Ich gehöre nicht unbedingt zur Zielgruppe, weiß jetzt aber, welche Vorbereitungen zu treffen sind… Nur für den Fall der Fälle. 🤫 Meine Mama war bereits nach dem Buchtitel überzeugt, dass sie das Buch auch ...
Ich gehöre nicht unbedingt zur Zielgruppe, weiß jetzt aber, welche Vorbereitungen zu treffen sind… Nur für den Fall der Fälle. 🤫 Meine Mama war bereits nach dem Buchtitel überzeugt, dass sie das Buch auch lesen möchte – zum Inhalt brauchte ich gar nicht viel erzählen. Vielleicht kann ich ihr am Ende sogar ein paar Worte für euch entlocken!
Morden in der Menopause ist es ein lockeres Buch, das an einigen Stellen zwar durchaus überspitzt ist, den „Mordvertuschungsversuch“ damit aber so auflockert, dass es sicher auch gefallen kann, wenn man mit Krimis sonst eher weniger anfangen kann. Außerdem ist es aus Täterinnen-Sicht geschrieben, was mir immer extra gut gefällt! Ich hab’s in einem Rutsch beendet.
Raue Klippen, Salz in der Luft, Getuschel über einen Fluch, Götter (und Göttinnen), die den Menschen erscheinen und die feste Verbindung zur See… Für mich, die quasi mit Fischbrötchen auf die Welt gekommen ...
Raue Klippen, Salz in der Luft, Getuschel über einen Fluch, Götter (und Göttinnen), die den Menschen erscheinen und die feste Verbindung zur See… Für mich, die quasi mit Fischbrötchen auf die Welt gekommen ist, ideale Voraussetzungen für ein gutes Buch. 🐚
Vor allem zu Beginn bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Die Atmosphäre ist angenehm unheimlich, der Bezug zum Meer wunderbar und die Familienverhältnisse sowie –tragödien vielversprechend. Außerdem ist „YA-Horror-Fantasy-Mystery mit ein bisschen Romance“ ein interessanter Mix, sodass ich einen ganzen Schuhkarton voller Ideen & Theorien zum Geheimnis um die Töchter des Herzogs von Highmoor hatte.
Als dann die erste Einladung zum Ball ins Haus geflattert ist, war ich bereit mich in die Abendgarderobe zu werfen (bzw. eher Mäuschen zu spielen). Dank Klappentext wusste ich natürlich bereits, dass hier etwas nicht ganz mit rechten Dingen zugeht. 🤫
Leider hat sich die Welt – deren Ansätze ich richtig cool finde! – für mich zum Teil aber auch chaotisch angefühlt. Dadurch hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, dass sich die Geschichte nicht rund zusammensetzen wird und mir als Außenstehende kollektives Wissen der Charaktere fehlt. So interessant ich viele Gedanken auch finde, letztendlich hätte es mir besser gefallen auf Teile zu verzichten, wenn andere dafür mehr Raum bekommen hätten. Das hätte ggf. auch dazu geführt, dass sich die Enthüllungen und Erklärungen gegen Ende weniger überschlagen hätten.
Die letzten Seiten waren für mein Empfinden auf jeden Fall zu viel des Guten & haben (für mich) nicht zum starken Anfang des Buches gepasst.
Wenn ihr nach einem easy read sucht & wie ich vor allem für die Atmosphäre am Start seid, dann kann ich euch das Buch empfehlen. Wenn’s euch mehr um die Charaktere & Welt geht, dann will ich euch zumindest vorwarnen, dass es zum Teil etwas holprig werden könnte.
Ich kenne die weiteren Bände der Reihe nicht, habe mir von den Kurzgeschichten allerdings etwas mehr erhofft. Die Botschaften und Handlungsstränge als solche waren oft eher ein wenig schwach, obwohl ich ...
Ich kenne die weiteren Bände der Reihe nicht, habe mir von den Kurzgeschichten allerdings etwas mehr erhofft. Die Botschaften und Handlungsstränge als solche waren oft eher ein wenig schwach, obwohl ich den komprimierten Stil durchaus gut finde. Dafür habe ich bei der Geschichte mit dem Hund („Die Frau, die sich nicht von ihrem Hund verabschieden konnte“) das Buch ein Stück weghalten müssen, um nicht auf die Seiten zu weinen.
"Die Erinnerungsfotografen" haben mich z. B. mehr berührt.
Acht Frauen, jede mit eigenen Fähigkeiten, Interessen und Motiven: In 𝗠𝗮𝘆𝗳𝗮𝗶𝗿 𝗛𝗼𝘂𝘀𝗲 (engl. The Housekeepers) bekommen wir es mit einigen Charakteren zu tun. Sieben wittern einen Coup der Extraklasse, während die Achte nicht ahnen soll, dass sie bald nicht mal mehr einen silbernen Teelöffel besitzen wird.
Während ich es spannend fand, wie die Kapitel und Abschnitte zwischen den Charakteren wechseln und stets eine neue Schicht ans Licht bringen, war es für mich doch auch schwieriger in dem Durcheinander Figuren voneinander zu trennen, herauszufinden, wie sie ticken und generell ein tieferes Gefühl für sie zu bekommen. Auch die Bearbeitung eines dunklen Kapitels des Hauses hätte in meinen Augen etwas mehr Raum gut getan. Dafür war ich durchweg gespannt, ob der Raub gelingen wird & wie die Figuren und das Vorhaben miteinander verbunden sind.
Wenn es für euch etwas ruhiger (aber doch verstrickt) sein darf & ihr ein lockeres Buch für die nächste Bahnfahrt sucht, kann ich euch die Geheimnisse von Mayfair House ans Herz legen. Ihr müsst lediglich ein paar Abstriche bei der Tiefe der Charaktere machen, dann habt ihr einen Blockbuster zwischen Buchdeckeln!
„Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau“. In 𝗕𝗲𝗸𝗹𝗮𝘂𝘁𝗲 𝗙𝗿𝗮𝘂𝗲𝗻 – 𝗗𝗲𝗻𝗸𝗲𝗿𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻, 𝗙𝗼𝗿𝘀𝗰𝗵𝗲𝗿𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻, 𝗣𝗶𝗼𝗻𝗶𝗲𝗿𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻: 𝗗𝗶𝗲 𝘂𝗻𝘀𝗶𝗰𝗵𝘁𝗯𝗮𝗿𝗲𝗻 𝗛𝗲𝗹𝗱𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗚𝗲𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝗲 wird der bekannte Spruch angepasst: „Hinter ...
„Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau“. In 𝗕𝗲𝗸𝗹𝗮𝘂𝘁𝗲 𝗙𝗿𝗮𝘂𝗲𝗻 – 𝗗𝗲𝗻𝗸𝗲𝗿𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻, 𝗙𝗼𝗿𝘀𝗰𝗵𝗲𝗿𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻, 𝗣𝗶𝗼𝗻𝗶𝗲𝗿𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻: 𝗗𝗶𝗲 𝘂𝗻𝘀𝗶𝗰𝗵𝘁𝗯𝗮𝗿𝗲𝗻 𝗛𝗲𝗹𝗱𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗚𝗲𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝗲 wird der bekannte Spruch angepasst: „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht ein System, das ihn bestärkt; vor allen anderen steht ein System, das sie aufhält.“
Die Erzählungen & Ausführungen strecken sich über insgesamt sechs Kapitel:
🗳️ (k)eine Bürgerin
💍 Endstation: Ehe
🎨 Künstlerin wird mit er geschrieben
🏆 ohne Auszeichnung
🔌 Widerstand
🕳️ vergessen & ausgelöscht
Es geht entsprechend u. a. um politische, gesellschaftliche, künstlerische und wissenschaftliche Beiträge und Bestrebungen von Frauen, deren Namen vergessen sind und ihr Wirken nun entweder ebenfalls vergessen oder einem Mann zugeordnet wird. Wenn die Frauen nicht vergessen wurden, „wird meist mehr über ihr Wesen oder ihren Lebensstil diskutiert als über ihr Wirken“ – unter Abgleich der Erwartungen, die an ihre Geschlechterrolle geknüpft sind.
Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich kürzlich sehr überrascht war, dass Van Gogh bzw. dessen Kunst ohne seine Schwägerin nicht so ein beliebtes Postkartenmotiv und vor allem nicht zu so einer Berühmtheit gelangt wäre. Auch in 𝗕𝗲𝗸𝗹𝗮𝘂𝘁𝗲 𝗙𝗿𝗮𝘂𝗲𝗻 hat für mich neues Wissen geschlummert, z. B.: Die Dreigroschenoper & Leben des Galilei stammen von Brecht – oder fehlt da ein Name?
Was mir im Kontext des vergessene Wissens am besten gefallen hat: Das Buch ist sehr eingängig geschrieben & dürfte Leser:innen jeglichen Vorwissens mitnehmen. Außerdem sind die Ausführungen intersektional angelegt – wie ggf. beim oben zitierten Spruch bereits aufgefallen, d.h. Mehrfachdiskriminierungen werden nicht ausgeklammert.
Insgesamt ein sehr lohnenswertes Buch. Ich hätte große Lust euch noch viel mehr über die einzelnen Frauen zu berichten, wer weiß, vielleicht ist ja ich etwas Neues für euch dabei!
📃 Wenn Content Notes ein Thema für euch sind, achtet bitte beim Übergang vom zweiten aufs dritte Kapitel auf die Hinweise.