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Veröffentlicht am 18.01.2023

Rezension

Herz aus Blut und Asche
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Rezensionsexemplar

Hallo!

Ich habe heute wieder eine Rezension für euch. Das Buch habe ich vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen.

Eckdaten:

„Herz aus Blut und ...

Rezensionsexemplar

Hallo!

Ich habe heute wieder eine Rezension für euch. Das Buch habe ich vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen.

Eckdaten:

„Herz aus Blut und Asche“ ist der erste Teil einer High-Fantasy-Trilogie von Amelie Wen Zhao und ist am 10.08.2020 im Heyne-Verlag erschienen. Das Buch umfasst 464 Seiten und wurde von Ute Brammertz aus dem Amerikanischen übersetzt.

Preis: 14,99 (D) / 15,50 - Broschur

ISBN: 978-3-453320871



Inhalt:

Ana ist die Kronprinzessin des Kaiserreichs Kyrillien, doch jeder denkt, die Prinzessin ist tot. Denn ihr Vater wurde ermordet und daraufhin musste sie fliehen, denn sie hat magische Fähigkeiten, die in diesem Kaiserreich verboten sind. Um ihr Kaiserreich zurückzuerobern, lässt sie sich auf den Meisterdieben und Assassinen Ramson Schnellzunge ein, der jedoch seine ganz eigenen Pläne verfolgt…

Cover:

Das Cover finde ich ok, es ist keine totale Katastrophe, aber ich finde es auch nicht besonders ansprechend. Es ist für mich im Vergleich zu den Amerikanischen einfach weniger hübsch. Denn man sieht im Vordergrund ein riesiges Schwert von dessen Klinge Blut auf einen Palast herunter tropft und einen blutroten Fluss bildet. Was schon etwas zum Inhalt zu tun hat, aber ich finde es einfach schade, dass sehr viel des Covers Schrift und ein dunkelblauer Himmel ist.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch das erste Mal im Englischen gesehen und da hat jeder über das Buch geschwärmt. Daher habe ich sofort gewusst, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar anfragen muss!

Anfangs hatte ich etwas Probleme in die Geschichte einzutauchen, weil das Buch aus der 3. Person geschrieben ist und ich bei dieser Erzählperspektive immer etwas Probleme habe, mich in die Protagonisten hineinzuversetzen.

Zusätzlich ist der Schreibstil sehr bildlich und detailreich, wodurch die Geschichte oftmals abschweift und etwas langatmig wird, aber insgesamt hat mir das gut gefallen, da ich mir so die Landschaften und verschiedenen Beschreibungen in dem Buch sehr gut vorstellen konnte. Und auch die Gefühle und Gedanken konnten gut transportiert werden. Oft ist man auch in die Vergangenheit der Protagonisten getaucht, was ich zum einen interessant fand, wodurch aber oftmals der Fokus von der eigentlichen Handlung weggegangen ist.

Die Protagonistin Ana war mir von Anfang an sehr sympathisch, sie ist sehr mutig und richtig stark, hat aber auch ihre Unsicherheiten, wodurch sie sich aber auch immer wieder hinterfragt, was ich sehr gut fand, da sie dadurch sehr menschlich gewirkt hat. Sie hat auch ein kleines Kind, auf das sie aufpassen muss, was ich richtig süß fand, weil ich die Beziehung der beiden einfach richtig lebendig gefunden habe und mich in die beiden so gut hineinversetzen konnte.

Auch Ramson fand ich einen sehr interessanten Charakter, der zwar teilweise ziemlich moralisch verwerflich handelt, aber trotzdem einen guten und nachvollziehbaren Kern hat, was ich sehr toll fand, weil auch er so sehr menschlich gewirkt hat.

Generell fand ich die Charaktere in dem Buch mega gut beschrieben und ich konnte mir alle sehr gut vorstellen. Niemand war wirklich perfekt und hatte trotzdem sehr viel Charaktere.

Auch den Weltenaufbau fand ich sehr interessant, auch wenn er jetzt nicht unbedingt etwas komplett Neues ist. Wir haben ein (ich glaube russisch inspiriertes) Kaiserreich, indem grundsätzlich Magie sehr verachtet wird und jeder, der eine magische Fähigkeit hat, entweder verfolgt oder versklavt wird. Es gibt verschiedene „Afffinite“, die unterschiedliche Fähigkeiten besitzen. Beispielweise die vier Elemente oder aber auch Gedanken oder den menschlichen Körper. Ana hat dabei die gefährlichste Gabe, und zwar kann sie das Blut kontrollieren. Was ich einen sehr coolen Aspekt fand, vor allem, weil die Protagonistin dadurch immer wieder überlegt, ob sie wirklich die „Gute“ in der Geschichte ist, auch wenn sie Menschen tötet. Das fand ich einen sehr coolen moralischen Ansatz.

Und auch sonst hat die Autorin, was den Plot angeht, eine wirklich tolle Geschichte gezaubert, denn ab den Zeitpunkt, wo die beiden Protagonisten einen Plan fassen, ist die Handlung wirklich superspannend und die Geschichte geht immer schneller voran, wodurch ich auch sehr gefesselt von der Geschichte war! Die Autorin hat für ihren Debut-Roman wirklich sehr gut abgeliefert.

Denn viele Plottwists habe ich absolut nicht kommen sehen und auch sonst sind so viele herzzerreißende Dinge passiert, dass ich wirklich stark mitgefühlt habe. Und das Ende hat mich auch mit so vielen Fragen zurückgelassen, dass ich wirklich gerne weiterlesen möchte.



Fazit:

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen - auch wenn ich ein paar Startschwierigkeiten hatte - und wenn die Folgebände nicht ins Deutsche übersetzt werden, werde ich mir die Bücher wahrscheinlich auf Englisch holen. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

Wenn ihr Jugendliche High-Fantasy mögt und gerne sehr detailreiche Schreibstile mögt, kann ich euch das Buch nur empfehlen!


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Veröffentlicht am 18.01.2023

Rezension

Cara
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Rezensionsexemplar

Hallo!

Ich habe heute wieder eine Rezension für euch, das Buch habe ich für eine Leserunde auf Lovelybooks zur Verfügung gestellt bekommen und ich muss mich wirklich sehr bei der ...

Rezensionsexemplar

Hallo!

Ich habe heute wieder eine Rezension für euch, das Buch habe ich für eine Leserunde auf Lovelybooks zur Verfügung gestellt bekommen und ich muss mich wirklich sehr bei der Autorin entschuldigen, weil ich leider durch den Wechsel meines Handys (wo ich alle meine E-books habe), leider total verpeilt habe, dass ich dieses Buch noch lesen muss!



Eckdaten:

„Cara-unsterbliche Liebe“ ist das erste Buch einer Fantasy-Reihe von Amalia Hope und ist im Selfpublishing erschienen. Das Buch beinhaltet 212 Seiten und ist am 25.11.2020 erschienen.

Preis: 5,99 (e-book)

ISBN: 978-3740768638



Inhalt/Klappentext:

Seit zwanzig Jahren leidet Parapsychologin Lara unter dem mysteriösen Tod ihrer Schwester Diana. Erst zwanzig Jahre später soll sie der Wahrheit gefährlich nahe kommen, denn der Mann, der ihr im Dunkel einer Nacht begegnet, ist ein Sohn der Nacht. Lara wird Teil einer Welt, die sie nie für möglich gehalten hätte und endlich offenbart sich ihr das Schicksal ihrer Schwester.



Cover:
Das Cover finde ich schön komponiert, jedoch finde ich, dass die Person (was wohl die Protagonistin sein soll), etwas billig bzw. Irgendwie finde ich ihr Gesicht komisch, was mich etwas irritiert. Ansonsten finde ich es sehr schön mit dem Blau im Hintergrund und den sehr hellen Haaren der Frau.

Meine Meinung:
Ich habe wie gesagt voll vergessen, dass ich dieses Buch noch lesen muss und demnach habe ich mich auch sehr schlecht gefühlt und mich sofort an das Lesen gemacht und leider muss ich sagen, wirklich überzeugen konnte mich das Buch nicht.

Das erste was mir aufgefallen ist, ist, dass die Kapitel sehr kurz waren und jedes Kapitel wurde aus einer anderen Perspektive erzählt (insgesamt gab es 3-4 Perspektiven, glaube ich). Das hat mich anfangs wirklich sehr verwirrt, da ich das Gefühl hatte, dass keine Szene wirklich zu Ende erzählt wurde.

