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Veröffentlicht am 23.03.2021

Nette Lektüre für Zwischendurch

Erwachen des Lichts
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Als eines Tages der geheimnisvolle Seth bei Josie auftaucht, steht ihr Leben plötzlich Kopf. Er eröffnet ihr, dass sie angeblich eine Halbgöttin sei. Als Tochter Apollons ist es ihre Aufgabe, gegen die ...

Als eines Tages der geheimnisvolle Seth bei Josie auftaucht, steht ihr Leben plötzlich Kopf. Er eröffnet ihr, dass sie angeblich eine Halbgöttin sei. Als Tochter Apollons ist es ihre Aufgabe, gegen die Titanen anzutreten und diese zurückzudrängen.
Doch ihr neues Leben birgt zahlreiche Gefahren - zumal Josie keinen blassen Schimmer davon hat, wie sie es mit den mächtigen Wesen aufnehmen soll...

"Erwachen des Lichts" war mein erstes Buch von Jennifer L. Armentrout. Ich war unheimlich gespannt darauf: Zum einen, weil ich den Klappentext überaus ansprechend fand und zum anderen, weil ich schon so viel Gutes über die Autorin gehört habe.
Letztendlich hat mich dieser Auftakt der "Götterleuchten"-Reihe ein wenig zwiegespalten zurückgelassen.

Direkt auf den ersten Seiten des Buches ist mir die bereits allseits bekannte Stereotypisierung ins Auge gefallen. Süßes, unschuldiges Mädchen verliebt sich in unnahbaren Bad Boy, häufig standen das körperliche Verlangen und oberflächliche Feststellungen im Vordergrund.
Dies hat sich leider nicht nach den ersten Kapiteln verflüchtigt, sondern wurde konsequent thematisiert. Ich denke, dass es an dieser Stelle wirklich Geschmacksache ist, inwieweit man dies mag. Ich mag innovative, neuartige Geschichten, die nicht immer nach dem selben Schema aufgebaut sind und gerne auch im Klappentext vorwarnen, was den Leser erwartet.
Glücklicherweise wurde der Fokus im Mittelteil des Buches auf andere Dinge und endlich auch den Haupthandlungsstrang gelenkt. Vermutlich ist das der Grund dafür, weshalb mir besagter Teil mit Abstand am besten gefallen hat. Hier wurde das gesamte Potenzial der Geschichte ersichtlich. Leider finde ich, dass es nicht ganz ausgenutzt wurde. Die eigentliche Handlung verliert sich immer wieder, auch der Spannungsbogen bleibt an der ein oder anderen Stelle doch sehr flach.

Positiv anmerken muss ich allerdings den Schreibstil der Autorin. Zugegeben, zunächst war ich ein wenig verunsichert, ob die angekündigten humorvollen Einlagen nicht zu erzwungen wirken werden.
Letztendlich fand ich ihn aber sehr gut lesbar und schön locker, sodass man als Leser sehr gut vorankommt.

Alles in einem finde ich, dass "Erwachen des Lichts" eine nette Lektüre für Zwischendurch ist und das Potenzial dahinter deutlich erkennbar ist. Gerade ab dem Mittelteil bietet das Buch einige unterhaltsame Lesestunden, auch, wenn es mich nicht zu hundert Prozent überzeugen konnte.
3/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.03.2021

Modern, innovativ, einzigartig und packend!

Perfect Storm
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Durch ein Computerspiel werden sechs Jugendliche aus verschiedensten Ländern zusammengeführt. Allesamt brillieren sie durch herausragende technische Fähigkeiten. Allesamt haben sie ein Ziel: Gemeinsam ...

Durch ein Computerspiel werden sechs Jugendliche aus verschiedensten Ländern zusammengeführt. Allesamt brillieren sie durch herausragende technische Fähigkeiten. Allesamt haben sie ein Ziel: Gemeinsam möchten sie die Verwicklungen milliardenschwerer Konzerne in skrupellose Machenschaften im Kongo aufdecken.
Doch je tiefer sie in die Materie eintauchen, desto näher kommt ihnen die NSA...

Nach dem Cover und Klappentext von "Perfect Storm" habe ich mich auf ein interessantes Jugendbuch rund um sechs begabte Jugendliche gefreut, die ihre Kenntnisse unter Beweis stellen.
Letztendlich wurden diese Erwartungen bei Weitem übertroffen. Dieses Buch bietet noch viel mehr als das!

Gleich auf den ersten Seiten wird deutlich, dass es sich bei diesem Roman um eine äußerst innovative, gut durchdachte Geschichte handelt. Es handelt sich hier keinesfalls um eine einfache Erzählung. Die Geschichte setzt sich aus verschiedenen Perspektiven und Erzählweisen zusammen. Zeitungsausschnitte und Observierungsprotokolle finden ebenso ihren Platz wie Chats und sogenannte "Quests" - bemerkenswert ist an dieser Stelle, dass trotz der beachtlichen Fülle an unterschiedlichem Material stets ein roter Faden beibehalten wird.
Gemeinsam mit einer einzigartigen, technisch wirkenden Schriftart wird so der Eindruck verstärkt, als würde man tatsächlich mitten in den Entwicklungen gegen die Hacker stecken. Die Geschehnisse wirken dadurch umso authentischer und schockierender.

Und genau diese Wirkung macht den Roman für mich persönlich aus. "Perfect Storm" beschäftigt sich mit hochaktuellen, teils auch unbequemen Fragestellungen. Wie weit darf man im Netz gehen? Wie sicher sind unsere Daten wirklich? Ergänzend wird auch die Ausbeutung von Menschen in Entwicklungsländern angerissen, was zusätzlich zum Nachdenken anregt.

Begleitet wird all dies von den Jugendlichen Dylan, Luisa, Felix, Boubacar, Kyoko und Matthew, die die "LFF" bilden. Trotz der Hülle an Informationen und Themen kommen jene Charaktere keineswegs zu kurz. Gerade durch ihre Chatnachrichten kann sich der Leser ein weitreichendes Bild von ihnen machen. Allesamt haben sie zwar ihre Makel, Ecken und Kanten, bilden nichtsdestotrotz aber ein unschlagbares Team.
An der Stelle finde ich es lobenswert, dass sich der Leser gut in sie hineinversetzen kann, durch eine leicht distanzierte Erzählhaltung aber dennoch nicht voreingenommen in oben beschriebene moralische Fragestellungen geht.

Abgesehen davon begeistert das Buch vor allem durch wundervolle, enorm gut durchdachte Details. Sowohl der Rahmen der Handlung, als auch diese selbst sind von vorne bis hinten stimmig.
Anzuführen ist hier beispielsweise das Setting. "Perfect Storm" spielt im Jahr 2020, das durch die aktuelle Pandemie geprägt wurde. Auch jene einschneidende Veränderung findet hier ihren Platz, sodass der Bezug zur Realität nochmals sichtbar wird.
Aber auch ein Glossar am Ende, welches Fachbegriffe näher erläutert, war sehr gut durchdacht und hat mir als Laie enorm weitergeholfen.

Ich bin begeistert von diesem Jugendbuch! Wer Lust auf ein einzigartiges Leseerlebnis, spannende Entwicklungen und hochaktuelle Fragestellungen hat, wird "Perfect Storm" sicherlich ebenso sehr mögen.
5/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2021

Gefühlvoll, emotional und einfach echt!

Warten auf Wind
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Vingas Eltern leben getrennt, auch echte Freunde hat sie keine. Einzig und allein auf der Insel ihres Großvaters findet sie Trost und Wärme. Jeden Sommer darf Vinga ihn besuchen und an ihrer Schnigge, ...

Vingas Eltern leben getrennt, auch echte Freunde hat sie keine. Einzig und allein auf der Insel ihres Großvaters findet sie Trost und Wärme. Jeden Sommer darf Vinga ihn besuchen und an ihrer Schnigge, einem kleinen Boot, arbeiten.
Aber plötzlich taucht Rut auf. Rut, die das Meer und die Insel hasst und das komplette Gegenteil von Vinga ist, sie aber dennoch ein Gefühl von Geborgenheit verspüren lässt...

Müssten wir "Warten auf Wind" mit drei Worten beschreiben, würden wir uns vermutlich auf die Begriffe "gefühlvoll", "emotional" und "echt" beschränken. Wir finden, dass diese Worte perfekt auf dieses Buch zutreffen.
Denn dieses Kinderbuch von Oskar Kroon ist von Grund auf ehrlich und beschreibt auf eine einzigartige Art und Weise Vingas Erlebnisse. Diese sind durchzogen von zahlreichen eindringlichen Emotionen, vor allem Schmerz und Trauer sind hier ein Begriff.
Mit seinem wundervollen Schreibstil schafft der Autor es hervorragend, jene Emotionen authentisch und den Leser mitten ins Herz treffend zu beschreiben.

Für mich hat gerade dieser Aspekt das Buch so besonders gemacht.
Meine junge Mitleserin hingegen hat sich etwas daran gestört. Für sie war die Atmosphäre teils zu drückend, manchmal hat sich die Geschichte - gerade weil sie sich eher dem Genre "Literatur" zuwendet - ihrer Meinung nach doch sehr gezogen.
Durch den doch recht anspruchsvollen Stil ist "Warten auf Wind" daher nichts für jedermann. Gerade junge Leser könnten ihre Probleme damit haben. Und das gerade, wenn eher weniger Durchhaltevermögen besteht.

Ich finde jedoch, dass sich das Warten definitiv lohnt. Ja, dieses Buch hat seine Längen. Gleichzeitig aber sind es genau die sanften Töne, die plätschernde Handlung und ruhige Protagonistin, die es lesenswert machen.

Wir empfehlen das Buch ab etwa 13 Jahren weiter und möchten nochmals darauf verweisen, dass es sich hierbei um kein actiongeladenes oder mal locker nebenbei lesbares Kinderbuch handelt. "Warten auf Wind" ist ebenso eindringlich wie authentisch und auf eine wunderschöne Weise einzigartig.
4/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2021

Lesenswert, ereignisreich und abenteuerlich

Die Erben der Animox. Die Beute des Fuchses
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Ein Jahr ist es nun schon her, seit Simon den Greifstab zerstört hat. Nach jenem Ereignis hat Simon stets mit seinen Erinnerungen und Ängsten zu kämpfen. Aus Furcht, jemanden zu verletzen, möchte er seine ...

Ein Jahr ist es nun schon her, seit Simon den Greifstab zerstört hat. Nach jenem Ereignis hat Simon stets mit seinen Erinnerungen und Ängsten zu kämpfen. Aus Furcht, jemanden zu verletzen, möchte er seine Fähigkeiten nicht einsetzen.
Doch als plötzlich Erben der Animox verschwinden und es ausgerechnet Simons Bruder Nolan trifft, ist dieser gezwungen zu handeln...

Vorweg: Ich kenne die "Animox"-Reihe gar nicht, meine junge Mitleserin nur teilweise. Nichtsdestotrotz hatten wir nahezu keine Probleme, uns gut in der Geschichte zurechtfinden zu können. Natürlich fehlt das ein oder andere Detail, alles in einem jedoch schafft es die Autorin gut, einen kleinen Überblick über die vergangenen Geschehnisse zu geben.
Dennoch wäre eine kurze Zusammenfassung der vorausgegangenen Ereignisse sicherlich hilfreich gewesen, um sich schneller orientieren zu können.

Abgesehen davon allerdings waren wir hellauf begeistert von den Erben der Animox. Dieses Jugendbuch war von vorne bis hinten unglaublich stimmig, ereignisreich und abenteuerlich.
Unerwartete und ebenso überraschende Wendungen sorgen dafür, dass das Lesen garantiert nicht langweilig wird und halten die Spannungskurve permanent aufrecht.

Sympathische sowie einzigartige Charaktere tragen zusätzlich dazu bei, dass man sich beim Lesen pudelwohl fühlt.
Vor allem ist uns hier der Protagonist Simon ins Auge gesprungen. Uns hat seine rücksichtsvolle und vorsichtige Art gut gefallen. Imponiert hat uns zudem, wie sehr er stets ein Auge auf seine Freunde hatte und wie selbstlos er diese beschützt hat.
Im Allgemeinen fanden wir die Beziehung zwischen ihnen äußerst bewundernswert. Es war wundervoll zu sehen, wie wertvoll eine enge Freundschaft für alle Beteiligten ist, wie viel Kraft und Sicherheit sie spenden kann. Und das gerade, wenn man als Gestaltwandler ohnehin schon einigen heiklen Situationen ausgesetzt ist.
An der Stelle möchten wir noch ein großes Lob an die gelungenen Beschreibungen aussprechen. Gerade für meine junge Mitleserin, die noch nie über Gestaltwandler gelesen hat, waren sie eine große Hilfe, sich alles gut vorstellen zu können. Die Verwandlung zum Tier wurde sehr bildhaft wiedergegeben und wirkte so wundervoll authentisch.

Alles in einem empfehlen wir das Buch liebend gerne an alle jugendlichen Leser weiter, die Spannung und Action in Büchern lieben. Wer zudem noch kleinere Fantasyelemente mag, sollte unbedingt zu "Die Erben der Animox" greifen. Wir lieben dieses Buch!
5/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2021

Lässt die Herzen von allen Pferdeliebhabern höher schlagen!

Die Pferde von Eldenau - Wiehern im Wald
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Als angeblich ein Geisterpferd nahe Eldenau gesichtet wird, möchte Frida der Sache unbedingt auf den Grund gehen. Geister existieren schließlich nicht - oder etwa doch? Gemeinsam mit ihren Freunden begibt ...

Als angeblich ein Geisterpferd nahe Eldenau gesichtet wird, möchte Frida der Sache unbedingt auf den Grund gehen. Geister existieren schließlich nicht - oder etwa doch? Gemeinsam mit ihren Freunden begibt sie sich auf die Suche nach der mysteriösen Erscheinung.
Doch schon bald wird die Aufmerksamkeit der Gruppe auf ein anderes Ereignis gelenkt: Immer wieder scheinen Stuten in der Umgebung einfach zu verschwinden. Gerade in Jannis näherem Umfeld - und das, wo er sich doch eigentlich auf die anstehende Turniersaison vorbereiten sollte...

Vorab: Bei "Die Pferde von Eldenau - Wiehern im Wald" handelt es sich um den vierten Band der Pferdebuchreihe rund um Frida und Jannis. Ich kannte die Vorgänger vor dem Lesen noch nicht, konnte das Buch aber dennoch nahezu problemlos verstehen. Natürlich dauert es ein wenig, bis man sich an die vielen neuen Namen gewöhnt hat, theoretisch geht es aber auch so.
Für mehr Lesespaß empfehle ich allerdings, vorher die ersten Bände zu lesen.

Ich muss zugeben, dass ich persönlich bei Pferdegeschichten immer leicht skeptisch bin. Zu sehr ähneln sie mir teilweise, zudem mag ich die Stereotypisierung á la "nur Mädchen reiten, Jungs tauchen auf Pferdehöfen wenn überhaupt nur auf, um sich darüber lustig zu machen" überhaupt nicht.
"Die Pferde von Eldenau" hat mich in dieser Hinsicht jedoch wirklich überrascht.

Denn neben der weiblichen Protagonistin Frida spielt auch Jannis eine ebenso wichtige Rolle im Buch. Auch er ist ein absoluter Pferdeliebhaber und teilt sich gemeinsam mit Frida die Erzählperspektive in der Geschichte. Es war äußerst erfrischend, endlich mal auch über einen männlichen Protagonisten lesen zu können. Und auch sonst wird das Reiten nicht nur den Mädchen überlassen, sondern relativ gleichmäßig zwischen den Geschlechtern aufgeteilt.
Das finde ich persönlich toll! Das Pferdebuch von Theresa Czerny bricht Konventionen und gängige Stereotypen wunderbar auf und bietet somit einen echten Mehrwert. Unbedingt sollte dies öfter so gemacht werden!

Neben den Charakteren konnte mich auch die Geschichte selbst überzeugen.
Sie ist hervorragend gemacht - spannend, aufregend, berührend und fesselnd wird der Leser mit auf die schwierige Suche nach dem Geisterpferd und den Pferdedieben genommen.
Dabei wird es während keiner einzigen Passage vorhersehbar oder gar langweilig. Die Autorin hat immer wieder eine Überraschung parat, knüpft nach und nach ein Netz aus einzelnen Hinweisen und Handlungssträngen und fügt so nach und nach die einzelnen Puzzleteile zur Lösung des Falls zusammen.

Dabei möchte ich vor allem auch loben, dass trotz der Fülle an Spannung und Abenteuer die Pferde und das Reiten nicht zu kurz kommen.
Es bleibt dennoch Zeit für den ein oder anderen Ausritt in freier Natur, der von der Autorin so authentisch und echt beschrieben wird, dass man sich als Leser beinahe so fühlt, als würde man selbst auf dem Pferderücken sitzen.

Ich hatte sehr viel Freude an diesem Buch und empfehle es liebend gerne an alle Pferdeliebhaber weiter, die interessiert an einem originellen Pferderoman sind und sich einfach in eine Geschichte fallen lassen möchten.
5/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere