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Veröffentlicht am 12.11.2020

Sehr gefühlvolle Geschichte über die Findung zu sich selbst

Wenn ich die Augen schließe
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Stell dir vor du weißt nicht mehr was oder wen du magst, nicht einmal mehr deinen liebsten Belag für deine Pizza. So geht es Norah nach einem Unfall. Sie kann sich noch so gut wie an alles erinnern, aber ...

Stell dir vor du weißt nicht mehr was oder wen du magst, nicht einmal mehr deinen liebsten Belag für deine Pizza. So geht es Norah nach einem Unfall. Sie kann sich noch so gut wie an alles erinnern, aber nicht mehr was sie in diesen Momenten empfunden hat. Sie muss alles neu herausfinden und dabei braucht sie Hilfe. Wer wäre da besser geeignet als Sam, die einzige Erinnerung, bei welcher sie noch ihre Empfindungen kennt. Doch was sie nicht mehr weiß, die beiden sind schon seit Jahren nicht mehr miteinander befreundet. Ob Sam Norah dennoch helfen wird?

Die Idee des Buches ist schön und erschreckend zugleich. Ich stelle es mir super schrecklich vor nicht mehr zu wissen wer man eigentlich ist, aber irgendwie auch schon alles neu herauszufinden. Ava Reed hat es durch ihren sehr gefühlvollen Schreibstil wieder einmal geschafft mir die Emotionen in diesem Buch perfekt zu übermitteln. Ich habe das Buch verschlungen und steckte mitten drin in dem Kummer von Norah und Sam.

Das Buch ist sowohl aus Norahs als auch aus Sams Perspektive geschrieben. Dadurch bekommt man immer direkt die Gefühle und Gedanken beider Parteien mit. Sowas liebe ich immer sehr, da man dadurch viel mehr Verständnis für die Charaktere schaffen kann und ich mich dadurch besser in sie hineinversetzen kann. Es ist unglaublich schön gewesen zu lesen wie Norah sich wieder selbst kennenlernt, aber gleichzeitig auch so schmerzhaft was sie dadurch alles in Erfahrung bringt.

Achtung Spoiler!
Das Buch beinhaltet harte Themen wie Mobbing und Selbstmord. So oft hängen diese beiden Aspekte miteinander und das ist wirklich einfach nur schrecklich. Ava Reed zeigt in dem Buch wie weh Mobbing tun kann und dass es nicht immer nur den Täter und das Opfer gibt. Es gibt so oft auch den Zuschauer, der nichts macht. Bitte schaut nicht zu, sondern greift ein, wenn es für euch keine Gefahr darstellt oder informiert jemanden der auf jeden Fall helfen kann!
Spoiler Ende!

Lest dieses Buch und überzeugt euch selbst von dieser emotionalen und gefühlvollen Geschichte. Lasst euch dadurch zum Nachdenken bringen und seid euch zu jedem Moment bewusst, dass jeder einzelne von euch toll ist, so wie er ist! Ganz große Liebe für dieses Buch!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2020

Eine Hommage an die Musik

One Last Song
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Für Riley ist es das größte zu singen, sie möchte es damit unbedingt in New York weit bringen. Doch das Ganze ist nicht gerade einfach und vor allem auch ganz schön teuer. Daher jobbt sie sehr viel und ...

Für Riley ist es das größte zu singen, sie möchte es damit unbedingt in New York weit bringen. Doch das Ganze ist nicht gerade einfach und vor allem auch ganz schön teuer. Daher jobbt sie sehr viel und bekommt durch einen Zufall einen Job als Kellnerin in einer sehr wichtigen Academy. Dort lernt sie einen Musiker kennen, der es schon geschafft hat auf der großen Bühne Musik zu machen. Die beiden laufen sich in der Academy immer mal wieder über den Weg und sie spüren beide, dass es eine gewisse Anziehung zwischen ihnen gibt. Allerdings wollen sie sich beide lieber auf ihre eigene Karriere konzentrieren und haben eigentlich gar keine Zeit für Gefühle in ihrem Leben, EIGENTLICH.

Ich habe mich sehr schnell in das Buch einfinden können. Der Schreibstil ist sehr angenehm und leitet einen ganz wunderbar durch die Seiten. Es ist sehr gefühlvoll geschrieben und die Liebe zur Musik kommt sehr deutlich rüber. Ich finde es auch echt cool, dass es fünf Lieder zu dem Buch gibt, die auch aufgenommen wurden. Sowas habe ich noch nie bei einem Buch erlebt, dadurch finde ich ist das etwas ganz Besonderes!

Ich habe mich das ganze Buch über sehr wohl gefühlt und war erstaunt als es dann plötzlich vorbei war, so leicht ließ es sich lesen. Die Story war wie gesagt irgendwie sehr schnell vorbei, was ich absolut positiv meine. Sie handelt vor allem über Musik. Wie schwer es ist sich in diesem Bereich ein Standbein aufzubauen, dass man Kontakte braucht und sich nicht unterkriegen lassen darf, wenn man nur Ablehnungen bekommt. Aber auch die Schattenseite wird sehr deutlich aufgezeigt. Nicht alle sind einem wohlgesonnen, es gibt viele, die einen ausnutzen oder die schlicht eifersüchtig sind. Ich fand das ganze super interessant und dadurch sieht man wie schwer es Künstler haben ihren Traum zu erfüllen.
In dem Buch passieren immer wieder Kleinigkeiten, die dem ganzen eine gewisse Spannung bringt. Die Ängste und Probleme der Protagonisten werden sehr gut aufgeführt und auf eine gefühlvolle Weise übermittelt, dadurch konnte ich mich sehr gut in die beiden hineinversetzen.

Die es aus der Sicht von Riley und Julien geschrieben. Ich fand sie beide super symphytisch und fand es auch wunderbar und authentisch wie sie miteinander umgegangen sind. Die beiden reden ganz offen miteinander und nehmen kein Blatt vor den Mund, auch wenn es dem gegenüber vielleicht mal nicht ganz so gefällt. Außerdem hat es mir sooo gut gefallen, dass die beiden über ihre Probleme mehr oder minder direkt gesprochen haben. Es kommt so oft vor, dass sich die Protagonistin erst einmal in eine Sache reinsteigert und sich sonst was ausmalt und am Ende ist es doch recht harmlos. Das war hier überhaupt nicht der Fall und diesen Charakterzug habe ich ganze besonders geliebt! Auch ihre Leidenschaft für die Musik hat mich sehr berührt. Neben den beiden wurden natürlich auch die Freunde vorgestellt und ich liebe Ally und Ethan. Die beiden sind wirklich ganz wunderbare Freunde und ich freue mich schon wahnsinnig auf die Story von den beiden.

Ein wirklich wundervolles Buch mit einer Menge Liebe für die Musik. Ich kann es nur empfehlen und freue mich schon sehr auf die nächsten beiden Bände!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.10.2020

Habe mich super unterhalten gefühlt

Very First Time
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Keely ist 18 und hat zum ersten Mal einen Freund. Dieser möchte unbedingt mit ihr schlafen, doch Keely ist noch Jungfrau und will ihn absolut nicht enttäuschen. Daher beschließt sie zunächst mit ihrem ...

Keely ist 18 und hat zum ersten Mal einen Freund. Dieser möchte unbedingt mit ihr schlafen, doch Keely ist noch Jungfrau und will ihn absolut nicht enttäuschen. Daher beschließt sie zunächst mit ihrem besten Freund zu üben, da zwischen den beiden keine romantischen Gefühle bestehen sollte dies ja auch überhaupt kein Problem sein. Allerdings ist danach nichts mehr wie es vorher einmal war.

Ich habe mich sehr schnell in das Buch hineinfinden können. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, dadurch bin ich nie ins Stocken gekommen. Zu Beginn hatte ich noch meine Bedenken ob das Buch durch das Alter der Protagonistin überhaupt etwas für mich ist. Hin und wieder habe ich nämlich Probleme mit Teenagerbüchern. Dies war bei diesem Buch aber absolut nicht der Fall. Ich konnte die Protagonistin durchaus verstehen und mich in sie hineinversetzen.

Das Thema Sex ist in diesem Buch sehr präsent, wie auch die Thematik Freundschaft. Sex gehört für viele zum Erwachsenwerden dazu, wie auch beim Freundeskreis von Keely, der Protagonistin. Sie ist hin und her gerissen ob sie wirklich mit ihrem Freund schlafen soll, obwohl sie noch Jungfrau ist und er schon so viel Erfahrung zu haben scheint. Alle von ihren Freunden hatten schon Sex und dadurch fühlt sie sich jetzt noch mehr unter Druck gesetzt. Ich konnte ihre Zerrissenheit durchaus verstehen, auch wenn ich nicht all ihre Handlungen für gut und richtig empfunden habe. Aber ich glaube gerade im Highschoolalter ist das Thema auch wirklich schwierig. Hat man zu viel Sex wird man als „Schlampe“ abgestempelt und hat meinen keinen ist man prüde. Das kommt in dem Buch sehr gut rüber.

In diesem Buch gibt es jeden Charakter den ich mir in einer typischen Highschool so vorstelle. Die Beliebte, die super hübsch ist und der allen zu Fußen liegen. Der Aufreißer, der alle paar Wochen eine andere hat. Der Sprüchereißer, bei welchem es aber nur bei seinen dummen Sprüchen bleibt. Und und und… Dadurch war das Buch für mich zwar ein wenig Klischeehaft, was ich aber überhaupt nicht schlimm fand, sondern dadurch eher noch unterhaltsamer.

Ich mochte das Buch super gerne und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Es zeigt auf wie wichtig Freundschaft ist und nicht jeder Freund gleich ein guter Freund ist. Es durchleuchtet das Thema Sex und was für eine riesige Sache es gerade bei jungen Erwachsenen ist. Ich kann das Buch nur empfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.10.2020

Grausam und faszinierend zu gleich

Der Heimweg
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Jules sitzt am Begleittelefon und telefoniert mit Klara. Klara hat aber nicht vor einem Mann Angst, der auf ihrem Weg nach Hause hinter ihr her geht. Nein, ihre Angst ist viel gravierender. Sie weiß, dass ...

Jules sitzt am Begleittelefon und telefoniert mit Klara. Klara hat aber nicht vor einem Mann Angst, der auf ihrem Weg nach Hause hinter ihr her geht. Nein, ihre Angst ist viel gravierender. Sie weiß, dass in ein paar Stunden ihr Todestag sein wird. Ihr Mörder hat ihr diesen Tag selbst mitgeteilt. Jules versucht alles um Klara zu helfen, doch dabei begibt er sich selbst in große Gefahr.

Ich glaube fast jeder der Bücher liest und vor allem Thriller liebt hat schon mal ein Buch von Sebastian Fitzek gelesen, oder? Wenn nicht dann solltet ihr das auf jeden Fall nachholen. Vielleicht direkt mit diesem wunderbaren Buch hier, denn es hat es echt in sich. Der Schreibstil von dem Autor ist grandios, anders kann ich ihn einfach nicht beschreiben. Dieses Buch trieft vor Spannung und blankem Entsetzen, sodass ich es kaum aus den Händen legen konnte. Es hat mich in seinen Bann gezogen und ich hatte Angst alleine nachts auf Toilette zu gehen. Es wird aus zwei Perspektiven geschrieben, sodass man sehr viele Informationen erhält und auch viele Gedanken und Emotionen, die alles noch mal ungemein interessanter machen.

Es ist wieder mal grausam und faszinierend zu gleich, was sich der gute Herr Fitzek da ausgedacht hat. Es ist erstaunlich, dass er immer noch auf so glorreiche Ideen kommt. Ich habe schon ein paar Bücher von ihm gelesen und da kam es schonmal vor, dass ich erahnen konnte was passiert oder wie es vielleicht sogar aus geht. Aber bei diesem Buch habe ich so viel hin und her gerätselt und war einfach immer auf der komplett falschen Spur. Ich hätte nie gedacht, dass das Buch so ausgeht wie es nun mal ausgeht und das macht das ganze einfach nochmal besser.

Ihr seht ich fand dieses Buch so genial, faszinierend und grausam, dass ich es einfach nur empfehlen muss. Lest es und lasst euch genauso in den Bann ziehen wie ich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.10.2020

Leider nicht so ganz mein Buch

What I Like About You
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Cals und Nash sind beste Freunde, doch sie haben sich noch nie im realen Leben gesehen. Die beiden lieben Bücher und bloggen über diese, wodurch sie sich auch kennengelernt haben. Seit dem schreiben sie ...

Cals und Nash sind beste Freunde, doch sie haben sich noch nie im realen Leben gesehen. Die beiden lieben Bücher und bloggen über diese, wodurch sie sich auch kennengelernt haben. Seit dem schreiben sie sich online, diskutieren über ihre Eigenheiten und schmieden Pläne für ihre Zukunft. Halle muss für ihr letztes Schuljahr umziehen und lernt dabei Nash kennen. Die beiden freunden sich nach einer Weile an, doch Nash weiß nicht wer Halle wirklich ist. Wenn er dies herausfindet, wird sich alles ändern.

Bei diesem Buch habe ich erst angefangen es zu lesen, aber da es mich nicht richtig packen konnte habe ich es dann als Hörbuch weiter gehört. Dies mache ich immer so, da ich bei Hörbüchern wenigstens etwas nebenbei machen kann. Ich habe mich mit dem Schreibstil sehr schwer getan. Dieser sprießt nämlich komplett mit der Jugendsprache, was bei dem Alter der Protagonistin ja auch eigentlich absolut angebracht ist. Für mich war es leider aber nichts, was auch an meinem eigenen Alter liegen kann.

Auch der Inhalt der Story war nicht zu 100 % meins. Es war sehr anstrengend für mich diese Verworrenheit, Unsicherheit und Hilflosigkeit von Halle nachzuvollziehen. Ich wollte sie so oft schütteln und habe mich unzählige Male gefragt, warum sie nicht einfach die Wahrheit sagt. Ich kann ja verstehen, dass sie Angst hat, aber in ihrem alter sollte man dann doch schon so weit sein, um eine Lüge nicht ins unermessliche zu ziehen. Sie findet immer wieder neue Ausreden und für mich war es schlicht unbegreiflich. Da war der kleine Bruder von Halle schon deutlich symphytischer. Er ist jünger als sie ist aber deutlich reifer. In meinen Augen kann man sowas nicht einfach auf das Selbstbewusstsein schieben. Ich kann mir gut vorstellen, dass es im realen Leben auch Menschen wie Halle gibt, daher würde ich das Buch jetzt nicht als unrealistisch bezeichnen, aber ich selbst konnte mich nie in die Protagonistin hineinversetzen. Dadurch hatte ich auch nicht sehr viel Spaß beim Hören.

Allerdings gab es hier und da auch mal interessante Szenen und die anderen Charaktere haben mir auch alle deutlich besser gefallen, da ich mich in diese auch größtenteils hineinversetzen konnte. Daher habe ich das Buch auch beendet, was ich anfangs nicht gedacht hätte.

Ich persönlich würde das Buch nicht nochmal lesen und würde es wenn nur für Teenager empfehlen oder Leute, die die Sprache von Teenagern super finden.

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