intensiv erzählt
Der große RissDer Bau des Panamakanals ist eines der menschlichen Bauwerke, dass den Laien zum Staunen bringt. Der Eingriff in die Natur mag heutzutage Erschrecken auslösen, aber die logistische und technische Kraftanstrengung ...
Der Bau des Panamakanals ist eines der menschlichen Bauwerke, dass den Laien zum Staunen bringt. Der Eingriff in die Natur mag heutzutage Erschrecken auslösen, aber die logistische und technische Kraftanstrengung ringen dem Betrachter durchaus Bewunderung ab. Ich war sehr gespannt mehr über die Bauarbeiten und die Entstehung zu erfahren. Ich hatte allerdings gedacht, dass mit der Riss, der Kanals selbst gemeint wäre aber das Thema des Buches ist doch ein anderes. Deshalb ist der Kanalbau eigentlich nur die Staffage dafür, dass ein gesellschaftlicher und kultureller Riss durch die Menschen geht, die beim Bau aufeinander treffen. Eigentlich sind es sogar mehrere Risse. Sie trennen arm und reich, schwarz und weiß, Mann und Frau.
Das Buch erzählt von Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen aus vielen verschiedenen Welten am Kanal aufeinander treffen. Der Autor erzählt lebhaft und detailverliebt von den Lebensumständen, den Wünschen und heimlichen Sehnsüchten, der brodelnden Hitze, die nicht nur durch die Natur sondern auch durch die Reibung der menschlichen Pläne entstehen. Ein intensives Leseerlebnis. Manchmal war es mir etwas zu langatmig erzählt, deshalb ein Sternchen weniger.