Profilbild von engelmel

engelmel

aktives Lesejury-Mitglied
offline

engelmel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit engelmel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2020

schwere Kost!?

Eine kurze Geschichte vom Fallen - Was ich beim Sterben über das Leben lernte
0


Nach der Leseprobe und unter Berücksichtigung des Titels gingen meine Erwartungen an das Buch nicht ganz auf. Oftmals wurden viele bildhafte Ausdrücke gewählt, die das Lesen erschwerten und ...


Nach der Leseprobe und unter Berücksichtigung des Titels gingen meine Erwartungen an das Buch nicht ganz auf. Oftmals wurden viele bildhafte Ausdrücke gewählt, die das Lesen erschwerten und langweilig werden ließen, ich hatte mir mehr von der Lebensgeschichte MIT der Diagnose erwartet als die immer wiederkehrenden Rückblicke in Kindheit und Jugend, die oftmals auch noch in schnellen, nicht erkennbaren Wechseln beschrieben sind.

Dennoch zolle ich dem Autor einen großen Respekt davor, sein Leben so wahr und anschaulich der Allgemeinheit zu offenbaren und dabei selbst intimste Details preiszugeben. Mit einer ausgewogenen Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit beschreibt er eindrucksvoll, wie es sich mit einer dem Tode gewidmeten Krankheit lebt. Oftmals war beim Lesen nicht klar, ob ich weinen oder lachen soll. Weinen aufgrund der Einblicke in den immer beschwerlicher werdenden Alltag, Lachen aufgrund der Ironie und des Witzes mit dem der Autor seine Situation beschreibt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2020

derber und unchalanter Humor trifft das Alter

Älterwerden ist voll sexy, man stöhnt mehr
0

Ich war ursprünglich auf der Suche nach einem Buch, welches "mal eben schnell in der Mittagspause" gelesen werden kann. Gefunden habe ich dieses! Anfangs noch gezweifelt, da der Titel eine Altersgruppe ...

Ich war ursprünglich auf der Suche nach einem Buch, welches "mal eben schnell in der Mittagspause" gelesen werden kann. Gefunden habe ich dieses! Anfangs noch gezweifelt, da der Titel eine Altersgruppe Ü50 anspricht, jedoch nicht bereut auch als End30er hineinzulesen.

Mit dem Buch versucht die Autorin nicht, einen Ratgeber á lá "Wie gehe ich mit dem Alter um", sondern eine humorvolle Sichtweise auf das Älterwerden zu erreichen. Mit Charme, Witz und jeder Menge Humor, oftmals sarkastisch und herb, gelingt es ihr, mit als Leser die Lachtränen in die Augen zu treiben. Gewiss, diesen Humor muss man verstehen und mögen, ist dies jedoch der Fall dann wird man die Lesezeit genießen.

Der Schreibstil war für mich schnell und einfach zu lesen, das Cover ist schlicht und einfach gehalten, wirkt nicht überladen, und was es mit dem abgebildeten Zebra auf sich hat, welches auch im Buch immer mal wieder auftaucht, wird man beim Lesen erfahren.

Nach dem Motto "Man ist nur einmal jung, aber unvernünftig kann man immer bleiben" --- >> auf! auf! und dem Jungvolk begreiflich machen, dass "Früher war mehr Lametta" nicht von ungefähr kommt! Auch als End30er fühlt man sich schließlich manchmal alt, wenn die Kollegen im Gespräch nicht schlecht staunen als sie erfahren, dass "TicTacToe" nicht nur ein Spiel ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 27.12.2019

kann man lesen ...

Der kleine Strickladen in den Highlands
0

Das Cover sowie der Titel ließen mich auf eine winterliche Geschichte rund um den kleinen Strickladen hoffen: Was spielt sich dort ab? Wie wird er geführt, was gibt es im Umfeld zu berichten? ... Schon ...

Das Cover sowie der Titel ließen mich auf eine winterliche Geschichte rund um den kleinen Strickladen hoffen: Was spielt sich dort ab? Wie wird er geführt, was gibt es im Umfeld zu berichten? ... Schon der Text auf der Rückseite passt nicht ganz zum Cover: auf dem Cover ist der Blick aus dem Schaufenster des Strickladens auf eine verschneite Waldlandschaft gezeigt; im Text heißt es "...die Hügel....glühen in den Farben des Herbstes. ..." - für mich passt das nicht so ganz. Aber trotzdem mag ich das Cover.

Die Story handelt von Maighread, die sich gerade von ihrem Freund getrennt hat, ihren Arbeitsplatz verloren hat und sich mit ihrer Mutter zerstritt, als es um die Wurzeln der Familie ging. Also beschließt sie, sich selbst auf die Suche nach ihren Wurzeln zu machen. In den Highlands angekommen lernt sie Joshua, Eilidh und Chloe kennen, es entwickeln sich Freundschaften. Doch die eigentliche Suche nach ihren Wurzeln verschlägt sie zu ihrer Großmutter, die jedoch nichts von ihrer Enkelin wissen will. Bis irgendwann das Schicksal zuschlägt .... Es treten neue Erkenntnisse auf, es entwickeln sich Freundschaften, Liebeleien und es kommt zur großen Aussprache.

Insgesamt ist der Text gut zu lesen, der Schreibstil sehr locker und entpannt. Die Kapitel sind oft aus Sicht eines anderen Protagonisten erzählt und machen den "Rundumblick" perfekt. Die Story an sich ist eine klassische Liebesgeschichte, die jedoch mit dem im Titel erwähnte Strickladen wenig zu tun hat. Natürlich spielt dieser eine Rolle, ich hätte mir aber mehr gewünscht, denn es wird schon recht früh klar, worauf es letztendlich hinauslaufen wird. Ich habe mich mehrmals gefragt, was denn nun mit dem Laden ist, wann die Geschichte dort endlich weitergeht, aber es spielt sich bis auf die letzten Seiten alles nur drumherum ab. Hier spielt sich auch alles sehr geballt ab, hätte für meinen Geschmack mehr ausgeführt werden können, zusammen mit den zum Schluss hin auftretenden Grammatikfehlern macht es den Eindruck, als wolle die Autorin das Buch einfach nur noch irgendwie fertigstellen.

Vielleicht hatte ich aufgrund des Titels einfach andere Erwartungen. Dies ist aber der einzig große Kritikpunkt

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.12.2019

Familienchaos, Liebesglück, Nordseecharme

Friesenteetage
0

Die selbständige Kerrin hat Stress im Job, ihre Auftraggeber springen ab, lassen sich Zeit mit den Auftragszusagen oder können sie nicht mehr bezahlen. Es ist immer wieder ein Hin und Her zwischen dem ...

Die selbständige Kerrin hat Stress im Job, ihre Auftraggeber springen ab, lassen sich Zeit mit den Auftragszusagen oder können sie nicht mehr bezahlen. Es ist immer wieder ein Hin und Her zwischen dem Bemühen ihre Selbständigkeit aufrecht zu erhalten oder doch in eine Festanstellung zu gehen. Zudem hat sie kein Glück in der Liebe - oder doch?

Lian ist zunächst ein Flirt (?), entpuppt sich später als mehr oder weniger Halbbruder und kann evtl Kerrins Herz erobern?

Zudem gibt es noch die Familienmitglieder (beide Mütter, 2 Schwestern von Liam), Freunde und Bürokollegen von Kerrin sowie deren Nachbar und Freund der Familie Anton, die immer wieder in der Geschichte involviert sind, kleine große Geheimnisse ans Tageslicht bringen und am Ende vielleicht ein Happy End hervorzaubern.

Die Story liest sich sehr gut und einfach. Der Sprachstil ist leicht zu verstehen. Durch die kurzen Kapitel und Abschnitte fällt es mir als Leser leicht, immer wieder in die Geschichte einzutauchen. Die Autorin versteht es, uns als Leser in die winterliche Umgebung auf einer Nordseeinsel eintauchen zu lassen - hat man dies selbst schon erlebt, fühlt man sich direkt dorthin gebeamt (ich zumindest war in Gedanken oft auf "meiner" Nordseeinsel, auch wenn diese mit den genannten Orten nichts zu tun hat). Die Protagonisten werden durch Charakterbeschreibungen direkt lebendig und sympatisch.

Insgesamt ist dies Buch für mich eine schöne Winterlektüre gewesen, sie lud zum Verweilen, Träumen und - wie ein Spaziergang an der rauen kalten See - zum Entspannen ein. Durch den angenehmen Schreibstil bin ich auf eine Autorin aufmerksam geworden, deren Bücher ich gern weiterhin lesen werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.12.2019

Roadtrip der Gefühle und des Chaos

Leben im Gepäck
0

Inhalt: Jacob geht zwielichtigen Geschäften/Jobs nach, u.a. muss er ein Auto von der Schweiz nach Deutschland überführen, an und für sich ein Job, der im Anbetracht der Umstände (kein Führerschein, viel ...

Inhalt: Jacob geht zwielichtigen Geschäften/Jobs nach, u.a. muss er ein Auto von der Schweiz nach Deutschland überführen, an und für sich ein Job, der im Anbetracht der Umstände (kein Führerschein, viel Dreck am Stecken, geklauter Wagen) einfach sein könnte - wäre da nicht Luise, die er zu Beginn der Fahrt zufällig aufschnappt und die ihn die Reise über begleiten wird. Und wie durch ein Zufall auch auf der nächsten Fahrt - einer Reise quer durch Deutschland, über Höhen und Tiefen des Lebens... Während der Reisen lernen sie sich und die versteckten Tücken des Anderen in Gesprächen und Handlungen ein wenig näher kennen.

Cover: Mir gefallen die Farben sehr, es wirkt ruhig, entspannt, lässt beim Betrachten kurz Abschalten und innehalten. Für mich persönlich passt das Cover nicht zur Geschichte, aber das tut dem Ganzen kein Abbruch

Fazit/Meinung: Ich hatte anfangs große Probleme, in das Buch zu starten. Durch den oft langen Erzählstrang machte es mir das Lesen schwer - ich habe lieber viele kleine Absätze um das Lesen für mich besser strukturieren zu können. Ich habe sehr lange benötigt, um in das Geschehen eintauchen und der Story folgen zu können. Zum Ende hin wurde dies viel einfacher, aber wohl eher weil es quasi "Gewohnheit" war. Die Story an sich ist nicht schlecht gewählt, die Charaktere sind gut beschrieben, ich kann sie im Geiste bildhaft machen. Von Anfang bis Ende ist es mit einer Prise Humor, Erotik und Tiefgang hinter den Gesprächen gespickt -dennoch: ein Lesegefühl wie "Das muss ich unbedingt noch jetzt zu Ende lesen" kam bei mir leider zum überwiegenden Teil nicht an. Erst so circa das Letzte Viertel war dann einfacher und mit dem offenen Ende wäre ich nicht abgeneigt, doch noch weiter lesen zu wollen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere