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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2020

Wunderbar leicht und humorvoll und doch fantastisch tiefgründig

Die Liebe kommt auf Zehenspitzen
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Durch eine eher unglückliche Situation mitten in einem Schneesturm und sehr viel Sympathie erben Lucy, eine nicht ganz so erfolgreiche Autorin, und Ben, ein gestresster Arzt aus der Notaufnahme, einen ...

Durch eine eher unglückliche Situation mitten in einem Schneesturm und sehr viel Sympathie erben Lucy, eine nicht ganz so erfolgreiche Autorin, und Ben, ein gestresster Arzt aus der Notaufnahme, einen alten Bauernhof im kleinen norddeutschen Ort Bredenhofe. Dabei kennen sich die beiden eigentlich nur flüchtig von der Mitfahrzentrale. Trotzdem beschließen sie, auf den Hof zu ziehen und ihn wieder auf Vordermann zu bringen; nicht zuletzt, weil Lucy Probleme mit ihrem Wohnungsvermieter hat und Ben dringend eine Pause von seinem Job braucht. Die zwei treffen die Abmachung, dass sie das Ganze nur als Freunde machen und keinesfalls Gefühle dazwischenkommen dürfen. Doch das Leben macht ihnen einen Strich durch die Rechnung…

Die Figuren
Lucy war mir wunderbar sympathisch. Ich finde es toll, dass sie sich auf dieses Abenteuer mit Ben einlässt, aber trotz ihres Muts ist sie überhaupt nicht die Heldin, die alles kann und vor nichts und niemandem Angst hat. Lucy hat auch Probleme und Sorgen und ihrem Leben, nicht gerade wenige, aber sie ist trotzdem die meiste Zeit positiv und versucht, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Zum Beispiel, als es mit ihrem Wohnungsvermieter nicht so gut läuft, weil der ihre Dachgeschosswohnung renovieren und teuer vermieten will, packt sie die Chance am Schopf und zieht mit Ben auf den Hof. Sie ist einfach so wunderbar sympathisch und authentisch und ich habe es sehr genossen, die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt zu lesen!
Auch Ben mochte ich sehr. Anfangs war er eher noch verschlossen, doch im Laufe der Geschichte hat er sich wunderbar geöffnet und ist zu viel mehr geworden, als ich je erwartet hätte. Auch er hat Probleme in seinem Leben. Anders als Lucy geht er aber weniger offen damit um und braucht erst ein bisschen Zeit, um sich ihr anzuvertrauen. Als er das dann schließlich tut, hat sich gezeigt, wie sensibel und verletzlich auch er ist. Dafür, dass er weder knallhart ist und nichts an sich heranlässt noch alles verbirgt und sich niemandem anvertraut, liebe ich ihn.
Doch auch die Dorfbewohner sind mir während des Lesens sehr ans Herz gewachsen und ich war am Ende des Buches schon fast ein bisschen wehmütig, diese wunderbare Dorfgemeinschaft wieder verlassen zu müssen. Es gab keinen einzigen Charakter im Dorf, den ich nicht geliebt habe, denn alle waren auf ihre ganz eigene Weise wunderbar!
Die Geschichte
Kristina Günak erzählt eine wunderbare, berührende und inspirierende Liebesgeschichte. Ich habe es geliebt, wie sich die Liebe anschleicht und sich zwischen Lucy und Ben ganz, ganz langsam Gefühle entwickeln. Es ist eine wunderbare Wohlfühlgeschichte, die so fantastisch locker und humorvoll ist. Aber trotzdem ist sie tiefgründig und erzählt auf eine sehr sensible Weise von echten und ernsten Problemen.
Zum Beispiel das Thema Einsamkeit, mit dem Lucy kämpfen muss: Es ist echt kein einfaches Thema und ich finde es allgemein schon toll, dass Kristina Günak es in ihre Geschichte eingebaut hat. Aber auch wie sie die Sache vermittelt, hat mir sehr gefallen. Sie brachte mir das Thema unglaublich sensibel und verständlich näher, sodass ich es wirklich gut verstanden habe und mir nicht einfach gedacht habe „Jetzt reiß dich mal zusammen“. Ich habe wirklich kapiert, wie schlimm Einsamkeit eigentlich ist, und wie sehr sie einen Menschen zerfressen kann. Aber auch die Dinge, die Ben belasten (ich sage nicht was, denn ich will nicht spoilern), sind echt nicht einfach, um darüber zu schreiben, aber trotzdem sind sie mir ebenso wie Lucys Problem mit der Einsamkeit sehr sensibel nähergebracht worden.
Das Cover
Anfangs, während der ersten paar Kapitel, die im Winter spielen, und nicht wie der Rest im Frühling, war ich noch etwas verwirrt über das Cover, da ich eben dachte, dass die ganze Handlung im Winter spielen würde. Als ich das dann aber kapiert habe, machte es für mich sehr viel Sinn und ich sah die Schönheit hinter dem frühlingshaften Design. Auch die Geschichte hinter dem Fuchs darauf war wunderschön, als ich sie schließlich kannte. Allgemein passt das Cover wirklich gut zur Geschichte und es beinhaltet einige Details, deren Bedeutung man erst im Laufe der Geschichte herausfindet, was ich wirklich schön finde.
Der Schreibstil
Der Schreibstil ist sehr locker und humorvoll und deshalb überhaupt nicht schwer zu lesen. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen und auch einige Stellen zum Schmunzeln waren dabei. Trotzdem hat auch der Schreibstil dazu beigetragen, dass mir auch ernstere Themen sehr gut nähergebracht wurden. Auch wurden diese Themen nicht irgendwie heruntergespielt und kleingemacht, aber trotzdem blieb die Geschichte humorvoll und bekam keinen bitteren Beigeschmack.

Fazit
Ich ziehe meinen Hut vor dir, Kristina, für diese fantastische Geschichte über Liebe, das Leben, Mut und Vertrauen. Sie ist so wunderbar humorvoll und doch fantastisch tiefgründig und ich habe Ben und Lucy so sehr geliebt!
Das schönste Zitat
Es gab in der Geschichte so viele schöne, witzige und inspirierende Zitate, dass ich mir schwergetan habe, eines auszuwählen. Ich habe mich aber schließlich für dieses entschieden, da es einerseits sehr inspirierend ist, aber andererseits auch die Geschichte perfekt beschreibt:
„Liebe ist nicht wie ein Knall. Sie schleicht sich an, auf Zehenspitzen, und wenn man nicht drauf achtet, überfällt sie einen von hinten.“ – S. 270

  • Cover
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Geschichte
  • Figuren
Veröffentlicht am 07.07.2020

Konnte mich leider nicht wirklich packen

Nachtmahr - Die Schwester der Königin
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Sie ist das gefährlichste Wesen der Nacht - wird sie jemals lieben dürfen?

Lorena ist ein Nachtmahr – und damit eine Gefahr für alle, die sie lieben. Um ihre Mitmenschen vor ihrer dunklen Seite zu schützen, ...

Sie ist das gefährlichste Wesen der Nacht - wird sie jemals lieben dürfen?

Lorena ist ein Nachtmahr – und damit eine Gefahr für alle, die sie lieben. Um ihre Mitmenschen vor ihrer dunklen Seite zu schützen, begibt sie sich in das Haus der mächtigen Mylady, um ihre Ausbildung zu beginnen. Zudem gibt Lorena ihre große Liebe Jason zu seinem eigenen Schutz auf. Dann erreicht sie die Nachricht, dass die Nachtmahre ihre Schwester aufgespürt haben. Lucy wurde als Kind entführt, weil sie für die in der Prophezeiung erwähnte Eclipse gehalten wurde. Nun begibt sich Lorena nach San Francisco, um Lucy aus Alcatraz zu befreien. Doch sie ahnt nicht, dass eine finstere Verschwörung im Gange ist, in der niemand seine wahren Motive offenbart …

Das Cover
Das Cover finde ich sehr, sehr schön und auch gut zur Geschichte passen. Es hat etwas sehr Elegantes an sich, aber strahlt auch irgendwie Düsternis aus. Das gefällt mir sehr gut und diese Eigenschaften symbolisieren auch die Geschichte sehr gut.
Die Figuren
Lorena, die ja eigentlich die Hauptfigur war, mochte ich, so richtig vom Hocker hauen konnte sie mich aber nicht. Auch wenn sie mir durchaus sympathisch ist, hat sie irgendwie nicht so richtig die Tiefe, die ein Hauptcharakter meiner Meinung nach haben soll. Trotzdem ist sie mutig und man merkt, wie wichtig ihr Lucy trotz den vielen Jahren der Trennung noch ist.
Lucy hingegen mochte ich viel mehr, ich empfand sie beim Lesen auch als tiefgründiger. Vor allem hat mir bei ihr gut gefallen, dass sie ihre Fähigkeiten als Nachtmahr wirklich nutzt und nicht davor zurückscheut.
Die Geschichte
Sehr gut hat mir gefallen, dass der Einstieg in die Geschichte nicht schwer war. Auch ohne die Geschehnisse aus Band 1 zu kennen, habe ich wirklich gut hineingefunden und auch überhaupt nicht lange gebraucht, die doch eher komplexe Welt zu verstehen. Etwas gestört hat mich nur, dass es vor allem ca. in der ersten Hälfte des Buches einige Längen gab und mich die Geschichte da noch nicht so richtig packen konnte. Zum Glück wurde es zum Schluss hin spannender und das Ganze endete mit einem actionreichen Finale.
Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits ist der teils sehr abrupte Wechsel zwischen Action und Sex. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass es im einen Moment noch unglaublich spannungsgeladen ist, dann hüpfen sie ins Bett und haben ein paar Runden erschöpfenden und schweißtreibenden Sex und dann ist das Ganze vorbei und es geht wieder ganz normal mit der Action weiter. Klar habe ich hier ein bisschen übertrieben, um es zu verdeutlichen, aber trotzdem hat mir hier einfach der fließende und gut in den Zusammenhang passende Übergang gefehlt.
Der Schreibstil
An sich ist es ein spannender Schreibstil, der auch das beklemmende Gefühl von Lucys Gefangenschaft gut übermittelt hat. Trotzdem hat mich vor allem der wechselnde Erzählstil anfangs etwas verwirrt. Obwohl das Buch aus der dritten Person erzählt wird, wechselt die Perspektive ziemlich oft, auch während der Kapitel. Dadurch erfährt man zwar einiges mehr, auch Dinge aus der Sicht der Nebenfiguren, aber anfangs, als ich noch nicht so richtig in die Charaktere hineingefunden hatte, war für mich diese Erzählweise ziemlich verwirrend und sorgte nicht gerade für den besten Überblick. Das hat sich aber mit der Zeit gebessert, da ich auch immer mehr in die Welt und in die Charaktere hineingefunden habe.

Fazit:
Ich habe in den zweiten Band der „Nachtmahr“-Reihe sehr gut hineingefunden, obwohl ich Band 1 nicht kenne. Trotz vieler spannender Stellen konnte mich die Geschichte aber nicht vollends überzeugen. Vor allem dadurch, dass sich der Anfang eher zieht und ich mit Lorena nicht wirklich warm werden konnte, gebe ich dem Buch nur 2,7 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Toller Reihenauftakt mit fantastischem Feeling

New Beginnings
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Lena aus Berlin beschließt, ein Jahr als Au-pair zu verbringen und landet dabei in der Kleinstadt Green Valley mitten in den Rocky Mountains. Bei Jack und Amy Cooper und deren Kindern fühlt sie sich sehr ...

Lena aus Berlin beschließt, ein Jahr als Au-pair zu verbringen und landet dabei in der Kleinstadt Green Valley mitten in den Rocky Mountains. Bei Jack und Amy Cooper und deren Kindern fühlt sie sich sehr schnell wohl und findet auch in ihren Alltag als Au-pair gut hinein. Auch Anschluss im Ort findet sie schnell. Doch es gibt eine Sache, die Lenas Glück im Wege stehen könnte: Jacks jüngerer Bruder Ryan. Er war früher ein erfolgreicher Profi-Skifahrer, bis zu seinem Unfall. Seitdem lebt er eher unfreiwillig bei Jack und Amy und so trifft Lena auch unweigerlich auf ihn. Anfangs lässt er seinen ganzen Frust an ihr aus und macht ihr das Leben nicht gerade leicht, doch dann beginnt es zwischen den beiden zu knistern …

Die Figuren
Lena ist in meinen Augen eine sehr sympathische und authentische Protagonistin. Ich finde es toll, dass sie beschlossen hat, für ein Jahr als Au-pair in die USA zu gehen, um herauszufinden, was sie im Leben will. Aber auch so mag ich sie sehr. Sie hat Humor, ist manchmal aber auch schüchtern und alles in allem einfach nur liebenswürdig!
Ryan mochte ich auch sehr. Auch wenn er anfangs wie der typische Bad Boy wirkte, finde ich das gar nicht schlimm, sondern eher passend. Im Laufe der Geschichte hat er sich sehr geöffnet, vor allem gegenüber Lena. Ja, er war manchmal dann auch wieder ablehnend zu ihr, aber er hat sich doch nicht so richtig verschlossen und total zugemacht, sondern man hat immer noch gemerkt, dass sie ihm etwas bedeutet und er eigentlich mehr von ihr will. Und mir als begeisterte Skifahrerin ist er sowieso sympathisch!
Die Geschichte
Also erstmal: Ein besseres Setting könnte es nicht geben! Ich liebe die Berge und könnte mir ehrlich gesagt keinen besseren Schauplatz für eine solche lockere NA-Geschichte vorstellen, als den malerischen Ort mitten in den Rocky Mountains. Auf jeden Fall habe ich beim Lesen wieder richtig Lust auf Urlaub in den Bergen und auch aufs Skifahren bekommen. Aber auch die Bewohner von Green Valley waren mir auf den ersten Blick gleich sehr sympathisch und alle sind sehr hilfsbereit und es gibt vor allem eine wunderbare Dorfgemeinschaft.
Auch wie sich die Lovestory zwischen Lena und Ryan entwickelt hat, hat mir sehr gut gefallen. Es war nicht so „Puff, Knall, Peng, jetzt sind wir verliebt und schlafen miteinander“, sondern es hat sich alles schön langsam und nachvollziehbar entwickelt. Eine eher „typische“ Sache war das anfängliche Hassen und die dann aufkommenden Gefühle, aber irgendwie ist genau das die eine Sache, die ich an New Adult so sehr mag: Ich weiß, was auf mich zukommt und was die grobe Handlung so ungefähr sein wird. Allgemein erwarte ich bei NA gar keine großen Überraschungen, mir ist hierbei eher das Feeling und die Lockerheit der Geschichte wichtig, und diese Kriterien erfüllt „New Beginnings“ auf jeden Fall!
Der Schreibstil
Schon von der ersten Seite an habe ich wunderbar in die Geschichte hineingefunden und das Buch in ziemlich kurzer Zeit ausgelesen. Generell war es eine sehr lockere und leicht zu lesende Geschichte, die aber trotzdem wunderbar gefühlvoll war. Eine kleine Sache, die mich gestört hat, war das Ende des Buches. Vor allem ca. in den letzten paar Kapiteln ging alles sehr schnell, und ich hatte das Gefühl, das jetzt alles nur noch schnell abgehandelt wurde. Es las sich dann auch nicht mehr wie der humor- und gefühlvolle Rest des Buches, sondern eher einfach nur wie eine Aufzählung von all den Dingen, die dann noch passiert sind. Auch wenn mich alles andere wirklich überzeugt hat, finde ich, dass das Buch nicht so wirklich dazupassend endet.
Das Cover
Auch wenn es wunderschön ist, merkt man, dass die Lovestory, und nicht die Berge und der Ort Green Valley, im Vordergrund steht. Das ist ja generell überhaupt nichts Negatives, trotzdem hätte ich es sehr schön gefunden, wenn man von Green Valley etwas im Cover wiedergefunden hätte. Trotzdem gefällt es mir sehr gut und es hat vor allem mit dem markanten „New“, das sogar auch noch glitzert, einen hohen Wiedererkennungswert.

Fazit
„New Beginnings“ ist eine ganz wunderbare Geschichte über eine romantische Liebe inmitten der malerischen Rocky Mountains. Lena und Ryan sind beide sehr sympathische Protagonisten mit einer wunderschönen Lovestory und ich freue mich schon sehr darauf, den zweiten Teil der Reihe zu lesen!
Das schönste Zitat
Ich blickte auf Baumwipfel, schier endlose Wälder, auf einen pfefferminzfarbenen See und gigantische Felsen, die sich auf seiner Oberfläche spiegelten. Und plötzlich war da nur noch Stille und Ruhe. – S. 82

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2020

Eine zu Tränen rührende Liebesgeschichte

All Your Kisses
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Inhalt:
Rune und Poppy sind schon, seit sie sich das erste Mal mit acht Jahren geküsst haben, immer zusammen. Niemals hatte einer der beiden eine andere Beziehung. Als Rune schließlich mit seinen Eltern ...

Inhalt:
Rune und Poppy sind schon, seit sie sich das erste Mal mit acht Jahren geküsst haben, immer zusammen. Niemals hatte einer der beiden eine andere Beziehung. Als Rune schließlich mit seinen Eltern wieder zurück in seine Heimat Oslo ziehen muss, haben beide Angst, dass ihre Beziehung daran zerbricht. Deshalb schreiben und telefonieren sie täglich. Doch eines Tages antwortet Poppy nicht mehr auf Runes Nachrichten, und er hat keine Ahnung, warum. Als Rune nach zwei Jahren in Norwegen wieder zurückkehrt, versucht er, herauszufinden, was mit Poppy los ist. Doch die Wahrheit ist nicht schön und Rune war überhaupt nicht auf das vorbereitet, was mit seiner Liebsten los ist…

Das Cover:
Auch wenn es ein „typisches“ LYX-Cover ist, finde ich es unfassbar schön. Generell liebe ich die LYX-Cover sehr. An diesem hier finde ich die Farbexplosion, die man sehen kann, besonders schön, für mich symbolisiert sie die Explosion der Gefühle, die man im Buch findet. Auch die Kombination aus verschiedenen Rot- und Pink-Tönen finde ich wunderschön und passend, sie stehen für mich für die tausend Küsse.
Die Figuren:
Was soll ich da nur sagen?! Am treffendsten würde wohl sein: „Tillie, wie machst du das bloß?“
Poppy war mir von der ersten Seite an unfassbar sympathisch. Sie ist ein so liebenswertes, mutiges, starkes und aber auch sensibles Mädchen und das macht sie unglaublich tiefgründig und authentisch. Auch wenn in ihrem Leben wirklich viel Scheiße vorgeht, bleibt sie so stark und versucht, andere vor ihrem Schmerz zu bewahren.
Rune durchlebt eine große Wandlung. Am Anfang der Geschichte, bis er nach Oslo muss, ist er ein sehr netter und höflicher Junge. Kurz nachdem er wieder zurück ist, gibt er den typischen Bad Boy. Doch vor allem, als er dann weiß, was mit Poppy los ist, wird er wieder der nette und rücksichtsvolle Rune von vorher, weil er sich solche Sorgen um sie macht. Hier hätte ich es toll gefunden, wenn diese Wandlung noch ein bisschen langsamer und nachvollziehbarer von statten gegangen wäre. Trotzdem finde ich es sehr schön, dass Poppy ihm wirklich noch etwas bedeutet und er sich deshalb für sie ändert.
Die Story:
Ich heule fast nie bei Büchern, ehrlich. Aber „All your Kisses“ rührte mich nicht nur einmal zu Tränen und zeigte mir, wie kurz und zerbrechlich unser Dasein ist. Nicht nur die Liebesgeschichte von Rune und Poppy, sondern vor allem auch Poppy selbst mit ihrem mutigen, starken aber doch sensiblen Wesen haben mich unglaublich berührt und inspiriert.
Der Schreib- und Erzählstil:
Einfach wunderbar! Fantastisch berührend und voller Weisheiten und schöner Zitate. Trotz vieler nachdenklich machender Stellen habe ich das Buch unglaublich schnell verschlungen und hätte es fast in einem Rutsch durchgelesen, da ich so durch die Seiten geflogen bin.

Fazit:
Ich kann wirklich jedem einzelnen nur empfehlen: Lest „All your Kisses“ und haltet eine Familienpackung Taschentücher bereit! Mich hat die Geschichte unendlich berührt und gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen gebracht.
Mein liebstes Zitat:
Ja, normalerweise, wenn ich kein Zitat finde, weil alle so toll sind, lasse ich diese Rubrik einfach weg, aber jetzt mache ich das bewusst nicht. „All your Kisses“ beinhaltet so viele unglaublich tolle, inspirierende und nachdenklich machende Zitate, dass ich gar keines auswählen will. Also nochmal: Lest das Buch und lasst euch berühren und inspirieren!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.06.2020

Eine Verwechslung mit gravierenden Folgen

Hex Files - Hexen gibt es doch
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Inhalt:
Die Hexe Ivy ist so ziemlich der faulste Mensch, den man sich vorstellen kann. Am liebsten würde sie die ganze Zeit nur am Sofa herumhängen. Doch durch einen ordentlichen Bürokratiefehler wird ...

Inhalt:
Die Hexe Ivy ist so ziemlich der faulste Mensch, den man sich vorstellen kann. Am liebsten würde sie die ganze Zeit nur am Sofa herumhängen. Doch durch einen ordentlichen Bürokratiefehler wird sie mit ihrer Nachbarin, einer sehr begabten und motivierten Hexe, verwechselt und statt ihr mithilfe eines magischen Banns an den erfolgreichen Adeptus Exemptus Raphael Winter gebunden. Da dieser im Gegensatz zu ihr nicht geplant hat, für die Zeit der Bindung Urlaub zu machen, muss Ivy wohl oder übel mit ihm zusammenarbeiten. Als dann noch aus dem Gebäude des Hexenordens, der alles managt, zuerst ein wertvoller Kunstgegenstand und dann noch ein uraltes Manuskript voller Zauberformeln gestohlen wird, müssen die beiden zur Tat schreiten, zusammenarbeiten und das Drama aufklären.

Das Cover:
Ich finde das Cover wunderschön, vor allem die Farbkombination aus Pastelltönen und Dunkelviolett finde ich sehr, sehr schön und auch passend zur Geschichte. Ein klitzekleines Detail habe ich nur zu bemängeln: Am unteren Rand des Covers sieht man die Skyline einer Stadt mit vielen hohen Gebäuden und auch Wolkenkratzern. Die Geschichte spielt jedoch in Oxford, wo es keine so hohen, modernen Gebäude gibt, sondern eher alte, niedrigere Bauten. Trotzdem ist das nur ein gaaaanz kleines Detail, das selbst mir nur durch genaues Hinschauen aufgefallen ist.
Die Figuren:
Ivy ist eine etwas untypische Protagonistin. Sie ist ziemlich faul und hat überhaupt keine Motivation. Egal, ob für einfache Dinge, wie aufzustehen oder aber auch allgemein fürs Leben. Ich habe das Gefühl, dass es Ivy ziemlich egal ist, was so passiert und was aus ihrem Leben wird, solange sie sich abends wieder aufs Sofa hauen kann. Das kann ich persönlich einfach überhaupt nicht nachvollziehen. Klar freue ich mich auf mein Sofa und Netflix, aber trotzdem habe ich die Motivation, etwas aus meinem Leben zu machen. Das ist jetzt kein direkter Kritikpunkt, es ist einfach eine Eigenschaft an Ivy, die ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen kann, und die Ivy für mich ein bisschen weniger authentisch macht. Trotzdem mag ich sie, denn vor allem ihre Sturheit und dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt, vor allem nicht gegenüber Winter, finde ich sehr sympathisch und teils auch amüsant.
Raphael ist in seiner Arbeitsmoral das exakte Gegenteil von Ivy. Er ist motiviert, hat Durchhaltevermögen und ist loyal. Trotzdem wirkt er auf mich ziemlich kalt und ich hätte gerne noch mehr über ihn als private Person erfahren. Mich stört auch ein bisschen, dass er selbst nach einiger Zeit des Zusammenarbeitens noch immer sehr kalt und abweisend zu Ivy ist, obwohl die beiden doch einiges miteinander erleben. Trotzdem gibt er den passendsten Partner für Ivy ab, den es gibt. Sie findet das natürlich nicht so toll, ich aber schon, weil die beiden eben das exakte Gegenteil voneinander sind und so eine interessante Zusammenarbeit entsteht.
Die Story:
Die Geschichte an sich und ihr Verlauf hat mir wirklich gut gefallen, nicht zuletzt, weil sie ziemlich spannend ist und es auch einige wirklich actionreiche Momente gibt. Doch eine Sache, die ich wirklich, wirklich mochte und die mich auch einige Male zum Schmunzeln gebracht hat, waren die unzähligen Kabbeleien zwischen den beiden. Vor allem Ivy lässt sich von Raphael nicht so einfach herumkommandieren, wie er es gerne hätte. Er bleibt aber trotzdem ziemlich unnachgiebig und geht kaum auf sie ein. Dadurch entstanden einige wenig ernst gemeinte Streitgespräche, die teils wirklich witzig verliefen und mich als Leserin amüsiert und unterhalten haben.
Der Schreib- und Erzählstil:
Das Buch ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, auch Spannung vermittelt der Schreibstil. Trotzdem würde ich nicht sagen, dass er etwas Außergewöhnliches sei, wie wenn er besonders mitreißend oder emotional wäre.

Fazit:
„Hex Files“ ist eine durchaus unterhaltsame Geschichte über Hexerei, einen Geheimorden und vor allem unglückliche Verwechslungen. Trotz Kritikpunkten, vor allem an den Charakteren, habe das Buch genossen und kann es empfehlen. Vor allem die kleinen Kabbeleien zwischen den Hauptfiguren haben mich zum Schmunzeln gebracht und ich mochte diese sehr.
Mein Lieblingszitat:
Raphael Winter zu Ivy: „Sie leiden an genialitätsbedingter Faulheit.“ S. 214

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere