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Veröffentlicht am 12.02.2021

Nettes Buch

Strip this Heart
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Inhalt

»Wir haben alle einen zerbrochenen Traum, Brooke. Die Frage ist nur, was du aus den Scherben machst.«

Eigentlich hatte Brooke geplant, nur einen Sommer in Chicago zu bleiben. Als sie auf dem Junggesellinnenabschied ...

Inhalt

»Wir haben alle einen zerbrochenen Traum, Brooke. Die Frage ist nur, was du aus den Scherben machst.«

Eigentlich hatte Brooke geplant, nur einen Sommer in Chicago zu bleiben. Als sie auf dem Junggesellinnenabschied ihrer besten Freundin Juliette auf den Stripper Nate trifft, sprühen die Funken. Wie die windige Stadt schleicht auch er sich langsam aber sicher in ihr Herz – doch das gehört bereits Brookes großem Traum, der Ivy League und einem Studium an einer der renommiertesten Universitäten Amerikas … ach, lies selbst. Wenn du Lust hast, dich in Chicago zu verlieben und vielleicht in einen Stripper, solltest du dieses Buch lesen.

Vielen Dank an den Piper Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Das beeinflusst meine Meinung natürlich nicht.



Cover

Das Cover passt wie die Faust auf’s Auge. Das Glitzer passt super zu Nates Glitter-Bodylotion, die er bei seinen Auftritten nutzt. Das Cover ist stilvoll und wirkt sehr edel. Ich hätte es noch cool gefunden, wenn die Schrift durch Glanz oder ähnliches noch mehr rausgestochen wäre. Das Gesamtbild ist aber klasse und ich mag die Farben gern!



Meine Meinung

Mir fiel der Einstieg super leicht. Nates Auftritt war wirklich heiß und ich liebe die Idee mit dem Body Glitter! Das macht es echt zu etwas besonderem. Grundsätzlich war die Idee rund um das Strippen echt spannend und mal etwas ganz Neues, was ich so noch nie gelesen habe! Es war cool, auch das „Dahinter“ zu sehen und so kennenzulernen, wie sich die Stripper selbst fühlen und wie schwer es sein kann, da sie ständig mit Vorurteilen konfrontiert werden. Die Umsetzung fand ich da wirklich großartig.

Grundsätzlich finde ich auch, dass der Schreibstil super war. Das Buch ließ sich flüssig lesen und war sprachlich super geschrieben. Das hat es einem wirklich leicht gemacht, in die Geschichte einzutauchen.

Mir hat vor allem die erste Hälfte sehr gefallen. Das Buch hat mich super unterhalten und die sanfte Entwicklung der Geschichte zwischen Brooke und Nate war super. Ich mochte die Entwicklung und beide Figuren gern. Brooke ist total lieb und verständnisvoll und Nate ist auch klasse. Er ist definitiv ein Good Guy, auch wenn man das bei einem Stripper vielleicht zunächst nicht erwartet. Brooke hat viel Verständnis für Nate gehabt und war für ihn da. Die Idee mit der Feuerwehr fand ich auch super und hat nochmal Abwechslung in die Geschichte gebracht.

Auch Brookes berufliche Situation wurde thematisiert und ich fand es schön, dass dort nicht immer alles super lief. Das hat dem Buch Authentizität gegeben und die Realität widergespiegelt.

Irgendwann gab es einen Streit mit einer der Freundinnen und ich muss sagen, dass mir der Part nicht so gut gefallen hat. Das hatte an sich nichts mit Brooke und Nate zu tun, sodass aus Sicht der Liebesgeschichte ab dem Zeitpunkt nicht mehr viel passierte. Juliette war eine Person, die mir leider von Anfang an durchweg unsympathisch war und deswegen konnte ich nicht verstehen, dass die coole Carmen und die liebe Brooke so an ihr festgehalten haben und war etwas genervt davon. Andererseits hat es auch gezeigt, wie tief die Freundschaft der Frauen ging, was schön war.

Leider fand ich die Geschichte um den Einbruch etwas blöd. Es war alles so früh schon angedeutet und war mir dadurch zu langweilig und voraussehbar. Juliette war einfach so stur und ich habe mich tierisch über sie aufgeregt. Außerdem gab es am Ende für meinen Geschmack vieeel zu viel Drama und das war mir – drastisch gesagt – etwas zu billig. Ich kam mir eher vor wie in einer Daily Soap, nicht wie in einem Liebesroman. Das war etwas schade.

Da das aber nur die letzten Seiten betraf, hat mir das Buch alles in allem dennoch gut gefallen.

Daher von mir 4 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2021

tolle Mischung

Nebel des Sommers
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Inhalt
Tim ist sechsundzwanzig Jahre alt, als Kellner tätig und unzufrieden mit seinem Leben. Er hängt in seinem Trott fest, weiß aber auch nicht, was er ändern könnte. Als seine Chefin ihm eines Tages ...

Inhalt
Tim ist sechsundzwanzig Jahre alt, als Kellner tätig und unzufrieden mit seinem Leben. Er hängt in seinem Trott fest, weiß aber auch nicht, was er ändern könnte. Als seine Chefin ihm eines Tages eröffnet, dass genau der Mann sein neuer Kollege wird, der seine Schulzeit in einen Spießrutenlauf verwandelt hat, glaubt Tim, es könne nicht mehr schlimmer werden. Aber er irrt sich, denn von heute auf morgen verschwindet auch noch sein Bruder. In all dem Chaos lernt er den attraktiven Julian kennen, der ihm zwar in vielerlei Hinsicht eine Stütze ist, aber gleichzeitig sein Gefühlsleben auf den Kopf stellt. Was ein warmer Sommer werden sollte, mutiert zu einem emotionsgeladenem Sturm, der Tim nicht nur den Verstand, sondern auch sein Herz raubt …

Vielen Dank an Jasmine Bell, die mir ihr Buch über Lovelybooks als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat! Ich habe mich sehr gefreut. Das beeinflusst meine Meinung jedoch nicht.

Cover

Das Cover spiegelt perfekt die vermischten Genres wider. Es passt zum Ort – Heiligenhafen an der Ostsee und ist einerseits romantisch, andererseits auch dramatisch und düster. In dem Buch steckte so viel mehr, als ich erwartet hatte und das Cover gibt darauf im Grunde auch schon einen kleinen Hinweis. Das Pink ist auch ein echter Hingucker.

Meine Meinung
Der Schreibstil gefiel mir sehr gut. Ich liebe, wie Heiligenhafen eingebunden wurde. Ich war ja schon oft an dem Ort und es ist ein Traum, ein Buch zu lesen, das dort spielt! Ich habe alles so genau vor Augen gehabt und hatte immer eine Ahnung, wo die Protagonisten wohl ungefähr gerade sind. Das Fischrestaurant ist außerdem so passend – Backfisch geht einfach immer! Dieses Essen ist so ein Markenzeichen von Heiligenhafen und dort habe ich auch den besten Backfisch meines Lebens gegessen. Daher ist es toll, dass auch das hier eine Rolle spielt. Leider gab es zum Ende hin immer weniger Details zu der Umgebung… Ein Möwenkreischen hier oder ein kleiner Blick auf den Hafen dort hätte der Geschichte meiner Meinung nach nochmal gut getan.

Tim ist eine tolle Figur gewesen und mit ihm wurde ich schnell warm. Er hat eine offene, warme Art, aber hat auch einen tollen Humor. Es ist so spannend, dass er schwul ist, aber es gefällt mir total! Es ist mein erstes Buch aus diesem Genre, aber es war echt so super! Die Liebe zwischen den beiden Männern wurde so authentisch beschrieben, dass ich alles super nachvollziehen und mitfühlen konnte. Die ersten Gefühle deuteten sich ja schon früh an, aber hier stellte sich dann die Frage, ob auch Julian schwul ist, sodass man sich nicht nur Gedanken machen musste, ob man das Gleiche fühlt, sondern auch, ob der Gegenüber überhaupt Interesse am gleichen Geschlecht hat. Das hat es komplizierter gemacht, aber dieser Blickwinkel war sehr interessant. Außerdem ist es cool, dass Männer so direkt und unkompliziert sind. Es gab nie ein ewiges Rumgezicke und das war so angenehm!

