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Veröffentlicht am 30.11.2022

Schwächere Version des Vorgängers

Fragile Heart
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Der Entzug war hart, aber jetzt ist Adam auf dem Weg der Besserung. Als er entlassen wird, fällt es ihm nicht gerade leicht, wieder Kontakt zu seinen Freunden aufzunehmen ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Der Entzug war hart, aber jetzt ist Adam auf dem Weg der Besserung. Als er entlassen wird, fällt es ihm nicht gerade leicht, wieder Kontakt zu seinen Freunden aufzunehmen und er weiß nicht, ob er in sein altes Leben zurückkehren kann. Und Rosie vermisst er auch, aber nachdem er so plötzlich aus ihrem Leben verschwunden ist, weiß er nicht, wo sie stehen.

In meinen Augen war das zweite (und scheinbar letzte) Buch um Rosie und Adam eine schwächere Version des Vorgängers. Es hat mich gefreut, dass es Adam so viel besser geht, aber er hat seine größten Probleme schon ziemlich schnell überwunden. Er hat zwar noch viele Ängste, aber er macht riesige Schritte und ist beinahe ausgeglichen. Er braucht noch etwas Zeit, um wirklich neu anzufangen und wieder Fuß zu fassen, aber eigentlich fällt ihm alles ziemlich leicht, nur seine Beziehungen machen ihm noch Sorgen.

Rosie hat es mit ihrem Podcast immer noch nicht leicht, sie bekommt immer noch viele negative Kommentare nach dem katastrophalen Interview mit Scarlet Luck damals und die Aktionen ihrer ehemaligen Mitarbeiterin werfen auch kein gutes Licht auf ihre Arbeit. Sie liebt Musik, aber sie ist noch dabei, sich wieder nach oben zu kämpfen und ihre Motivation hat schon abgenommen.

Nach dem Entzug wissen die beiden nicht, wo sie stehen, da sie sich zwar nähergekommen waren, aber in den letzten Monate keinen Kontakt mehr hatten. Ihre Unsicherheit, Komplexe und Missverständnisse stehen zwischen ihnen und es geht in dem Buch hauptsächlich darum, wie sie nach der Trennung ihre Beziehung wieder aufbauen. Der inzwischen eher entspannte Adam ist eher lösungsorientiert, aber Rosie fühlt sich wegen der vielen Beleidigungen im Internet immer unwohl und empfindet sich selbst als nicht gut genug. Da die Kommentare der Fans und Hater eins der größten Probleme sind, hat mich schon gewundert, dass kaum etwas unternommen wird, um die Situation zu verbessern.

Die Liebesgeschichte hat mir eigentlich wieder gut gefallen, aber mir ging Adams Entwicklung etwas zu schnell und ich hatte das Gefühl, dass die Probleme aus dem Vorgänger nur aufgewärmt wurden. Durch diese Wiederholungen fand ich das Buch auch etwas schwächer und langweiliger.

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Veröffentlicht am 28.11.2022

Wenig Romeo und Julia, viel Tod und ein interessantes Setting

Welch grausame Gnade
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Bei diesem Buch habe ich mich gefragt, welche Eigenschaften ein Retelling ausmachen, denn es ist schon wegen der Namen der Charaktere ganz offensichtlich eine Romeo-und-Julia-Geschichte, aber abgesehen ...

Bei diesem Buch habe ich mich gefragt, welche Eigenschaften ein Retelling ausmachen, denn es ist schon wegen der Namen der Charaktere ganz offensichtlich eine Romeo-und-Julia-Geschichte, aber abgesehen von den verfeindeten Gangs entwickelt es sich schon so sehr in eine andere Richtung, dass ich weniger Details als erwartet wiedererkennen konnte.

Das Setting im Shanghai der 1920er hat mir gut gefallen und auch die unterschiedliche Herkunft verschiedener Charaktere, auch wenn mich schon ein wenig gestört hat, wie übertrieben viele Sprachen die Charaktere sprechen konnten. Hier bekriegen sich außerdem nicht nur die Cais und Montagovas, sie werden auch von Ausländern bedroht, deren Einfluss in der Stadt immer größer wird. Und dann verbreitet sich ein Wahnsinn, der die Menschen dazu bringt, sich selbst die Kehle aufzureißen und diese furchtbaren, mysteriösen Tode werden insgesamt eher gleichgültig aufgenommen, als gäbe es wichtigere Dinge, so wie Geld, Einfluss und die absurd wichtige Blutfehde zwischen den Gangs. Generell sterben hier jede Menge Leute, besonders innerhalb der Gangs, aber für sie ist es schon so alltäglich, dass es auch mich kaum berühren konnte.

Die Beziehung von Roma und Juliette ist kompliziert und auch etwas anders als das bekannte Drama, denn sie waren früher Freunde und noch mehr, bevor sich ihre Wege auf unschöne Weise trennten. Man kann die Spannung bei ihrem Wiedersehen sehr gut fühlen und trotz des Verrats und den widersprüchlichen Gefühlen nehmen sie die Gefahr, die vom Wahnsinn ausgeht, ernst und beginnen ihre Ermittlungen und ziehen ganz vernünftig sogar in Betracht, die Blutfehde dafür beiseite zu schieben. Zwischen all den Themen und Toden kommt ihre Liebesgeschichte aber eher kurz, auch darum hat es sich für mich etwas weniger wie Romeo und Julia angefühlt.

Was mir aber wiederum gefallen hat war, dass ein paar weibliche Charaktere mehr Aufmerksamkeit bekommen haben, auch wenn die Anzahl der männlichen Figuren ganz klar überwiegt. Juliette ist sehr selbstbewusst, auch wenn sie durch ihren langen Aufenthalt im Ausland sowie ihr Geschlecht nicht immer als Nachfolgerin ihres Vaters anerkannt wird. Sie nimmt die Dinge selbst in die Hand und schreckt vor fast nichts zurück, und obwohl ich ihre Stärke mochte, fand ich es schwer, einen Zugang zu ihr zu finden.

Insgesamt lässt mich die Geschichte etwas zwiegespalten zurück. Für ein Retelling war es mir etwas zu wenig vom Ausgangsmaterial, ich fand den Schreibstil zu distanziert und hätte mir auch von der Liebesgeschichte etwas mehr gewünscht. Ich bin aber gespannt, wie viel dann noch in der Fortsetzung kommen wird.

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Veröffentlicht am 28.11.2022

Unterhaltsame Fake-Dating-Romance

Spanish Love Deception – Manchmal führt die halbe Wahrheit zur ganz großen Liebe
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Aaron ist zwar ihr Arbeitskollege, aber in Catalinas Augen ist er Staatsfeind Nummer eins. Als er ihr dann aber plötzlich anbietet, ihr sie als ihr Date zur Hochzeit ihrer Schwester zu begleiten, muss ...

Aaron ist zwar ihr Arbeitskollege, aber in Catalinas Augen ist er Staatsfeind Nummer eins. Als er ihr dann aber plötzlich anbietet, ihr sie als ihr Date zur Hochzeit ihrer Schwester zu begleiten, muss Catalina nach einigem Widerstand einsehen, dass er ihre einzige Chance sein könnte, um ihrer Familie zu beweisen, dass es ihr gut geht.

Catalina hat eine sehr unangenehme Trennung hinter sich und seitdem macht ihre Familie sich Sorgen, dass Catalina immer noch leidet. Dass sie ihrem Ex während der Hochzeit auch kaum aus dem Weg gehen kann, macht die ganze Angelegenheit noch komplizierter. Als ihr eine kleine Notlüge entschlüpft, hat sie schon fast keine andere Wahl mehr, auch wenn sie sich noch dagegen wehrt, auf Aarons Vorschlag einzugehen. Trotzdem versucht sie, eine andere Lösung zu finden.

Die Fake-Dating-Romance der beiden ist besonders durch die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Protagonisten so unterhaltsam, weil Aaron sich meistens eher steif und korrekt gibt, während Catalina leidenschaftlich, spontan und wegen ihrer Lüge etwas planlos ist. Wenn nötig, kann aber auch Aaron sich in einen liebevollen festen Freund verwandeln und man merkt auch schnell, dass ihm wirklich etwas an Catalina liegt

Die falsche Beziehung der beiden beginnt relativ spät im Buch, aber bis dahin gibt es schon etwas Office-Romance und an kleinen witzigen Dramen darf es auch nicht fehlen. Auch die Hochzeit der Schwester und Catalinas fröhliche Familie bieten Abwechslung und unterhaltsame Momente. Obwohl die Liebesgeschichte insgesamt schon ein wenig vorhersehbar ist, hatte ich viel Spaß an Aaron und Catalinas kleinem Abenteuer.

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Veröffentlicht am 22.11.2022

Magische Farben, eine falsche Heilerin und zweite Chancen

The Lost Crown, Band 1 - Wer die Nacht malt
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Wir kehren wieder in die Welt zurück, die man schon aus "One True Queen" oder "Das Reich der Schatten" kennt, aber man kann auch ohne Vorkenntnisse gut zurechtkommen. Es geht diesmal auch wieder um andere ...

Wir kehren wieder in die Welt zurück, die man schon aus "One True Queen" oder "Das Reich der Schatten" kennt, aber man kann auch ohne Vorkenntnisse gut zurechtkommen. Es geht diesmal auch wieder um andere Länder, ihre Kulturen und wie nun auch hier verschiedene Parteien um die Macht kämpfen. Man wird trotzdem auch einiges aus den anderen Büchern wiedererkennen, da Eshrian und Amisa Nachbarländer von Lyaskye sind und diesmal auch Clanmagier eine große Rolle spielen.

Die junge Schmiedin Kaya stammt aus Amisa und schließt sich einer Mission nach Eshrian an, die Frieden bringen soll. Aber ihre Gruppe wird überfallen und Kaya und ihr bester Freund Nevan landen in den Fängen von Räubern. Um zu überleben, gibt Kaya sich als Heilerin aus und ihre einzigartige Magie hilft ihr, mit dieser Lüge durchzukommen und ihren überaus wichtigen Patienten zu behandeln.

In dieser Welt hat jedes Land eine besondere Art der Magie und ich mag die kreativen Ideen, auch Eshrian hat mir wieder gut gefallen. Kaya hat zunächst noch einige Vorurteile gegenüber der fremden Kultur und verurteilt schnell vieles, das sie im Vergleich zu ihrem Land als Makel betrachtet. Als Leser sieht man viel von Eshrians vielschichtiger Geschichte, Amisa hingegen nur durch Kayas Vergleiche, sodass ihr Heimatland eher blass bleibt.

Kayas Magie der Farben und Runen fand ich schon interessant, aber auch etwas unberechenbar. Kaya selbst hat eigentlich auch keine Ahnung, was sie da tut, sie folgt eher spontanen Eingebungen und lernt dadurch mehr über ihre Gabe, die sie aus Angst nie gründlich erforschen konnte. Ihr Patient Mirulay hingegen gehört zu einem Clan und hatte durch seine Familie und seine ereignisreiche Jugend viel Zeit, um seine Fähigkeiten zu perfektionieren.

Insgesamt hat Mirulay einen stärkeren Eindruck hinterlassen, denn auch wenn Kaya schon Pläne schmiedet, fügt sie sich eigentlich immer den Wünschen anderer und wird von einer Handlung in die nächste geschubst. Selbst bei ihrer Magie ist es so, dass ihr die richtige Vorgehensweise in den Schoß fällt, wenn sie sie gerade braucht. Mirulay muss auch viele Erwartungen erfüllen und kann kaum noch eigene Entscheidungen treffen, aber durch die tiefen Narben seiner Vergangenheit und all den Druck fand ich ihn viel interessanter.

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Veröffentlicht am 21.11.2022

Schöne Liebesgeschichte, komische Akademie

Dark Ivy – Wenn ich falle
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Eden will ganz neu anfangen und schafft es, ein Stipendium für die Woodford Academy zu erlangen. Aber so leicht ist es dann doch nicht, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, dabei würde sie William ...

Eden will ganz neu anfangen und schafft es, ein Stipendium für die Woodford Academy zu erlangen. Aber so leicht ist es dann doch nicht, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, dabei würde sie William Grantham III. gern in ihr Herz lassen ...

Eden leidet noch am schmerzhaften Verlust ihres besten Freundes und die Woodford Academy ist ihr Neuanfang. Sie hat noch Vorurteile gegenüber ihren reichen Kommilitonen, aber Selbstreflexion ist da meistens ihre Stärke und sie ist immer bemüht, sich zu verbessern. So muss sie auch schnell erkennen, dass der snobistisch wirkende William eigentlich durch und durch sympathisch ist. Ihn bedrücken jedoch die Erwartungen der Menschen aufgrund seiner Privilegien und die viele Aufmerksamkeit stört ihn eher. Die Liebesgeschichte der beiden fand ich süß und sie hat mir an diesem Buch auch am besten gefallen, auch wenn es zwischendurch ein paar Höhen und Tiefen gab.

Was mich enttäuscht hat war, dass das Buch zwar als "Dark Academia" beworben wird, aber davon habe ich eigentlich nichts gespürt. Der Schauplatz mit der Akademie auf der Insel wurde zwischendurch mal beschrieben, aber ich hätte mir vielleicht auch eine mysteriöse Atmosphäre gewünscht und irgendwas, das noch "Dark" ist, denn dieses Buch hat sich für mich überhaupt nicht von anderen New Adult Romanen unterschieden.

Die Elite-Akademie hat mich eher genervt, denn das was man von den Schulaktivitäten sieht ist eher seltsam. Die Fragen sind sehr persönlich und Eden fühlt sich mehr als einmal bloßgestellt oder zumindest überfordert, weil sie nicht so reich ist wie die anderen Studenten. Die Aufgaben waren albern, viel zu privat und eher eine plumpe Art die Charaktere dazu zu bringen, ihre Geheimnisse zu lüften.

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