Magie mit schönem Schein und wenig Tiefgang
A Heart of Shadow and Magic: Magieglimmen | Mit wunderschönem FarbschnittDie Idee von A Heart of Shadow and Magic klingt vielversprechend und auch die äußere Gestaltung mit dem wirklich wunderschönen Farbschnitt ist ein echter Blickfang. Optisch macht das Buch richtig etwas ...
Die Idee von A Heart of Shadow and Magic klingt vielversprechend und auch die äußere Gestaltung mit dem wirklich wunderschönen Farbschnitt ist ein echter Blickfang. Optisch macht das Buch richtig etwas her und weckt hohe Erwartungen.
Der Einstieg gelingt gut und die magische Welt hat interessante Ansätze.
Feli ist eine junge Frau mit extrem starken Komplexen. Sie wird von ihren zwei prominenten Brüdern dermaßen überfürsorglich behandelt, dass es fast schon an Unterdrückung grenzt. Jedenfalls haben sie verhindert, dass sie auf einer Magieschule ihre eigenen Fähigkeiten erkennen und beherrschen lernt. Gegen den Willen der Brüder hat sie sich jedoch ein Familiar geholt, ein Wesen, dass ihre Magie verstärkt und kanalisiert, und zudem noch von extrem attraktiver männlicher Gestalt ist. Im Grunde dreht sich die Handlung hauptsächlich um die Gedanken von Feli, die sich in Selbstmitleid suhlt, sich nicht die physische Anziehungskraft ihres Familiars eingestehen will und dabei gleichzeitig ihren Brüdern die Stirn bietet. Auch die Gedanken des Familiars drehen sich um Feli, wie toll sie ist und warum er sie nicht haben darf. Alles wird sehr breit ausgewalzt. Natürlich sind die Probleme künstlich herbeigeredet. Ansonsten gibt es noch ein paar magische Kämpfe. Hier kommt mein zweiter Kritikpunkt, denn das Magiesystem erschließt sich mir leider nicht logisch.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass es mir an Action und Tiefgang fehlt.
Sprachlich ist das Buch solide geschrieben, was mich bis zum Ende durchhalten ließ.
Insgesamt ein Buch mit interessanten Ansätzen und toller Optik, das jedoch erzählerisch hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Für Fans romantischer Fantasy durchaus lesbar aber kein Highlight.