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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2024

Wieder ein herrliches Leseerlebnis

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius und das Abenteuer im Herbstwald
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Spekulatius schafft es mal wieder, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu begeistern. Das dieses Mal herbstliche Setting ist zwar etwas anderes, als wir gewohnt sind, hat sich aber in meinen Augen ...

Spekulatius schafft es mal wieder, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu begeistern. Das dieses Mal herbstliche Setting ist zwar etwas anderes, als wir gewohnt sind, hat sich aber in meinen Augen dennoch bewährt. Specki macht aus jeder Geschichte eine besondere Geschichte, so viel ist mal sicher.

Dass die Kiddies in diesem Band den Wald entdecken und etwas über die dort lebenden Tiere und Pflanzen lernen, finde ich eine klasse Idee. Zusammen mit ihnen erfahren die Lesenden viel über die heimische Wald-Welt, was auch ich als Erwachsene teilweise nicht wusste. Wäre mir fast peinlich zuzugeben, wenn das Buch nicht wieder so unendlich süß und unterhaltsam gewesen wäre.

Auch in diesem Band hat das kleine Grüppchen es mal wieder mit einem Bösewicht zu tun, den es mit allen Mitteln zu stoppen gilt. Ich bewundere immer wieder den Mut der Kinder, sich so sehr für das Gute einzusetzen und sich nicht beirren zu lassen. Einfach klasse!

Mein Fazit:
Ein erneuter Volltreffer ins Herz aller Spekulatius-Fans, auch wenn wir vom weihnachtlichen Pfad abgewichen sind. Der Ausflug hat sich zu 100% gelohnt!

Veröffentlicht am 12.09.2024

Großartiges Buch

Und dazwischen irgendwo wir
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„Und dazwischen irgendwo wir“ ist ein berührender Jugendroman darüber, sich selbst zu finden. Der eine steht zwischen mehreren Kulturen und gehört nirgends so richtig dazu, die andere kämpft darum, gut ...

„Und dazwischen irgendwo wir“ ist ein berührender Jugendroman darüber, sich selbst zu finden. Der eine steht zwischen mehreren Kulturen und gehört nirgends so richtig dazu, die andere kämpft darum, gut genug zu sein um die Fußstapfen auszufüllen, die ihre Familie ihr hinterlässt. Druck von allen Seiten, aber vor allem auch von innen, je eine verschwundene und eine sterbenskranke Mutter, eine gemeinsame Vergangenheit, die Schatten auf die Beziehung wirft.

Macey und Vincent haben beide ein gewaltiges Päckchen zu tragen, wenngleich sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Vincents Mutter verschwindet spurlos, was ihren Sohn vor ein riesiges Rätsel stellt, vor allem in Anbetracht der mysteriösen Mails, die Vince bekommt. Dazu struggelt er mit seiner Herkunft, möchte mehr über seine Wurzeln wissen, hat zugleich aber Angst, nicht genug zu sein. Ich hatte ständig das Bedürfnis, ihm zu versichern, dass er mehr als genug ist, dass er sein Selbst nicht für jemand anderen verbiegen und nur sich selbst gefallen muss.

Macey setzt alles daran, die Beste zu sein und ihre Familie stolz zu machen, wobei man ihr am liebsten sagen würde, fahr mal einen Gang runter und achte auf dich selbst. Arbeite dich nicht kaputt. Auch wenn man versteht, wieso sie sich selbst so viel Druck macht, wünscht man sich doch, sie könnte sich auch mal entspannen.

Die Freundschaft der beiden geht weit zurück, auch wenn sie zwischendurch eine Durststrecke hatte. Ich fand es spannend zu sehen, wie die Hintergründe der gemeinsamen Vergangenheit aufgearbeitet wurden und sich zusätzlich zu der wieder aufkeimenden Beziehung noch neue Knospen gesellen, die die Freundesgruppe erst so richtig perfekt machen.

Die Ängste und Sorgen der Teenager sind greifbar und authentisch, sodass ich mir gut vorstellen kann, dass Gleichaltrige sich zwischen den Seiten wiederfinden. Der Schreibstil holt einen sofort ab, zaubert ein Kopfkino, was fesselt, und einen aus der ersten Reihe mit den Figuren mitfühlen lässt. Ich habe jede Seite mit Spannung verschlungen und bin so dankbar, für 423 Seiten Teil von Maceys und Vincents Welt gewesen sein zu dürfen.

Mein Fazit:
Ein packendes und berührendes Buch über Sorgen, die viele Jugendliche sicherlich so oder so ähnlich schon einmal gehabt haben. Freundschaft, die Suche nach der eigenen Identität, Liebe, Familie, Zukunftssorgen, all das findet zwischen den Seiten Platz und schafft ein Leseerlebnis, in dem man sich wiederfinden und fallen lassen kann. Man ist nah an den Figuren und nah an den Emotionen, ich liebe es!

Veröffentlicht am 12.09.2024

Traurig und hoffnungsvoll zugleich

Die Tiere der Nacht
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„Die Tiere der Nacht“ nimmt uns mit auf eine emotionale Reise durch Noras Leben. Von der Außenwelt abgekapselt leben ihre Mutter und sie einen grauen, einsamen Alltag, bis Nora anfängt, verschiedene Geistertiere ...

„Die Tiere der Nacht“ nimmt uns mit auf eine emotionale Reise durch Noras Leben. Von der Außenwelt abgekapselt leben ihre Mutter und sie einen grauen, einsamen Alltag, bis Nora anfängt, verschiedene Geistertiere zu sehen. Diese Tiere helfen ihr nicht nur dabei, selbstbewusster zu werden und Freunde zu finden, sondern auch einzusehen, dass es in Ordnung ist, Hilfe anzunehmen, selbst oder gerade wenn man glaubt, es klappt auch allein.

Nora ist ein tapferes junges Mädchen. Mit einer Mutter, die zu traurig ist, um ihren Aufgaben als Mutter nachzukommen, ist sie meistens auf sich allein gestellt und meistert das erstaunlich gut. Dennoch sitzt einem beim Lesen ein dicker Kloß im Hals, denn eigentlich sollte sich Noras Mama um sie kümmern und nicht umgekehrt. Man merkt schnell, dass eine Mischung aus Scham und Stolz Nora davon abhält, sich jemandem anzuvertrauen und möchte sie einfach nur in den Arm nehmen. Ihr sagen, dass alles wieder gut werden kann, wenn sie über ihren Schatten springt.

Die Geistertiere, die Nora langsam aber sicher auf den richtigen Weg führen, fand ich ein tolles Bild. Eins nach dem anderen lehrt Nora einen anderen Aspekt des Lebens, der lange vernachlässigt wurde, unter anderem dass mit Freunden alles um ein Vielfaches einfacher ist. Man kann sich aneinander anlehnen, sich mit Problemen helfen oder einfach nur zuhören.

Das Buch ist zielgruppengerecht geschrieben, leicht zu verfolgen und es entsteht ein klasse Kopfkino während des Lesens. Ich bin nicht einmal abgeschweift oder habe das Interesse verloren, dafür war die Geschichte zu spannend und kurzweilig.

Mein Fazit:
Einerseits traurig und bedrückend, andererseits aber auch hoffnungsvoll und Mut machend. Die Message ist klar wie ein frisch geputztes Fenster: Zusammen ist man immer stärker. Hilfe annehmen ist keine Schande, im Gegenteil, es zeugt von wahrer Größe.
Ein lesenswertes Buch, was Kindern die Macht der Freundschaft und der Fantasie näher bringt.

Veröffentlicht am 11.09.2024

Liebs!

Agency for Scandal
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Agency for Scandal und ich hatten eine herausragend gute Zeit zusammen. Beworben mit „für Fans von Bridgerton. Enola Holmes und Anatomy“ war ich sofort geködert, denn zwei von den dreien habe ich bereits ...

Agency for Scandal und ich hatten eine herausragend gute Zeit zusammen. Beworben mit „für Fans von Bridgerton. Enola Holmes und Anatomy“ war ich sofort geködert, denn zwei von den dreien habe ich bereits kennen und lieben gelernt. Historical Romance ist eigentlich gar nicht meins, zumindest wenn es darin zu zeitlich korrekt und verstaubt zugeht. Gepaart mit einer spannenden Cosy Crime Story und einem erfrischenden Schreibstil und Humor jedoch, passend zur jugendlichen Zielgruppe, musste meine Begeisterung sich nicht lange bitten lassen.

Izzy riskiert für die damalige Zeit wirklich viel. Wenn entweder ihre familiäre Situation oder ihre Arbeit in der Detektei auffliegen würden, wäre ihr Ruf ruiniert, und umso bemerkenswerter finde ich den Mut der jungen Frau, alles auf eine Karte zu setzen und sich so sehr für die Gerechtigkeit in ihrer Gesellschaft einzusetzen.

Die Arbeit, die die Detektei verrichtet, verdient nicht weniger als meinen höchsten Respekt. Nicht nur Frauen den Rücken zu stärken, die von ihren Männern schlecht behandelt werden, sondern auch als rein weibliche Gruppe Verbrechen aufzuklären, bei denen mächtige Gegner zu Fall gebracht werden, ist angesichts der Zeit, in der die Geschichte spielt, unheimlich gefährlich.

Dem teils bedrückenden Gefühl während der Ermittlungen zum Trotz hält das Buch aber auch noch mehr Emotionen bereit. Izzy hat eine herrlich unterhaltende Art zu erzählen, man verliebt sich sofort in ihren unerschrockenen Charakter, ihren cleveren Kopf und ihr großes Herz. Sie hat einen mitreißenden Humor, der mich mehr als einmal hat auflachen lassen, und natürlich kommen auch die Funken in dieser Geschichte nicht zu knapp.
Ich möchte lobend hervorheben, dass das Verhältnis von Love Story und eigentlichem Plot in meinen Augen sehr gut gelungen ist. Die nervenaufreibenden Ermittlungen werden nicht von romantischem Geschwafel verschluckt, sondern durch eine Prise jugendfreies Knistern ergänzt. Das passte für mich wundervoll zusammen!

Mein Fazit:
Für mich ein rundum gelungenes Leseerlebnis, was ich allen Jugendbuch-Fans, die ein Faible für diese Zeit haben, nur wärmstens ans Herz legen kann. Ihr werdet hier bestens unterhalten und auf eine großartige Reise mitgenommen!

Veröffentlicht am 15.08.2024

Geht lesenswert weiter

Lore Olympus - Teil 5
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Lore Olympus fällt genau in mein Beuteschema der bebilderten Geschichten, die ich seit einiger Zeit sehr lieben gelernt habe. Der Webtoon unterhält genial, finde ich, dieses Buch umfasst die Kapitel 103 ...

Lore Olympus fällt genau in mein Beuteschema der bebilderten Geschichten, die ich seit einiger Zeit sehr lieben gelernt habe. Der Webtoon unterhält genial, finde ich, dieses Buch umfasst die Kapitel 103 bis 126. Den ursprünglichen Mythos von Hades und Persephone kennen viele, aber diese Interpretation, die mit einem Bein in der Moderne und einem in der klassischen Story steht, finde ich echt gut gelungen. Im Vorfeld hatte ich die Befürchtung, bei der Länge der Reihe würde ich irgendwann die Lust verlieren, aber ich vergesse immer wieder, wie kurzweilig Graphic Novels sein können.

Auch in diesem Band fällt mir wieder sehr positiv auf, wie einzigartig die Gestaltung ist. Die farbliche Codierung der Figuren hat mir schon das ein oder andere Mal sehr hilfreich unter die Arme gegriffen und erinnert mich zunehmend an die Emotionen aus „Alles steht Kopf“. Die Gesichtsausdrücke haben mich recht häufig zum Schmunzeln gebracht, und daran, dass ich manchmal das Gefühl habe, den Text mit einer Lupe lesen zu müssen trotz der Größe der Seiten, habe ich mich auch schon gewöhnt.
Die Figuren sind mittlerweile alte Bekannte, bei denen man nach fünf Bänden ein ähnliches Gefühl hat, als würde man mit ihnen täglich zur Arbeit gehen. Man kennt sich, man grüßt sich, man weiß sich gegenseitig zu schätzen.

Ich habe auch den fünften Band wieder genossen und freue mich auf die nächsten Episoden!