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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2020

Trilogie zeitnah lesen

Wolves – Die Jagd beginnt (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 3)
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Endlich halte ich den dritten Band aus der Reihe um William „Wolf“ Fawkes in Händen. Scheinbar hat ein guter Freund und Kollege Selbstmord begangen. Ein klarer Fall, denn er befand sich in einem von innen ...

Endlich halte ich den dritten Band aus der Reihe um William „Wolf“ Fawkes in Händen. Scheinbar hat ein guter Freund und Kollege Selbstmord begangen. Ein klarer Fall, denn er befand sich in einem von innen abgeschlossenen Raum mit der Mordwaffe. Wolf und seine Crew können und wollen das nicht glauben. Und tatsächlich, sie finden des Rätsels Lösung und sie finden noch viel mehr heraus, nämlich dass ein lange zurückliegender Fall auch heute noch eine Rolle spielt.

Wie in den Vorgängerbänden ist es eine Freude, den Spuren zu folgen und zugleich auch Wolfs Beziehungsdramen mitzuerleben, denn der Autor versteht sein Handwerk. Der Spannungsbogen ist immer straff gespannt, ständig gibt es neue Erkenntnisse und Wendungen. Leider bremsen auch hier wieder viele Bezüge auf die Vorgängerbände den Lesefluss, obwohl ich alle Bücher gelesen habe. Da hilft eigentlich nur zeitnahes Lesen der gesamten Trilogie. Natürlich ist die Handlung in sich abgeschlossen und steht für sich alleine, aber man hat immer das Gefühl, etwas Wesentliches vergessen zu haben.

Trotzdem, dieser Thriller ist wieder raffiniert geschrieben und glänzt mit einem genialen, einflussreichen Bösewicht.

Veröffentlicht am 03.02.2020

BSV gibt nicht auf

Scheintod
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Die "Blutblume" von Louise Boije af Gennäs hat mich schon so dermaßen in ihren Bann gezogen, dass ich dem Erscheinen von ihrem Fortsetzungsroman "Scheintod" mit Spannung entgegen gesehen habe.
Mit ihrem ...

Die "Blutblume" von Louise Boije af Gennäs hat mich schon so dermaßen in ihren Bann gezogen, dass ich dem Erscheinen von ihrem Fortsetzungsroman "Scheintod" mit Spannung entgegen gesehen habe.
Mit ihrem alten Leben hat Sara abgeschlossen, zieht um in eine andere Wohnung und sucht sich eine neue Arbeitsstelle, die ihr quasi in den Schoss fällt. Doch immer noch ist sie bei den falschen Gelegenheiten misstrauisch und bei anderen unvorstellbar gutgläubig. Natürlich ist bei ihrem Job wieder mal etwas oberfaul. Ausserdem befinden sie und ihr familiäres Umfeld sich immer noch im Fokus vom mysteriösen BSV. Es gibt herbe Verluste, aber was diese Vereinigung letztendlich erreichen will, bleibt im Dunkeln.
Objektiv betrachtet ist dieser Plot genauso realitätsfern wie "Blutblume". Dennoch kann mich die Autorin mit ihrem fantasievollen Spannungsbogen an die Seiten fesseln. Diesmal gibt es weniger ermüdende Zeitungspassagen. Stattdessen gibt es mehr Einblicke in die Gedankenwelt des ermordeten Vaters, an dessen Person auch die ersten Zweifel auftauchen. Auf welcher Seite hat er gestanden? War er ein Spion? Vor allem die unvollständigen, sibillinischen Auskünfte der erkrankten Mutter schüren das Rätselraten des Lesers...
Superspannend und lesenswert.

Veröffentlicht am 24.01.2020

Keine weisse Weste

Wisting und der fensterlose Raum
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Eigentlich beginnt Wistings neuester Fall gar nicht als Cold Case. Er soll den Ursprung von 80 Millionen Kronen in dem Nachlass eines Politikers klären. Schnell ergeben sich Querverbindungen zu einem Jahrzehnte ...

