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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2026

Dickes Märchenbuch

Nobody's Quest
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Optisch ist dieses Buch ein absoluter Traum. Es kommt mit einem wunderschönen Schutzumschlag daher, aber auch der Bucheinband darunter ist richtig toll gestaltet – das Ganze wirkt wie ein altes, dickes ...

Optisch ist dieses Buch ein absoluter Traum. Es kommt mit einem wunderschönen Schutzumschlag daher, aber auch der Bucheinband darunter ist richtig toll gestaltet – das Ganze wirkt wie ein altes, dickes Märchenbuch. Abgerundet wird das Ganze durch einen farblich passenden Buchschnitt. Ein echter Hingucker im Regal.

Zur Geschichte: Im Mittelpunkt steht das wie eine Sklavin gehaltene Waisenmädchen Soli. Sie ist die einzig Auserwählte, die das Amulett der Göttin berühren kann, ohne dabei zu verbrennen. Ihre Aufgabe ist es nun, zwei Schlüssel zu finden, um die eingesperrte Göttin zu befreien. Dafür begibt sie sich auf eine Reise ins Ungewisse, begleitet von einer sehr kleinen, bunt durchmischten Schar von Leuten mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten. Auf ihrem Weg erleben sie jede Menge Abenteuer und Kämpfe auf Leben und Tod. Dabei kommen sich Soli und der wunderschöne Prinz im Laufe der Zeit näher, durchaus auch körperlich.

Der Schreibstil ist eher einfach gehalten und offenbar an ein jugendliches Zielpublikum angepasst. Das passt für mich allerdings nicht so ganz harmonisch zusammen: Vom reinen Schreibstil her wirkt das Buch eher wie für 12-Jährige gemacht, die Erotik-Szenen gehören dagegen vom Empfinden her eher in die Altersklasse ab 16 Jahren.

Die Geschichte liest sich zwar leicht und zügig runter, fesselt aber letztendlich nicht so richtig. Es war für mich eine nette Unterhaltung für zwischendurch, aber irgendwie bleibt das Ganze am Ende doch zu seicht. Ein absolutes „Must-have“ ist der Folgeband für mich daher nicht unbedingt. Wegen der traumhaften Aufmachung und dem soliden Unterhaltungswert vergebe ich solide vier Sterne.

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Veröffentlicht am 14.07.2026

Todespfad

Killer Trail – Dreh dich nicht um
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Das Cover macht durchaus auf sich aufmerksam, auch wenn es für mich ehrlicherweise nicht ganz perfekt zum eigentlichen Inhalt passt.

Die Geschichte dreht sich um drei junge Frauen, die seit Jahren befreundet ...

Das Cover macht durchaus auf sich aufmerksam, auch wenn es für mich ehrlicherweise nicht ganz perfekt zum eigentlichen Inhalt passt.

Die Geschichte dreht sich um drei junge Frauen, die seit Jahren befreundet sind und einmal jährlich einen gemeinsamen Urlaub machen. Dieses Mal steht eine Wanderung auf dem Plan – und zwar ausgerechnet auf einer Route, auf der in der Vergangenheit schon viele Frauen verschwunden und getötet wurden. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, hören die drei dabei auch noch einen schauerlichen Podcast über genau diese Fälle. Als sie dann in einer Hütte auf einen unheimlichen Mann treffen, wird es zunehmend gefährlich und brutal.

Die Autorin schreibt in sehr kurzen, prägnanten Sätzen. Man kann sich dadurch zwar anfangs noch ganz gut in die Situation hineinversetzen, aber im Laufe der Handlung wurde ich zunehmend von den Charakteren abgestoßen. Die Naivität der Hauptperson Jade ist kaum zu ertragen, und die gerissene, narzisstische Art ihrer Freundin Zoe macht es nicht besser. Insgesamt war mir das alles viel zu plakativ und einfach zu effektheischend konstruiert.

Beim Hörbuch kommt leider noch ein weiteres Problem hinzu: Durch die sehr kurzen Sätze im Text wirkt die Sprechweise der Sprecherin extrem abgehackt, was mit der Zeit wirklich nervt. Zudem empfand ich ihre Stimme meist unangenehm schrill.

Unterm Strich hat mir dieses Hörbuch bedauerlicherweise nicht wirklich gefallen, aufgrund der eigentlich spannenden Grundidee vergebe ich aber noch gut gemeinte 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.07.2026

Alltagstauglich

One Pot
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Die Kochbücher von Dr. Oetker begleiten mich nun schon mein ganzes Leben lang. Sie waren für mich immer der Inbegriff von praktischen Rezepten – absolut gelingsicher und ohne unnötige Fisimatenten. Und ...

Die Kochbücher von Dr. Oetker begleiten mich nun schon mein ganzes Leben lang. Sie waren für mich immer der Inbegriff von praktischen Rezepten – absolut gelingsicher und ohne unnötige Fisimatenten. Und genau in diese Tradition reiht sich auch dieses „One Pot“-Buch perfekt ein.


Mit über 90 Rezepten bietet das Buch eine wirklich tolle und abwechslungsreiche Auswahl. Besonders schön finde ich, dass hier an die verschiedensten Ernährungsformen gedacht wurde: Ob vegan, vegetarisch oder glutenfrei – es ist für jeden Geschmack und Bedarf etwas Passendes dabei. Die Gerichte sind durchweg bodenständig und im Alltag meist mit einer Arbeitszeit von maximal 30 Minuten absolut stressfrei zu bewältigen. Man braucht definitiv keine große Kocherfahrung, um hier tolle Ergebnisse auf den Tisch zu zaubern. Auch die Zutaten bekommt man fast immer (wenn auch vielleicht nicht zu 100 %, so doch in den allermeisten Fällen) problemlos im ganz normalen Supermarkt um die Ecke.

Ein riesiger Pluspunkt ist für mich die Saisonalität: Man findet für jede Jahreszeit das richtige Gericht. Es gibt deftige Rezepte für den kalten Winter, aber genauso sommerlich-leichte Salate und Suppen für die heißen Tage. Neben den klassischen One-Pot-Gerichten überrascht das Buch zudem mit ausgefallenen Ideen und modernen Akzenten: Rezepte für den Airfryer (Heißluftfritteuse), der ja mittlerweile in fast jedem Haushalt steht, sind ebenso dabei wie schnelle Ideen für die Mikrowelle. Und auch der süße Zahn kommt nicht zu kurz, denn es gibt sogar ein paar feine Dessert-Rezepte.

Ein ganz kleiner persönlicher Kritikpunkt, der mich allerdings bei fast allen modernen Kochbüchern ein wenig nervt: Dass erst noch lang und breit vorweg allerbanalste Grundlagen erklärt werden müssen, hätte man sich sparen können. Das ist für mich einfach selbstverständlich.

Fazit: Davon abgesehen gefällt mir das Buch wirklich ausgesprochen gut. Wer unkomplizierte, schnelle und alltagstaugliche One-Pot-Gerichte sucht, wird hier vollauf begeistert sein. Von mir eine ganz klare Kaufempfehlung und verdiente 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 13.07.2026

Ohne Vorkenntnisse schwierig

Age of Trinity - Verlorener Himmel
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Ich habe vor dem Kauf leider übersehen, dass es sich hierbei schon um das 24. Buch aus der Psy-Changeling-Welt handelt. Ein Einstieg war zwar durchaus möglich, gestaltete sich für mich ohne Vorkenntnisse ...

Ich habe vor dem Kauf leider übersehen, dass es sich hierbei schon um das 24. Buch aus der Psy-Changeling-Welt handelt. Ein Einstieg war zwar durchaus möglich, gestaltete sich für mich ohne Vorkenntnisse aber stellenweise ziemlich schwierig. Das komplexe System der verschiedenen übernatürlichen Kräfte und deren Überwachung durch den Staat hat sich mir wahrscheinlich genau aus diesem Grund nicht ganz erschlossen.
Die Hauptfigur Eleri ist auf der Suche nach einem Serienmörder. Dieser Handlungsstrang, der sich quasi wie ein Krimi anfühlt, fesselte mich dann doch tatsächlich. Ich konnte den Täter bis zum Schluss nicht erraten.

Auch wenn mir ohne das Hintergrundwissen der früheren Bände ein paar Zusammenhänge gefehlt haben, war es insgesamt doch eine einigermaßen gute Unterhaltung. Für die spannende Krimihandlung vergebe ich gerne gute vier Sterne.

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Veröffentlicht am 12.07.2026

Ein Zwiebelkrimi

Bretonischer Glanz
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Das Cover wirkt fast schon wie ein Werbeprospekt für die Bretagne – und der Krimi selbst steht dem in nichts nach. Wie auch schon die anderen Dupin-Folgen ist dieses Buch beinahe eine Liebeserklärung an ...

Das Cover wirkt fast schon wie ein Werbeprospekt für die Bretagne – und der Krimi selbst steht dem in nichts nach. Wie auch schon die anderen Dupin-Folgen ist dieses Buch beinahe eine Liebeserklärung an diesen schönen Landstrich, den der Autor mit spürbar viel Liebe zum Detail skizziert. Schauplatz ist dieses Mal Roscoff, ein überaus pittoreskes Küstenstädtchen, das vor allem für seine Zwiebeln bekannt ist.

Im Ort herrscht dieses Mal mächtig viel Trubel: Zum einen findet ein Festival für Krimiautoren statt, zum anderen gibt es heftige Demonstrationen gegen drohende Entlassungen bei der örtlichen Fährgesellschaft. Mittendrin wird eine junge Zwiebelbäuerin ermordet aufgefunden. Sie hatte sich vehement für den rein biologischen Anbau eingesetzt und sich damit einige Feinde gemacht – allen voran in der traditionellen Bruderschaft zum Schutz der Roscoffer Zwiebeln.

Der Autor berichtet wie gewohnt mit einem feinen Schmunzeln über die örtlichen Begebenheiten und die ganz speziellen Gewohnheiten der Bretonen. Dabei erfährt man als Leser wieder jede Menge Wissenswertes, ohne dass es sich jemals belehrend anfühlt. Manchmal gerät die Erzählung zwar in etwas langatmige Passagen, aber Christian Berkel als Sprecher ist einfach immer wieder ein absoluter Genuss. Mit seiner großartigen Stimme lässt er diese kleinen Längen schnell vergessen. Für alle Fans der Reihe ein tolles Hörvergnügen, für das ich gerne gute vier Sterne vergebe!

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