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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2021

Elwenfels ist nicht einfach nur ein Buch, sondern ein ganz besonderes Erlebnis

Rebenopfer
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Inhalt:

Der ehemalige Polizist und Privatermittler Carlos Herb aus Hamburg hat den Auftrag, den an der Pfälzer Weinstraße verschwundenen Millionär Hans Strobel zu suchen.Es verschlägt ihn dabei in das ...

Inhalt:

Der ehemalige Polizist und Privatermittler Carlos Herb aus Hamburg hat den Auftrag, den an der Pfälzer Weinstraße verschwundenen Millionär Hans Strobel zu suchen.Es verschlägt ihn dabei in das kleine Walddörfchen Elwenfels.

Ein merkwürdiger Fleck Erde, mit noch merkwürdigeren Bewohnern, die aber, wie Carlos schnell bemerkt, das Herz am rechten Fleck haben. Seine Suche führt ihnen die Winzerbranche und auch hier geht offenbar nicht alles mit rechten Dingen zu.

Meinung:

Dem Autorenehepaar Britta und Christian Habekost ist es mit ihrem Buch gelungen nicht nur ihre Pfälzer Heimat wunderbar bildhaft darzustellen, sondern darüber hinaus mit dem fiktiven Örtchen Elwenfels ein ganz besonderes Fleckchen Erde zu erschaffen. Dort werden die Leser entführt in eine ganz eigene Welt, in der das Leben sehr kreativ gehandhabt wird und nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht. Aber zusammen mit dem einzigartigen Protagonisten Carlos stellen sich die Leser ganz schnell die Frage, ob nicht genau das die richtige Lebensart, mit dem Herz am rechten Fleck ist.

Bewohnt wird Elwenfels von den unterschiedlichsten einmaligen Charakteren (die man allerdings anfänglich erstmal in ihrer Vielzahl sortieren muss), die einen hineinziehen in eine liebeswerte, unterhaltsame und gleichsam spannende Geschichte. Wunderbar unterstrichen durch authentischen Pfälzer Dialekt, der sich einem aber mühelos erschließt. Schlußendlich fühlt man sich so heimisch in Elwenfels, dass man das Buch gar nicht beenden möchte. Zum Glück gibt es Nachschub.

Fazit:

Elwenfels kann man nicht erklären, sollte man aber ganz unbedingt erleben, weeschwieschmään!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.07.2021

Fesselnder Abschluss einer spannenden Familiengeschichte

Die Schokoladenvilla – Zeit des Schicksals
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Inhalt:

Viktoria Rheinberger, Judiths Tochter, macht in Frankreich eine Ausbildung zur Chocolatiére, als ihr Vater plötzlich stirbt und sie vorzeitig zurück nach Stuttgart reisen muss, um ihre Mutter ...

Inhalt:

Viktoria Rheinberger, Judiths Tochter, macht in Frankreich eine Ausbildung zur Chocolatiére, als ihr Vater plötzlich stirbt und sie vorzeitig zurück nach Stuttgart reisen muss, um ihre Mutter in der Schokoladenfabrik Rothmann zu unterstützen.

Inzwischen bedroht der zweite Weltkrieg nicht nur Deutschland, sondern auch das Unternehmen. Möglicherweise könnte sich der amerikanische Süßwarenproduzent Andrew Miller, der wegen eines Kredites nach Stuttgart reist, als Glücksfall erweisen. Doch sowohl in der Familie Miller, als auch bei den Rothmanns ziehen dunkle Wolken auf.

Meinung:

Maria Nikolai ist ein grandioses Finale für ihre Schokoladenvilla-Trilogie gelungen. Die inzwischen bekannten Mitglieder der immer weiter wachsenden Familie Rothmann und ihrer Freunde fesseln den Leser an die Erlebnisse der Figuren. Diese wurden von der Autorin über mehrere Kontinente gestrickt, so dass es auch in diesem Band zusätzlich noch viele neue Dinge zu entdecken gibt.

Dabei erlauben Spannung, Emotionen und interessante und toll recherchierte historische Fakten den Lesern ein Eintauchen in deren Leben in der damaligen Zeit. Dank des scheinbar mühelosen Schreibstils und der ineinandergreifenden Geschehnisse, entwickelt sich ein Spannungsbogen, der es mir unmöglich gemacht hat, das Buch vor der letzten Seite aus der Hand zu legen.

Fazit:

Ein rundum gelungenes und interessantes Leseerlebnis bei dem nur eine Tatsache bedauerlich ist, dass die Geschichte hier ihr Ende gefunden hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2021

Angela Merkel auf sympathischen und spannenden Abwegen

Miss Merkel
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Inhalt:

Nach dem Ende ihrer Amtszeit zieht Angela Merkel mit Mann Joachim, Bodyguard Mike und Mops Putin nach Klein-Freudenstadt in die Uckermark. Hier hofft sie auf ein beschauliches Dasein, das ihr ...

Inhalt:

Nach dem Ende ihrer Amtszeit zieht Angela Merkel mit Mann Joachim, Bodyguard Mike und Mops Putin nach Klein-Freudenstadt in die Uckermark. Hier hofft sie auf ein beschauliches Dasein, das ihr jedoch schnell langweilig wird.

So kommt ihr der vermeintliche Selbstmord an Philipp von Baugenstein gerade recht. In Anbetracht des unfähigen Kommissars nimmt Angela die Ermittlungen in ihre eigenen Hände und bringt dabei nicht nur sich selbst in Gefahr.

Meinung:

Dieses Buch hat mich endgültig zu einem Fan der Erzählungen von David Safier werden lassen, indem es meine Erwartungen noch deutlich übertroffen hat. Großartige erzählte Geschichte rund um unsere Noch-Bundeskanzlerin auf Abwegen, mit einzigartig ausgearbeiteten und sympathischen Charakteren zum Mitlachen, -weinen und -schmunzeln.

Die Handlung beschert den Lesern gleichsam humorvolle und bis zur letzten Seite spannenden Lesestunden, die zudem auch mit ganz liebevollen leisen Tönen unterlegt sind. Sehr bildhaft dargestellt die jeweilige Umgebung zwischen Schloß, Marktplatz und Fachwerkhäuschen. Der Schreibstil ist dabei durchweg ansprechend, immer niveauvoll und angemessen.

Fazit:

Große Begeisterung über ein echtes Lesehighlight und ein kleines bisschen Hoffnung auf weitere Fälle für "Miss Merkel und Mister Puffel".

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2021

Was würdest du tun, wenn dies dein letzter Tag wäre?

Der erste letzte Tag
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Inhalt:

Livius Reimer ist auf dem Weg zu seiner Frau Yvonne, mit der er sich versöhnen will. Ein Missgeschick zwingt ihn und seine Mitreisende Lea von Armin, das Flugzeug in München zu verlassen und den ...

Inhalt:

Livius Reimer ist auf dem Weg zu seiner Frau Yvonne, mit der er sich versöhnen will. Ein Missgeschick zwingt ihn und seine Mitreisende Lea von Armin, das Flugzeug in München zu verlassen und den Weg nach Berlin durch das Schneegestöber mit einem Mietwagen zurückzulegen ... gemeinsam.

Die Reise wird abenteuerlicher als gedacht, nachdem Lea vorschlägt all das zu tun, was man an seinem letzten Tag noch erledigen möchte.

Meinung:

Thriller-Urgestein Sebastian Fitzek hat sich hier mal auf ganz anderem schriftstellerischen Terrain bewegt. Ein Roadmovie, das auf der grundsätzlich sehr interessanten Idee basiert, was zwei Menschen an ihrem letzten Tag noch unbedingt erledigen würden.

Die Geschichte ist durchaus spannend, unterhaltsam und humorvoll umgesetzt mit vielen kreativen Ideen der beiden völlig unterschiedlichen Protagonisten und ihren skurrilen Wegbegleitern. Allerdings war es für mich persönlich von allem etwas zu viel, so dass es an manchen Stellen aufgesetzt und absurd wirkte, insbesondere durch die zahlreichen aneinandergereihten bildlichen Vergleiche in der Sprache.

Im letzten Drittel entwickelt der Roman seine wirkliche emotionale Stärke, die mich zum Nachdenken angeregt hat und im Gedächtnis bleiben wird.

Fazit:

Fitzek mal ganz anders, durchaus lesenswert, aber für mich kein Highlight.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2021

Lieben, lachen und weinen mit den Bennetts

Firefly Creek
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Inhalt:

Ethan Bennett kehrt nach beruflichen Schwierigkeiten nach Jahren aus Sydney zurück nach Hause, auf eine Rinderfarm in Südaustralien. Dorthin, wo er sich seinem alleinerziehenden Vater und seinen ...

Inhalt:

Ethan Bennett kehrt nach beruflichen Schwierigkeiten nach Jahren aus Sydney zurück nach Hause, auf eine Rinderfarm in Südaustralien. Dorthin, wo er sich seinem alleinerziehenden Vater und seinen Brüdern, als BWL-Student unter Farmern, immer fremd gefühlt hat.

Nach einem skeptische Empfang nähert sich die Familie wieder an und Ethan beginnt, sich heimisch zu fühlen. Doch dann passiert, was nicht sein darf. Er verliebt sich in Liz, die Witwe seines verstorbenen Bruders Samuel.

Meinung:

Ein ausgesprochen emotionaler und bildgewaltiger Debütroman der Autorin Lilian Kaliner, dessen Ende mich tatsächlich zu Tränen gerührt hat, was wirklich selten vorkommt.

In einem ganz wunderbar dargestellten australischen Setting erwartet die Leser eine Geschichte über Familie, Freundschaft und Liebe, über Zusammenhalt und Loslassen, über die vermeintlich ausgesprochenen und die tatsächlich unausgesprochenen Dinge im Leben.

Durch den wirklich fesselnden Schreibstil, habe ich auf jeder einzelnen Seite mit den Bennetts geliebt, gehofft und getrauert und erwarte nun sehnsüchtig weitere Erlebnisse im zweiten Band.

Fazit:

Ein außergewöhnlich berührendes Buch von der Sorte, bei der man das letzte Kapitel hinauszögert, um die Geschichte nicht verlassen zu müssen. Ein Highlight!

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere