sie macht es den anderen, also vor allem Gavin, auch nicht leicht, denn sie erwartet Verrat und Betrug von jeder Seite und zieht manchmal voreilige Schlüsse - wenn auch nicht ganz ohne Grund.
An ihrem Charakter schätze ich sehr, dass sie treu, ehrlich und leidenschaftlich ist, wenn es um Dinge geht, die ihr am Herz liegen.

Gavin ist ein netter Typ und wohl ein Traummann. Er spielt in einer Band und die Mädels, die zuschauen, sind immer sehr hingerissen von ihm. Gleichzeitig ist er auch RA, also so etwas wie ein Aufpasser in einem Wohnheim, der sich ein wenig um die jüngeren Studenten kümmert, und schreibt Artikel für eine Zeitung. Er tritt meistens sehr selbstbewusst auf und gibt sich bei Clementine viel Mühe, um ihr näher zu kommen, auch wenn sie abblockt.
Er ist sehr ehrlich und möchte Clementine nicht verschrecken, aber das fällt ihm gar nicht leicht. Er neigt auch zur Eifersucht und möchte sie immer beschützen, doch Clem ist zu selbstständig, um immer bemuttert zu werden. Also eigentlich ist er ein guter Kerl, der nur manchmal nicht ganz das richtige tut, und die etwas scheue Clementine dadurch verschreckt.

Handlung und Schreibstil
Das Buch hatte viel mehr zu bieten, als ich erwartet hätte und das fand ich großartig. Ich finde, der Klappentext verrät nicht zu viel, aber genug, um neugierig zu machen.
Zum einen gab es tolle Charaktere, die auch wenn sie nur eine Nebenrolle gespielt haben, überzeugen konnten. Clementines Freundinnen und Freunde, Mitarbeiter und auch die Charaktere, die in den Fortsetzungen die Hauptrollen übernehmen werden. Ich bin wirklich schon gespannt, auch wenn ich kaum glaube, dass sie besser sein könnten als dieser erste Teil.

Auch die Story rund um Clems Buch fand ich sehr interessant. Sie hätte nie gedacht, dass es so beliebt sein könnte. Sie hat viele Dinge in diesem Buch genau so erlebt und deswegen ist es ihr auch sehr wichtig, dass niemand erfährt, dass das Buch von ihr stammt, das wäre ihr zu privat. Alles rund ums Schreiben fand ich gut umgesetzt und ich könnte mir vorstellen, dass es für Autoren so ablaufen könnte, vor allem in den Anfängen. Clementine studiert noch und lernt noch vieles, auch wenn sie ein gutes Buch hat, ist sie nicht allein dadurch sehr erfolgreich sondern lernt weiter und will noch besser werden.

Es gab sogar Elemente aus dem Bereich Krimi, da in diesem Buch auch etwas dubiose Dinge geschehen. Auch das hat Spannung erzeugt, aber vor allem ging es um Clementine, ihr Buch und ihr Privatleben und wie sie sich langsam öffnete, um wieder Liebe in ihr Leben zu lassen. Ich finde, der Prozess war in einem geeigneten Tempo und man konnte gut nachvollziehen, wie sich Clem in jeder möglichen Situation gefühlt hat. Warum sie abgeblockt hat, wenn sie das tat, warum sie die Mauern um sich errichtet hat.

Fazit
"Loving Clementine" hatte viel mehr zu bieten, als ich anfangs erwartet hätte und ich war sehr überrascht. Es war durchaus spannend und Clementine konnte mich total von sich überzeugen!

Veröffentlicht am 30.11.2017

Viele, viele bunte Handlungsstränge

Lord of Shadows
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!
Emma hat zwar den Mord ihrer Eltern gerächt, aber Frieden hat sie nicht gefunden. Ihre verbotene Liebe zu ihrem Parabatai Julian hat sie dazu gebracht, eine Beziehung mit ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!
Emma hat zwar den Mord ihrer Eltern gerächt, aber Frieden hat sie nicht gefunden. Ihre verbotene Liebe zu ihrem Parabatai Julian hat sie dazu gebracht, eine Beziehung mit Mark vorzutäuschen, um Julian auf Abstand zu halten.
Gleichzeitig passieren nach wir vor seltsame Sachen: Meeresdämonen strömen zahlreich an die Küsten und halten die Schattenjäger auf Trab. Malcolm Fades Leichnam kann nicht gefunden werden - haben er oder sein Tod das alles ausgelöst?
Auch bei den Feenwesen gibt es Unruhen, denn die Feenkönigin und der Elbenkönig hassen einander, und die Schattenjäger hassen sie ebenso.
Emma, Julian, Mark und die anderen Schattenjäger müssen ihre Probleme beiseitelegen und gemeinsam gegen die Bedrohung kämpfen ...

Cover und Titel
Ich finde das Cover eher mittelmäßig. Auf den anderen Covern ist immer eine Person groß im Mittelpunkt, aber hier ist das nicht so. Julian ist eher am Rand und klein, dabei wirkt er durch die seltsame Beleuchtung der Figur auch noch total fehl am Platz. Trotz der Gebäude-Silhouetten wirkt das Cover zu einem großen Teil leer.

Protagonisten
Emma liebt Julian und das ist auch ihr größtes Problem, denn er ist ihr Parabatai. Wenn sie sich nicht voneinander fernhalten, wird der Fluch ihnen und allen, die sie lieben, schaden. Sie ist eine Kämpferin und löst ihre Probleme lieber durch einen Kampf, doch hier kommt ihre verletzliche Seite zum Vorschein.
Julian ist nach wie vor ernst und kümmert sich liebevoll um seine Geschwister. Durch die aktuellen Geschehnisse ist er ziemlich gestresst, da sein Geheimnis jederzeit aufgedeckt werden könnte. Er möchte seine Geschwister in seiner Nähe in Sicherheit wissen, aber alles steht auf wackligen Beinen. Ich finde ihn immer zu distanziert und grüblerisch, um richtig mit ihm warm zu werden, auch wenn ich seine Motive verstehe.
Mark ist Julians Halbbruder und momentan Emmas Freund. Da er einer der wenigen ist, denen Julian niemals wehtun könnte, war Mark Emmas Wahl für dieses Schauspiel. Ich finde, dass er das süß rüberbringt, wenn auch nicht sehr überzeugend, aber das fand ich auch sympathisch. Seine Loyalität und manchmal Naivität machen ihn liebenswürdig.
Christina ist Emmas beste Freundin und sie reden immer über Mädchensachen. Sie ist auch die einzige, die weiß, was wirklich zwischen Mark und Emma läuft. Sie ist mit Diego zusammen, mit dem sie ja zusammen aufgewachsen ist, aber sie fühlt sich dennoch zu Mark hingezogen. Chistina ist loyal und ein gutes Mädel, aber in dem Buch ging es bei ihr eigentlich nur um Teenie-Drama mit ihren Love-Interests.
Kit ist zu meinem Lieblingscharakter geworden. Er ist, ähnlich wie Emma oder Jace, sarkastisch und stur, aber darunter ist er eher sensibel und braucht eine Familie, die sich um ihn kümmert. Er ist nicht unter Schattenjägern aufgewachsen, darum hat er den Blick eines Außenstehenden und findet die Schattenjäger zu ernst, zu spießig und findet ihr Leben sehr anstrengend. Er braucht lange, bis er beginnt, sich langsam daran zu gewöhnen, weil er auch Zeit mit Jace verbracht hat und Tiberius ihm kaum von der Seite weicht. Doch möchte er trotzdem oft fliehen und in seine gewohnte Welt zurückkehren - auch wenn da nichts mehr ist wie früher.

Andere Charaktere
Ich kann Hauptcharaktere kaum von Nebencharakteren unterscheiden, weil alle ihre Handlungsstränge haben. Es tauchen sehr viele bekannten Charaktere der anderen Buchreihen auf oder werden namentlich erwähnt, viele spielen eine wichtige Rolle, sowie Jace, Alec und Magnus, oder auch Clary, die in Emma eine Freundin sieht. Neue Charaktere gibt es nicht so viele, aber die Zenturion, sowie eine arrogante Schattenjägerin Zara und ihre Clique bringen neue Probleme mit sich.

Handlung und Schreibstil
Wie bei Lady Midnight fand ich auch hier, dass es einfach zu viele Situationen gibt, die man ohne Vorwissen aus den anderen Reihen nicht verstanden hätte. Mir fehlt aus all den Büchern nur die Schattenjäger-Akademie, und selbst da hatte ich das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Also ich finde, es wäre schwer, einzusteigen, wenn man nicht bereits Fan ist. Sehr viele Charaktere, viele Situationen, die man kaum verstehen kann und auch noch jene Informationen, die in den Büchern noch nicht vorkamen, die man nur als Fan im Internet liest, oder ähnliches. Also für Fans geht es gut, für Neueinsteiger würde ich City of Bones empfehlen, denn da fing alles an.

Ich fand das Buch eigentlich schon spannend, aber vielleicht ist für mich irgendwie der Zauber raus. Ich habe auch Shdowhunters die Serie abgebrochen, aber das könnte auch an der schrecklichen Umsetzung liegen. Ich weiß nicht genau, warum, aber ich fand es etwas lang und zäh, weil man so viele Charaktere hat und sie alle ihre Geschichte bekommen sollen. Eigentlich mag ich die detailreiche Welt der Schattenjäger, die jetzt schon so viele Facetten hat, die alle wunderbar verknüpft sind. Aber ich weiß nicht, ob jetzt jeder Schattenjäger für mich einer von vielen wird, denn ich habe nicht so eine starke Bindung zu den Charakteren wie ich in der Reihe um Tessa, Will und Jem hatte. Da habe ich mitgelitten, hier leider kaum. Ich mochte manche Charaktere wieder sehr gerne, weil sie einfach liebenswürdig waren oder faszinierend, aber die anderen ließen mich kalt.

Und ich fand manche Sachen doch etwas weit hergeholt und manche Handlungen total unbegründet. Dann gab es Handlungsstränge, die ich etwas unnötig fand, weil sie die Sache eben noch verlängerten. Also, die Dinge an sich haben mich nicht gestört, aber die zahlreichen Nebenhandlungen schon! Nicht wirklich jeder Charakter braucht einen herzzerreißenden Hintergrund - sonst wird es unglaubwürdig. Ich fand auch, dass es etwas viele miteinander verknüpfte Liebesgeschichten gab.

Fazit
"Lord of Shadows" hat mir eigentlich schon sehr gut gefallen, war durchaus spannend und hatte auch gute Momente. Aber entweder hat sich die Art der Bücher etwas verändert oder der Zauber der Schattenjäger packt mich nicht mehr so richtig. Weiterlesen werde ich aber trotzdem definitiv!

Veröffentlicht am 27.11.2017

Recht durchschnittlich und wenig Magie

The Chosen One - Die Ausersehene
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Inhalt
Endlich steht Skadis erste Nacht mit einem Mann bevor, endlich wird sie ihre Aufgabe als Ausersehene erfüllen: Kinder zeugen. Nur noch wenige Frauen sind dazu in der Lage und diese werden in der ...

Inhalt
Endlich steht Skadis erste Nacht mit einem Mann bevor, endlich wird sie ihre Aufgabe als Ausersehene erfüllen: Kinder zeugen. Nur noch wenige Frauen sind dazu in der Lage und diese werden in der Burg beschützt.
Doch das ist nur das Leben in einem goldenen Käfig, wie Skadi bemerkt - zum Glück, bevor es zu spät ist. Sie schafft es, aus der Burg zu fliehen und stößt bald auf Finn, der sich um sie kümmert. Sie schließt sich ihm und seinen Gefährten an, um die Welt zu erkunden und entdeckt, dass auch in ihr mehr steckt, als sie je geahnt hätte ...

Cover und Titel
Man sieht Skadi in einem roten Kleid, wie es die Ausersehenen tragen, sobald ihre Zeit gekommen ist. Es sieht magisch aus und auch nach Jugendbuch, noch dazu finde ich es auch ganz hübsch. Also es passt gut zum Inhalt.

Protagonisten
Skadi ist oft sehr naiv, denn sie ist so wohlbehütet in der Burg der Ausersehenen aufgewachsen und hat immer nur davon geträumt, endlich ihre Aufgabe erfüllen zu können. Erst kurz davor ist ihr dann aufgefallen, dass sie sich nicht darauf einlassen kann und sie ist geflohen. Auch wenn es Hinweise darauf gab, dass sie ein wohlbehütetes Leben führte, schafft sie mit etwas Anstrengung und durch Zielstrebigkeit fast alles, was sie anpackt. Ich fand aber, dass sie manchmal relativ lange braucht, um Schlüsse zu ziehen, aber sie hat immer schnell zu allen Vertrauen gefasst. Also, sie wirkte weniger schlau, aber nett war sie halt trotzdem.

Finn ist ein Sonnenschein und verbreitet immer gute Laune. Auf ihn kann man ich verlassen und er ist immer für seine Freunde da. Man merkt sofort, wie gern er Skadi hat und ich konnte gar nicht verstehen, wie sie das nicht merkt. Er versucht wirklich alles und jeder sieht es - nur Skadi nicht. Finn hat mich oft an ein treues Hündchen erinnert, der den anderen hinterhertrottet und ich fand ihn einfach süß.

Jaro ist der mysteriöse, absolut gut aussehende Typ, den es in vielen Jugendbüchern gibt. Ihn umgeben Geheimnisse, die Skadi am liebsten enthüllen wurde. Er gibt nicht viel Preis und ist eher der Anführer, der sagt, was zu tun ist, weil er ruhig und besonnen handelt.

Leah lebt auf dem Hof, auf dem Skadi bleibt, nachdem sie Finn kennengelernt hat. Das Mädchen ist total in Finn verknallt und sieht Skadi als Rivalin und ist deswegen oft gereizt, wenn diese in der Nähe ist. Sie ist meistens zickig und schlecht gelaunt und war die Sache an dem Buch, die ich ganz und gar nicht mochte.

Handlung und Schreibstil
Ich habe ein bisschen gebraucht, um das mit den Ausersehenen komplett zu verstehen, weil mir ein paar Details zum Verständnis gefehlt haben. Die Ausersehenen bekommen wirklich alle Kinder im Reich, und diese werden dann zur Aufsicht in andere Familien gegeben. Niemand zieht seine eigenen Kinder auf, denn die Ausersehenen sind ja die einzigen, die Kinder bekommen können, aber sie müssen sie eben weggeben und dann weitere Kinder gebären. Die Männer, die ihnen beiliegen, werden auch ausgewählt, aber nicht weil sie fruchtbar sind, sondern weil sie besonders toll sind oder so. Denn von der Unfruchtbarkeit sind nur die Frauen betroffen.

Ja, was soll ich sagen. Allzu spannend war es nicht. Das Buch war ja nicht besonders lang und ich hatte letztendlich auch das Gefühl, das kaum etwas passiert ist. Skadi flieht, läuft etwas durch die Gegend, es gibt kleine Zwischenfälle und zum Schluss ... Vor allem am Ende hätte ich gerne mehr Details gehabt und vielleicht etwas mehr Inhalt.
Es gibt in dem Buch ja auch Magie, aber die kam mir auch viel zu kurz. Sie tritt eher später in Erscheinung und wird kaum genutzt, und das fand ich sehr schade. Gerade da hätte ich mir etwas mehr gewünscht!
Der Schreibstil war nicht ganz so meins, aber es hat wirklich gereicht. Er war simpel gehalten, nur bei den Gefühlen hatte ich manchmal Schwierigkeiten, sie gut nachzuvollziehen.

Fazit
"The Chosen One - Die Ausersehene" konnte mich nur so mittelmäßig unterhalten. Der Schreibstil war in Ordnung, allzu spannend war es nicht und ich konnte mit Skadi leider nicht ganz warm werden. Die Fortsetzung würde ich trotzdem lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Idee
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 27.11.2017

Süße Geschichte trotz ernster Themen

Als dein Blick mich traf
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Cover und Titel
Die pinke Schrift und die Verzierungen über dem schwarz-weißen Bild finde ich sehr hübsch und das gesamte Cover lässt auf jeden Fall an ein Buch mit romantischem Inhalt denken. Bei der ...

Cover und Titel
Die pinke Schrift und die Verzierungen über dem schwarz-weißen Bild finde ich sehr hübsch und das gesamte Cover lässt auf jeden Fall an ein Buch mit romantischem Inhalt denken. Bei der Leserunde ist einer Mitleserin aufgefallen, dass auch der Titel sehr gut passt, denn die ganze Geschichte zwischen den beiden Charakteren beginnt angeblich nur, weil sie ihm einen ganz besonderen Blick zugeworfen haben soll ;)

Protagonisten
Ani hat eine Krankheit, wegen der sie sich einer Operation unterziehen muss. Diese führt aber dazu, dass sie niemals selbst Kinder bekommen kann. Das macht sie ganz schön fertig, denn sie wollte schon immer eine Familie haben, um die sie sich kümmern kann. Und jetzt rückt dieser Traum in weite Ferne und sie fühlt sich ganz schrecklich. Sie könnte nicht genau erklären, wie es dazu kam, aber nach dem Sex mit Bram ändert sich die Beziehung der beiden schlagartig. Sonst zankten sie sich ununterbrochen, doch jetzt ist Bram da, wenn es ihr schlecht geht. Die beiden sind zwar Pflegegeschwister, kamen aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten in die Familie und haben auch nie wirklich unter einem Dach gewohnt. Zwar unternimmt die Familie immer mal wieder etwas zusammen und sie essen einmal die Woche zusammen, aber Bram und Anita standen sich noch nie besonders nahe. Daher bemerken auch die anderen die Veränderung schnell - sie sehen, dass zwischen den beiden etwas passiert ist!
Ansonsten hat Anita eine spitze Zunge, durch die ihre verletzliche Seite nur noch verletzlicher wirkte.

Bram mag Anita und schläft gerne mit ihr, aber zwei Dinge sind für ihn klar: Er will keine Beziehung und er will keine Kinder. Als es ihr schlecht geht, möchte er sich um sie kümmern. Wenn es ihr schlecht geht, will er dafür sorgen, dass es ihr wieder besser geht. Wenn sie schwach wird, möchte er, dass sie stark bleibt. Er ist sehr liebevoll und möchte alle Menschen, die ihm etwas bedeuten, ständig beschützen. Er hat einen starken Beschützerinstinkt, und das nervt Anita oft, denn schließlich ist sie eine selbstständige Frau!
Ich mochte beide Protagonisten ganz gerne, weil sie so natürlich wirkten und ich ihre Emotionen und Handlungen fast immer nachvollziehen konnte.

Andere Charaktere
Das ist der zweite Teil einer Reihe, bei der ich den ersten Teil nicht gelesen habe. Ich hatte zwar keinerlei Probleme, in die Handlung reinzukommen und die Verweise auf den ersten Teil zu verstehen, aber meine Bindung zu den Charakteren war nicht so stark, wie vielleicht gewesen wäre, wenn ich das erste Buch auch gelesen hätte. Ich konnte die Beziehungen verstehen und mochte die Familienmitglieder sehr, aber einige Handlungen hätte ich mit mehr Hintergrundwissen vielleicht besser nachvollziehen können. Bei Ani und Bram hatte ich da nicht die geringsten Probleme, aber bei den anderen gab es da halt immer Kleinigkeiten.

Handlung und Schreibstil
Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonisten erzählt und das fand ich so auch sehr gut. Andere Leser meinten, sie hätten in manchen Situationen lieber die jeweils andere Perspektive gehabt, aber das fand ich gar nicht! Zwar konnte man nicht direkt lesen, was bei den Emotionen der anderen gerade so los war, aber das hat es nochmal spannend gemacht. Und ich finde, es war auch immer klar, wie sie sich die Personen gefühlt haben. Ich fand es auch gut, weil es so noch einen Ticken spannender war, weil man sich noch ein bisschen Gedanken darüber machen musste, was in den Charakteren so vor sich ging.

Es sind so einige Dinge passiert, die ich am Anfang des Buches nie erwartet hätte. Ich hätte sie nie kommen sehen können und war ganz schön überrascht, was das Buch alles für mich bereit hielt. Manche Dinge wären in der Form vielleicht nicht nötig gewesen, aber ich verstehe, warum man sie eingebaut hat. Sie haben Emotionen ausgelöst, die zu andere Handlungen geführt haben, sonst hätte alles irgendwie anders kommen müssen und dann wären die Begründungen für ihre Aktionen vielleicht nicht so logisch gewesen.

Fazit
"Als dein Blick mich traf" hat mir gut gefallen, die Protagonisten fand ich sehr sympathisch und auch die Handlung fand ich recht spannend. Aber ein wenig unnötiges Hin-und-her gab es leider trotzdem und so etwas nervt mich immer.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Gefühl
  • Figuren
  • Originalität
  • Erotik
Veröffentlicht am 24.11.2017

Vorbereitungen für den Abschluss der Reihe

Die Verzauberung der Schatten
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!
Inhalt
Vier Monate sind vergangen, seitdem Kell und Lila die Dane-Zwillinge besiegt haben. Und auch vier Monate, in denen sie nichts voneinander gehört haben.
Lila hat sich ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!
Inhalt
Vier Monate sind vergangen, seitdem Kell und Lila die Dane-Zwillinge besiegt haben. Und auch vier Monate, in denen sie nichts voneinander gehört haben.
Lila hat sich an Bord des Nachtfalken einen Namen gemacht und kommt ihren Träumen näher. Denn der Kapitän des Schiffes ist Alucard Emery, ein geübter Magier, der seine eigenen Geheimnisse hat, aber Lila immer schnell durchschaut.
Im roten London laufen währenddessen die Vorbereitungen für das Spiel der Elemente, ein magischer Wettbewerb zwischen den drei Königreichen. Für die dunkle Macht, die vor Monaten in der Stadt wütete, wird Kell als Verantwortlicher gesehen und der Druck, der auf ihm lastet, ist größer als je zuvor. Obwohl es verboten ist, möchte er heimlich an den Spielen teilnehmen, und auch aus allen drei Königreichen reisen zahlreiche Gäste sowie Teilnehmer an, unter ihnen auch ein bekanntes Schiff. Und währenddessen erwacht ein anderes London wieder zum Leben ...

Protagonisten
Wie auch im ersten Buch hatte Kell es nicht leicht. Es ging ihm schon vor den Ereignissen mit der dunklen Magie - Vitari - nicht gut, da wurde er wie Eigentum behandelt und fühlte sich einsam. Nun ist er als Antari einsamer als zuvor, und wird noch dazu als Schuldiger an vielen Toden angesehen. Sein Käfig wird dadurch nur noch kleiner. Der König und die Königin behandeln ihn anders als früher und lassen ihm weniger Freiraum, und auch Rhy hat sich verändert. Außerdem denkt er andauernd an Lila und fragt sich, was aus ihr geworden ist.
Kell ist zwar in seiner magischen Begabung überragend und wird in der Hinsicht bewundert, denn Antaris sind eben mächtig und begehrt. Aber trotz der Macht ist Kell sehr verletzlich, und darum hab ich noch mehr ins Herz geschlossen. Er ist immer sehr ernst und es fällt ihm schwer, locker zu lassen, aber wenn man seinen weichen Kern kennt, muss man ihn einfach lieben.

Prinz Rhy hat sich verändert. Durch den Bund fühlt er nun starke Gefühle von Kell, genauso wie umgekehrt. Beiden ist das nicht ganz angenehm, und Rhy ist zwar dankbar, fühlt sich aber schuldig, da er Kells Leben quasi mitlebt. Und er hat Schuldgefühle wegen seiner Torheit als er Hollands Geschenk angenommen hat, schließlich hat das alles noch weiter verschlimmert. Er ist jetzt entschlossen, ein verantwortungsvollerer Prinz zu werden, der seinem Reich gerecht wird. Außerdem will er auch Kell noch mehr als sonst helfen, und das alles hat mich kurz denken lassen, dass sein Charakter sich vollkommen verändert hat, aber er ist immer noch der unverbesserliche Prinz, den man kennt. Nur eben ein bisschen weniger leichtsinnig.

Lila ist nun endlich auf einem segelnden Schiff, und macht, was sie am besten kann: Stehlen. Und andere halb legale bis illegale Sachen. Fühlt sie sich schlecht dabei? Natürlich nicht, sie ist Delilah Bard und sie fürchtet sich vor nichts und niemandem! Auch wenn die dunkle Magie und die Dane-Zwillinge schon sehr unheimlich waren, gibt Lila nicht auf: Sie ist entschlossen Magie zu lernen und Meister Tierens Worte von damals ermutigen sie auch dazu, schließlich soll sie die Macht dazu in sich haben! Ja, Lila geht es gut, darum hatte ich eigentlich gar kein Mitgefühl mehr, weil sie wegen nichts leiden musste. Man folgt ihr nur bei ihren waghalsigen Abenteuern, ist Zeuge ihrer spitzen Zunge und merkt, dass auch sie oft an Kell denkt. Ja, der attraktive und begabte Antari geht ihr nie aus dem Kopf.
Lila erschien mir furchtloser, aber noch genauso impulsiv (und dadurch manchmal auch leichtsinnig) wie im ersten Band. Ich hatte Spaß daran, ihre Erlebnisse an Bord des Nachtfalken mitzuerleben, kam ihr emotional aber nicht ganz so nah wie im ersten Buch.

Alucard Emery ist ein interessanter Charakter. Er ist aufmerksam und irgendwie wurde er Kapitän dieses Schiffes, aber davor hat er Englisch gelernt, das im roten London die Sprache des Adels ist, und kennt wohl auch Kell und Rhy. Diese waren auch überrascht, dass Alucard überhaupt nach London kommt. Er kann mit Lilas spitzer Zunge mithalten und so ergeben die beiden ein überaus unterhaltsames Paar.

Handlung und Schreibstil
Das ganze Buch wurde von den Vorbereitung zum Spiel der Elemente eingenommen. Okay, nicht ganze, irgendwann fand es tatsächlich auch mal statt, aber mir kam es vor wie eine Ewigkeit. Vor allem vergingen dabei auch nicht besonders viele Tage und ich hatte das Gefühl, als würde nicht wirklich etwas passieren, aber die Autorin weiß, wie man Spannung aufbaut.
Warum dieses Buch nicht die volle Punktzahl von mir erhalten hat: Es hat mir zwar sehr gut gefallen, es war spannend und magisch, aber ich hatte das Gefühl, es hätte noch viel besser werden können. Es war wie andere Mittelbände von Trilogien: die Vorbereitung auf das Finale. Es war auf andere Art spannend als das erste Buch, nicht durch große Konflikte und dramatischen Wendungen, sondern mit den kleinen Dingen, wie das erwartete Wiedersehen von Lila und Kell, Kells Probleme mit seinem Umfeld und das Spiel der Elemente. Also es war schon gut, aber das erste hatte da mehr zu bieten und das Ende dieses Buchs verspricht, dass es im nächsten auch so sein wird. Da die Konflikte aber lange angekündigt wurden, hatte ich sie früher erwartet und war da ein bisschen enttäuscht.

Fazit
"Die Verzauberung der Schatten" hat mir ausgesprochen gut gefallen, mir hat nur ein wenig an echter Action gefehlt und es war eher eine Vorbereitung für den finalen Band der Trilogie.