Auch der Schreibstil war eher einfach gehalten und war für mich nicht sehr ausgefeilt. Die Sätze waren sehr Kurz und abgehackt, gleichzeitig konnte ich leider so keine gute Bindung zu den Charakteren aufbauen, da ich einfach gar keine Gefühle transportiert bekommen habe und mich die Szenarien nie wirklich bildlich vorstellen konnte.

Die Charaktere waren für mich sehr blass und ich konnte mir keine Person wirklich bildlich vorstellen, gleichzeitig war ich verwirrt, was die einzelnen Personen nun mit der Geschichte zu tun haben, vor allem weil der Weltenaufbau erst bei der Hälfte des Buches wirklich erklärt wurde.

Lara ist zwar die Protagonistin, aber für mich war sie einfach nur ein Name auf dem Papier, ich konnte einfach gar nichts von ihr mitnehmen an Charakter oder Trauer oder ähnliches.

Die Handlung hat mich einfach nur vollends verwirrt. Ich wusste nicht, was die Autorin mir mit der Geschichte vermitteln wollte. Es war einfach völlig unklar, was die Götter für eine Rolle spielen, noch was nun „Avatare“ und „die Söhne der Nacht“ sind. Ich glaube einfach, dass die Geschichte für mich viel zu fast-paste war und das Buch einfach 100-200 Seiten mehr gebraucht hätte, damit man sich gut in der Welt einfinden kann.

Fazit:
Insgesamt war ich glaube ich einfach mit der Geschichte überfordert und konnte mich nicht in die Charaktere einfühlen, weil mich der Schreibstil nicht überzeugen konnte. Daher vergebe ich 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.01.2023

Leider ein Reinfall

Sounds of Silence
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Hallo! Ich möchte heute über das Buch „Sounds of Silence“ reden, da ich leider einige Kritikpunkte habe.



Eckdaten:

„Sounds of Silence“ ist der erste Band einer New-Adult-Romance Reihe ...

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Hallo! Ich möchte heute über das Buch „Sounds of Silence“ reden, da ich leider einige Kritikpunkte habe.



Eckdaten:

„Sounds of Silence“ ist der erste Band einer New-Adult-Romance Reihe von Maren Vivien Haase aus dem Blanvalet-Verlag. Das Buch ist am 19.10.2022 als Broschur erschienen und hat 448 Seiten.

ISBN: 978-3-7341-1160-0

Preis: 14,00 (D) / 14,40 (A)



Inhalt:

Tatum lebt in einer Kleinstadt namens Golden Oaks, denn dort ist es still und nur so fühlt sich Tatum sicher. Bis Dash im B&B ihrer Eltern auftaucht und seine Angewohnheit dauerhaft laut Musik zu hören mit sich bringt. Trotz all ihrer Gegensätze scheinen sich Dash und Tatum jedoch näher zu kommen, doch durch ein Geheimnis könnte das Glück nicht lange von Dauer sein…

Cover:

Das Cover finde ich wunderschön. Mir gefallen die Farben wirklich sehr gut und sie harmonieren auch sehr schön mit der Goldenen Schrift des Titels, auch die Bäume sind wunderschön in das Cover eingewoben. Wirklich wunderschön!



Meine Meinung:

Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich den Aspekt, dass die beiden Protagonisten so gegensätzlich sind, sehr interessiert hat, da ich wissen wollte, wie die Autorin es schafft, dass die beiden trotzdem zusammen kommen. Leider konnte mich jedoch alles drumherum absolut gar nicht überzeugen.

Das Erste, was mir aufgefallen ist, ist, dass der Schreibstil leider absolut nicht ausgefeilt ist, sondern wirklich stumpf. Es wirkte im gesamten Roman so, als würde ich die Geschichte auf Wattpad lesen und die Autorin wäre um die 14 Jahre alt. Denn die Beschreibungen der Kleidung waren immer sehr lang (fast eine halbe Seite lang und das mehrmals im Buch), aber ansonsten konnte die Autorin leider weder Gefühle, Gesichtsausdrücke, Orte oder Gedankengänge beschreiben.

Leider wirkten auch die Dialoge sehr konstruiert und manche Antworten auf Aussagen, die eindeutig tiefgründig sein sollten, waren sehr plump und wirkten fast, als wären sie von einer Pinterest-Motivationsboard abgeschaut. Immer wenn zwei Personen miteinander geredet haben, habe ich mir bei den Antworten immer gedacht, was das für eine komische Antwort ist. Das hat auch dazu geführt, dass ich bei der Sexszene ein wirklich beklemmendes Gefühl hatte, weil der Dialog schon fast ekelhaft war und das hatte ich wirklich noch nie bei einer Sexszene, auch bei denen, die sehr viel heftiger sind.

Zusätzlich wurden dafür viele Sachen, die eigentlich unterschwellig durch die Geschichte transportiert werden sollten, innerhalb von einem Satz klargestellt, was ich als Stilmittel überhaupt nicht mochte. Ich mag es, wenn die Gefühle zwischen den Zeilen transportiert werden, da ich in diesem Buch immer das Gefühl hatte, dass mir die Geschichte vorgekaut wird und gleichzeitig eingeredet wird, was ich fühlen soll.

Durch den Schreibstil konnte ich mich leider auch nicht gut in die Protagonisten hineinführen. Ich fand sie wirkten sehr platt und hatten so typische Klischees, wenn Leute Traumata haben. Tatum ist die typische zynische und gemeine Protagonistin, die niemanden an sich ranlässt und sehr verschlossen ist. Das Problem ist, dass das wieder mehrmals erwähnt wurde im Sinne von „Ja, meine beste Freundin sagt immer …“, was mich auch sehr gestört hat. Zum einen, weil es wirklich im Übermaß vorkam, zum anderen, weil ich mir als Leser gerne selbst ein Bild von der Protagonistin machen möchte.

Denn ich habe genau keine Gefühle von den Protagonisten transportiert bekommen.

Wobei eigentlich, eine Sache gab es schon. Und zwar wie übergriffig sich die beiden Protagonisten gegenüber dem jeweils anderen verhalten. Denn beide reden nicht gerne über ihre Traumata und sind sehr verschlossen und sie drängen sich gegenseitig darüber zu reden bzw. Wird es eindeutig angeteasert. Und dann wirkt es immer so als hätte sich die Autorin gedacht: „Oh, das ist noch viel zu früh um den wesentliche Aspekt der Geschichte zu revealen, da schreibe ich jetzt einfach ‚Ich möchte nicht darüber reden.‘ “.

Würde es bei den Protagonisten in der Geschichte aufhören. Aber leider habe ich auch bei den anderen Personen niemanden greifen können. Alle Personen wirkten wie leere Hüllen, die eine Rolle erfüllen sollen. Die beste Freundin von Tatum beispielsweise besteht nur daraus, dass sie in einer Bäckerei arbeitet und für Tatum da ist, wenn sie wieder über den übergriffen Typen redet, der bei ihr im B&B wohnt. Das gleiche bei den Eltern von Tatum und der verbitterten Single Mom von Dash.

Das gleiche Spiel ist es beim Setting. Bis zum Ende konnte ich mir Golden Oaks nicht vorstellen, weder wie groß es ist, noch ob es nun auch die „Stadt“ ist von der mehrmals die Rede ist oder eher ein kleiner Ort, der in der näher von der „Stadt“ ist. Denn einerseits gibt es nur ein B&B in dem Ort mit 5 Zimmern, bei dem nie alle belegt sind, zum anderen will aber Dash und sein Bester Freund Tyler eine Bar (wobei es von den Beschreibung eher ein Club ist) aufmachen. Da frage ich mich dann, was genau ich mir darunter vorstellen soll. Die Antwort in meinem Fall: Ich konnte mir leider überhaupt nichts vorstellen.

Kommen wir nun zur eigentlichen Handlung des Romans und weshalb ich das Buch lesen wollte.

Denn ein wesentlicher Teil, weshalb die Punkte oben auch entstanden sind, war, dass ich das Gefühl hatte, dass viele Szenen in dem Buch sehr abgehackt sind. Als hätte die Autorin gemerkt, dass sie nicht so viele Zeichen zur Verfügung hat und daher einfach Szenen abbricht. Dadurch war ich auch oft sehr verwirrt, wie wir jetzt zu bestimmten Plotpunkten gekommen sind. Beispielsweise war für mich das erste Date von Tatum und Dash auf einmal ausgemacht und ich habe gar nicht realisiert, dass das jetzt besprochen wurde. Oder es gab eine Szene in der Dash Tatum an nächsten Tag eine „Überraschung“ versprochen hat, die aber nie vorgekommen ist. Stattdessen ist ein Kapitelanfang und Tatum geht mit ihrem Hund spazieren (ich glaube 3-4 Tage danach). All das hat auch dazu geführt, dass ich nie richtig in die Geschichte eintauchen konnte.

Auch die Liebesgeschichte war leider sehr plötzlich, auf der einen Buchseite mochten sich die beiden Protagonisten nicht, weil sie eben so unterschiedlich sind, auf der nächsten Seite fand Dash Tatum heiß und auf einmal reden sie als wären sie beste Freunde und machen sich ein Date aus. Und endgültig verliebt, waren sie dann anscheinend, als Dash über sein traumatisches Erlebnis berichtet.

Um genauer auf die Traumata der Protagonisten einzugehen: Ich fand, dass in diesem Buch sehr unsensibel mit den Erfahrungen der Protagonisten umgegangen wurde und weshalb sie teilweise Panikattacken haben. Als ersten waren die Panikattacken sehr komisch beschrieben, ich habe ein paar Bekannte, die bereits Panikattacken hatten und niemand, wirklich niemand, hat sie mir beschrieben, wie es die Protagonisten erleben (auch wenn das nicht unbedingt heißt, dass sie niemand so erlebt). Es kann auch sein, dass ich das Gefühl hatte, weil mir der Schreibstil absolut kein Gefühl transportieren konnte.

Dann reden sich beide Protagonisten ein, aus verschiedenen Gründen keine Psychotherapie zu benötigen. Man muss bedenken, dass die Traumatischen Erlebnisse schon 4 Jahre zurückliegen und keiner von beiden ist auf die Idee gekommen sich professionelle Hilfe zu holen, was ich wirklich, wirklich bedenklich finde, vor allem, weil unsere Generation mittlerweile an einem Punkt ist, wo uns allen klar sein sollte, dass man bei PTSD und Panikattacken professionelle Hilfe braucht und das nicht wie eine Verkühlung wieder von selbst weggeht.

Und dann fand ich leider auch den Plottwist und die Auflösung absolut nicht gut. Es wird zwar ein wichtiges Thema angesprochen, was ich so in einem deutschsprachigen New Adult Roman noch nicht gelesen habe, aber leider fand ich die Verstrickung der beiden Protagonisten etwas übertrieben. Mir hätte es viel besser gefallen, wären die beiden nicht irgendwie verbunden gewesen.

Was ich bei der Repräsentation der psychischen Krankheiten gewünscht hätte, wäre gewesen:

1. Man weiß direkt am Anfang des Buches, was die Protagonisten belastet und kann sich so besser in sie einfühlen. Und erfährt nicht erst auf Seite 320 von 408, was eigentlich Sache ist.

2. Die Protagonisten suchen sich im Laufe des Buches beide professionelle Hilfe, um ihre Erlebnisse aufzuarbeiten. Und Tatum kommt nicht auf den letzten Seiten durch das Lesen eines Artikels auf die Idee, dass sie vielleicht Hilfe braucht. Etwas ähnliches geschieht auf bei Dash, wo ich mir auch dachte: Wie genau bist du zu dem Entschluss gekommen? Was war bei Entwicklung, um diesen Schritt zu tun? (Spoiler: Die Fragen wurden beide nicht beantwortet)

3. Die beiden Protagonisten verlieben sich nicht aufgrund ihrer Traumatischen Erlebnisse, sondern man bekommt richtig mit, dass sie zwar was das angeht unterschiedlich sind, aber trotzdem Gemeinsamkeiten haben.



Fazit:

Insgesamt war es leider ein Flop auf jeder Ebene. Das einzige was ich gut fand, war die Idee. Daher wohl 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.01.2023

Insgesamt gut

Lightlark
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Ich muss sagen, wenn man die nicht vorhandenen Tropes, die die Autorin auf ihrem Tiktok veröffentlicht hat und vor allem Großbeworben wie inklusiv dieses Buch sein soll (wobei mir nicht aufgefallen wäre, ...

Ich muss sagen, wenn man die nicht vorhandenen Tropes, die die Autorin auf ihrem Tiktok veröffentlicht hat und vor allem Großbeworben wie inklusiv dieses Buch sein soll (wobei mir nicht aufgefallen wäre, dass je ein Wort in dem Buch zu Hautfarben gefallen wäre… nur zu Haarfarben- falls ich falsch liege, bitte sagt es mir), außer hat lässt.
Habe ich nur auszusetzen, dass das Lovetriangle in diesem Buch absolut komisch und nicht nachvollziehbar geschrieben wurde. Ich dachte mir am Ende nur: WTF wie ist das jetzt passiert? Ich dachte, die sind Freunde!?

Wobei auch die Gefühle zum anderen Loveinterest auch wie aus dem nichts entstanden sind, wobei es dazu am Ende zumindest ansatzweise eine Erklärung gab.

Generell war das Ende ziemlich verworren und ich wusste nicht mehr, was Isla überhabt will, aber gut, wir haben einen 2. Band also vielleicht wird es sich da etwas klären.

Aber insgesamt fand ich die Idee echt nicht so schlecht, wie manche englischen Book Reviewer dargestellt haben. (Wie gesagt wir beachten nicht die angeblichen Book Tropes).

Das soll jetzt keine ausgiebige Rezension sein, sondern eher Gedanken zu dem Buch, weil ich die Kritik an dem Buch nur teilweise nachvollziehen kann.

Deshalb finde ich 3/5 Sterne gerechtfertigt.

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Veröffentlicht am 03.01.2023

Leider sehr enttäuschendes Ende

Anatomy
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Hallo!

Ich habe heute wieder eine Rezension für euch! Das Buch durfte ich in einer Leserunde auf Lovelybooks lesen und habe daher das Buch auch als kostenloses REZENSIONSEXEMPLAR ...

Werbung / Rezensionsexemplar

Hallo!

Ich habe heute wieder eine Rezension für euch! Das Buch durfte ich in einer Leserunde auf Lovelybooks lesen und habe daher das Buch auch als kostenloses REZENSIONSEXEMPLAR erhalten. Dies hat meine Meinung über den Inhalt des Buches nicht beeinflusst!

Eckdaten:

„Anatomy - Eine Liebesgeschichte“ von Dana Schwartz ist der erste Band einer Dilogie und ist am 07.12.2022 im loewe-Verlag erschienen. Das Buch wurde von Cornelia Röser aus dem Amerikanischen übersetzt. Das Buch ist ein historischer Jugendthriller und hat 384 Seiten.

ISBN: 978-3-743214989

Preis: 17,00 (D) /17,50 (A) - Broschur



Inhalt:

Edinburgh 1817,

Lady Hazel Sinnett möchte Chirurgin werden, dies ist ihr aber als Frau verboten. Trotzdem schleicht sich die Junge Frau als Mann verkleidet heimlich in die Vorlesung von Dr. Beecham, dessen Großvater für seine revolutionären Erkenntnisse im Gebiet der Chirurgie bekannt ist. Doch lange kann das gefährliche Versteckspiel von Hazel nicht gut gehen und gleichzeitig kommt Hazel hinter Geheimnisse, die sie nie hätte erfahren sollen. Kann die junge Frau ihre Medizinprüfung ablegen?



Cover:

Das Cover finde ich wirklich wunderschön gestaltet! Es wurde aus dem Englischen übernommen ,was ich eine sehr gute Entscheidung finde! Ich liebe, dass der Hintergrund in einem Schlichten Rosa-Ton gehalten ist. Wodurch das Rote Kleid, das zu einem Herz geformt wurde, sehr schön hervorsticht. Auch der Titel hat eine Wunderschöne Schrift. Insgesamt passt alles gut zusammen und passt auch sehr gut zum Inhalt des Buches.



Meine Meinung:

Als ich erfahren habe, dass ich bei der Leserunde zu diesem Buch dabei sein darf, habe ich mich riesig gefreut, denn dieses Buch hat sich einfach nach dem perfekten Buch für mich angehört. Ich möchte selbst Medizin studieren und bin immer für düstere Geschichten mit trockenem Humor zu haben, auch wenn ich nicht sehr oft Bücher mit Thriller-Elementen lese, hat mich der Klappentext sehr angesprochen.

Als ich das Buch dann angefangen habe, ist mir direkt der sehr düstere Schreibstil aufgefallen, der eine tolle Grundstimmung mit sich bringt, trotzdem hat es die Autorin geschafft, dass man sich gut in die Gefühlswelt der Protagonistin einfühlen konnte.

Ich war direkt begeistert von der Geschichte, die Stimmung hat mich sofort mit sich gerissen, sowie auch, dass das Buch direkt spannend losging und man so sofort in die Handlung hineingeworfen wurde.

Schnell hat sich aber eine sehr schöne slowburn- Geschichte eingestellt. Denn man wurde als Leser in sehr viele der Vorlesungen mitgenommen, wodurch man sich die Medizin zu der Zeit wirklich sehr gut vorstellen konnte, auch wenn ich sagen muss, dass ich manchmal echt schlucken musste, weil in dem Buch wirklich sehr viele krasse Sachen vorgekommen sind, ich habe das gemocht, aber ich glaube einige würde das verschrecken.

Auch Edinburgh als Setting hat zu der Stimmung wirklich gut gepasst, denn man konnte sich diese engen Gassen wirklich gut vorstellen und ich habe irgendwie immer das Gefühl gehabt, als würde ein Nebelschleier über der Stadt liegen, einfach weil die Düsternis so gut auf mich übergesprungen ist. Auch die verschiedenen Schauplätze wie den Friedhof oder den Chirurgiesaal konnte ich mir sehr gut vorstellen.

Ich konnte mich direkt mit Hazel mitfühlen, als eine junge Frau, die einfach nur ihren Traum leben will, aber in der Gesellschaft überhaupt nicht akzeptiert wird. Jeder möchte ihr einreden, dass sie als Frau nicht dazu in der Lage ist, als Chirurgin zu arbeiten und aus der Gesellschaft verstoßen werden würde. Und ich fand es einfach so genial, wie Hazel dagegen gestanden hat und ihr die Meinung von allen anderen egal war, weil sie unbedingt die Medizinprüfung absolvieren wollte. Dadurch gab es in dem Buch auch sehr viele feministische Ansätze, die ich toll in die Geschichte eingewoben fand.

Die anderen Charaktere fand ich auch sehr interessant. Hazels Mutter stellt eine typische Frau Anfang des 19. Jahrhunderts da und will eigentlich nur das Beste für ihre, doch dabei will man sie als Leser einfach nur hassen, weil sie sich so oft Hazel in den Weg stellt.

Dr. Beecham ist von Anfang an mysteriös und man weiß nie, was man von ihm halten soll, was ich sehr interessant fand, weil er so diesen typischen Arzt zu der Zeit verkörpert.

Jeder der Charaktere war gut von der Autorin ausgearbeitet und man hat richtig gemerkt, dass jeder der Figuren eine Rolle in dem Buch gespielt hat.

Auch die Handlung war sehr interessant, weil einfach immer mehr komische Ereignisse auf kamen und man als Leser einfach nicht wusste, was genau jetzt dahinter steckt und wie sich das ganze auflösen lässt.

Mich konnte dieses Buch über 290 wirklich sehr gut unterhalten, ich habe mich in das Setting, die Stimmung, die Charaktere und den mysteriösen Flair verliebt und dann kam leider der größte Plottwist der Geschichte.

Und ich mochte ihn absolut gar nicht.

Für mich hat das Ende des Buches einfach alles zerstört, was die Autorin aufgebaut hat und ich fand die Auflösung einfach absolut unpassend zur Geschichte. Ich hätte in dem Moment wirklich heulen können, denn das Buch war bis dahin auf einen guten Weg mein Absolutes Lieblingsbuch zu werden und das Ende hat es einfach wirklich kaputt gemacht.

Deshalb kann ich euch auch keine wirkliche Empfehlung für das Buch aussprechen, es wird ein zweiter Teil folgen, aber ich weiß nicht, ob ich diesen lesen werde, denn da wird es vorwiegend um den Plottwist gehen.

Fazit:

Insgesamt bin ich leider von dem Ende wirklich sehr enttäuscht worden, auch wenn das Buch bis dahin eigentlich perfekt war. Da ich das auch nicht außen vor lassen möchte, gebe ich dem Buch 3,5 Sterne - mit Augen zu drücken, weil 290 Seiten wirklich 5 Sterne plus plus waren.


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