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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2026

Verliebt in Cornwall

Summer Tides
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Das Cover in den zarten Farben von Strand und Meer – verziert mit der in wenigen Strichen angedeuteten Skyline von St. Ives – fängt die Atmosphäre der Geschichte gemeinsam mit dem farbigen Buchschnitt ...

Das Cover in den zarten Farben von Strand und Meer – verziert mit der in wenigen Strichen angedeuteten Skyline von St. Ives – fängt die Atmosphäre der Geschichte gemeinsam mit dem farbigen Buchschnitt einfach wunderbar ein.

Die Handlung dreht sich um Scarlett, die nach einer schwierigen Beziehung die Flucht aus London antritt, um in Cornwall ganz neu anzufangen. Sie möchte sich dort mit einem kleinen Strandkiosk selbstständig machen, geht dabei jedoch prompt einem Betrüger auf den Leim. Als wäre das nicht schon genug Trubel, verliebt sie sich auch noch Hals über Kopf in den feschen Jonah. Dieser ist allerdings ausgesprochen beziehungsscheu, weshalb es trotz seiner spürbar wachsenden Verliebtheit ein ziemliches Hin und Her zwischen den beiden gibt. Um das Chaos perfekt zu machen, taucht zu allem Überfluss auch noch Scarletts Ex-Freund auf und mischt kräftig mit. Sowohl Jonah als auch Scarlett müssen im Laufe der Ereignisse erst einmal für sich selbst herausfinden, was sie eigentlich von der Zukunft erwarten, und persönlich ein Stück weit reifen.

Unterm Strich ist dies eine wirklich amüsante Sommerliebesgeschichte, die man ganz wunderbar im Strandurlaub lesen kann, die aber auch zu Hause für vergnügliche Ablenkung sorgt. Die Erzählung bietet zwar im klassischen Sinne keinen Tiefgang, aber man sollte die Kernaussage beim Lesen durchaus verinnerlichen: Man muss erst einmal mit sich selbst im Reinen sein und klarkommen, bevor man wirklich bereit für eine stabile Paarbeziehung ist. Dank des angenehmen und flüssigen Schreibstils der Autorin fliegen die Seiten nur so dahin. Ein schöner Roman, für den ich gerne vier Sterne vergebe!

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Veröffentlicht am 24.06.2026

unkompliziert und lecker

Sommerküche Blitzrezepte
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Wenn ein Profikoch von „Blitzgerichten“ spricht, muss man als Hobbykoch ja meistens ein paar Abstriche machen. Profis schnippeln einfach schneller und haben oft eine ganz andere Wahrnehmung von Zeit. Bei ...

Wenn ein Profikoch von „Blitzgerichten“ spricht, muss man als Hobbykoch ja meistens ein paar Abstriche machen. Profis schnippeln einfach schneller und haben oft eine ganz andere Wahrnehmung von Zeit. Bei den Rezepten in diesem Buch ist meistens eine Arbeitszeit von unter 30 Minuten angegeben – dass Ofengerichte danach noch etwas im Ofen brauchen, versteht sich von selbst. Auch wenn wir Normalos in der Küche vielleicht einen Tick langsamer arbeiten, geht hier alles wirklich erfreulich fix.

Die Auswahl im Buch ist wunderbar ausgewogen. Von feinen Vorspeisen über abwechslungsreiche Hauptgerichte bis hin zum leckeren Dessert ist alles vertreten, und auch Vegetarier werden hier garantiert viele tolle Ideen finden. Besonders angenehm aufgefallen ist mir, dass die Zutaten fast immer im ganz normalen Supermarkt vorrätig sind. Man benötigt nur extrem selten mal etwas Exotisches, für das man extra in eine Feinkostabteilung müsste.

Die eigentliche Zubereitung ist herrlich unkompliziert, das bekommt eigentlich jeder problemlos hin. Zudem ist jedes einzelne Gericht mit einem tollen Foto bebildert. Alles sieht unheimlich fruchtig und frisch aus, und es sind wirklich interessante Geschmackskombinationen dabei, die man so vielleicht noch nicht ausprobiert hat. Für mich das perfekte Kochbuch für die warme Jahreszeit, das richtig Lust aufs Nachkochen macht!

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Geheimnisvolle Treskele

The Book of Witching
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Das düstere Cover dieses Hörbuchs stellt sofort einen direkten und sehr passenden Bezug zum Inhalt her. Die Geschichte selbst ist auf zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Der eine führt uns zurück in das ...

Das düstere Cover dieses Hörbuchs stellt sofort einen direkten und sehr passenden Bezug zum Inhalt her. Die Geschichte selbst ist auf zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Der eine führt uns zurück in das Jahr 1594 auf die Orkneyinseln, wo der historischen Figur Alison Balfour unglaubliches Leid zugefügt wurde: Aus rein politischem Kalkül bezichtigte man sie der Hexerei und erpresste schließlich durch grausamste Folter ein Geständnis von ihr.

Der zweite Erzählstrang spielt 400 Jahre später in der Gegenwart. Hier kommt ein junger Mann bei einem mysteriösen Brand ums Leben, seine Freundin wird dabei schwer verletzt und eine weitere junge Frau verschwindet spurlos. Nach und nach werden in diesem modernen Part die Hintergründe zu dem Feuer aufgeklärt. Was beide Schicksale über die Jahrhunderte hinweg miteinander verbindet, ist der Bezug zu diesem geheimnisvollen Buch der schwarzen Hexerei, das schon sehr eindrucksvoll auf dem Cover in Szene gesetzt worden ist.

Diese Mischung aus wahrer Geschichte und den mystischen Ereignissen der Gegenwart ist wirklich hochinteressant konstruiert. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir die Erzählweise streckenweise etwas zu trocken geraten ist. Das wird zum Glück ein gutes Stück weit von der Sprecherin Henrike Tönnes aufgefangen, die das Hörbuch hervorragend, lebendig und sehr angenehm einliest. Insgesamt ein absolut hörenswerter Mystery-Thriller, dem ich gute vier Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 20.06.2026

Ein neues Team

Mord und Gelato
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Das schöne Panorama vom Gardasee auf dem Cover stimmt schon beim ersten Anblick wunderbar auf diesen Krimi ein. Es gibt ein sehr nettes Wiedersehen mit Commissario Angelotti und einigen seiner bekannten ...

Das schöne Panorama vom Gardasee auf dem Cover stimmt schon beim ersten Anblick wunderbar auf diesen Krimi ein. Es gibt ein sehr nettes Wiedersehen mit Commissario Angelotti und einigen seiner bekannten Freunde und Mitarbeitern. Angelotti ist mittlerweile befördert worden, hat dadurch allerdings auch ein kleines Problem an der Backe: Er bekam für sein neues Team nur die heiklen Mitarbeiter zugeteilt, die andere Abteilungen im Prinzip einfach nur loswerden wollten. Zu allem Überfluss gehört dazu auch ein absolut korrupter Unsympath, der allerdings recht bald das Zeitliche segnet.

In der Geschichte menschelt es wieder sehr. Am Ende sind es gerade Angelottis gute, persönliche Beziehungen zu einigen der Beteiligten, aber auch die Mithilfe seiner cleveren Freundin Carlotta, die den Fall zu einem guten und logischen Ende bringen. Für diese Art von Wohlfühlkrimi mit ganz viel echtem Italienfeeling hat die Autorin einfach ein besonderes Händchen. Die Erzählung ist wunderbar spannend und gleichzeitig sehr entspannend.

Das Ganze ist eine wirklich ideale Urlaubslektüre, die man aber natürlich nicht nur im Urlaub genießen kann. Mir hat das Ganze als Hörbuch vorgelegen, welches von Oliver Dupont gewohnt gut, lebendig und sehr angenehm vorgelesen wurde. Ein schöner und unterhaltsamer Krimi!

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Veröffentlicht am 17.06.2026

Agentenkrimi im Nachkriegsjapan

Tokyo Lily. Auf der Jagd nach Hirohitos Gold
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Der Roman spielt im Japan der 1950er Jahre, als das Land unter amerikanischer Besatzung steht. Unter der Hand bereichern sich die Besatzer hier an gebunkerten Schätzen, um damit illegale Geheimaktionen ...

Der Roman spielt im Japan der 1950er Jahre, als das Land unter amerikanischer Besatzung steht. Unter der Hand bereichern sich die Besatzer hier an gebunkerten Schätzen, um damit illegale Geheimaktionen zu finanzieren. Zu diesem Zweck schrecken sie auch nicht davor zurück, mit kriminellen Untergrundbanden zusammenzuarbeiten.

In genau diese explosive Situation wird die noch recht naive Japanologie-Studentin Mirabell im Auftrag eines Museums nach Japan geschickt. Im Gepäck hat sie einen geschichtsträchtigen Helm, den sie vor Ort gegen einen berühmten Holzschnitt eintauschen soll. Für eine derart gefährliche Transaktion ist Mirabell allerdings viel zu arglos: Sie wird prompt bestohlen und gerät unversehens zwischen die Fronten von Geheimdiensten und einer Widerstandsbewegung.

Insgesamt ist dies ein wirklich spannender Agentenroman, der sich mit einer politischen und historischen Lage befasst, die auf dem Buchmarkt erfreulicherweise noch nicht so sehr als Romanfutter ausgeschlachtet worden ist. Allerdings muss ich auch sagen, dass die Erzählung phasenweise recht trocken bleibt. Auch zu den Hauptpersonen, allen voran zu Mirabell und diesem Herrn Gassan, wollte sich bei mir beim Lesen keine rechte Nähe entwickeln – beide blieben mir bis zum Schluss leider etwas fremd. Trotzdem ein lesenswerter und interessanter Krimi!

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