Profilbild von fabulanta

fabulanta

Lesejury-Mitglied
offline

fabulanta ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit fabulanta über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2018

Ein Wohlfühlkrimi

Hamish Macbeth spuckt Gift und Galle
0 0

"Hamish spuckt Gift und Galle" ist mittlerweile der vierte Band um den schottischen Polizisten Hamish. Ich habe bisher allerdings nur den ersten und vierten Band gelesen aber die anderen beiden Bände liegen ...

"Hamish spuckt Gift und Galle" ist mittlerweile der vierte Band um den schottischen Polizisten Hamish. Ich habe bisher allerdings nur den ersten und vierten Band gelesen aber die anderen beiden Bände liegen ebenfalls auf meinem SuB. Immer, wenn es ein neues Buch von der Autorin gibt, muss ich es haben und daher lese ich auch keine Klappentexte mehr, sondern kaufe es ungesehen. Ich sollte allerdings erwähnen, dass mir Agatha Raisin eher zusagt als Macbeth.

Hamish wittert Ärger als das englisches Ehepaar Thomas nach Lochdubh zieht und das wird sich aber auch recht schnell bewahrheiten. Trixi und ihr Mann haben ihr letzte

s Geld in eine alte Villa gesteckt, diese wollen zu einem Bed and Breakfast Hotel umbauen. Allerdimgs fehlt ihnen die nötigen Mittel um sich Möbel kaufen zu können.

Angela Brodie ist die Ehefrau des hiesigen Arztes und mit ihrem Haushalt mehr als überfordert. Trixi hilft ihr, dass sie ihren Haushalt und die Essensgewohnheiten ihres Mannes umstellen kann. Ihr Mann ist es gewohnt, dass er jeden Abend Pommes und Steaks zu essen bekommt. Daher ist er alles andere als begeistert, dass er in Zukunft nur noch gesunde Sachen zu essen bekomt. Als Dank bekommt Trixi einen alten Sessel.

Doch nicht nur den Doktor will sie umkrempeln, nein, sie gründet ein paar neue Vereine. Schnell ist sie im beschaulichen Lochdubh alles andere als beliebt. Ohne den Klappentext gekannt zu haben, war mir recht schnell klar, dass Trixi früher oder später sterben muss. Als sie im Verlauf des Buchs vergiftet wurde, war ich alles andere als überrascht. Ein Motiv sie töten zu wollen, hatten viele.

Trixi war ein nerviger Charakter und als sie der Tod ereilte, dachte ich nur: “Geschieht ihr ganz recht”.

Hamisch ermittelt nun und bringt einige, interessante Details ans Licht, die Trixi, in keinem guten Licht darstellen lässt. Hamisch ist für mich kein klassischer Ermittler, auf den ersten Blick wirkt er faul, schnorrt sich überall durch. Er hat keine Amibitionen befördert zu werden. Dennoch hat er das Herz am rechten Fleck, hilft wo er nur kann. Nur seine große Liebe erkennt nicht, dass er eigentlich ein toller Kerl ist.

Obwohl der Schreibstil angenehm flüssig ist, fand ich die Handlung nur mäßig spannend. Ich lese gerne Cosy Krimis aber der konnte mich nur bedingt überzeugen. Da ich schon schlechtere Krimis gelesen habe und ich mich dennoch gut unterhalten gefühlt habe, bekommt das Buch drei von fünf Sternen. Die anderen Bänder werde ich sicher auch noch lesen.

Veröffentlicht am 23.05.2018

Agtha Raisin und der tote Gutsherr

Agatha Raisin und der tote Gutsherr
0 0

Damit Agatha James endlich vergessen kann, beschließt sie ihr Cottage zu verkaufen um im Norden einen Neuanfang zu machen. Sie mietet in Fryhym ein völlig überteuertes Haus und macht sich auf den Weg. ...

Damit Agatha James endlich vergessen kann, beschließt sie ihr Cottage zu verkaufen um im Norden einen Neuanfang zu machen. Sie mietet in Fryhym ein völlig überteuertes Haus und macht sich auf den Weg. In Fryhym angekommen, muss sie feststellen, dass es in ihrem Haus kein Zentralheizung gibt und sie mit Holz heizen muss. Die örtlichen Damen laden sie zum Quilten ein. So erfährt sie schon ein bisschen was, über die Einwohner des Ortes. Völlig schockiert hört sie, dass die Einwohner an Elfen glauben. Nach dem sonntäglichen Gottesdienst lernt sie den Gutsherren und dessen Frau kennen. Die Beiden laden Agatha zum Tee trinken ein. Tolly und seine Frau sind furchtbare Snobs.

Obwohl Agatha eigentlich nichts mehr von ihrem Nachbarn, James, wissen will, ruft sie Mrs. Boxby an, um sie nach James auszuhorchen. Beiläufig erwähnt sie, dass Sir Charles sie gerne besuchen könnte. Kurz nach dem Agatha bei Tolly und seine Frau, Lucy, war, verschwindet ein wertvolles Gemälde.

Ich habe ja schon eine Weile kein Buch mehr von M.C Beaton gelesen, irgendwie hatte ich in letzter Zeit keine Muse dafür. Auch wenn die Bücher in sich abgeschlossen sind, sollte man die Raisin Bücher in der chronologischen Reihenfolge lesen. Für mich stand in diesem Buch nicht der Mordfall und dessen Ermittlung im Mittelpunkt, sondern das allgemeine Dorfleben. Fryhym scheint ein beschauliches Dorf im Norden zu sein. Jeder kennt jeden und weiß auch scheinbar alles über seinen Nachbarn. Dennoch führen einige der Dorfbewohner ein Doppelleben und als Agatha hereinplatzt und auch noch Ermittlungen durchführt, gerät so manches Leben ins Wanken.

Agatha wollte die Zeit, die sie im Norden verbringt, ein Buch schreiben und genau dieses Buch bzw. der Buchtitel lässt sie als Hauptverdächtige dastehen, als Tolly genauso ermordet wird, wie sie es in ihrem Buch beschrieben hat. Können sie und Charles den Täter überführen?

Bis auf zwei Bücher habe ich alle Bücher von M.C. Beaton gelesen, so konnte mich auch dieses Buch überzeugen. Es ist immer wieder spannend zu lesen, in welches Fettnäpfchen Agatha als nächtes tritt. Der Schreibstil ist angenehm flüssig.