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la_sagne

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Veröffentlicht am 20.02.2021

Von Menschen und Affen

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In den 1970er-Jahren sieht die Frühpädagogik-Studentin Aimee zufällig eine TV-Show bei der der Biologe und Wissenschaftler Guy Schermerhorn vorgestellt wird. Er stellt Sam vor, einen Schimpansen Sam, der ...

In den 1970er-Jahren sieht die Frühpädagogik-Studentin Aimee zufällig eine TV-Show bei der der Biologe und Wissenschaftler Guy Schermerhorn vorgestellt wird. Er stellt Sam vor, einen Schimpansen Sam, der Gebärdensprache erlernt hat. Aimee ist sofort Feuer und Flamme, bewirbt sich als Assistentin von Guy und wird auch eingestellt. Doch als die Fördermittel gestrichen werden, steht Aimee vor dem Nichts.


T.C. Boyle ist einer der Stars der amerikanischen Literaturszene. In seinen Büchern geht es immer wieder um das Verhältniss zwischen Natur und Mensch, Rassismus, Minderheiten, einfach den Zustand der Nation.
Diesmal greift er Sprachforschungen an Menschenaffen in den 1970er-Jahren auf. Es wird aus der Sicht aller drei Protagonisten erzählt. Somit wird auch Sams Perspektive dargestellt. Das ist gut gemacht und regt zum Nachdenken an. Allerdings gab es mir etwas zu viele Zufälle und diese Dreiecksliebesgeschichte mit Alkohol- und Drogenmissbrauch hat es etwas merkwürdig gemacht. Kein schlechtes Buch, aber nicht Boyles bestes Werk.

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Veröffentlicht am 20.11.2020

Fans im Fokus

Unter Ultras. Eine Reise zu den extremsten Fans der Welt.
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James Montague ist in die verschieden Länder gereist, um Einblick in die Ultra-Szene zu bekommen.
Da die Ultras Journalisten oft misstrauen, ist dies kein einfaches Unterfangen. Montague bemüht sich, ein ...

James Montague ist in die verschieden Länder gereist, um Einblick in die Ultra-Szene zu bekommen.
Da die Ultras Journalisten oft misstrauen, ist dies kein einfaches Unterfangen. Montague bemüht sich, ein ausgewogenes Bild zu zeichnen. Er will mir Vorurteilen aufräumen, ohne besorgniserregende Entwicklungen zu verschweigen.
Kroatien, Uruguay, Brasilien, Deutschland, Schweden, Türkei, USA... Die Bandbreite ist weit. Das macht Vergleiche interessant. Manchmal hat mir jedoch der tiefergehende Blick auf einen Ort/Verein und ein wirkliches Eintauchen in die Atmosphäre des Fußballspiels gefehlt. Der Autor breitet viele Fakten aus, was dazu führt, dass man ab und an mal mit der Lektüre pausieren muss, um von der Fülle an Informationen nicht erschlagen zu werden.
Aber gerade zu diesen Zeiten, in denen Fußball im Stadion ohne Fans ausgetragen wird, eine schöne Erinnerung daran, was die Fankultur ausmacht. Nicht nur Gewaltbereitschaft und Pöbelei, sondern auch das Hinweisen auf gesellschaftliche Missstände, Kreativität, ein Gefühl von Identität und Zusammengehörigkeit...
Es bleibt abzuwarten, wie sich das entwickelt.
Ein Trostpflaster für diejenigen, die sich danach sehnen endlich wieder ins Stadion gehen zu können und eine Erinnerung daran, was Fußball auch lebendig hält.

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Veröffentlicht am 13.11.2020

Den großen Ambitionen nicht gerecht geworden

Die Republik
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Als großer Fan von Science Fiction Geschichten war ich natürlich neugierig auf "Die Republik". Zudem habe ich auch einen innerdeutschen Migrationshintergrund und habe mich immer sehr für DDR-Literatur ...

Als großer Fan von Science Fiction Geschichten war ich natürlich neugierig auf "Die Republik". Zudem habe ich auch einen innerdeutschen Migrationshintergrund und habe mich immer sehr für DDR-Literatur interessiert.
Maxim Voland lässt sein Buch in einer alternativen Realität spielen, in der die DDR führende europäische Macht ist und fast das gesamte deutsche Staatsgebiet umfasst. In diesem Umfeld lässt er verschiedene Handlungsstränge ablaufen.

Leider musste ich mich durch die ersten 140 Seiten durchquälen und bin mir nicht sicher, ob ich diesen Roman zuende lesen werde. Besonders die Art und Weise, wie die Charaktere vorgestellt werden und wie sie mit- und untereinander agieren, ist äußerst amateurhaft. Gerade die Hauptfiguren kommen zu Anfang schon unglaublich hohl daher, sodass ich mir nicht vorstellen kann, dass sich dies im Laufe der Handlung bessert. Auch die Hintergründe dieser alternativen DDR fand ich nicht überzeugend genug erklärt. Ich gebe zu, dass der Autor ein wahrhaft ambitioniertes Vorhaben hatte, an dem wohl auch die meisten anderen Autoren gescheitert wären, aber alles in allem bin ich doch enttäuscht.

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Veröffentlicht am 27.10.2020

hinter den Kulissen

Dreck
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Nachdem Bill Buford arbeitete in Italien als Pastamacher arbeitete und darüber ein Buch schrieb ("Hitze"), wendet er sich nun der französischen Küche zu. Dafür geht er mit seiner Frau Jessica und seinen ...

Nachdem Bill Buford arbeitete in Italien als Pastamacher arbeitete und darüber ein Buch schrieb ("Hitze"), wendet er sich nun der französischen Küche zu. Dafür geht er mit seiner Frau Jessica und seinen dreijährigen Söhnen nach Lyon. Er lernt in einer Bäckerei, wird Schüler des Institut Paul Bocuse und Praktikant im legendären La Mère Brazier.
An sich fand ich es sehr interessant. Man muss sich jedoch erst einmal an den Stil des Autors gewöhnen. Er springt zwischen Themen und manchmal war mir nicht ganz klar, wo der rote Faden ist. Außerdem wirft er mit Namen von Gerichten, Restaurants und Köchen geradezu um sich. Viele kannte ich nicht und konnte die Begeisterung nicht immer nachvollziehen. Besonders skurril, wie empfindlich auf Bufords Frage nach der Verbindung von italienischer und französischer Kücher reagiert wird. Da hängt einiges an Nationalstolz dran. Für Enthusiasten der französischen Küche interessant, für Anfänger in dem Thema eher etwas anstengend. Dennoch erlaubt Buford einen Blick hinter die Kulissen der Spitzengastronomie mit oft absurden Befindlichkeiten und Ritualen und langer Tradition.

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