Platzhalter für Profilbild

fredhel

Lesejury Star
offline

fredhel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit fredhel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2026

Unterhaltsamer Jugendkrimi

Liars all around me
0

Vom Cover her hätte ich dieses Buch vermutlich nicht gekauft, die Farbkombination wirkt etwas unschön und das Bild insgesamt eher erratisch. Auch ein Zusammenhang mit dem Inhalt erschließt sich mir nicht.

Im ...

Vom Cover her hätte ich dieses Buch vermutlich nicht gekauft, die Farbkombination wirkt etwas unschön und das Bild insgesamt eher erratisch. Auch ein Zusammenhang mit dem Inhalt erschließt sich mir nicht.

Im Mittelpunkt stehen zwei Hauptfiguren, Ryle, der Bad Boy der Schule. Er gibt allerdings wenig auf seinen Ruf, sondern tut vor allem das, was getan werden muss, um zum Unterhalt seiner Familie beizutragen. Er lebt mit seinem Vater und seinem kleinen Bruder an der Armutsgrenze in einem eigentlich reichen Viertel. Die meisten Mitschüler sind das genaue Gegenteil, wohlhabend, oberflächlich und ziemlich blasiert.

Als ihn seine Mitschülerin Avery um eine Waffe bittet, nimmt die Geschichte Fahrt auf. Kurz darauf wird ihre stärkste Konkurrentin erschossen. Ryle und Avery beginnen daraufhin gemeinsam nach dem Täter zu suchen. Dabei wird schnell klar, dass auch Averys Leben alles andere als einfach ist, ihre Eltern haben übertriebene Erwartungen an sie und setzen sie stark unter Druck, eine Art Wohlstandsverwahrlosung.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich schnell lesen. Die Spannung liegt im mittleren Bereich, man bleibt zwar dran, die Auflösung ist allerdings recht vorhersehbar. Positiv ist, dass der jugendliche Charakter der Protagonisten gut getroffen wurde.

Der Roman ist insgesamt nicht besonders anspruchsvoll, eignet sich aber gut als leichte, spannende Lektüre und ist auch für Young Adult geeignet.

Fazit, trotz eines wenig ansprechenden Covers und einer vorhersehbaren Auflösung ein unterhaltsamer Jugendthriller mit glaubwürdigen Figuren und angenehmem Schreibstil.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2026

Trügerische Idylle

Mord & Breakfast
0

Manchmal passieren Gutes und Schlechtes an einem Tag. So einen Tag erlebt Melody Moss, als sie fristlos ihren Journalistenjob verliert und kurze Zeit später von ihrem Erbe erfährt. Ein hübsches, rentables ...

Manchmal passieren Gutes und Schlechtes an einem Tag. So einen Tag erlebt Melody Moss, als sie fristlos ihren Journalistenjob verliert und kurze Zeit später von ihrem Erbe erfährt. Ein hübsches, rentables Frühstückshotel wartet auf sie in Schottland. Man achte auf das aussagekräftige Cover, dass auch die mitgeerbte Bulldogge zeigt. Eigentlich will sie das kleine Hotel schnell zu Geld machen, aber irgendwie bleibt sie doch dort hängen, vor allem weil sie die Angelegenheiten ihrer verstorbenen Tante ins Reine bringen will.
Für eingefleischte Krimifans ist dieser Roman zu simpel. Doch Fans von englischer Cosy Crime werden sich hier richtig wohlfühlen, denn neben typisch englischer Atmosphäre kommt auch der trockene, britische Humor nicht zu kurz. Man findet schnell in die Handlung hinein, und wird auch nicht mit zu vielen Personen überfrachtet. Das spielt gerade bei Hörbüchern eine große Rolle. Dieses Hörbuch wird ganz hervorragend von Sandrine Mittelstädt vorgelesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2026

Wo ist Isabelle

Schattenmädchen
0

Schattenmädchen von Frida Skybäck ist ein spannender Kriminalroman, der mich vor allem durch die Geschichte und das Ermittlerduo überzeugt hat. Das Cover zeigt eine typisch schwedische Idylle, wirkt auf ...

Schattenmädchen von Frida Skybäck ist ein spannender Kriminalroman, der mich vor allem durch die Geschichte und das Ermittlerduo überzeugt hat. Das Cover zeigt eine typisch schwedische Idylle, wirkt auf mich allerdings eher nichtssagend und wird dem Inhalt nicht wirklich gerecht.
Umso schöner ist das Wiedersehen mit Frederika und Henry. Frederika ist impulsiv und geradlinig, manchmal unbequem, aber sehr authentisch. Henry ist reich, besonnen und intelligent, ein ruhiger Gegenpol. Beide tragen private Themen mit sich, Frederika hat Probleme in ihrer aktuellen Beziehung, Henry wird von seiner früheren Beziehung eingeholt. Das bleibt eher im Hintergrund, ist aber sehr interessant, besonders wenn man die Vorgänger kennt.
Im Mittelpunkt steht der Fall einer Studentin, die nach einer Party verschwindet. Ein reicher IT-Boss gerät schnell ins Visier der Ermittlungen, unter anderem wegen Blutspuren in seinem Appartement. Gleichzeitig gibt es Parallelen zu einem früheren Mord im Studentenmilieu und Hinweise auf eine möglicherweise frauenfeindliche und übergriffige Studentenverbindung.
Die Geschichte entwickelt sich spannend und dicht und endet mit einem überraschenden Schluss. Der Schreibstil ist auf jeder Seite mitreißend und die knackig kurzen Kapitel tragen zur Spannung bei. Für mich ein gelungener Krimi mit Tiefe und klarer Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2026

Lebenssplitter

Niemands Töchter
0

Der erste Eindruck dieses Buches ist leider etwas fade. Ein grob gemaltes Frauenporträt auf rauem, glanzlosem Papier. Der kleine Hinweis auf der Rückseite des Buches, dass mit Verantwortung produziert ...

Der erste Eindruck dieses Buches ist leider etwas fade. Ein grob gemaltes Frauenporträt auf rauem, glanzlosem Papier. Der kleine Hinweis auf der Rückseite des Buches, dass mit Verantwortung produziert wird, erklärt und versöhnt dann allerdings.
Marie, Gabriele, Alma und Isabell. Vier Frauen, zwei Generationen. Ihre Leben und ihre Beziehungen zueinander werden episodenhaft erzählt. Bedauerlicherweise nur bruchstückhaft und vor allem nicht chronologisch. Der Leser ist gezwungen, sich selbst das Gesamtbild zusammenzusetzen. Er erfährt so die Geschichte von starken Frauen, jede auf ihre Art, die ihr Schicksal meistern müssen, auch wenn sie daran zu zerbrechen drohen. Es sind Persönlichkeiten, die anecken. Menschen, die unbequem sind, aber die auch durch das Leben so geformt wurden.
Insofern passt der Schreibstil der Autorin gut zum Inhalt. Dennoch konnte ich mich bis zum Ende nicht damit anfreunden, auch wenn die Schicksale nachhaltig Eindruck hinterließen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2026

Ein Höllentrip

Montcrest University 1: Lessons in Evil
0

Der funkelnde, zart goldene Buchschnitt wirkt sehr edel. Das Cover selbst gibt schon einen Vorgeschmack auf die Montcrest University, aber ganz genau kann man den Bauplan auf dem Innendeckel studieren. ...

Der funkelnde, zart goldene Buchschnitt wirkt sehr edel. Das Cover selbst gibt schon einen Vorgeschmack auf die Montcrest University, aber ganz genau kann man den Bauplan auf dem Innendeckel studieren. Das ist eine praktische Schautafel, denn die Handlung spielt an den verschiedensten Stellen dieses alten Gemäuers.
Großartig und düster steht dieses Schloss in den Schweizer Bergen. Hier wurden schon Generationen von Studenten in den Künsten des Bösen unterwiesen.
Als Grace, die begabte, aber introvertierte Einzelgängerin ihr erstes Semester antritt, trifft sie sofort auf Isak, den charismatischen Dämon. Schnell verbindet die beiden eine Hassliebe, doch ihre Verbindung wird immer stärker, weil sie gezwungenermaßen zusammenarbeiten müssen, um die Flamme der Verdammnis aus der Hölle zu holen.
Die Autorin hat viel Fantasie walten lassen, um den Protagonisten die verschiedensten magischen Fähigkeiten zu verleihen, und die uralte, düstere Universität bildet eine imposante Kulisse.
Die Handlung ist spannend, und als Leser gewinnt man einen guten Blick in das Innere von Grace und Isak. Jeder der beiden hat sein Päckchen zu tragen, muss aber nach außen hin den Schein waren.
In der Hölle findet das actionreiche Finale statt. Zwar gibt es einen bösen Cliffhanger, aber dennoch ist der Roman an einen Punkt angelangt, an dem man mal eine Pause machen und über das Gelesene nachdenken kann, bis die Fortsetzung auf den Markt gelangt. Da für mich persönlich noch einige Unklarheiten bezüglich der Todsünden bestehen, beziehungsweise wie das Magiesystem insgesamt funktioniert, gibt es einen Bewertungsstern Abzug.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere