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Veröffentlicht am 12.10.2021

Herz und Spannung in den schottischen Highlands

Neues Glück im kleinen Strickladen in den Highlands
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Inhalt:

Maighread und Chloe fühlen sich inzwischen heimisch in Callwell, möchten aber gerne ein bisschen mehr Leben in den Ort bringen. Sie entschließen sich, ein großes Yarn Festival zu planen.

Kurz ...

Inhalt:

Maighread und Chloe fühlen sich inzwischen heimisch in Callwell, möchten aber gerne ein bisschen mehr Leben in den Ort bringen. Sie entschließen sich, ein großes Yarn Festival zu planen.

Kurz vor dessen Beginn bringt ein schwerer Sturm die ohnehin turbulenten Planungen zusätzlich durcheinander. Und nicht nur das, auch Maighreads Freund Joshua kehrt plötzlich nach dem Sturm mit seinem Boot nicht vom Loch Lomond zurück. Und das ausgerechnet, wo er doch gerade beschlossen hatte, Maighread einen Heiratsantrag zu machen.

Meinung:

Auch mit ihrer dritten Rückkehr in das bezaubernde Örtchen Callwell schickt Susanne Oswald ihre Leser:innen wieder auf eine wunderschöne Reise in die schottischen Highlands. Neben der bildhaften Landschaft darf man zurückkehren, zu den inzwischen schon liebgewonnenen Bewohnern, so dass es überhaupt nicht schwerfällt, sich von der ersten Seite an wieder wohlzufühlen. Darüber hinaus mag ich es sehr, dass man die Charaktere immer wieder ein Stück weiter auf ihrem Lebensweg begleiten kann.

Allerdings finde ich leider, dass in diesem Band die Handlung zugunsten sehr vieler Details über Wollnamen und Strickmuster, sowie über weitere Einzelheiten von Kräuterbeständen oder Färbetechniken zurücksteht. Das trifft sicher in das Herz ganz vieler handarbeitsbegeisterter Leser:innen, unterbricht für mich aber den Lesefluss und seinen Spannungsbogen.

Fazit:

Liebesroman mit Herz und Spannung in wunderschönem schottischem Ambiente, mit einer Leseempfehlung für Handarbeitsfans.

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Veröffentlicht am 02.10.2021

Liebe, Leid und Freundschaft auf dem Weg zum Erwachsenwerden

Der große Sommer
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Der 16-jährige Friedrich Büchner muss am Ende der Sommerferien in die Nachprüfung. Statt mit seiner Familie in den Urlaub zu fahren, wird er zum Lernen zu seinem strengen Großvater ausquartiert.

Doch ...

Der 16-jährige Friedrich Büchner muss am Ende der Sommerferien in die Nachprüfung. Statt mit seiner Familie in den Urlaub zu fahren, wird er zum Lernen zu seinem strengen Großvater ausquartiert.

Doch der Sommer wird anders als erwartet. Friedrich lernt seine Großeltern von einer ganz neuen Seite kennen, er erlebt seine erste Liebe, aber auch Krankheit und Tod. Immer an seiner Seite seine Schwester Alma und sein bester Freund Johann. Gemeinsam erleben sie den Sommer ihres Lebens.

Meinung:

Nachdem mich Ewald Arenz Vorgängerroman "Alte Sorten" nicht wirklich erreichen konnte, ist das dem Autor mit diesem Buch viel besser gelungen. "Der grosse Sommer" ist ein gefühlvoller Roman über die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Leid und Familie.

Ich wurde bei vielen Geschehnissen an meine eigene Jugend in den 80er Jahren erinnert, so dass es mir schon aus diesem Grund leicht fiel, mich mit den Charakteren und der Atmosphäre zu identifizieren. Darüber hinaus schafft es der emotionale und bildhafte Schreibstil seine Leser an die Handlung zu fesseln. Zusätzlich wird durch kleine Vorausschauen in die Zukunft ein raffinierter übergeordneter Spannungsbogen geschaffen.

Einen Punkt Abzug, da die Geschichte für mein persönliches Empfinden im zweiten Teil ein klein wenig überzogen war und mich das Ende nicht ganz zufrieden gestellt hat.

Fazit:

Lesenswerter emotionaler Roman über das Erwachsenwerden mit Erinnerungsfaktor an die eigene Jugend.

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Veröffentlicht am 30.09.2021

Außergewöhnlicher Kriminalfall, der hinter die Fassaden blickt

Betongold
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Inhalt:
Josef Frey, Martin Schanninger und Matthias Hinterkammer, der Smokey, der Schani und der Moni. Drei Freunde seit Jugendtagen, bis der Schani eines Morgens tot in einer Baugrube gefunden wird. ...

Inhalt:
Josef Frey, Martin Schanninger und Matthias Hinterkammer, der Smokey, der Schani und der Moni. Drei Freunde seit Jugendtagen, bis der Schani eines Morgens tot in einer Baugrube gefunden wird. Der Smokey, ehemaliger Mordermittler, stellt daraufhin auf eigene Faust Ermittlungen an.

Dabei lässt er ihr Leben nochmal Revue passieren, ein Leben in dem sich die drei ganz unterschiedlich entwickelt haben. Ein Kommissar, ein Wirt und ein nun toter Immobilienunternehmer, dem es an Feinden offenbar nicht gemangelt hat. Umso mehr der Smokey hinter die Fassade seiner Freunde, ihrer Geschäfte und der Münchner Schickeria schaut, stellt sich ihm die Frage, ob sie sich eigentlich wirklich gekannt haben.

Meinung:
Ein außergewöhnlicher Roman, in dem der zu lösende Kriminalfall nur die Fassade einer Geschichte darstellt. Hinter ihr geht es um Menschen und ihre Beziehungen, um die Schattenseiten einer Stadt, um das Streben nach Macht und Geld, aber auch um Ehrlichkeit und Menschlichkeit.

Tanja Weber ist mit diesem Buch ein Stück großartiger Literatur gelungen. Sprach- und bildgewaltig transportiert sie die Atmosphäre zu ihren Lesern und erreicht bei diesen mit feinem Gespür und ganz viel Aussage zwischen den Zeilen nicht nur das Herz, sondern regt auch zum Nachdenken an.

Kein Buch, dass man als leichte Unterhaltung zwischendurch taugt, aber eines, auf das man sich einlassen sollte, das mich in seinen Bann gezogen und bewegt hat und das mir ganz sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Fazit:
Ein Highlight in meinem Bücherregal, und ein Vorbild für das, was man mit Sprache bewegen und transportieren kann. Hut ab!

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Veröffentlicht am 30.09.2021

Eine Reise in die Provence, die das Herz berührt

Liebe, lavendelblau
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Inhalt:

Sarah möchte spontan ihren Freund Julian in Kalifornien besuchen, nachdem sie ihren Job verloren hat. Doch als sie feststellt, dass er sie hintergeht, bucht sie den Flug spontan um und reist zu ...

Inhalt:

Sarah möchte spontan ihren Freund Julian in Kalifornien besuchen, nachdem sie ihren Job verloren hat. Doch als sie feststellt, dass er sie hintergeht, bucht sie den Flug spontan um und reist zu ihrer Freundin Cleo in die Provence.

Dort möchte sie zur Ruhe kommen und beginnt im Gästehaus auf dem Weingut von Lucien wieder mit ihrem Traum, dem Schreiben. Doch zwischen dem geheimnisvollen Winzer und Sarah, entwickeln sich zarte Gefühle. Ist sie wirklich bereit für ein neues Leben?

Meinung:

Die Autorin Hannah Juli hat mit dieser Geschichte einen ganz zauberhaften Roman geschaffen. In einem unglaublich feinfühligen Schreibstil, appelliert sie an ihre Leser:innen ihren Träumen und ihrem Herzen zu folgen. Dabei helfen ihr das wunderbar mit allen Sinne beschriebene französische Gefühl der Provence und die sehr lebendigen und sympathischen Charaktere, die einem wirklich ans Herz wachsen.

Für mich ein wirklich romantisches und emotionales Leseerlebnis, bei dem ich mit den Figuren gelebt und geliebt habe, in die Umgebung eintauchen konnte und bei dem sowohl in, als auch zwischen den Worten ganz viel Aussagekraft gesteckt hat, die auch ein bisschen nachdenklich stimmt. Ich verabschiede mich nur ungerne aus der Provence und hoffe sehr auf weitere wunderschöne Geschichten der Autorin.

Fazit:

Große Leseempfehlung für ein berührendes, warmes und unglaublich herzliches Buch, das mir sicher in Erinnerung bleiben wird.

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Veröffentlicht am 26.09.2021

Rundum gelungenes Buch über das Wichtigste im Leben, die Familie.

Walnusswünsche
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Inhalt:

Victoria lebt gemeinsam mit ihrem alten Vater auf der Walnussfarm ihrer Familie in Kalifornien. Ihre Schwester Abigail hingegen hat die Farm vor vielen Jahren verlassen und ist selbst zur Beerdigung ...

Inhalt:

Victoria lebt gemeinsam mit ihrem alten Vater auf der Walnussfarm ihrer Familie in Kalifornien. Ihre Schwester Abigail hingegen hat die Farm vor vielen Jahren verlassen und ist selbst zur Beerdigung ihrer Mutter nicht zurückgekehrt.

Victorias einsames und arbeitsreiches Leben bekommt einen neuen Inhalt, als der bekannte Autor Liam Sanders sich bei ihr einmietet, um an seinem Roman Walnusstage zu schreiben.

Doch mit der Idylle ist es vorbei, als plötzlich Abigail vor der Tür steht, an der Hand ihre Tochter Bella. Und damit ich genug, verschwindet sie genauso unerwartet wieder, wie sie gekommen ist ... jedoch ohne ihre Tochter mitzunehmen.

Meinung:

Auch der inzwischen fünfte Teil der "Kalifornischen Träume" hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und erst nach der letzten wieder losgelassen. Manuela Inusa schafft es immer wieder ihre LeserInnen mit einer Mischung aus Romantik, Spannung und ernsten Themen zu berühren, zu unterhalten und zum Nachdenken anzuregen.

Dabei gibt es durchaus einen gemeinsamen Rahmen um die Serie und doch ist jeder Band für sich ganz einzigartig und besonders gestaltet. Die Geschichte rund um eine Walnussfarm stellt die Familie, ihre Bedeutung, ihre Werte und ihre ganze Liebe in den Mittelpunkt des Geschehens und macht jeden von uns damit auf wirklich sehr emotionale Weise auf dieses unersetzbare Thema aufmerksam.

Ich habe die wunderbaren Charaktere geliebt, die bösen gehasst und mit allen gemeinsam gehofft, gebangt, geweint und geschmunzelt. Und "nebenbei" hat die Autorin mir noch einige wissenswerte Fakten über Land, Leute und die Walnuss an sich vermitteln können. Mehr geht nicht!

Fazit:

Eine rundum gelungene, sehr lesenswerte Geschichte, die mich nicht nur ausgezeichnet unterhalten, sondern auch nachhaltig berührt hat. Ich freue mich auf weitere Geschichten aus Kalifornien.

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