Eigentlich beginnt Wistings neuester Fall gar nicht als Cold Case. Er soll den Ursprung von 80 Millionen Kronen in dem Nachlass eines Politikers klären. Schnell ergeben sich Querverbindungen zu einem Jahrzehnte zurückliegenden Vermisstenfall, und dann sogar zu einem zeitgleich stattgefundenen Raubüberfall.
Wistings Tochter wird quasi Sonderermittlerin, weil sie unter der Tarnung als Journalistin einiges unauffällig recherchieren kann.
Mir hat diese Folge fast noch besser gefallen als der Vorgänger (Wisting und der Tag der Vermissten). Hier steckt einfach viel mehr Bewegung drin, was leider auch zu Kosten von Charakterisierung und psychologischen Strukturen geht.
Der Fall an sich ist gut durchdacht, aber die Ermittlung geht leider haarsträubend dilettantisch vonstatten. Dennoch hält der Autor mit seinem prägnanten Schreibstil die Spannung bis zum Ende hin hoch. Wisting-Fans werden nicht enttäuscht sein.

Veröffentlicht am 24.01.2020

Psychologisch und knallhart

Todesklippe
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Nach zwei Rügen-Krimis von Katharina Peters konnte sie mich mit ihrem Ostsee-Krimi "Todesklippe" erneut überzeugen.

Ein allseits geschätzter Polizei-Psychologe verunglückt tödlich mit dem Motorrad, Wochen ...

Nach zwei Rügen-Krimis von Katharina Peters konnte sie mich mit ihrem Ostsee-Krimi "Todesklippe" erneut überzeugen.

Ein allseits geschätzter Polizei-Psychologe verunglückt tödlich mit dem Motorrad, Wochen davor wird einer seiner Patienten (ebenfalls ein Polizist) ermordet. Die Privatdetektivin Emma Klar erhält vom BKA den Auftrag, den Unfall genauer unter die Lupe zu nehmen und stößt schon bald auf offene Fragen, die sie, ihren Freund und eine unerschrockene Journalistin in tödliche Gefahr bringen. 

Dieser Krimi wird sehr dicht erzählt. Nach und nach deckt Emma Klar die Vergangenheit der Getöteten auf. Aber auch die Gegenwart wird zur Bedrohung, weil die befreundete Journalistin ins Fadenkreuz mächtiger Bosse gerät, die ihre Korruptionsaffären schützen wollen.

Insofern bietet die Autorin psychologische Tiefe gepaart mit knallharter Action, eine Kombination, die einen Leser an das Buch fesselt.

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Veröffentlicht am 12.01.2020

Düster, schmutzig, grausam

1794
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Nachdem ich "1793" mit begeisterten 5 Lesesternen rezensiert habe, musste ich natürlich auch die Fortsetzung lesen. Es geht mindestens genauso düster und brutal weiter, als Cardell und diesmal mit dem ...

Nachdem ich "1793" mit begeisterten 5 Lesesternen rezensiert habe, musste ich natürlich auch die Fortsetzung lesen. Es geht mindestens genauso düster und brutal weiter, als Cardell und diesmal mit dem Bruder des verstorbenen Cecil Winge, ein mörderisches Komplott aufdecken. Ein junges Mädchen soll in ihrer Hochzeitsnacht angeblich von einem Rudel Wölfe getötet worden sein. Ihre Mutter kann das nicht glauben und wendet sich hilfesuchend an die beiden Ermittler. Mir hat in dieser Folge der rote Faden gefehlt. Es gibt zu viele Schauplätze, zu viele Personen und auch Handlungsstränge. Das Setting ist natürlich immer noch beeindruckend. Der Leser wird mit Eindrücken geflutet. Unmenschliche Grausamkeit, soziale Ungerechtigkeiten und furchtbare Lebensbedingungen gehen tief unter die Haut. Doch an den ersten Band reicht es meiner Meinung nach nicht heran.

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