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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2025

"Die Grausamkeit, zu der die Menschen fähig waren, hatte in den letzten Jahren fröhliche Urstände gefeiert."

Der Tod kennt verschwiegene Pfade
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"Der Tod kennt verschwiegene Pfade" von @ralflano schließt sich an den ersten Band der Reihe an. Wir begleiten wieder den Schmied Karl in der Eifel der Nachkriegszeit, der gemeinsam mit dem Polizisten ...

"Der Tod kennt verschwiegene Pfade" von @ralflano schließt sich an den ersten Band der Reihe an. Wir begleiten wieder den Schmied Karl in der Eifel der Nachkriegszeit, der gemeinsam mit dem Polizisten Peters und der Lehrerin Fräulein Schneebach Verbrechen aufklärt.
Wie auch beim ersten Band beeindruckt das Buch durch seine Authentizität. Die Nachkriegsatmosphäre mit all ihren Spannungen und Herausforderungen ist quasi spürbar. Durch den bildhaften Schreibstil konnte ich mir die Szenen sehr gut vorstellen. Auch die Figuren sind authentisch und nachvollziehbar, jede hat ihren Charakter und ihre Eigenheiten.
Für mich war der zweite Band im Gegensatz zu seinem Vorgänger weniger spannungsgeladen, die Handlung entwickelt sich deutlich langsamer und der Schwerpunkt scheint mehr auf der Atmosphäre als krassen Twists zu liegen. Der erste Band wirkte dichter und dadurch schneller, was mehr Spannung erzeugte.
Dennoch habe ich auch dieses Buch gerne gelesen und mit den Figuren mitgefiebert. Die authentische Schilderung der Begebenheiten der Nachkriegszeit haben zum Nachdenken angeregt, was zum langsameren Tempo des Buches passte. Ein toller und empfehlenswerter Kriminalroman.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

"Das Wort "ineffizient" schießt durch meinen Kopf wie ein Stromschlag, der mich von dieser Krankheit zu heilen versucht."

Morbus Inertia
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Einfach wow! Was ein Buch! Ich fliege selten so schnell durch eine Story wie durch diese. In "Morbus Inertia" erschafft Jennifer Fortein eine düstere und beklemmende Welt, in der nur Effizienz zählt. Diese ...

Einfach wow! Was ein Buch! Ich fliege selten so schnell durch eine Story wie durch diese. In "Morbus Inertia" erschafft Jennifer Fortein eine düstere und beklemmende Welt, in der nur Effizienz zählt. Diese beängstigende Atmosphäre zieht sich durch das ganze Buch, als Leser bekommt man nur wenig Verschnaufpausen davon.
Wir begleiten die Protagonistin Caitlyn, aus deren Perspektive wir die Story erleben. Keine Perspektivwechsel, keine Zeitsprünge oder Rückblicke, kein Schnick Schnack, das braucht es hier auch einfach nicht. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite ultraspannend, sodass ich es nur schwer aus der Hand legen konnte. Ich war vorher etwas misstrauisch, wie so viel auf 300 Seiten passen soll. Aber weder das World Building noch die Ausgestaltung der Charaktere kommen zu kurz. Ich konnte mir das Setting gut vorstellen, phasenweise hatte ich schon selbst das Gefühl, ich hätte ein Kratzen im Hals. Die Figuren sind nahbar und authentisch, jeder einzelne Charakter verschieden.
Ich hätte noch ewig weiterlesen können, aber da war das Buch schon vorbei. Eine tolle Story, die viel zum Nachdenken anregt und nachhallt. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.05.2025

"Früher wäre mir das nicht passiert, dämlicher Friede."

Ein Echo aus stählerner Zeit
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Danke an den Autor für das Rezensionsexemplar und dass er mit mir die Premiere gewagt hat: meinen ersten historischen Kriminalroman zu lesen. Am Anfang brauchte ich etwas, um reinzufinden, aber durch den ...

Danke an den Autor für das Rezensionsexemplar und dass er mit mir die Premiere gewagt hat: meinen ersten historischen Kriminalroman zu lesen. Am Anfang brauchte ich etwas, um reinzufinden, aber durch den angenehmen und bildhaften Schreibstil fiel mir dies immer leichter.

Die Story ist in 8 Kapitel entsprechend der 8 Tage nach dem "Unfall" eingeteilt, was die Abschnitte manchmal sehr lang erscheinen lässt. Die Spannung bleibt trotzdem überwiegend konstant, nur in der Mitte zog es sich für mich etwas.

Das Setting, die Figuren und die Stimmung sind sehr detailreich und realitätsnah eingefangen, wodurch das Buch seinen ganz eigenen Sog entwickelt. Wer Erzählungen aus der Nachkriegszeit von seinen Großeltern kennt, wird hier das ein oder andere Deja Vu haben.

Ich bin sehr froh, dass ich das Buch lesen durfte und bin neugierig, wie es im nächsten Band weitergeht.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

"Alles gegeben. Alles bekommen."

Entkörpert - Entflammt
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Auch der zweite Teil von "Entkörpert" von @clashingsword hat nicht enttäuscht. Ich danke dem Autor für den Hinweis, dass Band 1 und 2 ursprünglich als ein Buch gedacht waren, sonst wäre ich vielleicht ...

Auch der zweite Teil von "Entkörpert" von @clashingsword hat nicht enttäuscht. Ich danke dem Autor für den Hinweis, dass Band 1 und 2 ursprünglich als ein Buch gedacht waren, sonst wäre ich vielleicht irritiert gewesen. Die Story knüpft nahtlos an das vorherige Geschehen an. Es gibt zu Beginn auch einen kleinen Rückblick für die Leser, bei denen mehr Abstand zwischen den beiden Bücher liegt. Danach ist man wieder voll drin. Wir begleiten Luka weiter auf seinem Weg und in seiner Entwicklung. Meine Kritik am ersten Band, dass den Figuren manchmal die Tiefe fehlt, wird hier mehr als wieder gut gemacht. Wir bekommen viel Hintergrundstory zum einen zur geschichtlichen Entwicklung, aber auch zu den einzelnen Charakteren. Dabei gab es mehr als eine überraschende Wendung und die Steigerung des Geschehens ist deutlich spürbar. Die Dynamik war zeitweise sehr hoch und die Spannung nahezu knisternd, allerdings hatte das Buch in der Mitte für mich einige Längen. Insgesamt ergeben Band 1 und 2 ein perfektes Buch. Wenn es nach mir geht, hätten sie nicht aufgeteilt werden müssen. Beide Bücher gleichen jeweils die minimalen Schwächen des anderen aus. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 02.05.2025

"Reingewaschen. Wir sind die Geretteten."

Die Bucht
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Ich hatte von der Autorin Liz Webb schon durch "Das Waldhaus" gehört, was ich allerdings noch nicht gelesen habe. "Die Bucht" war daher für mich Premiere.
Das Buch überzeugt durch eine düstere und beklemmende ...

Ich hatte von der Autorin Liz Webb schon durch "Das Waldhaus" gehört, was ich allerdings noch nicht gelesen habe. "Die Bucht" war daher für mich Premiere.
Das Buch überzeugt durch eine düstere und beklemmende Atmosphäre, es liegt dauerhaft eine bedrohliche Spannung in der Luft. Dies ist vor allem des sehr bildhaften Schreibstils der Autorin zu verdanken, wodurch ich phasenweise den Eindruck hatte, das Meer sogar zu riechen. Die abgelegene kleine schottische Insel Langer bietet das perfekte Setting für diesen ruhigen und atmosphärischen Thriller. Wir erleben die Handlung aus der Perspektive von Nancy, die mit ihrem Partner Calder auf dessen Heimat Island zieht. Ihre Gedanken und Gefühle werden sehr ausführlich und dadurch nachvollziehbar beschrieben, allerdings konnte ich trotzdem keine Sympathie für sie aufbringen. Allgemein war für mich kein Charakter ein Sympathieträger. Für die von Geheimnissen geprägten Beziehungen der Figuren untereinander bietet sich das aber auch an.
Am Anfang hatte das Buch für mich einige Längen, während es ab der Hälfte deutlich an Fahrt aufnahm und am Ende doch sehr flott ging. Eine Wendung jagte die nächste und wie die Protagonistin wusste auch ich irgendwann nicht mehr, wem man noch trauen könne.
"Die Bucht" ist für mich ein guter Thriller für spannende Lesestunden, der von der Atmosphäre und Bildhaftigkeit lebt.

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