Toter im Heu
Im beschaulichen Marienschlag versucht Janine endlich anzukommen. Mit ihrem Mann, einen Stargeiger hat sie zuvor in Wien gelebt. Jetzt ist er auf Tournee und hat seine Gattin zuvor nach Marienschlag gesteckt. ...
Im beschaulichen Marienschlag versucht Janine endlich anzukommen. Mit ihrem Mann, einen Stargeiger hat sie zuvor in Wien gelebt. Jetzt ist er auf Tournee und hat seine Gattin zuvor nach Marienschlag gesteckt. Nur was soll sie dort? Im Vergleich zu Wien ist es hier todlangweilig. Dass dieser Gedanke ihr schon bald regelrecht vor die Füße fallen wird, ahnte Janine beim Umzug noch nicht.
Als sie dann jedoch mit dem jungen Computer-Nerd Tobi im Heu verschwinden will, fällt ihnen der Eigenbrötler Gringo erschlagen vor die Füße.
Janine und Tobi erhalten nicht nur den Schrecken ihres Lebens, auch ziehen sie sich den Unmut von Marie, der Revierinspektorin zu. Denn als diese nach dem Toten sehen möchte, ist er verschwunden und nichts deutet auf ein Verbrechen hin.
Haben sich die beiden geirrt? Und hat der vermeintliche Lottogewinn, den Gringo gemacht haben soll, damit zu tun?
Das Buch ist der erste Band einer Reihe und für mich eine kleine Herausforderung gewesen. Der Autor schreibt sehr amüsant und unterhaltsam, leider aber auch ziemlich viel Dialekt. Das stellte für mich zunächst eine Herausforderung dar und ich brauchte eine Weile, um mich daran zu gewöhnen und mich einzulesen.
Prinzipiell finde ich es gut, wenn der Dialekt, in dem eine Geschichte spielt, sich auch im Text widerspiegelt. Er verankert die Geschichte noch einmal zusätzlich in der Region. Von daher blieb ich dran und schon bald konnte ich mich entspannt auf den Kriminalfall konzentrieren.
Die Protagonisten sind schön ausgearbeitet und Herbert Hirschler nimmt sich auch die Zeit, zu den Hauptfiguren ein kleines Portfolio mitzugeben. So konnte ich mir ein genaueres Bild zu ihnen machen, was gerade bei Marie sehr hilfreich war.
Der Fall ist rund und in sich abgeschlossen, deutet aber auf eine Fortsetzung hin, die ich gleich im Anschluss gelesen habe.
Fazit:
Ein wenig Durchbeißen am Anfang, wenn man den Dialekt nicht kennt. Aber danach erwartete mich ein spannender Cozy Crime in einem kleinen Örtchen, bei dem das Dorfleben sehr plastisch dargestellt wurde.