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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2021

realitätsnahe Dystopie mit langsamen Spannungsaufbau

Sturm über dem Rheintal
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"Sturm über dem Rheintal-die verlorenen Söhne" ist eine dystopische Geschichte, die an den roten Fleck des Jupiters und dessen Folgen, wenn er auf der Erde wäre, angelehnt ist. Durch einen ebengenannten ...

"Sturm über dem Rheintal-die verlorenen Söhne" ist eine dystopische Geschichte, die an den roten Fleck des Jupiters und dessen Folgen, wenn er auf der Erde wäre, angelehnt ist. Durch einen ebengenannten riesigen Sturm wurde das Leben auf der Oberfläche zerstört und die Menschen flohen in die Unterwelt. Doch nur, weil alle Menschen ein großes schreckliches Schicksal teilen, heißt es nicht, dass Neid, Hass, Korruption und Gier keine Probleme der Menschheit mehr sind. Etienne, eine junge Freiburger Studentin, gerät in einen solchen Konflikt und tut alles, um die Ungerechtigkeiten zu lösen und den Putsch eines gierigen Freiburgers zu vereiteln. Somit stürzt sie sich in ein Abenteuer, in dem sie neue und alte Freunde findet und sich oft Enttäuschungen gegenüber sieht.

Meinung:
Ich fühle mich leider nicht sehr verbunden mit Etienne, was es manchmal etwas schwierig für mich macht Bücher zu lesen. Trotzdem entwickelt sie sich im Laufe des Buches sehr gut und ich mag sie am Ende immer mehr. Die Spannungskurve ist schwierig. Sie fängt extrem langsam an, hätte ich nicht an einer Leserunde teilgenommen, hätte ich das Buch vermutlich abgebrochen, weil es so lange nicht spannend geworden ist. Erst nach ca. 150 Seiten fängt die Spannungskurve an auf ein Level zu kommen, wo man der Story verfällt. Danach hält sich das Spannungslevel bis zum Ende auf einem sehr hohen Stand. Die Auflösung der Geschichte ist etwas schnell und mir fehlt ein kleiner Zukunftsausblick. Trotzdem finde ich die letzten beiden Drittel des Buches gut.

Fazit:
Das Buch ist eine tolle Dystopie, die sehr realistische und mögliche Probleme in Betracht zieht. Es gibt viele interessante Einblicke in diese Zukunft und trotzdem wird die Verbindung zu unserer heutigen Zeit mit aktuellen Themen gehalten. Wenn ihr euch also durch die ersten 150 Seiten durchkämpfen könnt, lohnt es sich das Buch zu kaufen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.06.2021

eine neue Tür in eine fantastische Welt

All Our Hidden Gifts - Die Macht der Karten (All Our Hidden Gifts 1)
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Zusammenfassung:

„All our hidden gifts – die Macht der Karten“ ist ein moderner Urban-Fantasy Roman, der es in sich hat. Maeve Chambers kann ihrer Familie aus hochbegabten Genies einfach nicht nacheifern ...

Zusammenfassung:

„All our hidden gifts – die Macht der Karten“ ist ein moderner Urban-Fantasy Roman, der es in sich hat. Maeve Chambers kann ihrer Familie aus hochbegabten Genies einfach nicht nacheifern und hat Probleme mit ihrer schulischen Entwicklung. Sie ist einsam und scheint einfach nicht ihr Talent zu entdecken, bis sie bei einer Strafarbeit in ihrer Schule Tarotkarten findet und sich über Nacht in eine Meisterin des Wahrsagens verwandelt. Jedoch verschwindet ihre ehemalige beste Freundin, mit der sie eine bewegende Vorgeschichte hat, nachdem sie ihr die Karten legt. Gemeinsam mit Roe und Fiona begibt sie sich auf eine gefährliche Suche, in der sie sich gegen alte, wiedererweckte Wesen behaupten müssen. Schnell geraten sie an die falschen Menschen und machen sich Feinde, die ihr Leben erschweren. Letztendlich muss Maeve, um zu beweisen, dass sie der Rettung ihrer Freundin würdig ist, über sich selbst herauswachsen und die Fehler der Vergangenheit hinter sich lassen.

Meinung:

Das Erste, das ich anmerken muss, ist, wie toll die Namen der Charaktere gewählt wurden. Mir gefallen sie wirklich sehr gut und ich fühlte mich sofort zu ihnen hingezogen.

