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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2025

tolle Aufmachung, leckere Rezepte

Cozy baking time
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Ich liebe Kuchen und Gebäck jeder Art. Eigentlich habe ich genug Backbücher, aber die Mischung der Rezepte hat mich angesprochen.

Optik
Die Aufmachung des Buches gefällt mir richtig gut. Das Format ist ...

Ich liebe Kuchen und Gebäck jeder Art. Eigentlich habe ich genug Backbücher, aber die Mischung der Rezepte hat mich angesprochen.

Optik
Die Aufmachung des Buches gefällt mir richtig gut. Das Format ist handlich und die vielen Bilder sind ansprechend. Jedes Rezept füllt eine Seite, daneben gibt es ein großformatiges Bild. Zusätzlich gibt es ein paar Doppelseiten Fotos, die die Herbst- und Winterstimmung einfangen.

Rezepte
Ich habe schon beim ersten Durchblättern viele Rezepte gefunden, die mich ansprechend und die ich gern ausprobieren möchte. Es handelt sich um eine Mischung aus vergleichsweise einfachen, bekannten Kuchen und Plätzchen (z.B. Zitronenkuchen, Buttermilchkuchen, Vanillekipferl) und einigen ungewöhnlicheren Kreationen (z.B. Marzipanschnecken mit Kartoffeln im Teig). Da die Auswahl betitelt ist mit „süße Rezepte für die kalte Jahreszeit“, kommen Äpfel, Pflaumen und Zimt entsprechend häufiger vor.
Es werden in den meisten Fällen keine allzu ungewöhnlichen Zutaten verwendet, sodass sich die ersten Rezepte bereits ohne extra Einkauf umsetzen lassen, wenn man die klassischen Backzutaten zuhause hat.
Die Anleitungen sind verständlich und lassen sich leicht befolgen. Darüber hinaus gibt es ein paar persönliche Backtipps der Autorin.

Sprache
Wie gesagt, die Beschreibungen sind verständlich. Allerdings hatte ich an verschiedenen Stellen das Gefühl, dass ich hier nicht zur Zielgruppe gehöre. Theresa schreibt, wie man es von den Reels auf ihrem Instagram-Account kennt. Aber nicht alles, was umgangssprachlich gesagt wird, muss vielleicht auch verschriftlicht werden. Aber wen interessiert das noch, wenn’s aus dem Ofen erstmal anfängt zu duften...


Fazit

Der erste Kuchen im Buch heißt „bester Schokokuchen ever“ – und was soll ich sagen, genau das war die Rückmeldung meiner Mitessenden. Ich würde ja sagen, ich backe nichts anderes mehr, aber dafür gibt es noch zu viele lecker aussehende Rezepte im Buch, die ich noch testen möchte. Alle bisher probierten Kuchen waren lecker und sind dank der einfachen Beschreibungen super gelungen.

Veröffentlicht am 11.10.2025

Intrigenreich und spannend

A Dance of Lies
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Vasalie war die Lieblingstänzerin von König Illian, bis sie wegen Mordverdachts eingesperrt wurde. Nun bietet Illian ihr die Chance auf Freiheit: Wenn sie für ihn bei der Versammlung der Königreiche spioniert, ...

Vasalie war die Lieblingstänzerin von König Illian, bis sie wegen Mordverdachts eingesperrt wurde. Nun bietet Illian ihr die Chance auf Freiheit: Wenn sie für ihn bei der Versammlung der Königreiche spioniert, bekommt sie ihr Leben zurück. Vasalie würde alles dafür tun, nicht wieder eingesperrt zu werden. Doch sie ahnt nicht, auf welch gefährlichen Deal sie sich einlässt, denn Illians Aufträge nehmen immer weitreichendere Ausmaße an. Zudem ist ihr Illans Bruder Anton auf der Spur, der ihre Absichten erahnt…

Die Geschichte konnte mich von Anfang bis Ende fesseln. Nach ihrem Kerkeraufenthalt ist Vasalie wild entschlossen, zu überleben und sich nicht erneut einsperren zu lassen. Daher ist sie bereit, jeden von Illians Aufträgen zu erfüllen. Doch schnell bekommt sie erste Zweifel, als sie nicht nur spionieren, sondern auch Menschen verletzen soll. Zudem schließt sie auf der Versammlung, wo sie als Tänzerin auftreten soll, neue Freundschaften und möchte die Menschen, die sie so bereitwillig aufgenommen und unterstützt haben, nicht hintergehen, was sie in einen Konflikt bringt. Soll sie ihr Leben für das Wohl anderer aufgeben?

Auch wenn man Vasalie egoistisch und naiv nennen kann, ich mochte die junge Frau, die so verzweifelt für ihr Leben kämpft.
Ihre Hoffnung, dass ausgerechnet der Mann, dem sie ihre Probleme zu verdanken hat, nun ihre Rettung sein könnte, ist schon arg gutgläubig. Auch an anderen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass sie mehr hinterfragt und die Augen für das öffnet, was direkt vor ihrer Nase ist, statt sich von Gerüchten leiten zu lassen.

Als Ich-Erzählerin lässt sie an all ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Ihre inneren Konflikte und widersprüchlichen Gedanken, werden nachvollziehbar geschildert.
Verzweifelt sucht sie nach einem Ausweg und wird immer tiefer in einen Strudel aus Lügen, Intrigen und Geheimnissen gezogen.
Je mehr Vasalie erfährt und nachforscht, desto mehr unerwartete Wendungen nimmt die Geschichte.
Auch wenn das Tempo des Buches überwiegend ruhig ist, ist die Handlung ereignis- und abwechslungsreich: höfische Intrigen, Verrat und Lügen, Charaktere, die ein falsches Spiel spielen, Anbandelungen zwischen verschiedenen Figuren (dass Vasalie sich im Verlauf in gewisser Weise für 3 Männer interessiert, ist vielleicht etwas viel… wobei auch hier ihre verzwickten Gefühle und Abhängigkeiten erklärt werden).

Der Fantasyanteil der Geschichte ist eher gering und kommt überhaupt erst am Ende des Buches tatsächlich zum Tragen. Dennoch ist die entworfene Welt mit den Königshöfen, Mythen und Traditionen interessant. Allerdings ist es in der Vielzahl der facettenreichen Charaktere, von denen so mancher zu überraschen weiß, nicht immer leicht, den Überblick zu behalten.
Nach dem offenen Ende bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Fazit

Geheimnisse, Intrigen, Lügen und Verrat. Vasalie wird zum Spielball der Könige, als sie versucht, ihr Leben zu retten. Bald stellt sie sich die Frage, wie viele Menschen sie bereit ist, zu hintergehen, um sich selbst zu retten, oder ob es nicht doch eine andere Lösung geben könnte. Wendungsreich, spannend, dramatisch und emotional wird es im Geschehen, sodass die abwechslungsreiche Geschichte mich durchweg fesseln konnte.

Veröffentlicht am 11.10.2025

… zäh …

All Better Now
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Von Neal Shusterman habe ich bereits einige Bücher gelesen, die mir gut gefallen haben, vor allem die Scythe-Reihe.

All better now kommt mit einem dystopischen Setting daher. Es wird kein genaues Jahr ...

Von Neal Shusterman habe ich bereits einige Bücher gelesen, die mir gut gefallen haben, vor allem die Scythe-Reihe.

All better now kommt mit einem dystopischen Setting daher. Es wird kein genaues Jahr genannt, aber die Handlung scheint in der nahen Zukunft zu spielen, da auf die Corona-Pandemie und ihre Folgen Bezug genommen wird. Gleichzeitig gibt es ein paar technische Entwicklungen, die eher futuristisch wirken.

Eine neue Corona-Mutation, Crown Royale, bedroht die Menschheit. Erneut sterben Menschen. Diejenigen, die überleben, sind danach verändert. Die Menschen haben neue Lebensziele. Sie sehen in allem das Positive und sind einfach nur glücklich.

Für manch einen Charakter ist genau das ein Grund, sich absichtlich mit dem Virus anzustecken. Was könnte besser sein, als sorglos durchs Leben zu gehen? Besonders wenn man von schweren Verlusten geprägt ist oder gegen Depressionen kämpft.

Und so entwickeln sich zwei Lager: Die einen wollen das Virus vermeiden oder bekämpfen, sie schotten sich ab, haben Angst vor einer Wesensveränderungen und all ihren Folgen – den privaten aber auch den wirtschaftlichen. Die anderen setzen auf eine gezielte Verbreitung – denn wenn alle Menschen glücklich sind, verschwinden doch auch alle Konflikte und Sorgen von der Erde!? Dafür nehmen sie auch in Kauf, dass ein kleiner Prozentsatz aller Infizierten nicht überleben wird.

Das Szenario an sich ist super spannend und die gegensätzlichen Sichtweisen regen zum Nachdenken an. Dennoch fand ich das Buch langatmig und teils auch nervig. Die zwei Extreme predigen immer wieder ihre Ansichten. Völlig überzeugt davon, dass sie im Recht sind, gibt es seitenlange Beschreibungen, warum ausschließlich ihre Meinung stimmen kann und warum nur so die Menschheit gerettet werden kann. Es gibt nur schwarz oder weiß, kein vernünftiges Abwägen. Entschieden wird über den Kopf aller anderen Menschen hinweg.
Der ganze Schreibstil ist anstrengend. Einerseits philosophisch langatmig, andererseits extrem belehrend. Und einfach wenig flüssig oder emotional.
Zudem zieht sich auch die Handlung in die Länge, da beide Seiten nur schwer nennenswerte Fortschritte erzielen können. Erst zum Ende hin wird das Geschehen dann deutlich spannender – aber auch dies natürlich mit ordentlichen Extremen und Übertreibungen.

Für mich gab es keine Figur, mit der ich wirklich mitfiebern wollte. Durch ihre Haltungen und Taten ist niemand wirklich sympathisch. Einzig Mariel zeigt eine etwas ausgewogenere Sichtweise und denkt (manchmal) über Dinge nach, bevor sie handelt.

Geschildert wird das Geschehen um einen kleinen Kreis von Personen. Allerdings gibt es immer wieder Blicke rund um die Welt zu Ereignissen und Personen, zu Erkrankten, die ihr Leben ändern. Diese wirken erst mal völlig zusammenhanglos, wie es der „Zufall“ so will, entwickeln die meisten dieser Figuren aber doch noch einen Bezug zum Hauptstrang. Dem Lesefluss haben all diese – letztlich doch eher belanglosen – Nebencharaktere eher nicht gut getan und ihre Einbindung in die Geschichte wirkt, wie vieles in dem Buch, sehr konstruiert.

Ich war ehrlich gesagt froh, als ich mit dem Buch durch war und kann mir aktuell nicht vorstellen, auch noch den zweiten Teil zu lesen, auch wenn das Ende ein wenig neugierig darauf macht.

Fazit

Was nach einem spannenden Szenario klang, entwickelt sich für mich leider zu einem zähen Leseerlebnis. Die Handlung kommt nicht voran, die extremen Positionen werden immer wieder unnötig ausführlich wiederholt und zu den Charakteren habe ich keinen Zugang gefunden…

Veröffentlicht am 07.09.2025

über neue Perspektiven und zweite Chancen

Neuanfang in Notting Hill
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Nachdem Jess von ihrem Freund hintergangen und verlassen wurde, wohnt sie bei ihrer Freundin und deren Familie. Doch der Platz ist eng und eine andere Lösung muss her. Über eine Zeitungsannonce findet ...

Nachdem Jess von ihrem Freund hintergangen und verlassen wurde, wohnt sie bei ihrer Freundin und deren Familie. Doch der Platz ist eng und eine andere Lösung muss her. Über eine Zeitungsannonce findet Jess ein Zimmer bei der 79-jährigen Joan, die eine Untermieterin sucht. Jess‘ Einzug wird die Leben beider Frauen kräftig durcheinander bringen…

Hier prallen Welten aufeinander:

Jess, Anfang 30, fest verbunden mit ihrem Handy, macht alles online.
Joan, fast 80, lebt offline, verlässt das Haus kaum noch und bringt einen Rucksack voll unterschiedlicher (Lebens-)Erfahrungen mit.

Ein Tag ohne ihr Smartphone, für Jess unvorstellbar. Mit Joan schließt sie einen Pakt, der sie sogar mehrere Monate von ihrem gewohnten Leben abschneiden wird: Jess geht offline, wenn Joan dafür online geht. Während die betagte Dame sich beim Online-Dating versucht, schaltet Jess eine Anzeige in der Zeitung. Während Jess ein Telefonbuch braucht, um nach Adressen und Telefonnummern zu recherchieren, lernt Joan, Informationen zu googeln. Während die eine wieder mehr am Leben teilnimmt, kommt die anderen zur Ruhe, hat Zeit für ihre Gedanken und findet Hobbys abseits des digitalen Lebens.

Begegnen sie sich und ihrer neuen Wohnsituation zu Beginn noch mit gewiesenen Zweifeln und Skepsis, profitieren beide im Verlauf sehr voneinander. Sie haben Gesellschaft, lernen voneinander, bekommen neue Blickwinkel und Unterstützung in Situationen, bei denen ihnen gar nicht bewusst war, dass sie einen Schubs brauchen.

Beziehungen und Gefühle spielen in der Geschichte eine große Rolle, aber es geht noch um so viel mehr:
Sowohl Jess als Joan beschäftigen sich mit der Vergangenheit und verpassten Chancen. Erlebtes muss aufgearbeitet werden. Neue Wege als solche erkannt werden. Sie nehmen die Welt mit und ohne digitale Medien unterschiedlich wahr.
Und vor allem fragen sie sich: Was brauche ich, um glücklich zu sein?


Fazit

Große Überraschungen bietet die Story nicht, dennoch hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten, oft berührt, manchmal zum Schmunzeln gebracht und auch in vielen Momenten zum Nachdenken angeregt.

Veröffentlicht am 07.08.2025

Nach spannendem Start sehr schleppend

Faebound
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Die Optik des Buches ist toll, der Inhalt konnte mich leider nicht überzeugen. Das geht schon beim Schreibstil los, den ich insgesamt als recht holprig und irgendwie anstrengend empfunden habe.

Der Einstieg ...

Die Optik des Buches ist toll, der Inhalt konnte mich leider nicht überzeugen. Das geht schon beim Schreibstil los, den ich insgesamt als recht holprig und irgendwie anstrengend empfunden habe.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen: Wir begleiten Yeeran in ihre erste Schlacht als Colonel, die gründlich schief geht. Ein temporeicher, aufregender, spannender Beginn. Doch dann gibt es immer mehr Längen, ich fand die Geschichte mit der Zeit geradezu langweilig. Die Handlung kommt einfach nicht voran, stattdessen wird ganz viel Alltag geschildert. Dabei erhalten die Figuren immer mal wieder kleine Hinweise auf Zusammenhänge, die später wichtig werden, über die sie aber einfach hinweggehen, sodass sie letztlich natürlich völlig überrascht werden.
Die Figuren, die sich mögen, tänzeln unnötig lange umeinander herum und machen sich gegenseitig das Leben schwer, statt einfach mal miteinander zu sprechen.

Die Geschichte wird aus der Sicht der zwei Schwestern Yeeran und Lettle geschildert – aber eher allwissend und distanziert, denn es werden auch die Dinge beschrieben, die sie nicht sehen oder nicht riechen. Die Schwestern sind 34 und 28, diskutieren aber wie Kinder. Besonders Lettle fällt immer wieder mit ihrem oft bockigen, trotzigen Verhalten auf. Und dann noch dieses ständige Geknurre. Ich bin mit beiden nicht so recht warm geworden.

Was mir am Buch gefallen hat, ist der Weltenentwurf mit seinen verschiedenen Völkern mit den unterschiedlichen Fähigkeiten und ihrer lang zurückreichenden Geschichte, die über kleine Zwischenkapitel erklärt wird. Es gibt eine vielfältige Mischung queerer Charaktere und sehr offenes, buntes, tolerantes Gesellschaftssystem – zumindest in Bezug auf Geschlechter und Partnerschaften. In ihren Vorurteilen gegenüber den anderen Völkern sind sie hingegen komplett festgefahren. Auch die Verbindung zu den Tieren, die Kommunikation und deren Verhalten mochte ich.
Das Glossar ist sehr witzig gestaltet.

Obwohl ich einerseits nach dem offenen Schluss neugierig wäre, wie es weitergeht, denke ich aktuell nicht, dass ich Band 2 lesen werde.

Fazit

Geheimnisse, Intrigen und Betrug, die Charaktere sehen sich verschiedenen Schwierigkeiten gegenüber. Viel zu häufig verliert sich die Handlung aber in langweiligen Alltagsbeschreibungen, wenn die Geschichte nach einem spannenden Start immer mehr an Tempo verliert.