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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2020

Es gibt nicht nur gute Zeiten

Weil alles jetzt beginnt
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Evvie will ihren Mann verlassen, der allerdings am Tag ihres Aufbruchs tödlich verunglückt. Jetzt ist sie total verwirrt und weiß nicht mehr weiter. Alle sprechen ihr ihr Beileid aus, doch sie trauert ...

Evvie will ihren Mann verlassen, der allerdings am Tag ihres Aufbruchs tödlich verunglückt. Jetzt ist sie total verwirrt und weiß nicht mehr weiter. Alle sprechen ihr ihr Beileid aus, doch sie trauert nicht um den Tod ihres Mannes. Damit sie sich finanziell über Wasser halten kann vermietet sie einen Teil in ihrem Haus an den Dean, einen berühmten Baseballspieler. Dieser ist aber leider nicht mehr im positiven Sinne berühmt. Daher flüchtet er aus dem Trubel und will in der Wohnung von Evvie vor allem über seine zukünftigen Pläne nachdenken. Dabei freunden sich die beiden immer mehr miteinander an.

Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm, er beinhaltet viel flachen Humor, den ich super fand. Allerdings kamen mir die Dialoge teils sehr abhackt und wirr vor.

Die Stimmung im Buch ist insgesamt sehr negativ und bedrückend, was ja auch genau so sein sollte. Sprich bei mir kamen auf jeden Fall diese Beklommenheit und Verzweiflung an. Es gab nur sehr wenige glückliche Momente. Aber genau das macht das Buch sehr interessant in meinen Augen. Ein Buch, in welchem die Stimmung einfach so perfekt zu der inneren Stimmung von Evvie passt. Das ist der Autorin sehr gut gelungen.

Allem voran geht es wirklich hauptsächlich um die Emotionen, die Verluste usw. von Evvie und Dean, diese werden im laufe des Buches immer weiter aufgearbeitet. Teils helfen sich die beiden gegenseitig, teils lassen sie sich von Familie und Freunden helfen und teils schaffen sie es auch allein sich weiter zu entwickeln. Ich fand es sehr interessant dies mitzuverfolgen. Leider fand ich aber auch, dass die Zeitsprünge manchmal eher störend waren. Es vergingen mal mehrere Wochen, wodurch man dann doch stellenweise wichtige Entwicklungen nicht richtig mitbekommt. Gerade am Anfang bei der Entwicklung der Freundschaft zwischen Dean und Evvie hat mir vieles gefehlt und richtig verstehen zu können warum sie so gut miteinander zurechtkommen.

Aber insgesamt hat die Story sehr gut verdeutlicht, dass man auch aus schweren Zeiten, die einen zum verzweifeln bringen, irgendwann wieder herausfindet. Man sollte den Mut und die Hoffnung nicht verlieren und einen Schritt nach dem anderen machen und auch Hilfe von außen annehmen.

Ich kann das Buch nur empfehlen, aber ihr solltet euch darauf einstellen, dass es eher von bedrückenden Gefühlen dominiert wird als von glücklichen. Aber dennoch auf jeden Fall lesenswert!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.08.2020

Ein paar schöne Lesestunden

An Ocean Between Us
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Avery wollte seit ihrer Kindheit nur Ballett tanzen doch ein schwerer Autounfall nimmt ihren einzigen Sinn im Leben. Sie weiß nicht was sie jetzt noch mit ihrem Leben anfangen soll und geht erst mal mit ...

Avery wollte seit ihrer Kindheit nur Ballett tanzen doch ein schwerer Autounfall nimmt ihren einzigen Sinn im Leben. Sie weiß nicht was sie jetzt noch mit ihrem Leben anfangen soll und geht erst mal mit ihrer besten Freundin zusammen auf das LaGuardia Community College. Dort beginnt sie nach einem neuen Sinn zu suchen und lernt dabei Theo kenne. Allerdings verläuft gerade die erste Begegnung der beiden alles andere als positiv und wie das Schicksal es so will, laufen sie sich nicht nur einmal über den Weg.

Insgesamt fand ich den Schreibstil sehr angenehm zu lesen und die Seiten flossen nur so dahin. Stellenweise kam er mir allerdings etwas unbeholfen vor. So als wären einzelne Sätze nicht ganz durchdacht. Aber das kam wirklich sehr selten vor.

Die Charaktere fand ich alle samt leider etwas zu flach. Sie konnten mich nicht richtig packen. Ich konnte Averys Gefühlschaos durchaus nachvollziehen und habe ich Taten auch verstanden, aber richtig gefühlt habe ich sie nicht. Im Kopf habe ich sie verstanden, aber sie kamen nicht im Herzen an. Das einzige Gefühl was ich öfters mal hatte war ein Genervtes. Avery ist eine Person, die sehr impulsiv handelt, in alles direkt sehr viel hineininterpretiert, den gegenüber gar nicht richtig zu Wort kommen lässt und sich in ihrer Meinung sehr schnell festfährt. Doch sie ist dort zum Glück auch heraus zu holen und man kann ihr nach einer Weile sagen was Sache ist und sie denkt nochmal genauer über alles nach. Theo kommt mir dem gegenüber einfühlsamer vor. Er ist ein sehr sensibler Mann und scheut eher die Konfrontation. Er liebt mit Leib und Seele und ist ein durch und durch ehrgeiziger Mensch.

Die Nebencharaktere, vor allem die besten Freunde der beiden, fand ich super. Ich liebe es zu lesen wie Freunde direkt immer für einen da sind, bei allem hinter einen stehen und einem auch mal ganz gewaltig den Kopf waschen. Die freundschaftlichen Beziehungen haben mir in dem Buch sogar mehr gefallen als die romantischen!

Zu der Story selbst muss ich leider sagen, dass sie für mich komplett vorhersehbar war. Ich weiß nicht ob das von der Autorin gewollt war, aber ich fand es doch eher schade. Es hat so viel Spannung rausgenommen und der Plottwist ging dadurch total verloren. Aber nichtsdestotrotz fand ich die Idee dennoch toll und interessant. Ich hätte mir einfach so einen „BOOM“ Moment gewünscht.

Auch wenn ich ein paar Kritikpunkte habe würde ich euch das Buch empfehlen, da es mir ein paar angenehme Lesestunden bereitet hat und es trotzdem Spaß gemacht hat zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.08.2020

Unglaublich spannend, aber nichts für schwache Nerven

Verity
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Lowen ist Autorin und soll von der berühmten Autorim Verity eine Reihe zu Ende schreiben. Diese ist nämlich nach dem Tod ihrer beiden Töchter selbst in einem schweren Unfall geraten und kann deswegen ihre ...

Lowen ist Autorin und soll von der berühmten Autorim Verity eine Reihe zu Ende schreiben. Diese ist nämlich nach dem Tod ihrer beiden Töchter selbst in einem schweren Unfall geraten und kann deswegen ihre Reihe nicht selbst zu Ende schreiben. Dafür wohnt Lowen für einige Tage bei Vertiys Mann Jeremy um die ganzen Unterlagen von Vertiy zu sichten. Unter diesen Unterlagen findet Lowen ein Manuskript, welches alles verändert und Dinge offenbart, die Lowen eigentlich lieber nicht gewusst hätte. Noch dazu fühlt sie sich zu Jeremy hingezogen, doch er ist natürlich verheiratet und dadurch ja eigentlich nicht zu haben.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und fand es sehr gut vorgelesen. Die beiden Sprecherinnen haben da einen sehr guten Job gemacht.

Ich hatte überhaupt keine Ahnung worum es in diesem Buche geht als ich es angefangen habe zu hören. Ich muss zugeben, dass ich es eigentlich nur angefangen habe, weil es in aller Munde war und das Cover einfach so wunderschön ist. Ich hätte niemals gedacht, dass mich hinter diesem wundervollen Cover so eine grausame, spannende, leidenschaftliche, angsteinflößende und verstörende Geschichte erwarten würde. Ich möchte gar nicht zu viel zu dem Inhalt verraten, aber eines sollte euch auf jeden Fall bewusst sein, wenn ihr zu diesem Buch greift: Es ist nichts für schwache Nerven!

Wie man aus dem Klappentext schon erfährt sind die beiden Töchter von Jeremy und Verity gestorben und Verity hatte danach selbst einen schweren Unfall. All diese Geschehnisse und noch weitere werden teils sehr hart und wie ich finde auch sehr anschaulich beschrieben. Ich weiß gar nicht so recht wie ich in Worte fassen soll wie ich das Buch finde. Zu schreiben, dass ich es unglaublich gut finde, klingt bei diesem Thema irgendwie falsch. Deswegen sage ich lieber, dass es so gut geschrieben ist, dass ich es innerhalb eines Tages gehört habe. Die Story ist teils zwar so verstörend, aber auch so unglaublich spannend. Sie zieht einen so sehr in den Bann. Ich wollte so oft nicht weiter hören, weil es so grausam war was passiert ist, aber gleichzeitig musste ich dann doch weiterhören, weil es so spannend war und ich wissen musste wie es weiter gehen würde. Ich war von Seite eins bis Ende so gefesselt, hatte oft eine Gänsehaut, mir wurde übel, ich wurde wütend und noch so vieles mehr.

Ich hatte während des Hörens immer wieder so eine Idee wie das Buch enden könnte und es kam absolut nicht so wie erwartet. Selbst jetzt wo ich das Buch beendet habe bin ich noch immer total erstaunt und fassungslos. Ich weiß noch immer nicht was in dem Buch jetzt Wirklichkeit war und was nicht, aber um zu verstehen was ich meine musst ihr es einfach selbst lesen.

Macht euch auf jeden Fall selbst ein Bild dieses Buches. Es ist wirklich unglaublich, aber ich sage nochmal, es ist nichts für schwache Nerven!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.08.2020

Ein Buch das glücklich macht

Für eine Nacht sind wir unendlich
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Jonah und Liv kennen sich nicht. Sie treffen sich zufällig auf einem Festival in London und verbringen Zeit miteinander. Sie haben nur ein paar Stunden zusammen, in denen sie sich näherkommen als jemals ...

Jonah und Liv kennen sich nicht. Sie treffen sich zufällig auf einem Festival in London und verbringen Zeit miteinander. Sie haben nur ein paar Stunden zusammen, in denen sie sich näherkommen als jemals jemand anderem zuvor. Sie wissen von Beginn an, dass ihre Zeit nur begrenzt sein wird, daher geben sie Dinge preis, die sonst niemand weiß. Aber was ist, wenn diese Zeit am Ende doch nicht reicht?

Ich liebe dieses Buch und zwar wirklich alles daran! Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, aber sehr angenehm zu lesen, ich bin wirklich über die Seiten geflogen. Jeder einzelne Satz hat sich für mich so echt angefühlt, als wäre das ganze nicht einfach nur eine Geschichte. Noch dazu beinhaltet das Buch genau die richtige Menge an Humor, Kitsch und Drama.

Was ich sehr faszinierend finde ist, dass die ganze Story des Buches nur von ein paar Stunden handelt. Aber diese Stunden sind unglaublich intensiv und haben sich wie schon gesagt sehr echt angefühlt. Die Chemie und Spannung zwischen Jonah und Liv habe ich am eigenen Leib gespürt, ich hatte so oft Schmetterlinge im Bauch und musste einfach fast durchgängig Lächeln. Es wurde zu keiner Sekunde Langweilig, da die beiden immer wieder etwas Neues von sich selbst, dem anderen oder dem Festival erfahren, gesehen oder erlebt haben.

Die beiden ergänzen sich wirklich perfekt. Sie holen ohne es zu wissen das beste aus dem jeweils anderen heraus. Durch Jonah schafft es Liv einen Grundstein aufzubauen, um Selbstbewusstsein aufzubauen. Durch Liv schafft Jonah über Dinge zu sprechen, die nicht mal sein bester Freund weiß. Die beiden können es sich selbst nicht erklären, aber sie gehören einfach zusammen. Klingt kitschig ich weiß, aber so hat es sich selbst beim Lesen einfach angefühlt.

Die beiden haben mich nicht einmal nach dem Beenden des Buches losgelassen. Eigentlich fällt es mir nie schwer direkt in eine neue Geschichte einzutauchen, aber hier ging es einfach nicht. Das Gefühl beim Lesen, eine Art Glück und dieses Kribbeln im Bauch lassen mich selbst jetzt noch nicht ganz los. Die beiden werden mir noch sehr lange im Gedächtnis bleiben.

