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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2021

Ein neuer Fall für die SoKo SPO

Nordwestzorn
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Vor 15 Jahren verschwand ein 9jähriger Junge aus einem Sommercamp. Als der damalige freigesprochene Verdächtige nach jahrelangem Auslandsaufenthalt wieder in seine Heimat St.Peter-Ording zurückkehrt, wühlt ...

Vor 15 Jahren verschwand ein 9jähriger Junge aus einem Sommercamp. Als der damalige freigesprochene Verdächtige nach jahrelangem Auslandsaufenthalt wieder in seine Heimat St.Peter-Ording zurückkehrt, wühlt das die Gemüter einiger Bewohner wieder auf. Anna Wagner und ihr Team nehmen diesen Cold Case wieder auf und stoßen schnell auf Ungereimtheiten in den damaligen Ermittlungen.

Durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil hat mich die Autorin sofort in die Story hineingezogen. St.Peter-Ording ist einer meiner Lieblingsurlaubsorte und deshalb musste ich diesen Krimi einfach lesen. Die beschriebenen Orte hatte ich auch sofort wieder vor Augen.

Durch die unterschiedlichen Zeitebenen erfährt der Leser im Laufe der Story, was damals passiert ist, dadurch wird der Spannungsbogen gut gehalten. Das gewählte Thema dieses Cold-Case-Falls ging mir schon arg unter die Haut.

Wie auch im ersten Teil "Nordwesttod" kann der Leser am Privatleben der beiden Hauptprotagonisten teilhaben, ohne das es zuviel wird. Gut gefallen haben mir auch hier wieder die ruhigen und authentischen Ermittlungen.

Ich habe diesen zweiten Teil sehr gerne gelesen und hoffe auf baldige Fortsetzung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.07.2021

Eine mysteriöse Geschichte

Die Stieftochter
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Vor 11 Jahren wurde Tess ihr Vater ermordet in seiner Villa aufgefunden. Verurteilt wurde für den Mord Rebecca Gretzky, Tess ihre Stiefmutter. Doch diese beteuert immer wieder ihre Unschuld. Nachdem Rebecca ...

Vor 11 Jahren wurde Tess ihr Vater ermordet in seiner Villa aufgefunden. Verurteilt wurde für den Mord Rebecca Gretzky, Tess ihre Stiefmutter. Doch diese beteuert immer wieder ihre Unschuld. Nachdem Rebecca aus dem Gefängnis entlassen wurde, geschieht wieder ein Unglück in der alten Villa, diesmal ist sie selbst das Opfer. Obwohl Tess nie wieder etwas mit ihrer Stiefmutter zu tun haben wollte, befasst sie sich mit dem Fall und bringt Unglaubliches zu Tage.

Dieses Buch wurde zwar als Thriller betitelt, für mich ist es aber eher ein mit Spannung gespicktes Familiendrama.

Aufgebaut ist die Story in zwei Handlungsstränge, wobei mir die Bedeutung des zweiten im Laufe der Handlung lange nicht erschlossen hat. Die Versuche der Autorin Spannung kontinuierlich aufzubauen, liefen leider oft ins Leere.

Die Charaktere wurden schön gezeichnet und ich konnte mir die Protagonisten gut vorstellen, allerdings fand ich Tess ihre berufliche Tätigkeit undurchsichtig.

Das Cover verspricht eine beklemmende Atmosphäre, welche von der Autorin mit ihrem Schreibstil auch gut rübergebracht wurde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2021

Morde im beschaulichen Le Lavandou

Verhängnisvolles Lavandou
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Nach heftigen Regenfällen wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden, in Mädchenkleidung in Plastiksäcken verschnürrt. Der Rechtsmediziner Leon Ritter stellt schwere Misshandlungen fest. Doch es bleibt ...

Nach heftigen Regenfällen wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden, in Mädchenkleidung in Plastiksäcken verschnürrt. Der Rechtsmediziner Leon Ritter stellt schwere Misshandlungen fest. Doch es bleibt nicht bei dem einen Leichenfund, in kurzer Abfolge werden weitere Morde verübt und Leon Ritter kann es, zum Leitwesen der Polizei, nicht lassen seine eigenen Nachforschungen anzustellen die ihn bis zu einem alten katholischen Internat führen.

Obwohl "Verhängnisvolles Lavandou" bereits der 7. Teil um den sympathischen Médecin Légiste und seiner Lebensgefährtin, die Capitaine Isabelle Morell ist, kann dieser Krimi ohne Vorwissen gelesen werden.

Der Autor schafft hier mit seinen Beschreibungen der Landschaften eine herrliches Urlaubsfeeling. Auch versteht er es vorbildlich, seine Charaktere beim Lesen lebendig werden zu lassen. Der Spannungsbogen wird durchweg hoch gehalten und durch immer wieder neue Handlungsstränge wird der Plot nie langweilig. Das gewählte Thema der Story ist leider nur allzu präsent.

Mich hat ein bisschen gestört, dass der Autor seine Gendarmen zu naiv darstellt, deshalb von mir leider einen Stern Abzug.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.07.2021

Düsterer Schwedenkrimi

Unter dem Sturm
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Die junge Lovisa kommt auf grausame Weise ums Leben und ihre Leiche wird in ihrem abgebrannten Zuhause gefunden. Ein mutmaßlicher Mörder wird schnell gefunden und verurteilt. Jahre später kommen dem damaligen ...

Die junge Lovisa kommt auf grausame Weise ums Leben und ihre Leiche wird in ihrem abgebrannten Zuhause gefunden. Ein mutmaßlicher Mörder wird schnell gefunden und verurteilt. Jahre später kommen dem damaligen Polizisten Vidar Jörgensen Bedenken an der Schuld des Verurteilten, auch deren Neffe Isaak, psychisch durch die Verurteilung seines Onkels gezeichnet, zweifelt an der Darstellung des Tathergangs.

Der Autor lässt in seinem Krimi eine düstere und bedrückende Atmosphäre entstehen. Durch das Springen zwischen den Zeitebenen könnte eine gute Spannung erzeugt werden, für mich waren manche Passagen allerdings zu langatmig.

Die Charaktere waren durchweg negativ eingestellt und haben nicht viel aus ihrem Leben gemacht. So konnte ich sie nicht an mich heranlassen.

Die Dorfbewohner haben mit Edvard sofort einen Schuldigen gefunden und die Polizei glänzte hier nicht sehr mit ihrer Ermittlungsarbeit, sondern hat die Anschuldigungen gern übernommen. Das Hauptaugenmerk lag bei diesem Krimi eher auf der Familiengeschichte.

Auch der Schluss war etwas zäh und irgendwie keine Überraschung. Schade, die Story fand ich sehr interessant, aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2021

Düsterer Psycho-Thriller aus Norwegen

Tiefer Fjord
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Die Politikerin Clara Lofthus versucht eine Gesetzesänderung zum Schutz von misshandelten Kindern durchzusetzen, während ihr Mann Haarvard, Arzt im Osloer Krankenhaus,k den Kampf um das Leben eines kleinen ...

Die Politikerin Clara Lofthus versucht eine Gesetzesänderung zum Schutz von misshandelten Kindern durchzusetzen, während ihr Mann Haarvard, Arzt im Osloer Krankenhaus,k den Kampf um das Leben eines kleinen pakistanischen Jungen verliert. Als Haarvard schwere Misshandlungen vermutet und kurz darauf der Vater des Jungen tot aufgefunden wird, gerät Claras Mann unter Mordverdacht.
Die Story wird erzählt aus verschiedenen Perspektiven, jeweils als Ich-Erzähler. Die Autorin erschafft hier eine düstere Atmosphäre die den Leser durchaus in ihrem Bann ziehen kann. Allerdings fand ich den SChreibstil durch die diversen Gedankensprünge etwas gewöhnungsbedürftig.
Zu den Charakteren: Haarvard empfand ich auf Grund seiner ewigen Lügen und seiner Untreue als unsymphatisch. Auch mit Clara, die eher blass und kühl rüberkam, konnte ich nicht warm werden, aber vielleicht war dies von der Autorin auch so gewollt.
Im Laufe der Handlung erfährt der Leser um wen es sich bei dem Täter handelt, aber die Spannung wird dadurch gehalten, dass nach un nach die Beweggründe zu Tage treten.
Die Ermittlungsarbeit der Polizei steht in diesem Thriller eher im Hintergrund, vielmehr geht es hier um das sehr ernste Thema Kindesmisshandlung und was dies mit der Psyche eines betroffenen Menschen machen kann.
Da es sich bei "Tiefer Fjord" um den Auftakt einer Trilogie handeln soll, blieben zum Schluss einige Fragen offen. Ich fand den Plot zwar interessant, nur bin ich leider mit dem Schreibstil und den vielen politischen Passagen nicht warm geworden, von mir deshalb nur 3,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere