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Veröffentlicht am 28.02.2020

sollte Pflichtlektüre sein

Fallout
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Fred Pearce, unter anderem Umweltjournalist und Umweltberater, hat Stätten des Atomzeitalters besucht, an denen sich innerhalb der letzten 70 Jahre Katastrophen ereigneten. Dabei berichtet er über Hiroshima, ...

Fred Pearce, unter anderem Umweltjournalist und Umweltberater, hat Stätten des Atomzeitalters besucht, an denen sich innerhalb der letzten 70 Jahre Katastrophen ereigneten. Dabei berichtet er über Hiroshima, Nagasaki, dem Bikini-Atoll, Windscale/Sellafield, Tschernobyl, Fukushima, Mettino/Tetscha und anderen mehr.

Hierfür besuchte er die Stätten, sprach u.a.  mit Überlebenden, Wissenschaftlern, ehemaligen Kraftwerksangestellten und vermittelt das Bild, dass rund um den GlobusVerantwortliche überfordert waren, unter Zeitdruck standen und in dieser Situation eher unreflektiert drauflosgewerkelt haben. Eine Mischung aus Unwissenheit und Ungeduld, staatlicher Geheimhaltung, Vertuschung, Verschleierung und auch falsche Darstellungen gegenüber der Bevölkerung werden ganuso thematisiert wie Versuche an der Bevölkerung, bewußt falschen Informationen und Diagnosen bei Erkrankungen durch "Zwischenfälle" und dem Mißbrauch der Opfer als "Laborratten", an denen man die Krankheitsverläufe studieren konnte.

Etliche der beschriebenen Vorfälle fanden vor meiner Zeit statt und ich hatte gar nicht oder vielleicht nur in einem Halbsatz von ihnen gehört. Die Vielzahl der angesprochenen Katastrophen und auch, dass sie sich weltumgreifend ereigneten, war mir so nicht bewußt. Bei den Reaktorunfällen, die sich zu meiner Lebenszeit ereigneten, ist mir schon aufgefallen, dass nach einer kurzen Phase keine weitere Berichterstattung erfolgte. Umso erstaunter war ich über die Ausführungen zu den Selbstsiedlern in Tschernobyl, zu den Vergleichen in der Sterbensrate bezüglich der umgesiedelten und der zurückgekehrten Bewohner Fukoshimas und auch bezüglich der vielen Angaben zu Halbwertzeit und Reststrahlung, die eine enorme Zeitspanne angibt. Gerade auch die Beschränkung auf zwei Maßeinheiten in der Strahlung und Vergleiche mit Höhe der natürlichen Strahlung oder Ereignissen im Leben, wie MRT, CT oder Langstreckenflügen lassen die gennten Werte der Reststrahlung ein wenig besser begreifen.

Pearce erklärt sehr gut verständlich, ist stets bemüht nicht zu verwirren, sondern zu vermitteln. Manchesmal war ich über Aussagen, wie harmlos die Reststrahlung an bestimmten Stellen wäre, äußerst überrascht und muß für mich feststellen, dass mir auch hier schwerfällt zu glauben und zu vertrauen. Genau das ist auch der Punkt, auf den Pearce zum Ende des Buches, gemeinsam mit den Berichten über die Endlagerungen eingeht: Es ist soviel einfach in Kauf genommen, naiv außer Acht gelassen worden, dass man Verantwortlichen die mutmaßen und nicht wissen, kein Vertrauen entgegenbringt.

Insgesamt hat Pearce sehr aufwändig recherchiert und berichtet, durchleuchtet aus mehreren Winkeln und kann selbstverständlich auch keine allwissende Lösung bieten. Die Auseinandersetzung mit dem Thema wirkt sehr kompetent und sachlich, manchmal auch etwas gutgläubig - aber wer weiß? Ganz wichtig finde ich, dass keiner der erwähnten Vorfälle in Vergessenheit gerät und die Gespräche und Lösungsversuche lebendig und hinterfragt bleiben. Dieses Buch leistet dazu einen guten Beitrag und ich würde es mir als Pflichtlektüre wünschen.

Veröffentlicht am 25.02.2020

wunderschöne Gestaltungsvorschläge, sehr anschaulich und perfekt ausgearbeitet

Ein Garten - zwei Ideen
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In diesem aufwändig und schön gestalteten Buch werden jeweils zwei Vorschläge zu 50 typischen Gartensituationen vorgestellt, allesamt aus der Redaktion von „Mein schöner Garten“. Die hier vorgestellten ...

In diesem aufwändig und schön gestalteten Buch werden jeweils zwei Vorschläge zu 50 typischen Gartensituationen vorgestellt, allesamt aus der Redaktion von „Mein schöner Garten“. Die hier vorgestellten Gartengestaltungen beziehen sich sowohl auf die Neugestaltung des ganzen Gartens als auch auf einzelne Bereiche, praktischerweise eingeteilt in die Kapitel Vorgärten, Terrassen, besondere Gegebenheiten, Sitzgelegenheiten und Sichtschutz.

Sämtliche Planungsvorschläge wurden, auch für Laien, ausgesprochen anschaulich und gut ausgearbeitet, angefangen von Objektfotos der jeweiligen Ausgangssituation ( bis auf eine Ausnahme), erhält man in jeder einzigen Planung genaue textliche Informationen, ein Nachher-Bild, einen Pflanzplan sowie eine Pflanzliste, die auch noch die Mengen und durchschnittlichen Preise für die jeweilige komplette Pflanzung enthält. Konkrete Situationen, wie eine durch einen gefällten Baum entstandene und zu schließende Lücke oder Komplettgestaltungen werden gleichermaßen angesprochen. Dabei fallen die vorgestellten Lösungen ganz vielfältig aus und bieten für jeden Geschmack reichlich Vorschläge und Inspiration, lassen sich auch sehr gut komplett nacharbeiten.

Da wir unseren Vorgarten komplett und einzelne Bereiche unseres Schrebergartens neu gestalten möchten, lese ich gerade mehrere Bücher zur Inspiration und Lösungsfindung. Bei diesem Buch spricht mich nicht nur besonders an, dass die vorgestellten Gärten sich zum allergrößten Teil an den durchschnittlich üblichen Gartengrößen von 100-500qm orientieren, sondern vor allem auch die Anschaulichkeit mit Bildern, Pflanzplänen samt Erläuterungen und der Einkaufsliste mit mittelwertigen Preisangaben. So hat man selbst als Laie alles zur Hand, was man benötigt um seine Lösung in die Tat umzusetzen. Auch die Vielfalt in den Lösungen gefällt mir ausgesprochen gut, wobei mich wieder viel zu viele schöne Ideen beeindrucken. Gerade solche „Ecken“, in denen ein kleiner Hingucker wie aufgeschichtete Steine, Wassersprudler mit einem stilvollen Deko-Fisch o.a. oder einzelne Elemente aufgezeigt werden, die man auch anders zusammenstellen kann, stellen für mich schon eine riesige Fundgrube dar und werden zum Teil in unterschiedlichen Bereichen des großen Gartens so oder ähnlich angelegt; u.a. wurden zwischen breiten Wegplatten Blumen gepflanzt, was einfach toll aussieht – das werde ich mit Erdbeerpflanzen ausprobieren. Bei den Vorschlägen für Vorgärten habe ich schöne Lösungen gefunden, wie einen kleinen asiatischen Garten mit rotlaubigem Japanahorn und Buddafigur auf einem Stein und andere schöne Elemente.

Meine Gestaltungsfragen sind geklärt; das Buch war mir dabei eine große Hilfe, auch beim Eingehen auf verschiedene nicht so glückliche Ausgangsveraussetzungen, wie beispielsweise Stufen im Grundstück oder in der Beschaffenheit der Grundstücksgrenze. Wer seinen Garten ganz oder teilweise verändern möchte, findet in diesem Buch derart viele, gut und abwechslungsreich ausgearbeitete Lösungen, mit Hilfe derer sich die eigene Gartenveränderung sehr gut vornehmen lässt.

Veröffentlicht am 24.02.2020

umfangreich, wunderschön und sehr inspirierend

100 Traumgärten
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In diesem Buch hat Konstanze Neubauer direkt 100 Traumgärten vereint, von denen einzelne bereits in den letzten Jahren in den „Gärten des Jahres“ vorgestellt wurden.

Kurz erwähnen möchte ich die aufwändige ...

In diesem Buch hat Konstanze Neubauer direkt 100 Traumgärten vereint, von denen einzelne bereits in den letzten Jahren in den „Gärten des Jahres“ vorgestellt wurden.

Kurz erwähnen möchte ich die aufwändige und hochwertige Verarbeitung des Buches, die vielen wunderschönen Fotos, aussagefähigen Texte und Skizzen.

Hier werden nun also, direkt in doppelter Menge als in den Jahresbüchern, wunderschöne Gärten vorgestellt, ebenfalls in den Größen vom Reihenhausgarten bis hin zum Park, mit verträumten, romantischen Lösungen, bis zu Gartenplanungen mit mehreren Räumen, Schwimmteichen, Swimminngpools, Gartenhäuschen, verschiedenen Sitzplätzen. Sehr gut gefällt mir, dass, die Gartenvorstellungen genau wie in den Jahresbüchern erfolgen, also Probleme oder Besonderheiten des Grundstücks und der Umgebeung sowie persönliche Gestaltungswünsche und Gartengröße exakt benannt werden. Mich beeindrucken hier nicht nur die kleinen Gärten besonders, sondern auch Ideen für „Restgut“-Gestaltung mit wichtigen Elementen, jedoch nach Landverkauf auf wesentlich kleinerem Raum, der Klstergarten oder beispielsweise themengeführte oder große Gärten mit verschiedenen grünen Zimmern. Dieses Buch bietet noch viel mehr Inspiration und Pläne, die man im eigenen Garten umsetzen könnte als die Jahresbücher mit prämierten Gärten, was vielleicht auch daran liegt, dass die Anzahl an phytoplasmaarmen Lösungen vergleichsweise gegen Null strebt – und selbstverständlich auch daran, dass einfach doppelt so viele schöne Gärten vorgestellt werden, die mir weitaus persönlicher und üppiger erscheinen.

Es ist immer schwierig, wenn einzelne Projekte prämiert und zusammengestellt werden, wobei doch alle eingereichten Vorschläge ansprechend und schön gewesen sein werden – die Schönheit liegt halt im Auge des Betrachters und so würde wahrscheinlich jeder andere Favoriten prämieren. . Umso erfreulicher finde ich diese viel weiter gestreute Auswahl – perfekt zum Stöbern, inspirieren lassen und zum Nacharbeiten seiner perönlich gefundenen Schätze.

Veröffentlicht am 24.02.2020

50 interessante, inspirierende und ausgezeichnete Garten- und Parkgestaltungen

Gärten des Jahres 2020
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Dieses hochwertig erstellte und reichlich bebilderte Buch beinhaltet die 50 schönsten „Gärten des Jahres 2020“, die von einer renommierten Jury ausgewählt und prämiert wurden. Gegen eine Teilnahmegebühr ...

Dieses hochwertig erstellte und reichlich bebilderte Buch beinhaltet die 50 schönsten „Gärten des Jahres 2020“, die von einer renommierten Jury ausgewählt und prämiert wurden. Gegen eine Teilnahmegebühr konnten Planungsbüros, Garten- und Landschaftsarchitekten, ihre Arbeiten einreichen.

Sehr gut gefällt mir, dass wieder eine große Vielfalt unterschiedlichster Gärten im deutschsprachigen Raum aufgezeigt wird: vom 170qm großen Stadtgarten, in dem mit Wasserbecken und viel Flair trotz des begrenzten Platzes verschiedene Räume geschaffen wurden bis hin zum 8.000qm großen Felsengarten. Detaillierte Angaben zu Besonderheiten des Grundstücks, des Konzepts, der verwendeten Materialien sowie der Auswahl der Pflanzen runden die 50 Gartenporträts mit Grundriss ab. Hierbei hätte ich mir das ein oder andere Mal auch ein Foto des Gartens vor der Neugestaltung gewünscht um den Unterschied zum vorherigen Zustand betrachten zu können.

Ich muß gestehen, dass mich gerade die Lösungen für kleine Gärten besonders ansprechen, denn sie stellen für mich eine viel größere Haerausforderung in ihrer Gestaltung dar, als eine mehrere 1000qm große Rasenlandschaft, die mit einigen aufregenden Elementen strukturiert wurde. Meiner Einschätzung nach dürften auch gerade diese kleineren Gärten, besonders für die meisten Leser aus Ballungsgebieten lebensnäher sein.. Nichtsdestotrotz wird eine weite Spanne an Gärten, beispielsweise Villengärten , Weingarten, Schlauchgärten, Gärten mit See- oder Wasserangrenzung oder Designerstücke mit möglichst wenig Phytomasse, großen Steinplatten und ausgeklügelter Beleuchtung vorgestellt. Man findet also viele Beispiele von exakt auf das Haus abgestimmte Gärten: zwischen naturnahem Bauerngärten, in denen sich Pflanzen auch selber versamen dürfen bis hin zur Glasfront-Betonplatten-Architekten-Villa mit rechtwinkelig klar durchstrukturierten, hauptsächlich versiegelter Gartenoberfläche, für deren Pflege ich wahrscheinlich einen Hochdruckreiniger einsetzen würde; mich persönlich sprechen besonders die kleinen bis mittelgroßen Gärten an, die eine sehr originelle Lösung anbieten, wie der 170qm große Stadtgarten, der 600qm große Garten der bewegten Steine mit schwungvollen Mauern samt Hochbeeten, der Küstengarten in seiner Leichtigkeit, mit stolzen 1000qm Fläche, die Lösung für den 85qm großen Innenhof ( gerade hier hätte mich ein „Vorher“-Foto sehr interessiert), der Garten mit zwei unter Aufsicht freilaufenden Hausschweinen oder der lange, schmale 160qm große Schlauchgarten mit einem Wasserbecken mit Quellstein.

Fazit:
Das Buch bietet 50 interessante Garten- und Parkgestaltungen zwischen natürlich und künstlich – perfekt auf die Architektur der jeweiligen Immobilie. Die aufgezeigten Gärten mit Erläuterungen zum Plan und evtl. Einbeziehen vorhandener Elemente sowie vielen Fotos fand ich sehr interessant, anschaulich und zum Teil auch inspirierend. Am Ende des Buches werden zudem noch weitere hilfreiche Tipps und Produkte vorgestellt.

Wer ein großes Gartengrundstück sein eigen nennen darf, seinen kleinen Garten verändern oder einfach nur schön inszenierte Gärten betrachten möchte, findet hier eine Fülle an Ideen.

Veröffentlicht am 24.02.2020

vielfältige, ansprechende Rezepte

Fitness Food & Body Training
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Doris Hofer, in der Schweiz geboren, lebt mit ihrer Familie in der Türkei. Sie betreibt dort einen dreisprachigen Fitnessblog und scheint in der Türkei sehr bekannt zu sein. Mir sagte weder ihr Name noch ...

Doris Hofer, in der Schweiz geboren, lebt mit ihrer Familie in der Türkei. Sie betreibt dort einen dreisprachigen Fitnessblog und scheint in der Türkei sehr bekannt zu sein. Mir sagte weder ihr Name noch ihr Blog vor Lesen des Buches bzw. der Recherche im Internet überhaupt nichts. Nun weiß ich zudem, dass sie wohl des Öfteren in Artikeln der Glückspost, einer Schweizer Wochenzeitschrift / Regenbogenpresse vom Axel- Springer-Verlag Beachtung fand, unter anderem anläßlich des Todes ihres Vaters und als Vorstellung als Fitness-Ikone in der Türkei.

Zu Beginn des Buches nimmt die Autorin nochmals Abschied von ihrem Vater, gibt einen kurzen Einblick in Ernährung und in ihr Leben als Bloggerin, der zur Zeit mehr als 1/2 Million Menschen folgen und ihre Methode anwenden. Sie kündigt viele Beispiele aus ihrer Fangemeinde an, wie einen Brief einer ihrer Schülerinnen und einem Fan, der so sein möchte wie sie. Eine Challange, sich 21 Tage zuckerfrei zu ernähren, wird angeboten und auf Ernährungsgrundsätze hingewiesen: kein Weißmehl, kein Zucker, keine Butter, keine Fertiggerichte…. Dem folgt der Rezeptteil, der vielfältig daherkommt und fast das ganze Buch ausmacht. Die angewendeten Prinzipien kennt man schon aus anderen Büchern und Ernährungskonzepten, was ich grundsätzlich nicht schlimm finde – ist halt erprobt und das Rad läßt sich nicht immer wieder neu erfinden. Manche Rezepte kennt man halt schon, andere wurden neu interpretiert oder neu „erfunden“; mich sprechen besonders das vegetarische Chili,der indische Garam-Masal-Eintopf, Nice-Cream mit Krokantder Pfirsich Cheesecake, der Zucchini-Schokoladenkuchen und der Kichererbsen-Orangen-Kuchen mit Syr-Topping sowie die türkischen Linsenbällchen an. Die Rezepte sind allesamt sehr gut erklärt, mit Foto ergänzt und superleicht nachzuarbeiten.

Auf den letzten 14 Seiten finden sich die Trainingspläne ( 4 Seiten), ein paar Informationen zu Yoga samt 5 bebilderten Positionen mit Anleitung ( 6 Seiten) sowie 4 Seiten zur Anwendung einer Schaumstoff/ Faszienrolle.

Die im Buch aufgeführten Trainingspläne beinhalten die Übungsbezeichnungen zum Aufwärmen, zum Programm und zum Dehnen. Darunter befindet sich ein QR Code, der, wenn man ihn mit dem Handy scannt zu den Videos auf dem YouTube-Kanal der Autorin führt und man die entsprechenden Filme ansehen kann. Das beigelgte Poster enthält exakt dieselben Informationen. Ich bevorzuge dabei die Version im Buch: weiße Schrift auf grauem Grund – das läßt sich gut lesen. Ganz anders leider auf dem Poster: die Überschriften gehen noch, die Bezeichnungen der Übungen, filigran in Weiß auf grellrosa Untergrund sind mir viel zu anstrengend um sie zu entziffern. Aber das mag ein persönliches Problem sein…. Ich persönlich hätte da lieber Fotos oder Skizzen zu den einzelnen Übungen gehabt, die QR Codes werde ich wohl nicht nutzen. Filme auf Youtube kann ich mir auch so jederzeit ansehen. Für Jüngere werden die QR Codes wahrscheinlich so alltäglich sein, wie die Fotos es für mich wären; ich werde die Übungen also stur nach Liste machen, was aber auch kein Problem ist, denn fast alle kennt man eigentlich.

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und hatte vielleicht zu hohe Erwartungen, was den Gehalt an neuen Informationen betrifft; vielleicht hab ich auch einfach schon zu viel über gesunde Ernährung gelesen, dass mich Informationen wie, dass ich mich nicht von Fastfood und Süßigkeiten ernähren sollte, nicht aus den Schuhen hauen. Sowohl im theoretischen Teil zur Ernährung als auch bei den Rezepten und der Einführung in die Fitnessübungen hatte ich das Gefühl, für dieses Buch zu alt zu sein – wahrscheinlich richtet sich die Autorin auch eher an bis zu 20-Jährige, wenn sie erklärt, wieviel ml auf einen Essklöffel und auf einen Teelöffel passen, ihre Gedanken zu Milchkonsum oder vegetarischer Ernährung preisgibt odererklärt, wie man selber Mandelmilch herstellt.. Besonders befremdlich wirken solche Tipps oder Kommentare auf mich, wie beispielsweise auf S.39 „Koche selbst oder lade dich bei deiner Mutter zum Essen ein.“ oder auf S. 200 zum Einstieg in den 7-Tage-Trainingsplan: „Wenn Du in drei Wochen sichtbare Resultate haben willst, erwarte ich, dass du jeden Tag mit mir zusammen diese Übungen machst.“ Das spricht mich genausowenig an, wie die vielen Fotos der Autorin mit diesem fast nicht krampfhaften Lächeln, wie auf der Titelseite. Das muß man mögen… vielleicht muß man dafür einer ihrer immer wieder erwähnten 1/2 Millionen Fans seins; mir war das einfach zuviel solcher Fotos…

Der Schwerpunkt liegt aber ganz eindeutig auf den Rezepten, die ich sehr vielfältig und ansprechend finde. Das ganze Drumrum spricht mich nicht so überzeugend und mitreißend an – aber von den Rezepten werde ich viele ausprobieren und sicherlich auch einige in unseren aktiven Mahlzeiten“schatz“ aufnehmen. Die Übungen werde ich, wie schon erwähnt, einfach nach Liste machen; das reicht mir völlig aus. Insgesamt fällt das Buch schon etwas anders aus als erwartet, hält aber ausreichend ansprechende Rezepte und Übungen bereit.