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Veröffentlicht am 02.05.2025

Gefühle, die ins Herz gehen

Pfotenglück und Sommerwellen
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Pfotenglück und Sommerwellen hat sich beim Lesen wie ein kleiner Ausbruch aus dem Alltag angefühlt. Keine große Dramatik, kein übertriebenes Tamtam, sondern einfach eine Geschichte, die sich ganz nebenbei ...

Pfotenglück und Sommerwellen hat sich beim Lesen wie ein kleiner Ausbruch aus dem Alltag angefühlt. Keine große Dramatik, kein übertriebenes Tamtam, sondern einfach eine Geschichte, die sich ganz nebenbei ins Herz schleicht. Isalie war mir anfangs fast zu perfekt, zu sehr Social Media, aber mit der Zeit wurde sie nahbarer und echter. Ich mochte, wie sie sich langsam ins Landleben reinfindet, nicht ohne Stolpern, aber mit viel Willen.

Max war erstmal komplett verschlossen und hat mich ein bisschen genervt mit seiner mürrischen Art. Aber dann kamen so kleine Momente, in denen man gemerkt hat, dass da mehr in ihm steckt. Und mittendrin immer Samson. Der große, gemütliche Neufundländer war für mich mehr als nur ein Nebencharakter – irgendwie war er sowas wie der stille Vermittler zwischen den beiden. Wenn Menschen sich zoffen, bleibt er einfach gelassen, stupst mal hier, legt sich mal da hin, schaut mit diesen Blicken, die mehr sagen als Worte. Ohne viel Aufhebens bringt er Ruhe rein, manchmal sogar mehr Verbindung, als die beiden selbst hinbekommen.

Was mir besonders gefallen hat, war die Stimmung im Dorf, das Sommerfest, das Leben auf dem Hof. Beim Lesen hatte ich so oft ein Lächeln auf den Lippen, einfach weil sich vieles so echt und gleichzeitig warm angefühlt hat. Es war ruhig, charmant und trotzdem nicht langweilig. Einfach ein Buch, das man gerne aufschlägt, weil es sich gut anfühlt – so wie ein Spaziergang mit einem Hund wie Samson.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

der alltägliche Wahnsinn

Leben etc.
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Der Cartoonband fängt verschiedene Bereiche des Lebens ein – vom ganz normalen Alltagschaos über absurde Bürosituationen bis hin zu gesellschaftlichen Themen wie Feminismus – und trifft dabei erstaunlich ...

Der Cartoonband fängt verschiedene Bereiche des Lebens ein – vom ganz normalen Alltagschaos über absurde Bürosituationen bis hin zu gesellschaftlichen Themen wie Feminismus – und trifft dabei erstaunlich oft ins Schwarze. Der Humor ist pointiert, manchmal herrlich absurd, aber immer so dosiert, dass es nie ins Lächerliche kippt. Stattdessen bleibt der Ton fein beobachtet, manchmal bissig, aber nie plump oder belehrend. Jede Seite zeigt eine neue Szene, oft komplett überzogen, was gerade deshalb so treffend wirkt, weil man sich doch irgendwie darin wiedererkennt. Die Illustrationen sind klar, charmant und schaffen es, selbst komplexe Themen mit einem einzigen Bild auf den Punkt zu bringen. Es ist ein Buch, das auf den ersten Blick unterhält, aber auf den zweiten Blick mehr Tiefgang hat, als man erwarten würde. Ideal zum Durchblättern, zum Liegenlassen, zum Immer-wieder-reinschauen – und vor allem zum Schmunzeln.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

ehrlich, achtsam und menschlich

So heilt dein inneres Kind
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Ich wusste ehrlich gesagt nicht so richtig, was mich erwartet, als ich zu diesem Buch gegriffen habe – ich hatte schon viel über das „innere Kind“ gehört, aber nie wirklich verstanden, was genau damit ...

Ich wusste ehrlich gesagt nicht so richtig, was mich erwartet, als ich zu diesem Buch gegriffen habe – ich hatte schon viel über das „innere Kind“ gehört, aber nie wirklich verstanden, was genau damit gemeint ist oder wie man damit arbeitet. Und dann kam dieses Buch. Und hat mich direkt an der Stelle erwischt, wo ich lange nicht hingeschaut habe.

Was ich daran besonders mochte: Es wirkt nicht wie so ein „Du musst jetzt XYZ tun, damit du funktionierst“-Ratgeber. Es ist eher wie ein Gespräch mit jemandem, der dich wirklich ernst nimmt, dich sanft an die Hand nimmt und sagt: „Schau mal, da ist etwas in dir, das lange übersehen wurde – und es wird Zeit, dass du dich darum kümmerst.“ Kein Druck, kein Pathos – sondern ehrlich, achtsam und menschlich.

Viele der Übungen im Buch habe ich nicht nur gelesen, sondern tatsächlich ausprobiert – manche haben mich richtig überrascht. Ich bin auf Gefühle gestoßen, die ich längst verdrängt hatte, und hab plötzlich verstanden, warum ich in bestimmten Situationen immer gleich reagiere. Es war nicht immer angenehm, aber es hat was verändert. Im Kopf, im Bauch, im Umgang mit mir selbst.

Was mir auch gefallen hat: Die Sprache ist total klar und unaufgeregt. Keine spirituellen Verrenkungen, kein Fachchinesisch. Und trotzdem oder gerade deshalb trifft vieles mitten ins Herz.

Für mich war das Buch wie ein Startschuss – nicht zur Selbstoptimierung, sondern um mir selbst aufrichtiger zu begegnen. Nicht alles hat sich sofort verändert, klar. Aber ich gehe jetzt viel freundlicher mit mir um, besonders in den Momenten, in denen ich früher einfach nur hart mit mir ins Gericht gegangen wäre.

Wenn du das Gefühl hast, da sitzt irgendwo in dir drin noch ein kleiner Teil, der gesehen werden will – dann ist dieses Buch vielleicht genau der richtige erste Schritt.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

gut durchdachter Aufbau

Noche sin salida
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Ich habe vor etwa 13 Jahren Spanisch gelernt und damals auch relativ gut gesprochen, aber wie das eben so ist, ist die Sprache danach ziemlich in den Hintergrund gerutscht. Jetzt wollte ich unbedingt wieder ...

Ich habe vor etwa 13 Jahren Spanisch gelernt und damals auch relativ gut gesprochen, aber wie das eben so ist, ist die Sprache danach ziemlich in den Hintergrund gerutscht. Jetzt wollte ich unbedingt wieder einsteigen – und Noche sin salida war dafür echt perfekt.
Ich war total überrascht, wie viel Spanisch doch noch irgendwo in meinem Kopf versteckt war! Der kleine Lernkrimi hat mir richtig Spaß gemacht und war genau das Richtige, um wieder ins Lesen und Verstehen reinzukommen. Der Aufbau ist super übersichtlich, die Vokabelhilfen am Rand fand ich mega praktisch, und die kleinen Übungen zwischendurch haben echt geholfen, dranzubleiben und nicht einfach nur „drüberzulesen“.
Auch die Aufgaben am Ende der Geschichte waren klasse, um nochmal zu checken, was wirklich hängen geblieben ist. Alles in allem bin ich echt begeistert von diesem Lernkrimi – auch wenn ich wahrscheinlich nicht die klassische Zielgruppe bin. Ich würde auf jeden Fall noch weitere Bände aus der Reihe lesen, weil das Lernen damit echt angenehm und motivierend war.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Österreichischer Humor trifft auf Sonntagabend-Tatort

Her mit der Marie
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Das Buch hat sich für mich von Anfang an wie ein kleiner Kurzurlaub nach Österreich angefühlt – und zwar nicht in die Touristenwelt, sondern mitten rein ins echte Dorfleben, wo jeder jeden kennt und trotzdem ...

Das Buch hat sich für mich von Anfang an wie ein kleiner Kurzurlaub nach Österreich angefühlt – und zwar nicht in die Touristenwelt, sondern mitten rein ins echte Dorfleben, wo jeder jeden kennt und trotzdem jeder seine kleinen Geheimnisse hat. Der Humor, die Art, wie die Leute miteinander umgehen, diese manchmal herrlich direkte und trotzdem herzliche Sprache – das hat einfach total Spaß gemacht zu lesen. Ich hatte oft das Gefühl, als würde ich selbst mit am Stammtisch sitzen.

Was ich besonders toll fand: Überall im Buch tauchen österreichische Begriffe und Phrasen auf. Mal ein kurzer Spruch, mal eine ganze Unterhaltung – und genau das macht die Geschichte so unglaublich authentisch. Man merkt einfach, dass hier jemand schreibt, der weiß, wie sich das Leben dort wirklich anfühlt. Und keine Sorge, selbst wenn man nicht jedes Wort sofort versteht, kommt man immer super mit, weil es so charmant eingebaut ist, dass man den Sinn sofort erfasst.

Die Geschichte selbst ist spannend erzählt, voller kleiner und großer Wendungen. Gerade wenn ich dachte, jetzt hab ich den Dreh raus und weiß, worauf das alles hinausläuft, kam wieder etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet habe. Das hat richtig Spaß gemacht – dieses Miträtseln, Mitfiebern und dann immer wieder überrascht werden. Für mich war das Buch ein Sonntagabend-Tatort in Buchform.

Was ich auch richtig gut eingefangen fand, war, wie sehr sich Menschen verändern können, wenn es plötzlich um Geld geht. So ein Lottogewinn – oder das Gerücht darum – bringt Seiten an den Leuten zum Vorschein, die man im normalen Alltag vielleicht nie gesehen hätte. Man merkt, wie schnell Freundschaften bröckeln können, wenn auf einmal das große Geld lockt, und wie sich Gier und Misstrauen in eine Gemeinschaft einschleichen. Trotzdem schafft es das Buch, bei allem Ernst im Hintergrund, immer eine Leichtigkeit zu bewahren, ohne ins Lächerliche abzurutschen.

Die Charaktere sind sowieso ein Highlight. Besonders Marie ist mir richtig ans Herz gewachsen. Sie ist so eine, die anpackt, aber trotzdem Herz und Humor nicht verliert. Aber auch viele der anderen Dorfbewohner sind einfach so liebevoll gezeichnet, dass ich mir beim Lesen immer wieder dachte: Den oder die würde ich gern mal auf einen Kaffee treffen.

„Her mit der Marie“ hat mich zum Lachen gebracht, zum Miträtseln animiert und manchmal auch ein bisschen nachdenklich gemacht. Eine wunderbar schräge Mischung aus Krimi und Dorfgeschichte, die sich anfühlt wie ein Abend mit guten Freunden – spannend, herzlich und mit echtem Leben gefüllt.

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