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Veröffentlicht am 13.04.2025

Eine besondere Verbindung

Hase und ich
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Das Buch Hase und ich erzählt von einem ungewöhnlichen Miteinander zwischen Mensch und Feldhase. Die Autorin fand eines Tages einen kleinen Feldhasen, den sie großzog und anschließend beim Großwerden beiwohnen ...

Das Buch Hase und ich erzählt von einem ungewöhnlichen Miteinander zwischen Mensch und Feldhase. Die Autorin fand eines Tages einen kleinen Feldhasen, den sie großzog und anschließend beim Großwerden beiwohnen durfte.

Die Erzählung ist sehr besonders, da der kleine Feldhase das Leben und die Sicht auf das Leben in vielen Bereichen für die Autorin verändert hat. Beispielsweise war ihr Sinn für die Natur und das der Lebewesen darin, wie den Feldhasen, zu Beginn bei weitem nicht so geschärft wie am Ende.

Die wenigsten Menschen werden so eine besondere Beziehung zu einem Feldhasen aufbauen und so viel vom Leben eines Feldhasen mitbekommen. Es war sehr interessant, die Entwicklungen von Hase und der Autorin mitzuverfolgen.

Eine andere Leserin beschrieb in ihrer Rezension, dass die Geschichte eine gewisse Ruhe mit sich brachte und dem kann ich nur zustimmen. Denn das ganze Miteinander zwischen Mensch und Hase hatte diese Ruhe an sich.

Interessant war auch, dass die Autorin viel über Feldhasen recherchierte und dabei feststellte, dass es gar nicht so einfach ist, viel fundiertes Wissen über diese Tiere zu erlangen. Teile ihrer Recherche, die sie teilte, waren interessant, im Gesamten war es mir persönlich stellenweise aber etwas viel, da ich vom Klappentext her weniger in diese Richtung erwartet hatte und mich diese Informationen zwischenzeitlich etwas vom Weiterlesen abgehalten haben. Ab einem gewissen Punkt konnte ich mich jedoch wieder ganz auf die restliche Erzählung einlassen und fand es alles in allem auch ein schönes Buch.

Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen und würde es Menschen empfehlen, die sich für diese außergewöhnliche Beziehung interessieren, etwas besonderes Lesen wollen und bereit sind, sich auf diese Geschichte zwischen Mensch und Tier und damit auch zwischen Mensch und Natur einzulassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 15.01.2025

Viele kleine Anstöße zum Nachdenken

Heimweh nach mir
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Das Buch „Heimweh nach mir“ gibt einem 33 Fragen, anhand derer man zum Nachdenken angeregt wird und die einem dabei helfen können, sich selbst (wieder) mehr zu finden.

Zunächst einmal möchte ich sagen, ...

Das Buch „Heimweh nach mir“ gibt einem 33 Fragen, anhand derer man zum Nachdenken angeregt wird und die einem dabei helfen können, sich selbst (wieder) mehr zu finden.

Zunächst einmal möchte ich sagen, wie unfassbar schön ich die Gestaltung des Buchs finde. Das Cover ist sehr schick gestaltet und auch das Layout der einzelnen Kapitel, die immer wieder von großen bunten Seiten mit hervorgehobenen Wörtern / Sätzen durchzogen sind, gefällt mir sehr gut.

Ich denke, man wird nicht zwangsläufig aus jeder der 33 Fragen für sich etwas ziehen können, sondern eher für sich herausfinden, welche einem gerade den nötigen Anstoß verpassen und welche für einen (ggf. in diesem Moment) eher keine große Rolle spielen. Selbst habe ich mir an vielen Stellen Markierungen gesetzt und konnte einiges mitnehmen oder zumindest Denkanstöße aus dem Buch gewinnen. Daher kann ich das Buch empfehlen, wenn man sich mit sich auseinandersetzen möchte und vielleicht noch nach ein paar Anstößen sucht. Durch die Unterteilung ist es auch gut möglich, vorne im Inhalt zu schauen, was einen gerade anspricht und dann gezielt diese Frage zu lesen. Persönlich muss ich sagen, hat mich das Buch leider nicht ganz so nah erreichen können, wie ich es bei einigen anderen LeserInnen mitbekommen habe, dennoch kann ich es aus oben genannten Gründen empfehlen.

Veröffentlicht am 11.01.2025

Starke Charaktere

Die blaue Stunde
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In dem Spannungsroman von Paula Hawkins geht es um die verstorbene Künstlerin Vanessa Chapman und ihre Werke, nachdem in einem dieser ein menschlicher Knochen entdeckt wird. James, der als Kenner von Chapmans ...

In dem Spannungsroman von Paula Hawkins geht es um die verstorbene Künstlerin Vanessa Chapman und ihre Werke, nachdem in einem dieser ein menschlicher Knochen entdeckt wird. James, der als Kenner von Chapmans Werken in einem Museum arbeitet, nimmt sich den Nachforschungen an und muss dafür immer wieder auf die Gezeiteninsel, auf der Chapman einst lebte, heute lebt nur noch eine Frau auf der Insel, mit der er dafür in Kontakt treten muss.

Nachdem mich bereits „Girl on the train“ von Hawkins in den Bann gezogen hat, wollte ich unbedingt ihr neustes Buch lesen. Wie auch in „Girl on the train“ konnte mich „Die blaue Stunde“ begeistern. Zwar brauchte ich erneut ca. 50 Seiten, um mit der Geschichte warm zu werden, konnte das Buch danach jedoch schwer aus der Hand legen und gelangte in einen packenden Lesefluss.

Paula Hawkins besitzt in meinen Augen eine Stärke, wenn es um die Erschaffung von interessanten Charakteren geht. Diese haben Ecken und Kanten, wodurch man sie vielleicht auch mal eher unsympathisch empfindet, jedoch sind sie dadurch auch besonders und tragen Dinge in sich, die auf den ersten Blick nicht immer direkt zu erkennen sind. Ihre Charaktere sind rau, echt und manchmal etwas rätselhaft. Dies hat dazu beigetragen, dass „Die blaue Stunde“ für mich genauso einen großartigen Leseerfolg wie „Girl on the train“ darstellte. Auch das Setting mit der Gezeiteninsel mit nur einer Bewohnerin, welches mich bereits auf dem Klappentext angesprochen hat, war interessant und hat der Geschichte einen besonderen Ausdruck verliehen.

Ich vergebe 5 Sterne und werde die Bücher der Autorin auch in der Zukunft weiter verfolgen.

Veröffentlicht am 25.11.2024

Tolles Buch, schöne Charakterentwicklung

The Freedom Clause
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In dem Buch geht es um Daphne und Dominic, die ihre Ehe für eine Nacht im Jahr unter vorab festgelegten Bedingungen öffnen. Wir begleiten das Paar in einem Zeitraum von 5 Jahren und erfahren, wie sich ...

In dem Buch geht es um Daphne und Dominic, die ihre Ehe für eine Nacht im Jahr unter vorab festgelegten Bedingungen öffnen. Wir begleiten das Paar in einem Zeitraum von 5 Jahren und erfahren, wie sich diese Öffnung auf ihre Ehe auswirkt.

Der Schreibstil macht es einem leicht in die Geschichte einzusteigen. Das Konzept des Buchs und den langen Zeitraum, über den man die beiden begleitet, gefallen mir sehr gut. Durch die lange Zeitspanne hat man viel Zeit eine Charakterentwicklung zu betrachten, diese wie ich finde, auch sehr gelungen ist. Das ganze Buch über war ich neugierig zu erfahren, wie sich diese eine Nacht am Ende wirklich auf die Beziehung auswirkt, dadurch hat mich das Buch auf angenehme Art dazu gebracht immer weiter lesen zu wollen. Ich würde das Buch jederzeit weiterempfehlen und vergebe 5 Sterne. Auch das Coverdesign finde ich extrem gut.

Veröffentlicht am 08.11.2024

Schöner Kern, der in der Länge etwas untergeht

Das Buch der neuen Anfänge
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Im Buch geht es um Jo, die nach der Trennung ihres Freundes übergangsweise das Schreibwarengeschäft ihres demenzkranken Onkels übernimmt. Sie versucht einen neuen Platz für sich im Leben zu finden und ...

Im Buch geht es um Jo, die nach der Trennung ihres Freundes übergangsweise das Schreibwarengeschäft ihres demenzkranken Onkels übernimmt. Sie versucht einen neuen Platz für sich im Leben zu finden und wird dabei von Ruth und Malcom begleitet. Während Ruth vor etwas davongelaufen ist, beschäftigt den 70-Jährigen seine Vergangenheit.

Alles in allem geht es um Freundschaft, um Liebe, das Leben. Darum den für sich richtigen Platz zu finden und um den Weg dorthin. Die Kernaussage und die Entwicklungen der drei recht verschiedenen Charaktere, die sich miteinander anfreunden, finde ich sehr schön. Besonders das Ende hat alles toll in Bezug zueinander gestellt und schön verknüpft.

Weniger gefallen hat mir die kleine Liebesgeschichte, für mich war das Ende dahingehend viel zu wenig tiefgehend. Außerdem hat sich der Einstieg ins Buch die ersten 100 bis 150 Seiten sehr lang angefühlt. In meinen Augen hätte man dort etwas kürzen können, damit man den schönen Kern der Geschichte besser herausstellt. So war es leider zu Beginn hart dranzubleiben und beinahe hätte ich das Buch zur Seite gelegt, was schade gewesen wäre, da die Geschichte am Ende doch sehr schön war und ich mir sogar ein paar Textstellen angestrichen habe, die mir gut gefallen haben.

Vermutlich würde das Buch nicht noch einmal lesen, habe die zweite Hälfte der Geschichte dennoch genossen und würde das Buch Lesern empfehlen, die kein Problem damit haben, dass der Einstieg etwas ausgedehnter ist. Die Kernaussagen und Entwicklungen sind schön, weshalb ich dem Buch 3 Sterne gebe.