Düsteres Buch über eine beschwerliche Reise zum großen Unbekannten
Fractal Noise
Fractal Noise ist die Vorgeschichte zu Infinitum. Infinitum muss man also folglich nicht gelesen haben. Zumindest hatte ich nicht das Gefühl, das mir was fehlt. Es beginnt mit der Teamzusammenstellung, ...
Fractal Noise ist die Vorgeschichte zu Infinitum. Infinitum muss man also folglich nicht gelesen haben. Zumindest hatte ich nicht das Gefühl, das mir was fehlt. Es beginnt mit der Teamzusammenstellung, als ein dunkles Loch auf Talos auftaucht. Die Teamzusammensetzung wurde nicht wirklich geplant. Wer sich gemeldet hat konnte mit. Da wurde keine Rücksicht darauf genommen, ob das Team zusammenarbeiten kann. Von Anfang an gab es eine Menge Konflikte und Spannungen zwischen den Reisenden. Als sie aufbrechen haben sie noch gute Vorsätze und eine volle Ausrüstung. Aber schon bald gehen die ersten Streitereien los und sie werden schlimmer, je näher sie dem Loch kommen. Die Mission an sich verschwindet immer mehr in den Hintergrund, denn der Streit zwischen dem Team nimmt schnell ein Maß an, das kaum vorstellbar ist bei so einer wichtigen Mission. Da sollte man doch meinen, dass sie zusammenarbeiten und das Ziel im Blick behalten, als sich ständig an die Gurgel zu gehen. Vermutlich ist es aber auch die reine Strapaze und der unaufhörliche Wumms der vom Loch ausgesendet wird. Die Reise wird immer beschwerlicher und man erfährt immer mehr von Alex und seiner überwältigenden Trauer um seine Frau. Von den anderen Team-Mitgliedern erfährt man nur recht wenig, da sie nicht viel von sich preisgeben und auch das Buch aus der Sicht von Alex geschrieben wird. Das Team ist sehr hartnäckig und setzt den Weg zum Loch weiter fort, ohne Rücksicht darauf, dass schon viele verletzt sind und sie eigentlich schon am Ende ihrer Kräfte angelangt sind. Der Schluss ist dann wieder etwas schnell beschrieben und anhand der beschwerlichen Reise hätte ich irgendwie mehr erwartet. Aber rundum ein gutes spannendes Buch, was allerdings recht düster ist und keine Lichtblicke aufweist.
Fazit:
Wem die durchaus düstere Stimmung nichts ausmacht, der bekommt mit diesem Buch ein durchaus spannendes interessantes Buch, das es lohnt gelesen zu werden.