Cover-Bild Chopin in Kentucky
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Schöffling
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 27.02.2025
  • ISBN: 9783895614231
Elizabeth Heichelbech

Chopin in Kentucky

Lena Riebl (Übersetzer)

Kentucky, 1977: Eine Balletttruppe aus Paris – in Marie Higginbottoms Stadt! Wen interessiert da schon, dass die Kompanie nicht aus Frankreich angereist ist, sondern aus Paris, Kentucky ... Marie ist ganz aus dem Häuschen. Trotz ihres zarten Alters von zehn Jahren weiß sie genau, dass sie zur Ballerina bestimmt ist. Das Tanzen ist ihre Chance zu entkommen: dem schimmligen Fernsehzimmer, wo sie und ihre Geschwister sich selbst überlassen sind, ihrem Dad, der gern seine Wut an den Kindern auslässt, dem hinterwäldlerischen Roanville, in dem es außer dem örtlichen Kmart wenig zu entdecken gibt. Obwohl sie mit ihren Tanzkünsten mehr Spott erntet als Bewunderung und ein Unterrock aus der Kleiderkammer als Tutu herhalten muss, glaubt Marie fest an ihren Traum. Ein Glück, dass der geniale Komponist Frédéric Chopin treu an ihrer Seite steht. Dabei kann er mit seinen schlauen Kommentaren manchmal ganz schön nerven, und irgendwie ist er ja leider auch schon tot. Eine sehr lebendige Freundin findet Marie dafür in der resoluten Misty McPherson, die auf ihren Durchbruch als weltweit erstes weibliches Kinder-Elvis-Double wartet. Mit viel Fingerspitzengefühl und Humor erzählt Elizabeth Heichelbech von einem provinziellen Außenseiterdasein und dem rettenden Glauben an die Kunst.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2025

Das Leben ist kein Ballett

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Das Leben ist kein Ballett…

„Chopin in Kentucky“ ist eine sehr bewegende Comming-of-Age –Geschichte, die in mir ein Wechselbad der Gefühle ausgelöst hat.
Die zehnjährige Marie hat einen großen Traum: ...

Das Leben ist kein Ballett…

„Chopin in Kentucky“ ist eine sehr bewegende Comming-of-Age –Geschichte, die in mir ein Wechselbad der Gefühle ausgelöst hat.
Die zehnjährige Marie hat einen großen Traum: Sie möchte eine Ballerina sein. Doch die Voraussetzungen dafür sind alles andere als gut. Sie wächst mit vielen Geschwistern in einer armen Familie auf, die schwer unter ihrem streng katholischen Vater zu leiden hat. - Themen wie Gewalt, Depressionen und Vernachlässigung spielen eine große Rolle in dem Buch. Teilweise waren die dargestellten Szenen für mich nur schwer zu ertragen und führten sogar zu Flashbacks.
Maries Überlebensstrategie kam mir sehr vertraut vor: Mit ihrer kindlichen Fantasie und Leichtigkeit erschafft sie sich einen Freund, der ihr hilft, das Erlebte zu ertragen. So wird der Geist des Komponisten Chopin zu ihrem inneren Helfer und Begleiter. Es entsteht eine humorvolle und sarkastische Stimmung, die zwar von Bitterkeit geprägt ist, aber auch einen Funken Hoffnung versprüht. Durch Chopin kann Marie ihre unterdrückten Gefühle zum Ausdruck bringen, denn der Komponist hat stets eine zynische Bemerkung parat und spendet dem jungen Mädchen so indirekt etwas Trost. Marie wirkt in ihrem Denken sehr erwachsen für ihr Alter, was aufgrund der Umstände jedoch verständlich ist.
Ich habe mich oft in Marie wiedergefunden und konnte ihre Gedanken und Emotionen absolut nachvollziehen. „Chopin in Kentucky“ ist definitiv keine leichte Kost, doch Elizabeth Heichelbech schafft es einen recht abstrakten Bewältigungsmechanismus von Kindern, die traumatischen Situationen ausgesetzt sind, greifbar zu machen. Ich bin begeistert von dem Buch und dem Schreibstil der Autorin.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Bittersüß - und manchmal traurig und doch voller Hoffnung.

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Das Cover gefällt mir sehr gut, ich finde den Retrostil total passend und der Titel hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Die Haptik des Hardcover Buches gefällt mir sehr gut.

Die Geschichte ...

Das Cover gefällt mir sehr gut, ich finde den Retrostil total passend und der Titel hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Die Haptik des Hardcover Buches gefällt mir sehr gut.

Die Geschichte spielt in Kentucky im Jahr 1977, Marie ist 10 Jahre alt und hat einen großen Traum, sie möchte Tänzerin werden. Jedoch hat sie es mit ihrer Familie nicht einfach, dort herrscht eine angsteinflößender Vater und eine lethargische Mutter erduldet alles. Hilfe bekommt Marie nicht, sie flüchtet sich zu ihrem imaginären Freund Frederic Chopin, der ihr immer wieder eine neue Sicht ermöglicht. Als sie dann die reale Misty kennenlernt, die als Elvis Double überzeugen kann, beginnt Marie´s Entwicklung. Sie versucht immer wieder, Platz für Kunst in ihrem Leben zu schaffen. Es gibt immer wieder sehr humorvolle Szenen aber auch erschütterliche, die im Kopf bleiben. Marie´s Traum eine Tänzerin zu werden bleibt aber über die gesamte Geschichte.
Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, ich konnte mir die einzelnen Szenen gut vorstellen. Marie war ein sympathischer Charakter, das Kleinstadtleben wurde gut dargestellt. Mir hat die Freundschaft zu Misty gut gefallen. Die Höhen und Tiefen waren immer wieder überraschend und haben das Buch lebendig gemacht. Ein berührendes Buch welches mit gefesselt hat, ich empfehle es auf jeden Fall weiter.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Marie

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Chopin in Kentucky ist ein kleiner, amüsanter Roman, der durch die umwerfende 10jährige Icherzählerin Marie getragen wird. Ein quirliges, phantasiebegabtes Mädchen, dass ausgerechnet Chopin als unsichtbaren ...

Chopin in Kentucky ist ein kleiner, amüsanter Roman, der durch die umwerfende 10jährige Icherzählerin Marie getragen wird. Ein quirliges, phantasiebegabtes Mädchen, dass ausgerechnet Chopin als unsichtbaren Freund hat und mit ihm schlagfertige Dialoge austauscht.
Das Buch spielt 1977 und das prägt das Buch mit.
Marie ist lebhaft, leidet aber durch de Gewalttätigkeit des cholerischen Vaters. Dennoch kann sie sich furchtlos ein Stück weit befreien und beginnt sogar mit Ballett, während ihre beste Freundin Misty eine Elvis-Imitatorin wird. Die Handlung streckt sich über ca. 4 Jahre. Wie sich Marie weiterentwickelt, ist interessant zu lesen.

Elizabeth Heichelbech legt Tempo vor und entwickelt viel Wortwitz.
Eine vielversprechende Autorin, die ich gerne wieder lesen würde.

Veröffentlicht am 13.03.2025

Ein bewegender Roman über Träume und Realität

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Chopin in Kentucky ist eine ebenso originelle wie berührende Coming-of-Age-Geschichte. Die zehnjährige Marie wächst in einer kinderreichen, von Armut und Gewalt geprägten Familie in Kentucky auf. Trotz ...

Chopin in Kentucky ist eine ebenso originelle wie berührende Coming-of-Age-Geschichte. Die zehnjährige Marie wächst in einer kinderreichen, von Armut und Gewalt geprägten Familie in Kentucky auf. Trotz schwieriger Verhältnisse verliert sie nie ihren Mut und ihren großen Traum: Sie will Ballerina werden. Dabei begleitet sie der imaginäre Frédéric Chopin, der mit scharfsinnigen Kommentaren für skurrile und oft humorvolle Momente sorgt. Die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit ist beeindruckend – das Buch thematisiert harte Realitäten wie Gewalt und Vernachlässigung, schafft es aber gleichzeitig, Hoffnung und Lebensfreude zu vermitteln. Der Schreibstil ist bildhaft und lebendig, manchmal poetisch, manchmal nüchtern. Besonders gelungen fand ich die kunstvolle Verknüpfung von Musik, Tanz und der kindlichen Vorstellungskraft. Chopin in Kentucky ist ein Roman, der nachhallt – eine Geschichte über Träume, Durchhaltevermögen und die Kraft der Fantasie.

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Leichtfüßiger Tanz in düsterem Umfeld

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Ich kannte die Autorin nicht, der Klappentext, das Thema Tanzen, Chopin und das außergewöhnliche, etwas schräge Cover haben mich neugierig gemacht.

Ich fand den Schreibstil erfrischend und außergewöhnlich, ...

Ich kannte die Autorin nicht, der Klappentext, das Thema Tanzen, Chopin und das außergewöhnliche, etwas schräge Cover haben mich neugierig gemacht.

Ich fand den Schreibstil erfrischend und außergewöhnlich, gut passend zu einem jungen Menschen wie Marie, aus deren Sicht die Geschichte ja erzählt wird. Vieles scheint skurril, aber die Allgegenwärtigkeit Chopins finde ich sehr erheiternd, seine Kommentare und die französischen Brocken auch. Ich mag solche "fantastischen" = fantasievollen Texte.

Die Handlung ist eigentlich eher düster und stellenweise sogar tragisch, je weiter es dem Ende zu geht. Auf den ersten Blick scheint manches ganz lustig, komisch, einfach seltsam. Aber Marie stellt es halt auch - vor allem in ihren "Gesprächen" mit Chopin und auch mit ihrer Freundin Misty so hin, meiner Meinung nach, um selbst das alles durchzustehen und trotz allem in einer Art Fröhlichkeit leben zu können. Die fast nebenbei geschilderten Fakten sind eher beklemmend und erschreckend, der religiöse Fanatismus und die Gewaltbereitschaft des Vaters, die Armut, die Scham, später die zerbrechende Freundschaft mit Misty.

Ein aus genau den oben genannten Gründen großartiger Text ist dieses Buch, eben weil er, wie ich finde, nicht deprimierend wirkt, sondern aus Maries Sicht voller Energie, Optimismus, Kraft und Wünschen ist.

Unbedingte Leseempfehlung für alle, die keinen "Wohlfühlroman" wollen, aber dennoch nach Hoffnung suchen.





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