Der Schreibstil ist sehr spannend und flüssig. Man möchte das Buch nicht mehr weglegen und es am Liebsten in einem Zug verschlingen. Die Tarotkarten sind einfach sehr spannend und alle Themen sind außerordentlich gut recherchiert und beschrieben. Die Tür in eine magische Welt wird geöffnet, leider werden die Tarotkarten nicht lange thematisiert und verlieren langsam an Spotlight. Stattdessen werden aktuelle Themen, wie Homophobie, Mobbing und Rassismus thematisiert, was mir an sich gut gefällt, aber etwas stark vom Hauptthema abweicht. Das lässt sich auch mit der Spannungskurve wiederspiegeln. Sie schießt am Anfang in die Höhe, hält sich dann jedoch leider 100-200 Seiten ungefähr auf einer Höhe (trotzdem hoher Spannungslevel). Am Ende schießt sie nochmal in die Höhe und wird danach sehr schnell entschärft. Insgesamt bietet der Roman somit eine sehr gute Grundlage, für eine Reihe, kann aber auch als Standalone gelesen werden.

Die Charaktere sind alle sehr vielfältig und interessant. Jeder einzelne legt eine tolle Charakterentwicklung zurück und beweist Größe.

Fazit:

Falls ihr in eine magisch-mystische Welt eintauchen wollt, die genau die richtige Mischung aus gruseligen und seriösen Themen behandelt, ist das Buch genau richtig für euch. Obwohl die Spannung in der Mitte gleich bleibt und kurzzeitig unerwartete Themen aufkommen, ist es ein super spannendes Buch, das es in sich hat. Mit tollen Charakterentwicklungen und authentischen Freundschaften wird das Buch nochmal schön abgerundet und findet ein unerwartetes Ende, mit toller Grundlage für eine Reihe.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 29.05.2021

emotionale Achterbahnfahrt

Die Tänzerin vom Moulin Rouge
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„Die Tänzerin vom Moulin Rouge" ist in drei Abschnitte aufgeteilt, die den Ablauf von Louises Leben gut beschreiben. Der Aufstieg, der Höhenflug und der Fall der „Goulue" werden mit den Lesern durchlebt. ...

„Die Tänzerin vom Moulin Rouge" ist in drei Abschnitte aufgeteilt, die den Ablauf von Louises Leben gut beschreiben. Der Aufstieg, der Höhenflug und der Fall der „Goulue" werden mit den Lesern durchlebt. Durch die verschiedenen Teile passt sich der Schreibstil auch gut an. Der anfangs ruhige Schreibstil, wird im zweiten Teil rasant und emotional, während er im dritten Teil eher ernüchternd wirkt. Man durchlebt mit Louise ihren Aufstieg und lernt sie zu lieben, im Verlauf der Geschichte wendet sich der Leser jedoch von ihr ab und fängt an sie zu verachten.Tanja Steinlechner hat mit diesem historischen Roman, der sich an der Biografie der lebensechten Goulue hält, ein authentisches und emotionales Meisterwerk erschaffen. Sie hat der fast vergessenen Goulue wieder Leben eingehaucht und nimmt den Leser mit zurück ins 19. Jahrhundert in Paris. 
Sehr schön sind die Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten wie S.Freud und den Eröffnungen von wichtigen Bauwerken, wie dem Eiffelturm. So schafft Tanja Steinlechner die Nähe zur heutigen Zeit und die Authentizität der Geschichte. Die einzige Kleinigkeit, die ich anmerken muss, die mir nicht so zugesagt hat, ist, dass der zweite Teil der Geschichte wirklich sehr rasant ist und man manchmal nicht hinterherkommt. Genauso gibt es einen sehr großen Sprung zwischen dem Ende des zweiten Teils und dem Anfang des ersten Teils, der einen zwar erschrickt, aber nicht unbegründet ist! Was mir besonders gefallen hat, sind die sehr lebhaften Charaktere und die tollen Zitate! 

Fazit: ,,Die Tänzerin vom Moulin Rouge" ist auf jeden Fall ein Schmöker, für Zeiten in denen ihr einfach mal für ein paar Stunden in eine ferne Zeit und an einen fernen Ort reisen wollt und dabei von interessanten Fakten, inspirierenden Zitaten und einem Gefühlschaos begleitet werden wollt. Ihr werdet vermutlich nicht in den Rausch kommen, wo eure Augen an den Zeilen kleben und ihre die nase nicht mehr aus dem Buch nehmen könnt, aber es ist auch kein Roman, den man leichtfertig vergisst. Louise Weber wird euch ständig begleiten, bis ihr ihre ganze Geschichte gelesen habt. Ihr werdet in wenigen Stunden die hellen Seiten, sowie die Schattenseiten des Lebens und vor allem des Berühmtseins kennenlernen. 

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema