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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2026

Magie mit schönem Schein und wenig Tiefgang

A Heart of Shadow and Magic: Magieglimmen | Mit wunderschönem Farbschnitt
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Die Idee von A Heart of Shadow and Magic klingt vielversprechend und auch die äußere Gestaltung mit dem wirklich wunderschönen Farbschnitt ist ein echter Blickfang. Optisch macht das Buch richtig etwas ...

Die Idee von A Heart of Shadow and Magic klingt vielversprechend und auch die äußere Gestaltung mit dem wirklich wunderschönen Farbschnitt ist ein echter Blickfang. Optisch macht das Buch richtig etwas her und weckt hohe Erwartungen.
Der Einstieg gelingt gut und die magische Welt hat interessante Ansätze.
Feli ist eine junge Frau mit extrem starken Komplexen. Sie wird von ihren zwei prominenten Brüdern dermaßen überfürsorglich behandelt, dass es fast schon an Unterdrückung grenzt. Jedenfalls haben sie verhindert, dass sie auf einer Magieschule ihre eigenen Fähigkeiten erkennen und beherrschen lernt. Gegen den Willen der Brüder hat sie sich jedoch ein Familiar geholt, ein Wesen, dass ihre Magie verstärkt und kanalisiert, und zudem noch von extrem attraktiver männlicher Gestalt ist. Im Grunde dreht sich die Handlung hauptsächlich um die Gedanken von Feli, die sich in Selbstmitleid suhlt, sich nicht die physische Anziehungskraft ihres Familiars eingestehen will und dabei gleichzeitig ihren Brüdern die Stirn bietet. Auch die Gedanken des Familiars drehen sich um Feli, wie toll sie ist und warum er sie nicht haben darf. Alles wird sehr breit ausgewalzt. Natürlich sind die Probleme künstlich herbeigeredet. Ansonsten gibt es noch ein paar magische Kämpfe. Hier kommt mein zweiter Kritikpunkt, denn das Magiesystem erschließt sich mir leider nicht logisch.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass es mir an Action und Tiefgang fehlt.
Sprachlich ist das Buch solide geschrieben, was mich bis zum Ende durchhalten ließ.
Insgesamt ein Buch mit interessanten Ansätzen und toller Optik, das jedoch erzählerisch hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Für Fans romantischer Fantasy durchaus lesbar aber kein Highlight.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

solider Krimi

Tannengrab - Karla Sommerfeld ermittelt
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In Tannengrab stößt ein Kind aus dem Waldkindergarten auf einen menschlichen Knochen und tatsächlich wird eine Leiche gefunden. Karla Sommerfeld übernimmt die Ermittlungen, die viel Privates einbeziehen: ...

In Tannengrab stößt ein Kind aus dem Waldkindergarten auf einen menschlichen Knochen und tatsächlich wird eine Leiche gefunden. Karla Sommerfeld übernimmt die Ermittlungen, die viel Privates einbeziehen: ihre demente Mutter, der nette Lebenspartner samt Hund spielen eine große Rolle und verleihen der Geschichte eine persönliche Note. Besonders positiv aufgefallen ist mir der Kollege Henning Meyer: phlegmatisch wartet er auf die Rente, ist aber berufserfahren, hat ein sprödes Wesen, ist aber Karla freundlich gesinnt – für mich das Highlight der Figuren.
Die Handlung selbst dümpelt leider etwas vor sich hin, Spannung entsteht nur sporadisch. Die Auflösung ist logisch und stimmig, das Ende wirkt jedoch etwas übertrieben. Positiv hervorzuheben ist, dass sich das Hörbuch flüssig liest/anhört, besser als die erste Folge, und dass die Neubesetzung Claudia Schwarz als Sprecherin einen guten Job macht.
Alles in allem solide Krimi-Unterhaltung mit sympathischen Figuren und einem gut lesbaren Stil, aber kein echter Page-Turner. Für Fans der Reihe und ruhigere Krimis eine empfehlenswerte Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Wieder ein Ahnhem, der begeistert

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Das etwas nichtssagende Cover im typisch schwedischen Ambiente lässt leider wenig Rückschlüsse auf den Inhalt zu.
Ein gigantischer Stromausfall ist der zentrale Ausgangspunkt von diversen Vorkommnissen, ...

Das etwas nichtssagende Cover im typisch schwedischen Ambiente lässt leider wenig Rückschlüsse auf den Inhalt zu.
Ein gigantischer Stromausfall ist der zentrale Ausgangspunkt von diversen Vorkommnissen, allen voran ein raffinierter Bankraub. Das Ermittlerteam rund um Fabian Risk kümmert sich zusätzlich um einen rätselhaften Mord und insgeheim auch um eine Kindesentführung. Doch je tiefer sie graben, umso erschreckender ist das kriminalistische Ausmaß einer Geheimorganisation, die nicht nur bestens ausgerüstet und absolut skrupellos in der Durchsetzung ihrer Ziele ist, nein, sie hat auch einen langen Atem und denkt nicht in Jahren, sondern eher in Dekaden. Jeder Ermittler steht im Fokus und befindet sich in Lebensgefahr. Unzählige Erzählstränge laufen aufeinander zu. Jeder Beteiligte, egal ob Opfer oder Polizist, wird so eindeutig beschrieben, dass man als Leser ein klares Bild der Situation erhält. Mich hat der neueste Ahnhem begeistert. Der einzig kleine und auch wirklich unwichtige Kritikpunkt: mir ist das Buch zu dick. Es ist einfach zu unbequem es lange in der Hand zu halten, aber zu spannend, um mittendrin aufzuhören.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Endlich wieder Fantasy mit Suchtfaktor

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Fire in the Sky hat mich von Anfang an gepackt und das ahnt man eigentlich schon beim wunderschönen Cover mit dem Farbschnitt. Optik und Inhalt passen hier perfekt zusammen.
Tamsyn ist sofort eine Figur, ...

Fire in the Sky hat mich von Anfang an gepackt und das ahnt man eigentlich schon beim wunderschönen Cover mit dem Farbschnitt. Optik und Inhalt passen hier perfekt zusammen.
Tamsyn ist sofort eine Figur, für die man Sympathien entwickelt. Als Prügelmädchen am Hofe erduldet sie die Strafen der Prinzessinnen, ausgeführt vom sadistischen Verwalter des Königs, der seine Macht genüsslich und mit brutaler Härte auskostet. Trotz allem ist Tamsyn der königlichen Familie absolut loyal ergeben – was die Tragik ihrer Rolle nur noch bitterer macht.
Umso erschütternder für sie ist der Entschluss, sie zum Wohle der Prinzessinnen mit einem rohen Kriegerfürsten aus den wilden Grenzlanden zu verheiraten. Was zunächst wie ein weiterer Akt der Aufopferung wirkt, entwickelt sich jedoch überraschend schnell zu einer leidenschaftlichen, aber hochgefährlichen Beziehung. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv, kompliziert und jederzeit von politischen wie persönlichen Risiken überschattet.
Der Sprachstil ist bildhaft und emotional, dabei gut lesbar und flüssig. Kurze, prägnante Sätze wechseln sich mit etwas längeren, atmosphärischen Passagen ab, was Tempo und Spannung hochhält. Die Kapitel sind überschaubar und enden häufig an Stellen, die zum Weiterlesen zwingen, eben ein echter Page-Turner-Effekt.
Gegen Ende wird ein Geheimnis enthüllt, das der Geschichte eine völlig neue Dimension verleiht und enorme Erwartungen an den Folgeband weckt. Ein fesselnder Auftakt, der lange nachhallt und definitiv Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Tödliche Abfahrt

Am Hang des Todes
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Commissario Grauner ist von seiner Weltreise zurück. Sie scheint ihm besser gefallen zu haben, als er selbst erwartet hatte. Er schwelgt in Erinnerungen und hat sich spürbar verändert. Doch auch sein Team ...

Commissario Grauner ist von seiner Weltreise zurück. Sie scheint ihm besser gefallen zu haben, als er selbst erwartet hatte. Er schwelgt in Erinnerungen und hat sich spürbar verändert. Doch auch sein Team ist in der Zwischenzeit nicht stehen geblieben, sondern selbstständiger geworden. Die Zusammenarbeit funktioniert dennoch weiterhin gut, als beim Skiweltcup in Gröden ein junger Fahrer heimtückisch erschossen wird. Alle tragen gleichermaßen, jeder auf seine Art, zum Erfolg der Ermittlungen bei.
Man merkt deutlich, dass Grauner weiterhin zwiespältig in seine Zukunft blickt. Die mögliche Frühpensionierung steht im Raum, sofern er diesen Schritt überhaupt gehen will. Er grübelt viel, denn jede Art von Veränderung ist ihm verhasst und der Leser nimmt intensiv daran teil. Dadurch wird das Erzähltempo spürbar gedrosselt, die Handlung entschleunigt und wirkt stellenweise fast etwas versponnen. Mir ist das mitunter zu viel, dennoch kann ich nicht von Grauner lassen und bin weiterhin gespannt auf seinen nächsten Fall.

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