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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.07.2021

Für mich alles sehr Wirr

Die Liebesbriefe von Abelard und Lily
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Lily hat ADHS und hat immer den Drang Dinge zu zerstören. Dagegen nimmt sie Tabletten, aber diese verändern sie so sehr, dass sie nicht mehr sie selbst ist. Abelard dahingegen will Dinge lieber reparieren. ...

Lily hat ADHS und hat immer den Drang Dinge zu zerstören. Dagegen nimmt sie Tabletten, aber diese verändern sie so sehr, dass sie nicht mehr sie selbst ist. Abelard dahingegen will Dinge lieber reparieren. Er hat das Asperger-Syndrom und regiert daher sehr stark auf äußere Reize. Die beiden könnten von außen betrachtet nicht unterschiedlicher sein und doch nähern sie sich immer mehr an und teilen eine ganz bestimmte Begeisterung, und zwar die zu literarischen Klassikern.

Ich kam nicht sehr gut in das Buch rein. Ich habe den Schreibstil sehr oft als verwirrend wahrgenommen, was mit Sicherheit auch an den verwirrenden Gedankengängen von Lily der Protagonistin liegt. Auch im weiteren Verlauf wurde es insgesamt nicht besser, nur abschnittsweise. Die Story selbst fand ich auch eher langatmig. Es passiert nicht wirklich viel und das was passiert hat mich jetzt nie sonderlich stark umgehauen oder erstaunt.
Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und die Meinungen waren stets sehr durchwachsen. Vor allem über das Ende wurde stark diskutiert, da es für dieses viele Für und Wider gab.

Ich konnte mich mit den beiden Charakteren Lily und Abelard nicht richtig identifizieren, da ich selbst nicht von diesen Krankheiten betroffen bin und auch noch nie Kontakt mit diesen hatte. Dennoch konnte ich sie stückweit verstehen, da die Gefühle der beiden sehr gut rübergebracht wurden. Aber andererseits konnte ich auch oft die Handlungen einfach nicht nachvollziehen. Mir schien es so, dass es den Nebencharakteren des Buches da genauso ging wie mir. Auch sie scheinen sehr unbeholfen und wissen oft nicht was sie tun sollen, aber wollen immer nur das Beste für die beiden. Dabei handeln sie oft auch nicht immer logisch und gehen sogar ziemlich weit mit gewissen Dingen (siehe das Ende des Buches).

Also insgesamt war das Buch nicht so richtig was für mich. Einige Dinge werden zwar schön und gut beschrieben, aber doch war ich zu oft verwirrt. Es fiel mir jetzt auch echt schwer die Rezi zu schreiben, weil auch meine Gedanken zu dem Buch jetzt sehr Wirr sind.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.07.2021

Spannung pur

Die Chroniken von Peter Pan - Albtraum im Nimmerland
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Ihr denkt Peter Pan ist der liebe kleine Junge, weil ihr genau das schon so oft gehört habt? Ihr denkt Captain Hook ist der Böse, weil ihr genau das ebenso so oft gehört habt? Lasst euch eines Besseren ...

Ihr denkt Peter Pan ist der liebe kleine Junge, weil ihr genau das schon so oft gehört habt? Ihr denkt Captain Hook ist der Böse, weil ihr genau das ebenso so oft gehört habt? Lasst euch eines Besseren belehren und lest euch die Geschichte von Jamie durch. Er erzählt in diesem Buch wie es wirklich auf der Insel ist, wie er zu Captain Hook wurde und warum er und Peter Feinde sind.

Erstmal zwei kleine negative Punkte vorweg, die absolut nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun haben! Das Cover ist ja wirklich wunderschön und auch den Buchschnitt mag ich sehr. Leider hat sich bei meinem Buch unten das schwarze vom Cover abgelöst (habe ich dann mit Klarlack gefixt). Außerdem roch das Buch anfangs sehr stark und das nicht nach dem typischen Büchergeruch, das verfliegt aber zum Glück nach der Zeit immer mehr.

So jetzt zum Inhalt: Ich war von Seite eins direkt im Bann der Geschichte und das blieb auch bis zur letzten Seite so. Der Schreibstil ist sehr flüssig sowie angenehm zu lesen und auch sehr packend. In meinen Augen kann man es als Vorgeschichte zu den Geschichten, die man gewöhnlich zu Peter Pan kennt, gesehen werden. Peter Pan war mein erstes Buch von Christina Henry, aber ich werde auf jeden Fall auch die anderen aus dieser Reihe von ihr lesen.

Die Geschichte ist ja aus der Sicht von Jamie geschrieben und erzählt wie er selbst zu Captain Hook geworden ist. Es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen so wie man es von anderen Geschichten über Peter Pan gewohnt ist. Nein, es ist schaurig, gruselig, düster und vor allem auch sehr blutig! Und genau das habe ich geliebt. Dadurch wurde dieses Buch so unglaublich spannend. Aber auch Emotionen spielen eine große und entscheidende Rolle, vor allem die Liebe zu Peter ist sehr wichtig.

Peter selbst ist nicht der liebe kleine Junge wie man ihn kennt. Er ist hinterlistig, kümmert sich nicht um seine Jungs und ist nur auf den Kampf und töten aus. Es macht ihm Spaß zu sehen wie sich seine Jungs gegenseitig verprügeln und er liebt es Piraten zu ärgern und sogar zu töten.
Jamie dahingegen kümmert sich hingebungsvoll um die Jungs, die Peter auf die Insel holt. Er passt auf, dass sie sich waschen, organisiert die unterschiedlichen Aufgaben und versorgt sie, wenn sie Krank sind. Anfangs ist seine Liebe zu Peter allumfassend und unerschütterlich, aber einzelne Taten und Vorfälle bringen diese ins Schwanken.
Das Buch ist so ausgelegt, dass man Jamie ins Herz schließt und Peter hasst. Und genau das ist bei mir auch passiert. Aber auch einige von den anderen Jungen musste man einfach mögen! Ich mochte ganz besonders Nick und Nebel.

Ganz klare und große Empfehlung! Ich habe dieses Buch sehr geliebt und fand es unglaublich spannend!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2021

Wunderbares Lesevergnügen

Everything We Had
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Kate hat sich einen lang ersehnten Traum erfüllt, sie eröffnet ein eigenes Café. Der einzige Nachteil? Sie muss sich die Gebäudefläche mit Aiden teilen, welcher in seinem Bereich Bücher verkaufen will. ...

Kate hat sich einen lang ersehnten Traum erfüllt, sie eröffnet ein eigenes Café. Der einzige Nachteil? Sie muss sich die Gebäudefläche mit Aiden teilen, welcher in seinem Bereich Bücher verkaufen will. Gemeinsam schaffen sie ein sehr gemütliches Büchercafé, doch sie kämpfen gegeneinander. Wer innerhalb eines Jahres mehr verdient hat bekommt die komplette Fläche. Doch beide haben nicht damit gerechnet was es in ihnen anstellt sich täglich mehrere Stunden zu sehen und eine gemeinsame Leidenschaft zu teilen.

Da ich es selbst nicht wusste, hier auch für andere unwissende: In dem Buch „The right kind of wrong“ geht es um Kates beste Freundin und spielt chronologisch vor diesem Buch hier. Allerdings können beide auch ganz unabhängig voneinander gelesen werden.

Ich war direkt von Seite eins an komplett im Buch drinnen. Habe es kaum aus den Händen gelegt und bin durch den wunderbaren Schreibstil nur so über die Seiten geflogen. Hier und da gab es zwar inhaltliche Wiederholungen und einzelne Phrasen kamen auch öfters vor, aber das hat dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Des Weiteren hat die Geschichte SEHR viele „Zufälle“, die für mich dann doch etwas zu viel waren, sodass es sich nicht komplett realistisch angefühlt hat, aber auch dadurch ging bei mir die Freude beim Lesen nicht verloren.

Der Wettkampf zwischen den beiden hat sehr viel spaß gemacht. Es kamen dadurch immer wieder süße und/oder witzige Szenen vor. Die zwei bekämpfen sich auf eine wirkliche hinreißende Art und Weise. Dabei ist es so schön zu lesen wie sie sich immer näherkommen. Sich besser kennenlernen, die Hintergründe für ihre Taten erfahren und irgendwann nicht mehr ohne Gedanken an den anderen einen Tag beschreiten können.

Kate hat eine sehr traumatische gar nicht so weit entfernte Vergangenheit, mit welcher sie versucht zu leben. Allerdings wird diese immer wieder von neuem aufgewühlt. Dies wird immer wieder thematisiert und von Kate aufgearbeitet. Die Umsetzung dabei hat mir sehr gut gefallen. Dahingegen wurde Aidens Vergangenheit leider doch recht oberflächlich abgehandelt. Aber nichtsdestotrotz mag ich sowohl Kate als auch Aiden. Ich mein, Aiden hat Katzen und wie er sich um die zwei kümmert hat sofort mein Herz schmelzen lassen!

Ein wirklich tolles Lesevergnügen, welches ich absolut empfehlen kann!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2021

Ein schönes Buch für Zwischendurch

So leise wie ein Sommerregen
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Hope hat ihren Vater verloren und jetzt fühlt sie sich auch noch von ihrer Mutter komplett im Stich gelassen und hintergangen. Daher lernt sie Cooper genau zur richtigen Zeit kennen. Er lenkt sie von all ...

Hope hat ihren Vater verloren und jetzt fühlt sie sich auch noch von ihrer Mutter komplett im Stich gelassen und hintergangen. Daher lernt sie Cooper genau zur richtigen Zeit kennen. Er lenkt sie von all ihrem Schmerz und Chaos im Leben ab. Ist für sie da, macht sie glücklich und schenkt ihr jede Menge Trost. Bis auch er sehr viel Leid in ihr Leben bringt…

Das ist mein drittes Buch von Leonie Lastella und kenne ihren Schreibstil daher schon. Wie gewohnt ist er auch in diesem Buch sehr angenehm. Ich kam sehr schnell in die Geschichte rein und die Seiten flogen nur so dahin.
Die Story selbst war recht offensichtlich. Für mich war sehr schnell klar was passieren wird, daher kam bei mir keine große Spannung auf und es gab keine Schockmomente. Es gab zwar natürlich einschneidende Erlebnisse, die auch sehr wichtig für das Buch waren, aber diese habe ich nach ein paar Seiten direkt schon kommen sehen.

Die Charaktere blieben für mich stellenweise oberflächlich und sie gingen nur bedingt in die Tiefe. Hier und da wurden die Emotionen deutlich beschrieben, sodass sie auf mich überspringen konnten, aber manchmal haben für mich ein paar Worte bzw. Beschreibungen dafür gefehlt. Doch eine Szene war dahingegen so intensiv, dass ich richtig weinen musste!
Hopes Leben ist im Buch vor allem durch Schmerz und die Zuneigung zu Cooper bestimmt. Sie ist oft unglaublich sauer und das kann ich auch jedes Mal nachvollziehen doch oft denkt sie dadurch zu verquer. Leider liegt es ihr nicht sehr gut zu kommunizieren, wodurch oft unnötige Probleme entstehen. Das hat sie mit Cooper gemeinsam, auch er redet bei manchen Dingen nicht direkt Klartext, bei anderen wiederum schon. Insgesamt ist Cooper wirklich zuckersüß und ich musste ihn einfach mögen!
Die Nebencharaktere haben bei mir für unterschiedliche Gefühle gesorgt. Hopes Mom hat bei mir nichts Positives hinterlassen! Dahingegen sind die beiden besten Freunde von Cooper und Hope super. Sie stehen hinter einem und sind immer direkt zur Stelle!
Die tragische Geschichte von Quentin finde ich leider etwas too much.

Insgesamt ist es ein sehr schönes Buch, welches man wirklich gut lesen kann. Hier und da hätte ich mir noch etwas Tiefe gewünscht und ein paar Schockmomente für mich. Aber dennoch durchaus lesenswert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2021

Hat sich erschreckend real angefühlt

Der Morgen davor und das Leben danach
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Es sollte nur ein Flug von New York nach LA werden. Dort wartete ein neues zu Hause, neue Leute, ein neues Leben. Doch es kam alles anders. Das Flugzeug kam nie in LA an. Nur ein kleiner Junge bleibt zurück. ...

Es sollte nur ein Flug von New York nach LA werden. Dort wartete ein neues zu Hause, neue Leute, ein neues Leben. Doch es kam alles anders. Das Flugzeug kam nie in LA an. Nur ein kleiner Junge bleibt zurück. Er ist als »Eddie« in das Flugzeug eingestiegen und kam am Ende als »Edward« wieder raus.


Dieses Buch ist gruselig! Nicht in der Art, dass man sich erschrecken würde, aber dennoch fürchtet man sich. Ein Flugzeugabsturz ist für mich jedes Mal eine große Angst, wenn ich in so ein riesen Teil einsteige. Da sind mir die Statistiken auch wumpe, dass es das sicherste Transportmittel ist!


Man erfährt in den Kapiteln abwechselnd was vor dem Absturz im Flugzeug vor sich ging und was danach in Edwards Leben passiert. Beides ist super spannend und interessant. Bei mir kamen super viele Emotionen rüber und ich habe so viel mitgelitten! Vor allem das Feeling im Flugzeug vor und während das Fluges haben mir immer wieder einen Schauer durch meinen Körper laufen lassen. Es hat sich für mich so beängstigend real angefühlt. Was ich auch sehr angsteinflößend finde ist, dass sich die Autorin beim Schreiben an zwei realen Flugzeugabstürzen orientiert hat. Ich musste danach direkt nach diesen beiden recherchieren. Gruselig!


Edward ist der Einzige, der überlebt. Er hat genau damit zu kämpfen. Fragt sich warum er und nicht wer anderes. Weiß nicht wie er ohne seine Familie, ohne seinen großen Bruder weitermachen soll. Doch er schafft es. Es ist ganz wunderbar zu sehen wie nicht nur Edward, sondern auch die engsten Menschen um ihn herum immer weiterwachsen und lernen mit allem zurechtzukommen. Ich weiß zwar selbst nicht wie sich Edward fühlen muss, aber ich finde er hat das alles ganz großartig gemeistert!


Klare Empfehlung! Aber nichts für Menschen, die eh schon Angst vor dem Fliegen habe. Ich bin froh, dass ich erstmal nicht in ein Flugzeug steigen muss.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere