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Veröffentlicht am 06.10.2020

Spannende Agenten-Akademie mit sympathischen Charakteren

Secret Academy
4

Ich finde erstmal, dass der Klappentext wieder etwas zu viel verrät.

Alexis ist Waise, doch wie ihre Eltern zuvor wird sie dann beim MI20 aufgenommen, wo Agenten mit besonderen Fähigkeiten ausgebildet ...

Ich finde erstmal, dass der Klappentext wieder etwas zu viel verrät.

Alexis ist Waise, doch wie ihre Eltern zuvor wird sie dann beim MI20 aufgenommen, wo Agenten mit besonderen Fähigkeiten ausgebildet werden. Ihre kleine Schwester Cassie muss aber leider im Waisenhaus bleiben, bis sie selbst alt genug ist, um vielleicht auch dem MI20 beizutreten. So sehr die Trennung Alexis auch belastet, wird sie an der Akademie (die im Buch nie Secret Academy genannt wird) zu einer der besten Agentinnen ihres Jahrgangs.

Bis sie erpresst wird. Da gerät ihre Loyalität dann ins Schwanken, denn manche Dinge sind einfach wichtiger. Trotzdem ist sie hin und hergerissen, kann ihre Freunde und die Organisation nicht verraten, der sie so viel schuldet. Man kann richtig spüren, wie schwer ihr jeder Schritt fällt, wie sie darüber nachdenkt, wie sie möglichst wenig Schaden anrichten kann. Denn die Akademie ist auch mehr als nur "Pflicht" für sie, auch sie sind ihre Familie.

Ihren Mitschüler Dean habe ich gleich ins Herz geschlossen. Er hat meistens schon eine große Klappe, man merkt aber trotzdem sofort, dass er sich um Alexis sorgt und sich schon mehr für sie interessiert als für andere Mitschüler. Sie sind Gegner im Kampf um den ersten Platz in ihrem Jahrgang und diese Rivalität ist wirklich unterhaltsam zu lesen, weil sie sich so oft zanken. Diese Zankereien fühlen sich aber oft auch mehr nach Flirten an, also habe ich da schon gehofft, dass sie mal merken, dass sie mehr füreinander sind als nur Rivalen.

Und dann ist da noch der mysteriöse Adam, der Neue in der Klasse, der in mancher Hinsicht dem Lehrplan hinterherhängt. Adam ist neu in einer eingeschworenen Gruppe und hat auch mehr Geheimnisse, die Alexis nur zu gerne lüften würde.

Die Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich da im Mittelteil gerne noch etwas mehr gehabt hätte. Die Akademie und alle Agenteneinsätze fand ich interessant und auch spannend, von den besonderen Fähigkeiten der Agenten hätte ich aber gerne noch mehr gesehen, denn abgesehen von Alexis' Begabung hat man davon relativ wenig. Durch die Erpressung und die vielen gut ausgebildeten Verdächtigen scheint eigentlich jeder verdächtig und das macht die Geschichte noch mal etwas spannender. Das Buch endet sehr offen, sodass man definitiv gespannt auf die Fortsetzung wartet. Ich habe da schon große Erwartungen und freue mich auf das Finale!

Fazit
"Secret Academy - Verborgene Gefühle" konnte mich mit einer sympathischen Protagonistin, die auf eine harte Probe gestellt wird, und einer spannenden Agenten-Geschichte inklusive süßer Liebesgeschichte überzeugen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 05.10.2020

Traditionell oder ganz neu - Rezepte mit orientalischem Flair

Sila's Orientküche
0

Nach einem Vorwort werden zunächst verschiedene Zutaten aufgeführt, die in der türkischen (oder orientalischen) Küche häufig verwendet werden und auch in vielen der Rezepte vorkommen. Als Türkin hatte ...

Nach einem Vorwort werden zunächst verschiedene Zutaten aufgeführt, die in der türkischen (oder orientalischen) Küche häufig verwendet werden und auch in vielen der Rezepte vorkommen. Als Türkin hatte ich diese Zutaten alle vorrätig, also kann ich sagen, dass das absolut passt und das war für mich dann auch sehr gemütlich, weil ich so immer nur wenige spezielle Zutaten besorgen musste. Die meisten dieser Zutaten gibt es aber nicht nur in türkischen Lebensmittelläden, sondern inzwischen auch in größeren Supermärkten.

Die Rezepte sind zwar nach Themen wie Traditionelle Gerichte, Vegetarisch, Frühstück und Dessert sortiert, aber andere Einteilungen wie "Für die große Tafel" und "Working Mom" fand ich dann wieder relativ willkürlich. Da fiel es mir auch etwas schwer, Rezepte beim Blättern wiederzufinden. Trotzdem hat mir die Auswahl sehr gut gefallen, es gibt sowohl sehr bekannte Gerichte als auch ganz neue Kreationen, die durch die Zutaten oder durch die Art der Zubereitung trotzdem ein sehr orientalisches Gefühl vermitteln. Sie sind sehr abwechslungsreich und bieten auf jeden Fall auch viel Neues für jede Küche.

Jedes Rezept hat eine Doppelseite mit Angabe der Zubereitungszeit und Kalorien pro Portion und außerdem einem Bild des Gerichts. Bei den nachgekochten Gerichten sahen sie bei mir etwas anders aus, aber trotzdem haben sie gut geschmeckt. Tatsächlich waren auch alle fünf probierten Gerichte ein absoluter Erfolg und werden von mir noch öfter gekocht, weil sie auch bei meiner Familie sehr gut ankamen. Die Schritte bei der Zubereitung fand ich auch gut und verständlich formuliert.

Abgesehen von den Rezepten fand ich auch die Kommentare und weiteren Tipps der Autorin passend, sie verleihen jedem Rezept noch mal eine persönliche Note und auch das Gefühl, dass das Kochen mit und für die Familie der Autorin wirklich etwas bedeutet.

Fazit
Mir hat "Sila's Orientküche" sehr gut gefallen. Als Türkin haben mich die Kommentare der Autorin sehr angesprochen und auch die Rezepte entsprachen ganz meinem Geschmack. Dazu ist es auch einfach ein gut gestaltetes und abwechslungsreiches Kochbuch!

  • Cover
Veröffentlicht am 05.10.2020

Ein schrecklicher Amoklauf und ein eintöniger Prozess

Quicksand: Im Traum kannst du nicht lügen
0

Die Geschichte beginnt mit Majas Prozess und man erfährt zunächst nur wenig über die Dinge, die zum Tod ihres Lehrers und ihrer Mitschüler geführt haben. Maja hat dabei einen eher distanzierten Blick auf ...

Die Geschichte beginnt mit Majas Prozess und man erfährt zunächst nur wenig über die Dinge, die zum Tod ihres Lehrers und ihrer Mitschüler geführt haben. Maja hat dabei einen eher distanzierten Blick auf ihr bisheriges Leben und da man auch nur wenig über ihre Taten und Motive bei dem Amoklauf erfährt, wusste ich auch lange nicht, was ich von ihr halten soll und ob ich sie wirklich für unschuldig halte.

Die Geschichte beginnt eigentlich mit Sebastian, der Maja viel Aufmerksamkeit schenkt, doch im Gegenzug verlangt er nach genauso viel Zuwendung. Er hat große Probleme mit seinem reichen Vater und dadurch ist er schon vor langer Zeit zu einem ziemlich widerlichen Menschen geworden, der sich nur für sich selbst interessiert.

Maja erzählt also rückblickend von ihren Mitschülern und den Partys, wie sich ihre Beziehung mit Sebastian und ihre anderen Freundschaften entwickeln. Darüber hängt dann die ganze Zeit das Wissen, dass alles in einem Massaker enden wird, das verleiht auch Sebastians Wahnsinn und Majas nahender Depression noch mal eine viel bedrückendere Note. Trotzdem war da immer die Hoffnung, dass Maja vielleicht doch unschuldig ist und es doch nicht so schlimm ist, wie es zunächst scheint.

Das Buch war durchaus spannend, auch wenn man sich hier nicht fragt, was passiert, sondern eher wie es dazu kam. Da ich immer eher Mitleid statt Sympathie empfand, konnte es mich aber nie richtig packen. Den Prozess in der Gegenwart fand ich da schon ganz interessant, aber der ist auch voller Wiederholungen und wirkt dadurch oft langweilig.

Fazit
Insgesamt hat mir "Quicksand - Im Traum kannst du nicht lügen" schon gut gefallen, weil ich sehr gespannt war, wie Maja in diesem Amoklauf gelandet ist, aber ich fand sie leider nie besonders sympathisch und die Geschichte fand ich auch oft etwas eintönig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.10.2020

Konnte mich in jeder Hinsicht überzeugen und hat alle meine Erwartungen erfüllt

What I Like About You
1

Halle habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist Buchbloggerin und kombiniert das auch noch mit ihrer Cupcake-Liebe. Online benutzt sie aber ein Pseudonym, damit man sie nicht mit ihrer Großmutter in ...

Halle habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist Buchbloggerin und kombiniert das auch noch mit ihrer Cupcake-Liebe. Online benutzt sie aber ein Pseudonym, damit man sie nicht mit ihrer Großmutter in Verbindung bringt, die eine berühmte Lektorin war. Und für Halle war ihre Großmutter noch viel mehr: Ihre beste Freundin und vor allem ihr Vorbild. Doch nun ist sie fort und Halle beschließt, zu ihrem Großvater zu ziehen, der unglaublich unter dem Verlust seiner Frau leidet, also geht es hier auch viel um Trauerbewältigung und Familienliebe. Halles Beziehung mit ihrer Familie war ein sehr wichtiger Aspekt für mich, der mich auch sehr berühren konnte.

Nun ist sie also in einer neuen Stadt und trifft dort ihren besten Freund, der aber gar keine Ahnung hat, wie "Kels" im wahren Leben ist und natürlich erkennt er sie deswegen nicht. Trotzdem ist er Halle gegenüber sehr freundlich und möchte sich mit ihr anfreunden - nur leider ist Halle ziemlich panisch. Kann sie Nash sagen, dass sie ihn längst kennt? Wegen ihrer Unsicherheiten hat sie eigentlich viel zu große Angst, sich ihm überhaupt zu nähern, aber Nash ist im wahren Leben noch charmanter als online.

Eine Sache, die mich auch sehr neugierig gemacht hat, war, dass es hier eine Art Liebesdreieck gibt, auch wenn Halle ja eigentlich zwei dieser drei Personen ist. Nash und Kels sind natürlich Freunde, aber sie sind sich nie begegnet. Halle ist aber schon eifersüchtig, wenn Nash mit Kels redet, während sie sich eben von ihm fernhält, damit ihr Geheimnis nicht gelüftet wird. Und als Kels will sie ihn gerne treffen, aber das geht ja auch nicht, aus dem gleichen Grund. Ich fand die Geschichte der beiden (oder der drei?) einfach gelungen, weil man richtig spüren kann, wie Halle sich deswegen verrückt macht. Nash und Halle fand ich so sympathisch und authentisch, dass ich auch viel Spaß an ihrer Liebesgeschichte hatte.

Halle ist oft als Kels auf Twitter unterwegs und man sieht verschiedene Aspekte der Blogger-Welt, die ich sehr gelungen fand. Es geht aber auch gar nicht so oft um Bücher, wie ich erwartet hätte, mehr darum, wie Halle diese Dinge empfindet und wie wichtig ihr diese Online-Welt ist. Ich fand das alles wirklich perfekt in ihre Geschichte integriert.

Fazit
Mir hat alles an "What I Like About You" sehr gut gefallen und es hat auch meine Erwartungen absolut erfüllt. Die Liebesgeschichte von Halle und Nash konnte mich begeistern, aber ich fand auch Halles Entwicklung absolut gelungen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2020

Karriere und noch so viele Gefühle für die erste Liebe

The Brooklyn Years - Was von uns bleibt
0

Das Buch ist der erste Band einer Spin-Off Reihe zu "The Ivy Years", man braucht aber keinerlei Vorkenntnisse, um dieses Buch zu verstehen.

Seit die Vergangenheit von Leo und Georgia in "The Ivy Years ...

Das Buch ist der erste Band einer Spin-Off Reihe zu "The Ivy Years", man braucht aber keinerlei Vorkenntnisse, um dieses Buch zu verstehen.

Seit die Vergangenheit von Leo und Georgia in "The Ivy Years - Bis wir uns finden" erwähnt wurde, freue ich mich schon auf die Geschichte der beiden. Sie waren in der Highschool ein Paar, doch Georgia hat ihn damals verlassen, weil das Leben für sie beide schwierig war.

Und nun sehen sie sich plötzlich wieder und man merkt sofort, dass da definitiv noch Gefühle sind! Eigentlich wollen sich beide auf ihre Karrieren konzentrieren, denn da steht zurzeit einiges auf dem Spiel, aber ihre Gefühle füreinander bringen sie ganz schön durcheinander. Leo konnte seine erste Liebe nie vergessen und hofft darauf, dass sie ihm vielleicht eine zweite Chance gibt. Georgia hingegen hat nach ihrer schrecklichen Erfahrung in ihrer Jugend keinen Mann mehr an sich rangelassen und widmet sich ganz ihrer Karriere, bis eben Leo auftaucht und einiges durcheinanderbringt.

Beide sind in den letzten Jahren erwachsener, reifer und selbstbewusster geworden, doch ihre Gefühle haben sich nicht verändert. Nur wissen sie auch nicht wirklich, wie sie miteinander umgehen sollen, denn Georgia weiß nicht, was sie von Leo erwarten soll, und Leo ist noch immer unsicher, weil er bei der Trennung damals so verletzt wurde. Da sowohl ihre Karrieren gefährdet sind und sie sich auch bei ihren Gefühlen nur langsam voran wagen, fand ich beide mit ihren Unsicherheiten und Hoffnungen sehr liebenswert und sympathisch.

Ich fand die Geschichte über die Trennung gelungen und auch ihre neue Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen. Es war eigentlich genau das, was ich erwartet hätte und vielleicht sogar noch besser. Ich fand die Protagonisten sehr sympathisch, die Chemie zwischen ihnen stimmt einfach und dazu sind sie auch so unterhaltsam, dass ich einfach viel Spaß an diesem Buch hatte. Nicht nur die Charaktere sind authentisch, auch die Vorgeschichte, das Team und die Familienbeziehungen konnten mich überzeugen. Insgesamt hat mir das Buch daher sogar noch einen Ticken besser gefallen als jedes Buch der "The Ivy Years"-Reihe. Ich freue mich auf weitere Bücher über die Brooklyn Bruisers!

Fazit
"The Brooklyn Years - Was von uns bleibt" hat mir mit liebenswerten Protagonisten und einer spannenden, süßen und unterhaltsamen Liebesgeschichte sehr gut gefallen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere