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Veröffentlicht am 11.04.2025

Romantisch, spannende Familiengeschichte mit Drama und Geheimnissen

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Ich finde das Cover wunderschön und romantisch, in seinen pastelligen Türkis- und Rosétönen, die Himmel und Meer assoziieren lassen. Zwischendrin ein Leuchtturm, Möwen, Seegras, Dünen - wie man sich eine ...

Ich finde das Cover wunderschön und romantisch, in seinen pastelligen Türkis- und Rosétönen, die Himmel und Meer assoziieren lassen. Zwischendrin ein Leuchtturm, Möwen, Seegras, Dünen - wie man sich eine Insel zum Wohlfühlen vorstellt.…

In diesem Buch fühlte mich so richtig nach Sylt versetzt. Ich kenne die Insel von einigen Urlauben und finde, die Atmosphäre ist gut eingefangen. Ich bin regelrecht am Strand mit spazieren gegangen.

Gut gefallen mir die zwei Erzählebenen. Sowohl Lene als auch Anna sah ich bildlich vor mir, und es ist auch gut deutlich geworden, in welch unterschiedlichen Zeiten die beiden leben und welch unterschiedliche Möglichkeiten für ihre Leben sie gerade als Frauen haben.

An manchen Stellen waren mir die Romanzen etwas zu oberflächlich, hart an der Grenze, und deshalb für mich nicht so richtig und wirklich nachfühlbar, vor allem bei der älteren Anna . Mir hätte eine langsame Annäherung mit ein paar anfänglichen Hindernissen besser gefallen, aber das ist Geschmackssache. Hier tun sich ja die Hindernisse später auf, dafür um so gravierender und heftiger.

Trotzdem liest sich das Buch flüssig und auch durchaus spannend,

Leider bleiben am Schluss noch viele Fragen offen, allem voran der Verbleib einer wichtigen Person, aber einiges wird auch - relativ schlüssig, aber kompliziert und mit ein paar zu vielen Zufällen - aufgelöst. So müssen wir mit manchen Fragen auf Band 2 warten.

Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn ich oben so manches bemäkelt habe....

Leseempfehlung für Menschen, die eine spannende, aber nicht allzu tiefgründige Familiengeschichte mögen.


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Veröffentlicht am 07.04.2025

Durchaus spannend, aber durch ein paar Längen und Ungereimtheiten Potential verschenkt

Die Yacht
5

Ich habe bereits das „Resort“ von dieser Autorin gelesen, und habe somit eine spannende Lektüre erwartet und erhofft. Dies hat sich auch realisiert.
Die Diskrepanz zwischen der Welt der Protagonistin ...

Ich habe bereits das „Resort“ von dieser Autorin gelesen, und habe somit eine spannende Lektüre erwartet und erhofft. Dies hat sich auch realisiert.
Die Diskrepanz zwischen der Welt der Protagonistin Hannah, die sich finanziell und überhaupt gerade so durchs Leben schlägt und dabei versucht, den Schein des Normalen bis Wohlhabenden zu errichten, und der ihrer Freunde, die in Reichtum und Luxus schwelgen, wird gut eingeführt und beschrieben. Und zwar so, dass der Luxus weniger verlockend als eher dekadent und abstoßend wirkt.
Die sechs Hauptpersonen waren mir teilweise zu sehr klischeehaft gezeichnet bzw. überzeichnet, da hätte ich mir mehr Grauschattierungen gewünscht. Vor allem zwei der Männer waren einfach NUR als Ekelpakette beschrieben, so dass man sich gar nicht vorstellen konnte, wie man mit ihnen befreundet oder auch nur bekannt sein wollte.
Die Protagonistin wiederum war einfach zu „gut für diese Welt“ nach meinem Geschmack, dazu kämpferisch in nahezu unglaublicher Weise und parallel dazu recht naiv, vor allem am Anfang. Immerhin macht sie bezüglich des letzten Punktes eine deutliche Entwicklung durch.


Die Geschichte ist durchaus spannend, aber das Potential ist, wie ich finde, nicht ausgeschöpft. Endlose verbale und handgreifliche Streitereien nehmen so viel Raum ein, dass sie einen eher abstumpfen lassen als noch interessieren.
Ein paar Ungereimtheiten und Unglaubwürdigkeiten sind mir auch aufgefallen, aber über so etwas kann ich noch am ehesten hinweg sehen, wenn mich ein Buch richtig mitreißt.
Des Rätsels Lösung am Schluss hat mich auch nicht so wirklich überzeugt.

Immerhin ist das Buch nach meiner Meinung ganz spannende Unterhaltung – bis auf einige Längen zwischendurch – und es ist optisch toll gestaltet in dem dunkel und bedrohlich wirkenden Violett und dem pinkfarbenen Schnitt.

Aber für mich als Liebhaberin wirklich raffinierter Thriller und Romane reicht es nur für drei bis vier Punkte.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Tiefgründig, aber mit gewissen Längen

Wo wir uns treffen
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Ich hatte von Anna Hope bereits "Der weiße Fels gelesen", das ich sehr interessant, aber auch etwas sperrig zu lesen fand.

"Wo wir uns treffen" klang für mich vom Klappentext hochinteressant - Familienabgründe ...

Ich hatte von Anna Hope bereits "Der weiße Fels gelesen", das ich sehr interessant, aber auch etwas sperrig zu lesen fand.

"Wo wir uns treffen" klang für mich vom Klappentext hochinteressant - Familienabgründe finde ich immer faszinierend -, und das Cover mit viel Grün und romantischem Herrensitz im Hintergrund wirkte auch leichter zugänglich - als es der Text und die Geschichte dann waren.

Ja, es ist eine Familiengeschichte voller Geheimnisse und dunkler Aspekte, die nach und nach erzählt wird, aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten, was das Buch teilweise sehr interessant macht, andererseits aber auch den Text etwas zerfasert.

Bis so richtig Spannung aufkommt, muss man sich schon viele Seiten lang auf die Sprache einlassen, und auch dann wird sie nicht durchgehalten.

Andererseits enthält das Buch viele tiefgründige Gedanken, und die Sprache ist bemerkenswert schön und ganz eigen, wenn man sie wirklich auf sich wirken lässt.

Mein Fazit: nichts, um es schnell runter zu lesen, keine Wohlfühl-Familienstory mit Kuschelende, aber durchaus klug und für mich beeindruckend.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Lehrreich, spannend, locker

Die Magie der Konsequenz
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Inga Böhm-Reithmeier hat ja offensichtlich schon einige Bücher über Hunde geschrieben, aber ich kannte keines davon und die Autorin auch nicht.

Da wir seit zwei Jahren selbst eine Hündin im ...

Inga Böhm-Reithmeier hat ja offensichtlich schon einige Bücher über Hunde geschrieben, aber ich kannte keines davon und die Autorin auch nicht.

Da wir seit zwei Jahren selbst eine Hündin im Haushalt haben, ich aber erst vor kurzem meine Angst vor Hunden - durch das Zusammenleben mit ihr - verloren habe, bin ich sehr begierig darauf, alles Mögliche über Hunde zu erfahren und zu lernen, theoretisch und praktisch.

Hier hat mir das Buch viele neue Erkenntnisse beschert, und neben diesen lehrreichen und interessanten Dingen fand ich die Texte amüsant und kurzweilig zu lesen, immer durchsetzt mit kurzweiligen Anekdoten, "aus dem Leben gegriffen".

Auch das Cover mit dem tollen Hundefoto hat mich sehr angesprochen, dieser Hund drückt für mich sowohl Zuwendung zum Menschen als auch Aufmerksamkeit aus - und das möchte man ja als Hundehalter.

Die Aufteilung in die kurz gegliederten Kapitel fand ich ebenfalls geglückt, es erleichtert das Auffinden bestimmter Stellen und setzt "Lesezeichen".

Ich finde das Buch sehr empfehlenswert für Menschen, die einen Hund haben, aber den Alltag mit ihm noch besser und schöner machen möchten.

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Leichtfüßiger Tanz in düsterem Umfeld

Chopin in Kentucky
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Ich kannte die Autorin nicht, der Klappentext, das Thema Tanzen, Chopin und das außergewöhnliche, etwas schräge Cover haben mich neugierig gemacht.

Ich fand den Schreibstil erfrischend und außergewöhnlich, ...

Ich kannte die Autorin nicht, der Klappentext, das Thema Tanzen, Chopin und das außergewöhnliche, etwas schräge Cover haben mich neugierig gemacht.

Ich fand den Schreibstil erfrischend und außergewöhnlich, gut passend zu einem jungen Menschen wie Marie, aus deren Sicht die Geschichte ja erzählt wird. Vieles scheint skurril, aber die Allgegenwärtigkeit Chopins finde ich sehr erheiternd, seine Kommentare und die französischen Brocken auch. Ich mag solche "fantastischen" = fantasievollen Texte.

Die Handlung ist eigentlich eher düster und stellenweise sogar tragisch, je weiter es dem Ende zu geht. Auf den ersten Blick scheint manches ganz lustig, komisch, einfach seltsam. Aber Marie stellt es halt auch - vor allem in ihren "Gesprächen" mit Chopin und auch mit ihrer Freundin Misty so hin, meiner Meinung nach, um selbst das alles durchzustehen und trotz allem in einer Art Fröhlichkeit leben zu können. Die fast nebenbei geschilderten Fakten sind eher beklemmend und erschreckend, der religiöse Fanatismus und die Gewaltbereitschaft des Vaters, die Armut, die Scham, später die zerbrechende Freundschaft mit Misty.

Ein aus genau den oben genannten Gründen großartiger Text ist dieses Buch, eben weil er, wie ich finde, nicht deprimierend wirkt, sondern aus Maries Sicht voller Energie, Optimismus, Kraft und Wünschen ist.

Unbedingte Leseempfehlung für alle, die keinen "Wohlfühlroman" wollen, aber dennoch nach Hoffnung suchen.





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