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Veröffentlicht am 01.11.2020

gelungener Romantasy Einzelband mit zwei kleineren Schwächen

Splitter aus Silber und Eis
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In „Splitter aus Silber und Eis“ von Laura Cardea reist man als Leser gemeinsam mit der Protagonistin Veris, der Prinzessin des Frühlingsreiches Aurum, in das Herrschaftsgebiet des Fae-Winterprinzen Nevan. ...

In „Splitter aus Silber und Eis“ von Laura Cardea reist man als Leser gemeinsam mit der Protagonistin Veris, der Prinzessin des Frühlingsreiches Aurum, in das Herrschaftsgebiet des Fae-Winterprinzen Nevan. Dessen Herz ist auf Grund eines Fluches vereist und sondert gefährliche Eissplitter ab, die über die Grenzen der beiden Königreiche hinaus unschuldige Menschen treffen. Jedes Jahr verlangt ebendieser Fluch, dass ein Mädchen Aurums als Opfergabe in das Winterreich reist. Bisher kehrte keines dieser sogenannten Sakrale je in ihre Heimat zurück, doch Veris sieht es als ihre Bestimmung an, den Winterprinzen endlich zu töten und dem Fluch somit ein Ende zu setzen.

Veris konnte mich als Protagonistin ab der ersten Seite an überzeugen. Sie ist willensstark, mutig und fest entschlossen, ihr Volk von der Gefahr zu befreien, die von den Fae ausgeht. Den Großteil ihres Lebens hat sie sich auf ihre Mission im Winterreich vorbereitet und sie zögert dort angekommen nicht, einen Plan zu schmieden, um ihr Vorgehen in die Tat umzusetzen. Sie ist jedoch auch gerecht und freundlich, weshalb sie den Winterprinzen und sein Reich kennenlernen möchte, um herauszufinden, ob mehr hinter dem Fluch steckt, als die Menschen annehmen. Nevan mochte ich ebenfalls, obwohl er besonders zu Beginn der Handlung sehr unnahbar und mysteriös erscheint. Jedoch erkennt man im Laufe der Geschichte, dass auch er trotz seines gefrorenen Herzens ein gerechter Herrscher ist, der nur das Beste für sein Volk will. Die Anziehung und Spannung zwischen Veris und Nevan war für mich greifbar und ich fand es spannend zu verfolgen, wie ihre Beziehung sich entwickelt. Ich hätte mir allerdings mehr Szenen gewünscht, in denen sich die beiden einander annähern, da ich mir des Öfteren nicht sicher war, ob ihre Gefühle lediglich gespielt oder tatsächlich echt waren.

Der Schreibstil der Autorin ist meiner Meinung nach fesselnd und angenehm zu lesen. Ein wenig gestört haben mich jedoch gelegentlich verwendete lange Schachtelsätze, welche ich teilweise sogar mehrmals lesen musste, um sie zu verstehen. Die Handlung empfand ich als spannend und unvorhersehbar, weshalb ich mich durchweg gut unterhalten gefühlt habe. Meiner Ansicht nach ist die Welt rund um Aurum und Wenturien toll aufgebaut und ich habe es genossen, in die beiden Reiche einzutauchen und sie und ihre Bewohner kennenzulernen.

„Splitter aus Silber und Eis“ ist für mich somit ein gelungener Romantasy Einzelband, dessen Charaktere und Handlung mich sofort in seinen Bann gezogen haben. Auf Grund zwei kleinerer Kritikpunkte erhält das Buch von mir 4 von 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2020

toller New Adult Roman!

Madly
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„Madly“ stellt den zweiten Teil der „In Love“ Trilogie von Ava Reed dar und erzählt die Geschichte von June und Mason, welche man bereits im ersten Band der Reihe kennengelernt hat. Die beiden haben sich ...

„Madly“ stellt den zweiten Teil der „In Love“ Trilogie von Ava Reed dar und erzählt die Geschichte von June und Mason, welche man bereits im ersten Band der Reihe kennengelernt hat. Die beiden haben sich schon in „Truly“ einen Weg in mein Herz geschlichen, weshalb ich sehr gespannt darauf war, mehr über sie und ihre jeweilige Vergangenheit zu erfahren.

June ist meiner Ansicht nach eine sehr überzeugende und sympathische Protagonistin, welche mich mit ihrer toughen und selbstsicheren Art direkt in ihren Bann ziehen konnte. Sie hat immer einen lustigen Spruch auf den Lippen und einen tollen Sinn für Humor, was mir sehr gefallen hat. Jedoch setzt ihr ein vermeintlicher Makel an ihrem Körper sehr zu, wodurch man als Leser auch ihre verletzliche und unsichere Seite kennenlernt. June versucht alles, um diese Zweifel an sich selbst vor der Welt zu verbergen und lässt aus diesem Grund auch Mason zunächst nicht zu nahe an sich heran. Dieser hingegen nimmt eine Abfuhr nach der anderen auf sich und lässt nichts unversucht, um June für sich zu gewinnen. Mason ist ebenfalls ein selbstsicherer, authentischer und witziger Charakter und konnte mich ab der ersten Seite für sich einnehmen. Aber auch er hat mit Selbstzweifeln zu kämpfen und ist unsicher, ob er mit dem derzeitigen Stand seiner Karriere für den Rest seines Lebens zufrieden sein wird oder eventuell einen anderen Weg einschlagen sollte. Das Prickeln und die Anziehung zwischen June und Mason war für mich bereits in „Truly“ deutlich zu spüren und in diesem Band ebenfalls stets greifbar. Besonders gefallen hat mir außerdem, dass die Kapitel abwechselnd aus der Sicht von June und Mason geschrieben sind, sodass man als Leser Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Protagonisten erhält. Dadurch kann man meiner Meinung nach ihre Handlungen und Aussagen gut nachvollziehen.

Ava Reeds Schreibstil empfand ich als sehr flüssig und angenehm zu lesen, wodurch ich das Gefühl hatte, förmlich durch die Seiten zu fliegen. Ich wollte das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit June und Mason weitergeht. Außerdem behandelt die Autorin das Thema Bodyshaming und übermittelt ihren Leser/innen mit Hilfe des Buches eine wichtige und starke Botschaft: Du bist perfekt, so wie du bist. Ich fand es fantastisch, June auf ihrem Weg von Selbstzweifel zu Selbstliebe zu begleiten und bin der Meinung, dass Ava Reed ihre Entwicklung sehr authentisch dargestellt hat.

Zusammenfassend ist „Madly“ für mich ein toller New Adult Roman, der mit starken Charakteren, einem fesselnden Schreibstil und einer wichtigen Message überzeugt. Das Buch erhält von mir 5 von 5 Sterne und ich freue mich bereits sehr darauf, im Januar den dritten Band lesen zu können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2020

Highlight!

Don't LOVE me
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„Don‘t Love Me“ bildet den Auftakt der neuen New Adult Trilogie von Lena Kiefer und man reist in diesem ersten Band gemeinsam mit den Protagonisten Kenzie und Lyall in eine idyllische Kleinstadt in Schottland. ...

„Don‘t Love Me“ bildet den Auftakt der neuen New Adult Trilogie von Lena Kiefer und man reist in diesem ersten Band gemeinsam mit den Protagonisten Kenzie und Lyall in eine idyllische Kleinstadt in Schottland. Den beiden ist bewusst, dass sie eigentlich die Finger voneinander lassen sollten, doch dieses Vorhaben scheint bereits von Anfang an zum Scheitern verurteilt zu sein.

Kenzie ist meiner Meinung nach eine sehr authentische und sympathische Protagonistin und konnte mein Herz im Sturm erobern. Sie ist selbstbewusst, intelligent, familienbezogen und hat einen tollen Sinn für Humor, was für einige spannende Dialoge zwischen ihr und Lyall sorgt. Des Weiteren hat sie keine Angst davor, für sich selbst und ihre Ansichten einzutreten, was ich toll fand. Lyall hingegen ist für mich der Inbegriff des Spruches „harte Schale, weicher Kern“. Auf den ersten Blick scheint er zwar arrogant, verschlossen und unnahbar, jedoch wird schnell klar, dass er sich an dieser Fassade nur festklammert, um seine wahren Gefühle zu verbergen und die Menschen um ihn herum zu schützen. Es fällt ihm allerdings schwer, diese Maske in Gegenwart von Kenzie aufrechtzuerhalten, weshalb man als Leser auch seine fürsorgliche und liebevolle Seite kennenlernt. Die Chemie und das Prickeln zwischen Kenzie und Lyall war für mich seit ihrem ersten Aufeinandertreffen greifbar und ich fand es großartig, zu verfolgen, wie die Beziehung der beiden sich entwickelt.

Lena Kiefers Schreibstil empfand ich als fesselnd, flüssig und sehr angenehm zu lesen. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen und habe mich gänzlich in der Geschichte verlieren können. Die Handlung hat für mich auch in eher ruhigen Momenten eine gewisse Grundspannung beibehalten, weshalb ich mich durchweg gut unterhalten gefühlt habe. Besonders hervorzuheben ist meiner Meinung nach der Humor der Autorin, der sich in ihren Charakteren widerspiegelt und mich mehrere Male zum Lachen gebracht hat. Durch das dramatische Ende kann ich den zweiten Band kaum erwarten und freue mich schon jetzt darauf, zu erfahren, wie Kenzies und Lyalls Geschichte weitergeht.

Somit stellt „Don’t Love Me“ meiner Empfindung nach einen fantastischen Auftakt der Trilogie dar und ist für mich definitiv ein Highlight im Bereich der New Adult Belletristik. Das Buch erhält demnach von mir verdiente 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle Fans von herzzerreißenden Liebesgeschichten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2020

grandioser Abschluss einer grandiosen Trilogie

Beta Hearts
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Mit „Beta Hearts“ endet die Neon Birds Trilogie von Marie Graßhoff und auch in diesem Band reist man als Leser in das Jahr 2101. Im Kampf gegen KAMI haben die Menschen neue Hoffnung geschöpft und setzen ...

Mit „Beta Hearts“ endet die Neon Birds Trilogie von Marie Graßhoff und auch in diesem Band reist man als Leser in das Jahr 2101. Im Kampf gegen KAMI haben die Menschen neue Hoffnung geschöpft und setzen nun alles daran, die künstliche Intelligenz endlich zu vernichten. Jedoch sind nicht alle der Überzeugung, dass eine letzte Schlacht gegen KAMI der richtige Weg ist, um die Maschine zu besiegen. Flover, Luke, Okijen, Andra und Byth müssen sich nun entscheiden, auf wessen Seite sie stehen und welche Vorgehensweise sie somit unterstützen.
Bereits in „Neon Birds“ und „Cyber Trips“ haben mich die Hauptcharaktere allesamt begeistern können. Flover ist mutig, loyal seinen Freunden gegenüber und setzt sich selbst des Öfteren großen Risiken aus, um andere Menschen zu beschützen. Seine Freundschaft zu Luke ist unerschütterlich und ich fand es toll, dass die beiden immer zusammengehalten haben, ganz egal was zeitweise zwischen ihnen stand. Okijen ist ein ehemaliger Supersoldat, der nach jahrelangem Dienst beim Militär eigentlich nie wieder kämpfen wollte. Dennoch ist er nicht in der Lage, die verbliebenen Menschen im Stich zu lassen und beteiligt sich am Krieg. Dabei setzt er mehrmals sein eigenes Leben aufs Spiel, um andere zu retten. Auch Andra ist aufopferungsvoll und vor allem ihre enorme Stärke hat mich sehr fasziniert. In „Beta Hearts“ deckt sie einige Lügen ihrer Vergangenheit auf und verliert dennoch nicht den Glauben und das Vertrauen in ihre Kultur, was ich bemerkenswert fand. Außerdem war ich begeistert davon, dass sie sich von ihren eigenen Überzeugungen unter keinen Umständen abbringen lässt. Byth ist ebenfalls sehr charakterstark, intelligent und selbstlos. Meiner Meinung nach sind alle Protagonisten authentisch, vielschichtig und sympathisch dargestellt und ich fand es toll, dass die Kapitel abwechselnd aus ihrer aller Perspektiven geschrieben sind.
Auch die Nebencharaktere konnten mich ausnahmslos überzeugen, wobei besonders Ellis sich mit seiner humorvollen und selbstbewussten Art schnell einen Weg in mein Herz geschlichen hat. Des Weiteren erfährt der Leser in diesem Band mehr über die Hintergründe von Liza, Alaska, Marshall und deren Putsch gegen die Regierungen der Welt, was ich sehr interessant fand. „Beta Hearts“ hält außerdem einige Überraschungen bereit, was das Verhalten manch anderer Charaktere betrifft, hierbei will ich allerdings nichts vorwegnehmen.
Marie Graßhoffs Schreibstil konnte mich auch im finalen Band der Beta Hearts Reihe wieder fesseln, sodass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Meiner Ansicht nach ist die Handlung großartig durchdacht, durchgehend spannend und nicht vorhersehbar. Der finale Showdown zwischen den Menschen und KAMI hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und ich fand es fantastisch, dass im Endeffekt kein Kampf der ausschlaggebende Faktor für den Sieg gegen die künstliche Intelligenz war.
„Beta Hearts“ stellt somit für mich einen grandiosen Abschluss der Neon Birds Trilogie dar. Das Buch überzeugt meiner Empfindung nach mit authentischen Charakteren, einer spannenden Handlung und einem fesselndem Schreibstil. Ich vergebe 5 von 5 Sterne und werde Flover, Luke, Okijen, Andra und Byth auf jeden Fall vermissen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.10.2020