Nina ist auch eine coole Socke und ihr Haus ein Traum! Die Freunde sind immer für einen lockeren Spruch zu haben und wirken zusammen echt harmonisch. Die Clique agiert so schön zusammen und sie scheinen sich schon ewig zu kennen.

Plötzlich gab es einen Vorfall in der Familie und kurz darauf noch einen. Die Handlung kam sehr plötzlich und erst wusste ich da nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Zunächst dachte ich, dass es vielleicht um Drangsalierung oder Mobbing geht. Aber es kam ganz anders. Diese Handlung war super spannend, aber nicht das, was ich erwartet hatte. Ich war mir nicht so sicher, ob der Fokus nun auf der Liebesgeschichte oder dem Verschwinden liegen sollte. Das hat aber auch den Suchtfaktor erhöht, ich konnte das Buch kaum weglegen.

Es war für mich etwas merkwürdig, dass sich Tim so intensiv mit Julian beschäftigen konnte, obwohl sein Leben gerade erst so erschüttert wurde. Mich hätte so ein Verlust jedenfalls mehr erschüttert und ich hätte nicht weitermachen können wie zuvor. An der Stelle fand ich sein Verhalten also nicht so realistisch. Ebenso dann am Ende: Die ganzen Szenen um die „Spannung“ herum, waren sehr unterschiedlich. Einige waren detailreich und wirklich gut beschrieben. Andere waren eher oberflächlich geschrieben und wurden sehr schnell aufgelöst. Vor allem das Ende kann ich mir so nicht vorstellen, dass es so wirklich ablaufen würde. Warum erfährt Tim erst zu Hause, was wirklich los war?

Die Mischung der zwei Genres Thriller und Gay Romance war mal was ganz neues und sehr cool gemacht. Die Thriller/Krimi Elemente waren echt spannend und haben sich immer weiter zugespitzt. Immer mehr stellte sich die Frage, welche Rolle Julian im Buch spielen soll.

Am Ende haben sich beide Elemente auch perfekt verknüpft und alles ergab Sinn. Das Durcheinander hat mich zu Beginn zwar verwirrt, aber war letztlich logisch erklärbar. Es war cool, dass doch alles zusammenhing. Vor allem zum Ende wurde es dadurch richtig spannend und die Ereignisse überschlugen sich. Der Cliffhanger war aber wirklich böse und ich bin etwas mad, dass ich nicht direkt weiterlesen kann…

Insgesamt kann man also sagen, dass es ein toller Roman war, der eine wunderschöne Location hat. Das Thema Gay Romance wurde super umgesetzt. Insgesamt hat es mir auch wegen der Krimi/Thriller-Elemente super gefallen, da es abwechslungsreich und spannend war.

Daher von mir 4,5 Sterne

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2021

okay

Der Sommer mit Pauline
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Inhalt
Es ist fast Sommer und Émile ist zum ersten Mal richtig verliebt. In die charmante Pauline aus seiner Schule, mit der er über Filme, Tennishelden und übers Leben reden kann. Wenn sie lächelt, geht ...

Inhalt
Es ist fast Sommer und Émile ist zum ersten Mal richtig verliebt. In die charmante Pauline aus seiner Schule, mit der er über Filme, Tennishelden und übers Leben reden kann. Wenn sie lächelt, geht die Sonne auf. Als Pauline Émile nach Venedig einlädt, wo sie in einem Jugendorchester Geige spielt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch die Eltern und der ältere Bruder wollen ihn begleiten – im Wohnwagen, in dem die Familie übergangsweise lebt. Eine Abenteuerreise beginnt, an deren Ende Émile ein anderer und sein Blick auf die Welt ein neuer ist. Dieser humorvolle Roman übers Erwachsenwerden und die Magie der ersten großen Liebe trifft einen mitten ins Herz.

Vielen Dank an den Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich entschuldige mich für die unglaublich lange Rezensionsfrist, aber es hat leider mehrere Anläufe gebraucht, bis ich das Buch endlich beendet hatte. Mehr dazu unten.

Cover

Das Cover finde ich cool. Es ist so minimalistisch und modern und hebt sich deutlich von anderen Büchern ab. Die Farben sind ungewöhnlich zusammen, aber passen definitiv! Der Wohnwagen passt super zur Story und das Gesamtbild stimmt! Lediglich der weiße Rahmen gefällt mir nicht so.

Meine Meinung
Wie bereits oben beschrieben, brauchte ich mehrere Anläufe, um dieses Buch zu lesen. Mehrmals habe ich angefangen zu lesen und dann doch wieder aufgehört. Das lag daran, dass es mir einfach nicht gefallen hat. Das Buch hatte einen speziellen Schreibstil, ich vermute das ist unter anderem durch die Übersetzung aus dem Französischen bedingt. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, woran es lag. Einerseits war da eine gewisse Distanz. Es gab keine Emotionen – alles war total nüchtern „beschrieben“, als handelte es sich um einen Erzähltext und nicht um einen Roman. Ich habe nicht verstanden, warum Émile Pauline so toll fand. Es schienen mir eher kindliche und kurzzeitige Gefühle zu sein. Und auf der anderen Seite war da Witz, der es irgendwie cool gemacht hat. Ich habe das Buch dennoch zweimal abgebrochen und nun – nach 1,5 Jahren – ist es mir mit einem Neustart endlich gelungen, über die ersten 50 Seiten hinaus zu kommen. Und es hat sich gelohnt!

Die Idee des Buchs ist super süß, das kann ich nicht leugnen. Ich habe mich ja genau deshalb auf das Buch beworben, weil ich diese Reise von Frankreich nach Venedig total spannend finde. Tatsächlich ging alles schief, was ging, was das Buch echt lustig gemacht hat. Es gab so viele Momente zum Fremdschämen und so viel Ironie, dass ich manchmal gedacht habe, „Gott, hält den Eltern jetzt bitte jemand den Mund zu?“. Aber genau das wird der Autor bezweckt haben, da man so den perfekten Einblick in Émile bekommen hat.

Ich habe mich das ganze Buch über gefragt: Ist das Buch ein Kinderbuch über die ersten Gefühle des Verliebtseins oder ein Erwachsenenbuch, das diese kindlichen Gefühle ein wenig belächelt? Aus letzterer Sicht würde ich es ein wenig verstehen, warum das Buch so geschrieben war, wie es war. Der Schreibstil, den ich am Anfang so gar nicht mochte, wäre dann nämlich passend. Ich habe mich daran mit der Zeit auch gewöhnt. Für mich hat das Buch zwar ein paar Schmunzler gebracht, aber nicht die großen Gefühle vermittelt – ob es nun Verliebtheitsgefühle oder Lachanfälle wären. Diese blieben aus.

Das Buch ist eine nette Idee, ich hatte nur völlig andere Erwartungen. Es ist sicherlich auch ein Stilmittel, das Buch so ironisch zu betrachten, das ich einfach nicht 100%ig verstehen und fühlen konnte. Ich hätte mir gewünscht, dass man mehr von der Reise, der Umgebung und den Orten mitbekommt. Stattdessen hat man ein nettes (meiner Meinung nach typisch französisches) Familiendrama geboten bekommen, dass einfach so ulkig und absurd wirkte, dass es fast schon wieder lustig war. Diese ironische Betrachtung finde ich faszinierend und neu und deshalb werde ich das Buch auch lange in Erinnerung behalten.

Daher von mir 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 31.01.2021

Schöne Entwicklung

Auf sieben Beinen
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Inhalt

Franzis Angst vor Hunden ist riesengroß, hat sie doch vor über zehn Jahren durch einen Hundebiss ihren Unterschenkel verloren. Seither quält sie ihre Unsicherheit und sie hat sich der Liebe verschlossen. ...

Inhalt

Franzis Angst vor Hunden ist riesengroß, hat sie doch vor über zehn Jahren durch einen Hundebiss ihren Unterschenkel verloren. Seither quält sie ihre Unsicherheit und sie hat sich der Liebe verschlossen. Zu groß ist die Angst vor einer Zurückweisung. Als dann derlebensfrohe Jan in ihr Leben platzt, spürt sie, wie sehr sie sich bereits in ihr Schneckenhaus zurückgezogen hat. Dabei ist er genau das, wonach sich Franzi schon so lange sehnt Es gibt nur zwei Probleme, die zwischen ihr und ihrem Liebesglück stehen: Er darf auf keinen Fall von ihrer Behinderung erfahren! Und Jans bester Freund hat nicht nur seidenweiches Fell, sondern hat auch ganz schön scharfe Zähne Auf sieben Beinen istein romantischer Wohlfühlroman mit vielen Emotionen. Ein Buch nicht nur für Hundefreunde, sondern für alle Menschen, die aus Angst nicht ein Leben voller Liebe leben. Denn dort, wo Liebe ist, hat Angst keinen Platz.

Autorin: Fine Sturm

392 Seiten

Vielen Dank an das Team von Mainwunder und die Autorin Fine Sturm für das Rezensionsexemplar! Ich habe mich sehr gefreut! Das beeinflusst meine Meinung jedoch nicht!

Cover



Das Cover ist wirklich hübsch. Die Farben sind zwar kitschig, aber irgendwie auch passend. Ich mag, dass das Cover matt ist, während sich die Schrift durch Glanz abhebt. Auch die Silhouette ist wunderschön und es ist toll, dass auch der Hund Hansi zu sehen ist. Genauso hat man ihn sich auch vorgestellt. Einziger Kritikpunkt wäre eventuell die unterschiedliche Schreibweise des Titels auf dem Cover und dem Buchrücken. Einmal ist die 7 eine Ziffer und einmal ausgeschrieben. Im Gesamtbild ist das Buch aber definitiv ein Hingucker!

Meine Meinung

Der Einstieg gefiel mir sehr. Ich habe so mitgefühlt mit der Protagonistin Franzi und sie tat mir echt leid. Ihre Gefühle kamen gut rüber und es ging einem echt nahe. Es war unglaublich, zu sehen, welche Auswirkungen ein Hundebiss haben kann. Das Erlebnis war richtig dramatisch beschrieben, aber es erklärte das tief sitzende Trauma von Franzi sehr gut.

Das Vorstellungsgespräch war irgendwie witzig. Ihre Angst vor Hunden ist absolut begründet und realistisch. Und doch musste ich ein wenig darüber lachen, da man eben auch die andere Seite gesehen hat. Denn in Wirklichkeit hat der Hansi ja echt nichts getan und war absolut nicht angsteinflößend.

Das Thema Architekur spielte auch später noch eine Rolle, jedoch ganz anders, als ich zu Beginn erwartet hatte. Doch da möchte ich nicht spoilern. Aber es war wunderbar integriert und hat dem Buch noch mehr Aussagekraft und Diversität gegeben.

Danach war es für mich zunächst etwas zäh mit dem Weiterlesen. Insgesamt war das Buch sehr lebendig geschrieben und Franzi, sehr temperamentvoll und auch stur. Dadurch hat das Buch irgendwie etwas Ironisches bekommen und ich konnte ihre Angst nicht zu 100% ernst nehmen. Ihre Empörung gegenüber des Chefs kam mir etwas zu künstlich vor. Das waren Szenen, die bei mir nicht so authentisch ankamen, aber das mag Geschmackssache sein.

Ich habe vollstes Verständnis, da ich selbst vor fremden Hunden Angst habe, aber das war mir too much und zu sehr Comedy. Ich vermute, dass es an Jan lag, der mit seinen doofen Sprüchen einfach zu viel Witz reingebracht hat, sodass die Gefühle von Franzi irgendwie „plattgemacht“ wurden. Das war etwas schade.

Irgendwie war Franzi etwas anstrengend, weil sie einfach nur ihren Willen durchsetzen wollte und die Tipps aller anderen schlecht geredet hat, obwohl es keiner böse meinte. Natürlich ist es auch verständlich, dass es absolut schwierig ist, mit so einem Verlust umzugehen! ich hatte einerseits den Eindruck, dass sie sich in ihrem Selbstmitleid suhlt und andererseits, dass sie total tough war und kein Mitleid wollte. Das waren zwei Persönlichkeiten, die in ihr steckten und da kam man erst sehr spät dahinter, warum das so ist. Es war total toll, dass die Fassade erst so spät bröckelte und man nach und nach mehr Einblicke in ihre Gefühle bekam.

Und andererseits hat dieser Witz im Schreibstil die Geschichte auch aufgelockert und lebendig gemacht. Außerdem war es schön, dass man sich nicht nur auf die negative Seite konzentriert hat. Dennoch hat man auch einiges von Franzi und ihren Problemen mitbekommen und sie tat mir wirklich so leid. Der Eisladen war eine coole Idee und sie hat für die Arbeit dort meinen größten Respekt.

Ich finde es total toll, dass sich Franzi ihrer Angst stellt. Das ist so schwierig und sie meistert es großartig. Das ging mir fast zu schnell. Für so ein Trauma hat sie die Angst echt schnell abgelegt. Aber es ist einfach toll, weil das Buch damit Perspektiven aufzeigt und Mut macht. Jeder kann sich seiner Angst stellen und sie besiegen.

Hansi ist sowieso der allersüßeste Hund, den man sich vorstellen kann. Er kriegt im Buch eine richtige Persönlichkeit und ich konnte ihn mir so gut vorstellen. Es war so süß, dass er ständig geschlafen hat und Franzi so geliebt hat! Ich hätte ihn am liebsten aus dem Buch geklaut und selbst mit nach Hause genommen.

Die Liebesgeschichte hat sich rasch entwickelt und während ich die Gefühle zu Beginn nicht so gespürt habe, kamen die Emotionen dann nach und nach immer stärker hervor. Besonders ab der Mitte hat mich das Buch dann doch nochmal richtig gepackt. Franzi hat große Schritte vorwärts gemacht, was großartig zu beobachten war. Ab hier war es so viel angenehmer zu lesen, da sich nicht mehr alles im Kreis drehte.

Mit dem, was dann alles noch kam, habe ich nicht gerechnet. Ich war so überrascht! Es war unglaublich spannend und man konnte das Buch auf den letzten Seiten echt nicht mehr weglegen! Vor allem Jan hat für eine krasse Überraschung gesorgt… Mir hat es dann richtig Spaß gemacht zu lesen! Welche Rolle Jan, seine Familie und Franzis Familie noch spielen würden, hätte ich so niemals erwartet! Es hat mich regelrecht aus den Socken gehauen, wie sich am Ende alles zu einem Geflecht verbunden und einfach Sinn ergeben hat. Alles seltsame Verhalten wurde erklärt.

Ich mochte in dieser Geschichte nicht nur Jan super gern, der einfach so liebevoll und verständnisvoll ist. Auch Marie und Kicki waren tolle Nebenfiguren, die mir sehr ans Herz gewachsen sind und die die Geschichte sehr bereichert haben.

Fine Sturm hat mit diesem Buch nicht nur die negativen Seiten einer Behinderung rausgestellt, sondern sich auf das Positive konzentriert. Sie gibt Menschen mit dieser Geschichte Mut und Optimismus und appelliert auch ein Stück weit an die Toleranz eines jeden Menschen. Denn auch behinderte Menschen sind vollwertige Mitglieder der Gesellschaft und verdienen Respekt! Das Buch hilft, sich einmal in so einen Menschen hineinzuversetzen und trägt so auch zu einem immer besseren Verständnis bei. Damit leistet die Autorin mit diesem Werk einen wichtigen Meilenstein in der Buchbranche.

Daher von mir 4 Sterne

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Veröffentlicht am 18.01.2021

Tolles Buch

Alpha-Reihe / Short Alpha Stories 2
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Inhalt
Sie kann nichts. Meinst du wirklich, sie wäre die Mühe wert?

21 Kurzgeschichten rund um die Alpha-Reihe, mit Träumen, einem Jubiläum, Schrottwichtelaktionen und einem Märchen, bei dem bequemes ...

Inhalt
Sie kann nichts. Meinst du wirklich, sie wäre die Mühe wert?

21 Kurzgeschichten rund um die Alpha-Reihe, mit Träumen, einem Jubiläum, Schrottwichtelaktionen und einem Märchen, bei dem bequemes Schuhwerk empfohlen wird!

Die Geschichten spielen zeitlich vor Alpha One (Band 1) bis nach Alpha Life (Band 7).

Short Alpha Stories 2 ist der zweite Teil einer Kurzgeschichtensammlung zur Alpha-Reihe. Die Hauptreihe umfasst sieben Bände, die man in chronologischer Reihenfolge lesen sollte. Auch für die Kurzgeschichten wird das Wissen aus den vorigen Bänden benötigt. In welcher Reihenfolge man die beiden Kurzgeschichtenbände liest, ist jedoch egal.

Cover

Das Cover ist eigentlich kunterbunt, das ist leider auf dem Tolino immer nicht zu sehen. Er passt perfekt zum ersten Kurzgeschichtenband und somit auch zum Rest der Reihe. Die Farben aller Hauptbände sind darin vereint und bilden so einen tollen Mix. Denn auch die Geschichten kommen ja zeitlich aus allen Büchern. Das Alphateam auf dem Cover ist auch super. Hier könnt ihr euch das Cover in Farbe ansehen: https://minny-baker.de/short-alpha-stories-2/ (unbezahlte Werbung)

Meine Meinung
Mir hat eigentlich jede Kurzgeschichte auf ihre Art gefallen. Es ist immer wie nach Hause kommen, wenn ich etwas aus der Alphareihe lese und so bin ich auch hier wieder völlig im UCoP Universum versunken. Es ist so toll, die ganzen Figuren wieder interagieren zu sehen und Neues von ihnen zu lesen. Ich war nach Ende der Reihe so traurig, doch durch die Kurzgeschichtenbände kriegt man doch immer wieder ein paar Häppchen, die mich persönlich immer sehr glücklich machen.

Zwei der Geschichten durfte ich schon vorab lesen, dafür nochmal vielen Dank an Minny, dass du das möglich gemacht hast! „Henry auf Deutsch“ und die Quarantäne-Geschichte waren super. Erstere war einfach super süß. Und die Quarantäne hatte Aktualitätsbezug, aber war nicht fest auf das große C ausgelegt, was ich sehr angenehm fand. Und Minny hat eine Änderung eingebaut, die ich ihr vorgeschlagen hab – danke für dein Vertrauen! Echt witzig geworden jetzt!

Doch auch die Geschichten, die ich zuletzt noch gelesen habe, haben mir alle so gut gefallen. Es ist so schwer, das in Worte zu fassen, da sie alle so grundverschieden waren. Es gab berührende und romantische Szenen, wie z.B. die Geschichte um Tom und Carolina. Die habe ich so geliebt! Es war richtig cool, diese Lovestory nochmal ein wenig nachlesen zu können und hat echt Spaß gemacht.

Genial fand ich auch die ganzen witzigen Geschichten, die einfach so zu Alpha passen. Ich finde für diese Coolness und den Spaßfaktor stehen auch die Geschichten. Besonders denke ich da an die Schneeballschlacht. Es war genial, davon zu lesen und ich liebe es, dass sich Beth für nichts zu schade ist und alles mitmacht! Und von Schnee zu lesen war ein Traum, wo wir hier schon keinen haben.

Dann gab es aber auch noch Geschichten, die ich eigentlich gehasst habe. Denn es ging um zwei Personen, die ich einfach nie ausstehen werde: Leo und Nicole. Die beiden haben nochmal eine große Rolle gespielt und auch wenn ich sie nicht mag- es war interessant. Denn es gab nochmal ein paar Einblicke, wie die das aus deren Sicht erlebt haben. Leider hasse ich sie deswegen immer noch nicht weniger… Aber die Geschichten waren cool gemacht.

Da hat man aber auch gemerkt, dass man den Rest der Reihe definitiv kennen muss. Denn manche Themen werden nur angeschnitten bzw. die Geschichten starten mitten in einer Szene aus einem der vergangenen Bücher und sind nicht wiederholt worden. Das finde ich aber gut, da es sonst langweilig wäre.

Auch wenn ich nicht jede Geschichte einzeln nennen kann (das würde etwas den Rahmen sprengen), haben sie mir alle gefallen. Es sind solche Wohlfühlbücher und mit jedem weiteren Buch vertieft sich diese Liebe bei mir. Ich kann mich nur immer wieder wiederholen: LEST. DIESE. REIHE. Tut es! Sie ist so gut!

Daher von mir 5 Sterne

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