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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2020

Guter Anfang

Heartbreaker
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Mürrischer Mann sucht einen Puffer gegen sämtliche Ablenkungen.
So ungefähr fängt die Geschichte zwischen Clover und Sawyer an, witzig und interessant. Die ersten Kapitel haben mich absolut begeistert, ...

Mürrischer Mann sucht einen Puffer gegen sämtliche Ablenkungen.
So ungefähr fängt die Geschichte zwischen Clover und Sawyer an, witzig und interessant. Die ersten Kapitel haben mich absolut begeistert, obwohl ich von einem Buch mit diesem Cover absolut keine originelle Geschichte mit so viel Humor erwartet hatte. Aber er kam, und das ständig. Selten habe ich so oft gelacht.
Clover ist als Charakter sehr sympathisch, besonders ihr Selbstbewusstsein. Sie sagt ihre Meinung, vertritt sie auch in Diskussionen und hat kein Problem damit, sich gegenüber Sawyer zu behaupten.
Ihre emotionalen Probleme lösen sie immer mit Sex, überhaupt ist Intimität ein großer Teil der Geschichte. Das war allerdings zu erwarten und wird meiner Meinung nach sehr gut ausgeglichen mit Szenen, in denen man auch echte Gefühle spüren kann.
Leider ist mir nach der Hälfte des Buches die Lust vergangen. Die witzigen Szenen haben abgenommen und Sawyer hat eine andere Seite von sich gezeigt. Er kann leider nicht nur nett sein und Clover scheint verlernt zu haben, wie man ein Gespräch führt. Stattdessen gehen sich die beiden aus dem Weg, schlafen aber trotzdem ab und zu miteinander, was sehr irritiert.
Das Ende kommt dann sehr vorhersehbar, allerdings war ich auch dankbar dafür, als ich die Geschichte endlich beenden konnte. Obwohl es zum Schluss wieder besser geworden ist, war doch die Luft raus. Schade.

  • Gefühl
  • Cover
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 12.01.2020

Noch viel Potenzial

Dragon Hunter Diaries - Drachenküssen leicht gemacht
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Alle, die meine Beiträge schon länger verfolgen, wissen, dass ich immer probiere, die Bücher möglichst positiv zu sehen. Der Autor hat sich große Mühe damit gegeben, das Buch hat während seiner Entstehung ...

Alle, die meine Beiträge schon länger verfolgen, wissen, dass ich immer probiere, die Bücher möglichst positiv zu sehen. Der Autor hat sich große Mühe damit gegeben, das Buch hat während seiner Entstehung ziemlich viele Menschen beschäftigt. Bei Dragon Hunters habe ich allerdings zwischendurch bezweifelt, ob sich wirklich Menschen ausführlich damit beschäftigt haben. In der Leserunde haben wir versucht, die Übersetzung als mögliche Fehlerquelle zu sehen. Meiner Meinung hat das Buch aber nicht nur ein Problem mit Sätzen in Dialogen, die nicht zusammen passen, sondern auch ein inhaltliches. Das Ende passt überhaupt nicht zum Anfang, die Beziehung der Hauptcharaktere ist zu 99% sexuell und Emotionen gibt es kaum. Archer könnte einen Preis gewinnen für seine Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen von Thaisa. Sie scheint das überhaupt nicht zu stören, sämtliche Ambitionen auf ein eigenständiges Leben und eigene Entscheidungen lässt sie fallen, wenn sie ihn sieht. Ursprünglich hatte ich mal vor zu schreiben "Thaisa hat einen starken Willen", im Grunde stimmt das aber nicht. Sie hat einen starken Willen, aber nur, wenn Archer nicht anwesend ist. Am Anfang fängt die Geschichte langsam an und entwickelt sich gut, wenn man von einigen Verwirrungen in den Dialogen absieht. Die Erkentniss, dass es Drachen gibt und Thaisa jetzt die Gefährtin von einem ist, akzeptiert sie schneller, als es jedem Leser möglich ist und spätestens bei dem Ende, das überhaupt nicht zu der restlichen Geschichte passt, hat auch der freundlichste Leser keine Lust mehr. Das Buch hätte meiner Meinung gut werden können. Wenn es mehr Emotionen hätte, der Anfang und das Ende zusammen passen würden und das Tempo deutlich langsamer wäre. Vielleicht klappt es in einer neuen Auflage, im Moment kann ich aber leider definitiv niemandem eine Kaufempfehlung geben.

  • Gefühl
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2019

Winterliche Liebe

Echo Lake - Zweimal heißt für immer
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Josie, Ethan und Avery. Nach einem tragischen Unglück flieht Josie. Vor Ethan, vor ihrer Familie und vor ihren Gefühlen. Jahre später erreicht sie in ihrem neuen Leben die Nachricht vom Schlaganfall ihres ...

Josie, Ethan und Avery. Nach einem tragischen Unglück flieht Josie. Vor Ethan, vor ihrer Familie und vor ihren Gefühlen. Jahre später erreicht sie in ihrem neuen Leben die Nachricht vom Schlaganfall ihres Vaters und sie kehrt mit den unterschiedlichsten Gefühlen nach hause zurück. Dort übernimmt sie die Aufgaben ihres Vaters im Freizeitpark der Familie und begegnet dort immer wieder Ethan, ihrem Ex-Verlobten. Die beiden können sowohl ihre Trennung, als auch ihre gemeinsame Zeit nicht vergessen.

Ethan und noch mehr Josie sind liebenswerte Charaktere, die mit vielen Details und Extras beschrieben werden. Durch den intensiven Schreibstil werden alle Emotionen wunderbar deutlich und obwohl Ethan manchmal etwas zu hart erscheint, muss man sowohl mit den Charakteren lachen, als auch weinen. Das Buch überrascht nicht mit ungewöhnlichen Wendungen, überzeugt aber mit einer schönen Liebesgeschichte, einer Familienaussöhnung und ein bisschen Winterzauber. Insgesamt ein schönes Buch um für ein paar Stunden ganz wo anders zu sein.
Josie, Ethan und Avery. Nach einem tragischen Unglück flieht Josie. Vor Ethan, vor ihrer Familie und vor ihren Gefühlen. Jahre später erreicht sie in ihrem neuen Leben die Nachricht vom Schlaganfall ihres Vaters und sie kehrt mit den unterschiedlichsten Gefühlen nach hause zurück. Dort übernimmt sie die Aufgaben ihres Vaters im Freizeitpark der Familie und begegnet dort immer wieder Ethan, ihrem Ex-Verlobten. Die beiden können sowohl ihre Trennung, als auch ihre gemeinsame Zeit nicht vergessen.

Ethan und noch mehr Josie sind liebenswerte Charaktere, die mit vielen Details und Extras beschrieben werden. Durch den intensiven Schreibstil werden alle Emotionen wunderbar deutlich und obwohl Ethan manchmal etwas zu hart erscheint, muss man sowohl mit den Charakteren lachen, als auch weinen. Das Buch überrascht nicht mit ungewöhnlichen Wendungen, überzeugt aber mit einer schönen Liebesgeschichte, einer Familienaussöhnung und ein bisschen Winterzauber. Insgesamt ein schönes Buch um für ein paar Stunden ganz wo anders zu sein.

  • Gefühl
  • Cover
  • Erzählstil
  • Geschichte
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2019

Hohe Erwartungen

Fünf Tage und ein halbes Leben
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Eine großartige Liebesgeschichte mit Protagonisten, die sich schon ein ganzes Leben lang kennen und eine zweite Chance bekommen. So steht es zumindest hinten auf dem Buch. Was man bekommt ist ein Roman ...

Eine großartige Liebesgeschichte mit Protagonisten, die sich schon ein ganzes Leben lang kennen und eine zweite Chance bekommen. So steht es zumindest hinten auf dem Buch. Was man bekommt ist ein Roman mit viel Frust, einer endlosen Suche nach dem Glück und wenig Liebe.
Das Buch hat inhaltlich die besten Voraussetzungen, die Geschichte ist gut. In der Umsetzung gibt es einige Probleme. Als hätte die Autorin zu viel gewollt, vermischt sie die Liebesgeschichte mit starker Gesellschaftskritik und heraus kommt ein Roman der an einigen Stellen langweilt. Jeder Leser hofft auf das große Finale am Ende, auch wenn man selber zwischenzeitlich die Hoffnung auf das Happy End verloren hat und sich auch nicht mehr sicher sein kann, ob man es denn überhaut noch haben möchte. Dann kommen die letzten Seiten und nach einer überraschenden Wendung, die wirklich gut geschrieben ist, ist dann endgültig die Luft aus der Geschichte raus und die letzten Seiten plätschern dahin.
Ich habe das Buch weniger als Liebesroman, sondern eher als ein Beispiel für die Lebenseinstellung vieler Menschen wahrgenommen. Liebe kam definitiv zu kurz in der Geschichte, aber die Protagonisten führen dem Leser viele Dinge vor Augen, die falsch laufen. Allerdings gibt es keine richtige Lösung, mit der die Figuren glücklich werden, was am Ende eher für ein deprimiertes Gefühl gesorgt hat. Ich habe auch zum Lesen ziemlich lange gebraucht, was sonst gar nicht meine Art ist. Ein Buch, dass in Teilen zum Nachdenken anregt, aber sein Potenzial definitiv nicht ausschöpft.