übertrifft all meine Erwartungen

Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach
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„Vortex - Das Mädchen, das die Zeit durchbrach“ stellt den zweiten Teil der Vortex-Saga von Anna Benning dar und entführt den Leser zunächst etwa 80 Jahre in die Zukunft. Man begleitet die Protagonistin ...

„Vortex - Das Mädchen, das die Zeit durchbrach“ stellt den zweiten Teil der Vortex-Saga von Anna Benning dar und entführt den Leser zunächst etwa 80 Jahre in die Zukunft. Man begleitet die Protagonistin Elaine und ihre Mitstreiter auf ein Abenteuer quer durch die Zeit, bei dem sie mehrmals ihr Leben aufs Spiel setzen, um einen Plan zu vereiteln, dessen Umsetzung verheerende Auswirkungen auf die gesamte Welt hätte.
Elaine konnte mich auch im zweiten Band überzeugen und ich finde, dass sie sich charakterlich bereits stark entwickelt hat. Die Naivität und bedingungslose Loyalität dem vorherrschendem System und den Regierungen der Welt gegenüber hat sie abgelegt und setzt nun alles daran, die Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft zu bekämpfen. Ich empfand sie als sehr sympathische und authentische Protagonistin und fand es toll, die Geschichte durch ihre Augen zu erleben. Da das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist, erhält man als Leser außerdem einen guten Einblick in Elaines Gedanken- und Gefühlswelt. Dadurch fiel es mir leicht, mich in sie hineinzuversetzen und ich konnte somit ihre Aussagen und Handlungen stets nachvollziehen. Bale als männlicher Hauptcharakter konnte mich ebenfalls erneut begeistern. Zwar ist er oft ziemlich stur und scheint von sich und seinen Fähigkeiten sehr überzeugt zu sein, jedoch erkennt man schnell, dass er auch eine weichere und fürsorgliche Seite hat. Er sorgt sich sehr um seine Freunde und würde Berge versetzen, um sie in Sicherheit zu wissen. In diesem Band treten einige Spannungen und Differenzen zwischen Elaine und Bale auf, welche ich jedoch durchaus verständlich und nicht als überflüssiges Drama empfand. Trotz ihrer Meinungsverschiedenheiten waren dennoch auch die tiefen Gefühle, welche die beiden füreinander empfinden, für mich stets greifbar und glaubwürdig.
Die Nebencharaktere sind meines Erachtens ebenso gut durchdacht und authentisch wie die Hauptcharaktere. Besonders erwähnenswert sind hierbei Susie, Fagus und Luka, welche Elaine und Bale auf ihrer Mission begleiten und tatkräftig unterstützen. Susie gehörte bereits im ersten Teil zu meinen Lieblingscharakteren und im zweiten Band konnte sie mich noch mehr für sich einnehmen. Fagus und Luka sind beide loyal ihren Freunden gegenüber und treten für ihre Überzeugungen ein, weshalb ich sie ebenfalls sehr mag.
Anna Bennings Schreibstil ist meiner Meinung nach fesselnd, flüssig und angenehm zu lesen, was dazu beigetragen hat, dass ich mich gänzlich in der Geschichte verlieren konnte. Die Handlung war für mich durchweg spannend und auf Grund mehrerer überraschender Wendungen an keiner Stelle vorhersehbar. Außerdem fand ich bereits im ersten Band die Grundidee der Vortex und deren Auswirkungen auf die Welt grandios und dieser Eindruck hat sich im zweiten Teil definitiv bestätigt.
Zusammenfassend übertrifft „Vortex - Das Mädchen, das die Zeit durchbrach“ all meine Erwartungen. Das Buch überzeugt meiner Ansicht nach mit einer fesselnden Handlung, sympathischen Charakteren und einem fantastischem Weltenbau. Somit erhält der zweite Band der Vortex-Saga von mir verdiente 5 von 5 Sterne und ich fiebere nun ungeduldig dem Erscheinen des letzten Teils der Trilogie im Frühjahr 2021 entgegen.

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  • Erzählstil
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