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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2025

Starker Anfang, stark nachgelassen

Fae Isles − Der Henker der Königin
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Im Grunde fand ich die Idee, ein Menschenmädchen könne die Einzige sein, die eine mächtige Faekönigin stürzen soll, spannend und total übertrieben zugleich. Ich war bereit, mich auf dieses unrealistische ...

Im Grunde fand ich die Idee, ein Menschenmädchen könne die Einzige sein, die eine mächtige Faekönigin stürzen soll, spannend und total übertrieben zugleich. Ich war bereit, mich auf dieses unrealistische und deshalb komplett typische Szenario einzulassen, und anfangs hatte ich auch echt Spaß mit der Geschichte. Em ist schlau genug, ihre Rolle gut zu spielen, und Creon dennoch hinter dem Rücken der Königin die Stirn bieten zu können. Mich hat der Beginn gepackt und zuverlässig durch das erste Drittel der Geschichte betragen, auch wenn mir lange die Motive von Creon unklar waren. Ich tat es mit einem Schulterzucken ab und war dann doch froh, als wir auch zu ihm ein bisschen Hintergrundwissen bekamen.

Auch das Training von Ems Magie war spannend, genauso wie mit anzusehen, wie sie und Creon sich (Überraschung, Überraschung) näher kommen.
Als die Geschichte dann allerdings nur noch aus Schwärmerei über seine körperlichen Vorzüge (alles riesig, alles kantig, alles zum niederknien schön) zu bestehen schien und die zwei alle drei Seiten in der Kiste (oder wo anders) landeten, nahm meine Genervtheit zusehends zu. Ich hatte das Gefühl, wir entfernen uns immer weiter vom eigentlichen Ziel der Allianz, nämlich dem Tod der Königin, und verlagern uns immer mehr ins Schlafzimmer. Das Ende fiel dann schon wieder so unrealistisch zugunsten der Protagonistin aus, dass ich ehrlich kein Bedürfnis habe, den zweiten Band in absehbarer Zeit zu lesen. Ich denke zwar schon, dass ich es irgendwann als Hörbuch nebenbei laufen lassen würde, aber Geld ausgeben möchte ich dafür wirklich nicht.

Stark angefangen, leider auch stark nachgelassen. Ohne den ablenkenden Spice hätte das eine bessere Geschichte werden können, meiner Meinung nach.

Veröffentlicht am 06.07.2025

Liebe ich!

Novel Haven - Levels of Love
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Gaming x Bücher ist schon immer eine Kombination gewesen, die in der Buchwelt für mich viel zu wenig Beachtung gefunden hat. Könnte ich eine halbwegs passable Geschichte zu Papier bringen, hätte ich das ...

Gaming x Bücher ist schon immer eine Kombination gewesen, die in der Buchwelt für mich viel zu wenig Beachtung gefunden hat. Könnte ich eine halbwegs passable Geschichte zu Papier bringen, hätte ich das wahrscheinlich längst getan, und zwar genau mit diesem Thema.

Novel Haven war eine Wohltat für eine Gamerin wie mich, die gerne in cozy Spiele eintaucht. Ich habe alles, was man aus dem Spiel „gesehen“ hat, aufgesaugt wie ein Schwamm und mich pudelwohl zwischend den Codezeilen gefühlt. In unserer Runde, in der das Buch gelesen wurde, war man sich einig: Gäbe es das Spiel tatsächlich, wäre es definitiv ein Must-Play!

Auch die Protagonisten Lara und Luca waren zwei Herzchen, mit denen es bei mir seit der ersten Seite gematcht hat. Lara mit ihren Unsicherheiten, die mich einfach wie ein Blitz ins Mark getroffen haben, weil ich sie zu 100% gefühlt habe wie meine eigenen. Und Luca, der so schlimmes durchgemacht hat und sich einfach nur danach sehnt, anzukommen. Die beiden zu shippen war ein leichtes, sie waren durch ihre Verletzlichkeit herrlich nahbar, echt und sie waren likeable wie ich es seit langem nicht mehr gelesen habe.

Das Setting hat mich gefangen und wirklich fasziniert, allerdings lernt man auch die Schattenseiten der Branche kennen. Besonders mit Lara habe ich zusammen gelitten und mich bodenlos geärgert, wenn es den Frauen in der Gamingwelt mal wieder unnötig schwer gemacht wurde.

Insgesamt hat das Buch für mich aber genau das gehalten, was es versprochen hat. Ich mochte es gar nicht aus der Hand legen, selbst wenn ich leider aus diversen Gründen oft und länger als geplant musste. Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil zu lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 29.04.2025

Nicht das erwartete Highlight

If We Were Gods
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Ich hatte extrem hohe Erwartungen an If we were Gods. Nicht nur weil es optisch einfach eins der schönsten Bücher in meinem Regal ist und der Inhalt mithalten können muss, sondern auch weil ich in den ...

Ich hatte extrem hohe Erwartungen an If we were Gods. Nicht nur weil es optisch einfach eins der schönsten Bücher in meinem Regal ist und der Inhalt mithalten können muss, sondern auch weil ich in den Leaf Verlag sehr große Hoffnungen setze. So 100%ig bin ich allerdings leider nicht zufrieden gewesen, sodass kein Highlight bei rausgekommen ist.

Der Anfang verlief etwas holprig, ich hatte leichte Verständnisprobleme beim zurechtfinden in der Welt und dem Magiesystem, wenn ich ehrlich sein soll. Die Figuren waren mir stellenweise recht unsympathisch und ich hatte Probleme, die Handlungen nachvollziehen zu können, darunter auch die von Olivia. Allerdings hatte ich mich dann irgendwann damit abgefunden, dass ich es ja nicht genauso machen müsste, sondern es nehmen muss, wie es kommt. Mit einer Portion „Ach, das ist schon okay“ las sich das Buch direkt eine Spur besser für mich und auch wenn ich langsam gelesen habe, was anscheinend mein neuer Standard ist, so war ich doch stetig in einem Fluss.

Insgesamt empfand ich das Buch also als ganz nett zu lesen, hatte auch aufregende Lesestunden damit und mochte es stilistisch sehr sehr gern, doch das erhoffte Highlight blieb leider aus.

Veröffentlicht am 16.04.2025

Lesenswert!

Schildkrötenmond
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Schildkrötenmond ist eines dieser Bücher, bei denen ich von der ersten Sekunde an wusste, dass es mich begeistern würde. Ich liebe die Geschichten von Hannah Gold, ihre Appelle an die Menschheit, unsere ...

Schildkrötenmond ist eines dieser Bücher, bei denen ich von der ersten Sekunde an wusste, dass es mich begeistern würde. Ich liebe die Geschichten von Hannah Gold, ihre Appelle an die Menschheit, unsere Tiere und Umwelt zu schützen, und das verpackt in so ein wunderbares Gewand, dass man nicht anders kann als die Bücher in guter Erinnerung zu behalten und sie lange nachklingen zu lassen.

Silver, unsere Protagonistin, ist ein großartiges Kind. Sie hat eine herrlich selbstironische Art, mit der sie die Lesenden nicht nur oberflächlich unterhält, sondern schnell für sich erwärmen kann. Man lernt zudem schon in den ersten Kapiteln, hinter ihre coole Fassade zu blicken, denn in ihrer Familie ist nicht alles so rosig, wie man es sich wünschen würde.

Für die tierliebe Silver ist es ein Abenteuer schlechthin, als ihre Familie für einige Monate zu einer Rettungsstation für Schildkröten aufbricht. Man lernt auf dieser Reise so viel über die dort heimische Flora und Fauna, ohne jedoch das Gefühl zu haben, man würde mit erhobenem Zeigefinger ermahnt oder belehrt werden. Wir erleben mit den Figuren traurige Momente, gefährliche Situationen und rasante Szenen, all dem gegenüber steht aber auch eine große Portion Hoffnung, Liebe, Freundschaft und Engagement, was ich bei einer jungen Person wie Silver nur zutiefst bewundern kann. Ich hing wie gebannt an den Seiten und wollte nicht, dass es endet, auch wenn ich sagen muss, dass der Schluss des Buches natürlich mal wieder Balsam für die Seele war.

Das Gleichgewicht von Mensch und Natur ist so zerbrechlich und es liegt an uns, unsere Mitbewohner auf dieser Erde mit Respekt zu behandeln und zu schützen. Ich bin sicher, dass dieses Buch junge Lesende inspirieren kann, vor allem da die Autorin zur Vertiefung des Themas noch eine Menge Information und Recherche-Möglichkeiten anhängt.
Ich kann „Schildkrötenmond“ ohne Einschränkung weiterempfehlen!

Veröffentlicht am 21.03.2025

Nichts zu bemängeln

All the Hidden Monsters 1: All The Hidden Monsters
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All the hidden Monsters kommt im wunderschönen Gewand daher, wie gefühlt alle Carlsen-Bücher derzeit. Farbschnitt passend zum Cover, darunter verpackt eine spannende Geschichte mit Mordermittlungen, einem ...

All the hidden Monsters kommt im wunderschönen Gewand daher, wie gefühlt alle Carlsen-Bücher derzeit. Farbschnitt passend zum Cover, darunter verpackt eine spannende Geschichte mit Mordermittlungen, einem kleinen Hauch Knistern und jeder Menge Wendungen, die mich positiv überraschen konnten.

Sage und Oren waren ein Team, dem zuzusehen wirklich unterhaltsam war. Anfangs sind sie natürlich nicht unbedingt auf einer Wellenlänge, aber man sie lernen einander immer besser kennen und das schlägt sich natürlich auch im Umgang miteinander nieder. Ich kann verstehen, wenn man an dieser Stelle bemängelt, dass die Romance zwischen den beiden kurz gekommen ist. Es gab nur sehr wenig Anziehung, kaum Knistern, aber mich persönlich hat das nicht gestört! Der Fokus lag dadurch mehr auf der Mordermittlung, die ihrerseits genug Material geboten hat, um die Seiten ausreichend mit Spannung zu füllen.

Ich empfand den Schreibstil des Buches als angenehm zu verfolgen und bin auch nicht abgeschweift beim Lesen, was in letzter Zeit leider häufiger mal vorkommt. Insofern hat die Autorin alles richtig gemacht, um mich bei der Stange zu halten.
Auch der Fantasy-Anteil gefiel mir sehr gut, besonders Poltergeist P hat mir als Figur super gut gefallen! Ich glaube ohne sie wäre das Buch nur halb so gut gewesen.

Nun bin ich bereit für alles, was danach noch kommen mag. Ob es weiter spannend bleibt oder vielleicht romantischer zugeht, ich nehme jede Richtung gern!