Also lest dieses Buch. Lasst euch hoffentlich genauso von dem Festival und vor allem von Jonah und Liv verzaubern wie sie es bei mir geschafft haben. Ich liebe dieses Buch und kann es euch wirklich nur wärmstens empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.08.2020

Große Enttäuschung

A is for Abstinence
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Kyle hat so vieles in seinem Leben, aber er bekommt Val einfach nicht aus seinem Kopf und das nach all den Jahren. Er hat einiges in den letzten Jahren erlebt und da waren nicht nur positive Momente dabei. ...

Kyle hat so vieles in seinem Leben, aber er bekommt Val einfach nicht aus seinem Kopf und das nach all den Jahren. Er hat einiges in den letzten Jahren erlebt und da waren nicht nur positive Momente dabei. Er wurde verletzt und jetzt will er nur noch eins und zwar Val wieder in seinem Leben. Dafür tut er wirklich alles, aber ob Val ihn nach all der Zeit auch wieder in ihrem Leben haben möchte?

Die Geschichte von Val geht weiter, aber dieses Mal wird nicht aus ihrer Sicht geschrieben, sondern aus der von Kyle. Er hatte ja schon den ein oder anderen Auftritt in „V is for Virgin“ und daher kennt man ihn bereits schon etwas. Somit erfährt man sehr viel über seine Gefühlswelt und sieht Val nur noch durch seine Augen. Mir hat da hin und wieder Vals Gesichtspunkt gefehlt, aber es war dennoch mal sehr interessant ein ganzes Buch aus der männlichen Perspektive zu lesen.

Der Schreibstil von Kelly Oram war auch in diesem Buch wieder sehr flüssig und angenehm zu lesen. Ich kam nie wirklich ins stolpern oder stocken und war sehr schnell mit dem Buch durch. Was ich aber wirklich nur dem Schreibstil zu verdanken habe, denn der Inhalt hat mich leider doch sehr enttäuscht. Ich habe „V is for Virgin“ geliebt, aber „A is for Abstinence” konnte dem ersten Buch leider einfach nicht das Wasser reichen.

Das erste drittel des Buches war noch recht interessant. Man erfährt wie Kyles Vergangenheit so war und wie er sich weiterentwickelt hat. Dazu sollte ich vielleicht noch sagen, dass das Buch ein paar Jahre später spielt zu seinem Vorgänger. Jedenfalls war es ein recht angenehmer Start in das Buch. Es gab ein paar süße und witzige Szenen, die mich zum Lachen gebracht haben. Aber es ist jetzt nichts super Aufregendes passiert. Das ging dann leider im zweiten drittel so weiter. Es ist einfach nichts passiert! Es war ein langweiliges hin und her und die beiden haben entweder aneinander vorbei gesprochen oder Val war mal wieder sauer, weil Kyle zum 1000mal eine Andeutung von sexuellen Dingen gemacht hat. Das letzte Drittel ist dann aber doch was passiert und zwar vor allem in mir drin. Es fing eigentlich echt süß an. Es ging gefühlstechnisch etwas mehr in die Tiefe und Kyle hat ausnahmsweise nicht NUR über Sex gesprochen oder dran gedacht. Aber dann kam das Ende. Ich will nichts Inhaltliches dazu sagen, aber mich hat es absolut enttäuscht. Ich fand es geschmacklos und es hat mich sogar etwas sauer gemacht. Es hat den Sinn dieser zwei Bücher in meinen Augen total versaut und ja, ich fand es einfach nicht gut.

Sowohl Kyle als auch Val sind in meinen Augen charakterlich doch echt flach gehalten worden. Es gibt zwar immer mal wieder kleine Vertiefungen, aber mich konnte das emotional alles absolut nicht packen. Kyle spricht und denkt fast hauptsächlich über Sex, wobei ich auch zugeben muss, er ist doch etwas erwachsener und reifer geworden. Über Val Gefühlsleben erfährt man durch die ausschließliche Sicht von Kyle nicht so super viel, wodurch sie für mich absolut nicht greifbar war.

Ich weiß nicht ob ich das Buch weiterempfehlen würde. Es ließ sich sehr leicht lesen und ich habe auch stellenweise mal lachen müssen und es gab auch echt süße Szenen, aber dieses Ende. Allein deswegen würde ich dem Buch nur einen Stern geben, aber wegen der anderen Momente gibt es dann doch noch einen mehr.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl