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Veröffentlicht am 31.10.2023

Vom Kinderstar zur Superstar, vom braven Mädchen zur Skandalnudel

Elizabeth Taylor (Ikonen ihrer Zeit 11)
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Vom Kinderstar zur Superstar, vom braven Mädchen zur Skandalnudel

„Ich frage mich, wer wohl der nächste Kinderstar sein wird?!“ (S. 12) Von klein auf wird Elizabeth von ihrer Mutter Sara darauf getrimmt, ...

Vom Kinderstar zur Superstar, vom braven Mädchen zur Skandalnudel

„Ich frage mich, wer wohl der nächste Kinderstar sein wird?!“ (S. 12) Von klein auf wird Elizabeth von ihrer Mutter Sara darauf getrimmt, der nächste Hollywoodstar zu werden. Sie bekommt Reit-, Ballett- und Gesangsunterricht und darf nie draußen spielen, weil sie sich verletzen könnte. Saras Pläne gehen auf. Mit „Heimweh“ (Lassie) schafft Elizabeth schon mit 11 Jahren den großen Durchbruch. Natürlich ist das für Sara nur der Anfang, ihre Tochter muss gehorchen und funktionieren und immer neue Filme drehen. Sie soll das schaffen, was Sara selbst nie geglückt ist. Ihre Ziele und Träume sind ihrer Mutter egal. Kein Wunder, dass sich Elizabeth mit 17 von Hilton-Erbe Conrad Nicolas erobern und heiraten lässt. Sie erhofft sich von ihm die Nähe und Liebe, aber auch Freiheit, die ihre Mutter ihr nie gegeben hat. „Bei Nicky durfte sie so sein, wie sie war, oder: wie sie zu sein glaubte, sobald man ihr erlaubte, die starren Regeln, die Elternhaus und Metro Goldwyn Mayer für sie entworfen hatten, für einen Abend aufzuweichen.“ (S. 70) Doch die Ehe scheitert schon auf der Hochzeitsreise, weil sich Nicky lieber nächtelang an Spieltischen als in ihrem Bett rumtreibt. Ihr nächster Mann, Michael Wilding, ist doppelt so alt wie sie und bietet ihr die Ruhe und Geborgenheit, die sie immer gesucht hat. Aber die Beziehung rutsch immer mehr in ein Vater-Tochter-Verhältnis, wobei sie die Verdienerin ist.

Juliana Weinbergs „Elizabeth Taylor – Die größte Liebende Hollywoods“ zeigt den Weg und Wandel der berühmten Schauspielerin vom Kinderstar zur „…Diva, Vorort-Mutti und Skandalnudel.“ (S. 334) Mit jedem Mann emanzipiert sie sich mehr von ihrer Mutter und ist immer weniger das brave Mädchen, der makellose Stern, den diese unbedingt in ihr sehen will. „Brav sein war nie mein Ziel. Brav sein kann ich auch noch, wenn ich im Grab liege.“ (S. 351) Stattdessen hat sie Affären, die achtmal in Ehen enden. Nicht selten müssen sich ihre Zukünftigen dafür erst scheiden lassen. Aber Liz hofft bei jedem Mann, dass es jetzt für immer ist – bis dass der Tod sie scheidet – und scheitert wieder. Als Ausgleich pflegt sie lebenslange Freundschaften, auch mit homosexuellen Kollegen, und setzt sich und ihr Geld später stark für die Aids-Aufklärung und Erforschung ein.
Außerdem ist sie eine extrem liebevolle und großherzige Mutter, adoptiert neben ihren drei leiblichen Kindern noch ein kleines, schwerkrankes Mädchen, und erlaubt ihren Kindern als das, was ihr in ihrer eigenen Kindheit verboten wurde.

Elizabeth Taylor scheint eine spannende Persönlichkeit gewesen zu sein. Ich habe sie als sehr extravagante Persönlichkeit wahrgenommen, der ab einem bestimmten Zeitpunkt völlig egal ist, was das Studio, die Presse oder ihre übermächtige Mutter von ihr denken und einfach gemacht, was sie wollte. Aber leider orientiert sich Juliana Weinberg vor allem an ihren Filmen und Ehemännern, mir hat da oft das Drumherum gefehlt. Vor allem die Zeit nach ihren Ehemännern hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht.

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Veröffentlicht am 26.10.2023

Das Auge isst mit

Kunst Kochen
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„Wie ein Essen aussieht, macht für mich neunzig Prozent seiner Attraktivität aus.“ (S. 46) Lowell Blair Nesbit
Menschen wieder in die Museen oder Galerien zu locken und Kunst erlebbar zu machen, ist nach ...

„Wie ein Essen aussieht, macht für mich neunzig Prozent seiner Attraktivität aus.“ (S. 46) Lowell Blair Nesbit
Menschen wieder in die Museen oder Galerien zu locken und Kunst erlebbar zu machen, ist nach der Pandemie das Anliegen vieler Aussteller. Die Autorin, Künstlerin und Köchin Felicity Souter geht jetzt einen völlig anderen Weg: Sie setzt Gemälde und Skulpturen in alltagstauglichen, leckeren Gerichten um. Dafür hat sie sich von 52 Künstlern wie Andy Warhol, Frida Kahlo, Pablo Picasso, Claude Monet, Jean-Michel Basquiat, René Magritte oder Jackson Pollock und deren Werken inspirieren lassen. Denn auch Künstler (müssen) essen. Viele zelebrierten ihre Mahlzeiten geradezu, andere hielten strenge Diäten, weil sie besonders alt werden und viel schaffen wollten, zeigt die Kunstgeschichte.

Sehr beeindruckend, unterhaltsam und mit Anekdoten gespickt stellt sie die KünstlerInnen mit ihren Marotten und Angewohnheiten bzw. Eigenheiten beim Essen, Kochen und Bewirten ihrer Gäste vor, erzählt von deren künstlerischen Umsetzung des Genusses und wie sich Essen und Kunst verbinden.

Mir war gar nicht bewusst, wie viele Künstler auch tolle Köche waren und selber Kochbücher veröffentlichten, aufwändige Dinnerpartys ausrichteten oder, wie Frida Kahlo, den Esstisch in Stillleben verwandelten und damit Kunst und Genuss untrennbar verbanden. Einige bauten ihr Obst und Gemüse selbst an, lebten extrem gesund. Dem gegenüber stehen Künstler wie Andy Warhol, der sein halbes Leben lang Diät machte, um schlank zu bleiben, und sich in der anderen Hälfte exzessiv ungesund von Zuckerhaltigem und Dosensuppen ernährte. Oder Daniel Spoerri, der seinen Gästen erst ein Menü serviert und am Ende der Mahlzeit alles so auf dem Tisch festklebte, wie es in dem Moment war, und diese „Table“ dann als Kunst verkaufte. Aber auch andere schufen vergängliche Kunst aus Lebensmitteln, denen die Interessierten beim Verrotten zusehen (und riechen) konnten.
Außerdem zeigt die Autorin, dass weibliche Künstlerinnen nicht nur mit ihrer Kunst, sondern auch dem (Nicht-)Kochen gegen das herrschende Frauenbild rebellierten.

„… Essen ist eine Kunstform, die uns zusammen bringt, egal wo wir sind oder woher wir kommen.“ (S. 198)
Doch auch wenn die Kunstwerke beeindruckend sind, die Rezepte hat Felicity Souter so gehalten, dass man sie leicht nachkochen kann. Unterteilt in Vorspeisen und Beilagen, Hauptgerichte, Desserts und Getränke sind sie oft auch für Hobbyköche umsetzbar, wie z.B. das Bruschetta mit Bayonne-Schinken, Kirschen und hausgemachtem Ricotta, für muss man noch nicht mal den Herd anmachen muss. Und wer sich inspiriert fühlt und traut, für den gibt es am Ende des Buches einen Menüplaner für die verschiedensten Anlässe, denn nirgendwo kommt man leichter ins Gespräch, als beim Essen in guter Gesellschaft.

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Veröffentlicht am 25.10.2023

Zuckersüß und klebrig wie Marzipan

Der Duft von Marzipan
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„Manchmal … da geht das Leben andere Wege, als wir es wollen. Und manchmal, da leben wir unser ganzes Leben lang eine Lüge.“ (S. 85)
Lübeck 1957: Seit einem Jahr trifft sich Luisa, die Tochter des Direktors ...

„Manchmal … da geht das Leben andere Wege, als wir es wollen. Und manchmal, da leben wir unser ganzes Leben lang eine Lüge.“ (S. 85)
Lübeck 1957: Seit einem Jahr trifft sich Luisa, die Tochter des Direktors des Holstentormuseums, heimlich mit Henry, dessen Vater eine bekannte Marzipan-Manufaktur leitet. Als ihre Familien das herausbekommen, sprechen sie ein sofortiges Kontaktverbot aus: „Dieses Familie bringt nur Unglück.“ (S. 30). Natürlich lassen sich die Verliebten davon nicht abschrecken, zumal ihre jeweiligen Großväter Bemerkungen machen, dass das Zerwürfnis der Familien auf einem gemeinsamen Erlebnis von ihnen fußt und es langsam Zeit wäre, die Sache zu bereinigen, aber reden wollen bzw. können sie darüber nicht …

Ausgehend vom Klappentext hatte ich eine berührende Familiengeschichte vor einem dramatischen historischen Hintergrund erwartet, doch ich wurde enttäuscht. Drama gibt es, aber in Form völlig überzogener, pathetischer Sprache und Handlungen, die meiner Meinung nach nicht wirklich zu Anfang 20jährigen passen. Ja, das Buch spielt Ende der 50er Jahre, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Menschen da noch so gestelzt geredet haben. Luisa und Henry klingen abwechselnd wie ihre eigenen Großeltern und sehr junge Teenager. Dafür wirkt Luisas jüngere Schwester viel älter als sie, übernimmt Verantwortung, macht sie für Dates zurecht etc.
Das „Familiengeheimnis“ reicht dann in den ersten Weltkrieg zurück und abgesehen davon, dass mir die Zeigefingermentalität in diesem Zusammenhang zu viel war (man muss nicht in jeder passenden Szene darauf hinweisen, wie schlimm Kriege sind), fand ich es zu konstruiert und die Reaktion der Beteiligten zu übertrieben.

Etwas gerettet wurde das Buch durch die stimmungsvollen Beschreibungen von Lübeck und die Einzelheiten und Hintergründe der Marzipanherstellung und -veredelung. Luisa hat im Gegensatz zu Henry nämlich großes Interesse und Talent dafür, darüber hätte ich gern noch mehr gelesen.

Für mich ist „Der Duft von Marzipan“ leider zu kitschig und überzogen, aber wer sehr romantische Liebesgeschichte mit vielen dramatischen Wendungen mag, wird es vielleicht lieben.

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Veröffentlicht am 22.10.2023

Amerikas Großmutter

Wer den Löffel abgibt
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„Manche Dinge sind innen nicht ganz so perfekt und schön, wie sie von außen erscheinen, nicht wahr?“ (S. 225)
Seit 10 Jahren richtet die inzwischen 73jährige Backbuchautorin Betsy Martin auf ihrem Familienanwesen ...

„Manche Dinge sind innen nicht ganz so perfekt und schön, wie sie von außen erscheinen, nicht wahr?“ (S. 225)
Seit 10 Jahren richtet die inzwischen 73jährige Backbuchautorin Betsy Martin auf ihrem Familienanwesen Grafton Manor für einen großen Streamingdienst die „Bake Week“ aus, um den Unterhalt des alten Gemäuers zu erwirtschaften. Ausgerechnet bei der Jubiläumsstaffel wird ihr ein knallharter, ehrgeiziger Co-Moderator zur Seite gestellt, der auch noch deutlich jünger ist als sie und neue Zielgruppen ansprechen soll. Außerdem spielt sich die bisherige Regieassistentin als Produzentin auf, und auch die Kandidaten sind so gar nicht nach Betsys Geschmack ...

Stella, eine ehemalige Journalistin, hat erst nach einem dramatischen Ereignis vor einem Jahr mit dem Backen angefangen und gilt als Außenseiterin.
Hannah ist erst 21, arbeitet allerdings seit 7 Jahren als Bäckerin und Köchin in einem Diner und gilt als Wunderkind. Sie sieht die Show als Sprungbrett ins Fernsehen oder will wenigstens Influencerin werden.
Mathelehrer Gerald wollte eigentlich wie seine Mutter Bäcker werden, aber die hatte sich für ihn ein besseres Leben gewünscht.
Start-up-Unternehmer Pradymna hat mit einer App Millionen verdient und langweilt sich seit dem Verkauf seines Unternehmen, sucht darum immer neue Herausforderungen, die ihn allerdings nie lange fesseln. „Backen ist wie Jazzmusik: Hat man sich erst einmal die Grundlagen angeeignet, kann man getrost improvisieren.“ (S. 69)
Die ehemalige Krankenschwester Lottie hat sich jedes Jahr für die Show beworben und ist jetzt endlich dabei. Was niemand weiß: „Außerdem ist das Backen nicht der einzige Grund, warum ich nach Grafton Manor gekommen bin.“ (S. 77)
Peter, Restaurator für alte Bauwerke, ist es gewohnt, übersehen zu werden. Er liebt es, seine kleine Familie mit seinen Backwerken zu verwöhnen.

Als ab dem ersten Backtag immer wieder Sachen schief gehen, wird schnell klar: „Hier stimmt etwas nicht! Hier treibt jemand ein falsches Spiel!“ (S. 141) Kein Wunder, dass noch vor dem Ende des Wettbewerbs eine Leiche im Backzelt liegt …

Ich musste beim Lesen permanent an „Das große Backen“ denken, das Flair, das die Sendung versprüht, den Blick vor (und garantiert auch hinter) die Kulissen.
So eitel Sonnenschein, wie es dem Zuschauer suggeriert wird, ist es nämlich nicht. Betsy kämpft verbissen für ihre Show und will den Geldgebern beweisen, dass die Sendung mit ihr steht und fällt.
Die Kandidaten versuchen ihr Bestes zu geben, ohne sich gegenseitig zu schaden, aber irgendjemand boykottiert sie. Bis auf Pradymna, für den es nur ein Spiel ist, verfolgen sie alle ein bestimmtes Ziel oder haben ein Geheimnis.

Jessa Maxwell schreibt extrem unterhaltsam und spannend. Ich mag ihren Humor und habe mich über die Missgeschicke amüsiert, die sie die Kandidaten erleben lässt.
Geschickt lässt sie von Beginn an Hinweise auf die Geheimnisse der Einzelnen einfließen, die sich immer schwerer verbergen lassen, da sie ohne Kontakt nach außen in dem alten Herrenhaus festsitzen. Langsam kommen sie sich näher und öffnen sich einander. „Die Bake Week ist nicht nur ein Wettbewerb. Sie ist gleichzeitig eine Therapie, ein Trost für die Zuschauerinnen und Zuschauer zu Hause. … Dies ist eine Transformationsreise für sie, die Bäckerinnen und Bäcker im Zelt.“ (S. 52)
Und obwohl man von Beginn an weiß, dass es eine Leiche gibt, erfährt man erst ziemlich spät, wer es ist.

Und noch ein kleiner Tipp, man sollte das Buch nicht hungrig oder während einer Diät lesen, da einem die beschriebenen Backwerke das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen …

Mein Fazit: Charmante Mischung aus Kammerspiel und Whodunit.

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Veröffentlicht am 17.10.2023

Ein Bücherschiff zum Verlieben

Das kleine Bücherschiff
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„Mangelndes Wissen würden sie eben durch Engagement und ganz viel Liebe wettmachen.“ (S. 3) Nach einer schlimmen Trennung erfüllen sich die Freundinnen Miri und Katja einen Jungendtraum – sie eröffnen ...

„Mangelndes Wissen würden sie eben durch Engagement und ganz viel Liebe wettmachen.“ (S. 3) Nach einer schlimmen Trennung erfüllen sich die Freundinnen Miri und Katja einen Jungendtraum – sie eröffnen eine Buchhandlung. Aber nicht etwa irgendeine, nein, ein ganz besondere. Mit ganz viel Liebe, Enthusiasmus und fachmännischer Hilfe bauen sie ein ehemaliges Postschiff im Hamburger Museumshafen zum Bücherschiff um. Natürlich legen sie auch bei ihrem Programm den Schwerpunkt auf das Thema Meer und bieten „Kaperfahrten“ an(Lesungen, bei denen sie die Hamburger Handlungsorte mit ihrem Schiff anfahren). Sie haben Glück, ihr Konzept geht auf, der Laden läuft wirklich gut an und auch privat gibt es bald einen Lichtblick für Miri. Der alleinerziehende Architekt Henning gefällt ihr sofort, und dann werden sie auch noch Nachbarn. Aber leider scheint sein kleiner Sohn Finn noch nicht bereit zu sein für eine neue Frau in der Familie.
Dann flattert ihnen auch noch eine exorbitante Mieterhöhung für ihr Schiff ins Haus, es stellt sich heraus, dass es zu einer Luxusunterkunft umgebaut werden soll – und dass Henning mit den Plänen dafür beauftragt wurde. Gibt es noch Hoffnung für das Bücherschiff und die junge Liebe?!

„Das kleine Bücherschiff“ ist eine Geschichte mit ganz viel Herz, etwas Romantik und Drama, mit feinem Humor und natürlich vielen Büchern und Hamburger Flair, über Träume, Freundschaft und Liebe, in der man sich einfach wohlfühlt.
Tessa Hansen versteht es, die Leser sofort in Miris und Katjas Kosmos zu ziehen und die Besonderheiten des Bücherschiffs durch ihre plastischen Beschreibungen vor dem inneren Auge lebendig werden zu lassen. Aber auch schwerere Themen, wie z.B. ein verstörtes Kind, hat sie ohne moralischen Zeigefinger gut lesbar umgesetzt.

Miri und Katja sind mitten aus dem Leben gegriffen, zwei Freundinnen, die sich schon ewig kennen, viele Aufs und Abs zusammen durchgemacht haben und immer für einander da waren. Den Traum von der Buchhandlung hatten sie beide, haben dann aber doch erstmal etwas „Anständiges“ gelernt und als medizinische Fachangestellte und Floristin gearbeitet. Als sich die Chance ergibt, sich ihren Traum endlich zu erfüllen, greift Katja – vielleicht etwas blauäugig – sofort zu und reißt Miri einfach mit.
Dafür stürzt sich Miri in die Liebesgeschichte mit Henning, obwohl sie durch ihre letzte Beziehung große Schwierigkeiten hat, wieder Vertrauen zu fassen. Aber zum Glück geht es Henning ähnlich. Der Blitz hat einfach eingeschlagen. „Ich fühle mich Dir so nah, als würden wir uns schon ewig kennen.“ (S. 65)

Vor allem zum Ende hin kommt sehr viel Bewegung in die bis dahin in ruhigen Bahnen verlaufende Handlung, man leidet und fiebert mit Miri und Katja mit. Und da sich das Buch hauptsächlich um Miri gedreht hat, bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und darauf, Katja besser kennenzulernen. Eine wirklich schöne Geschichte über Bücher und Träume.

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